Politik

Liveticker zum Terror in Europa +++ Das geschah am Donnerstag, 19.11.2015 +++

+++ 23:45 US-Heimatschutz warnte schon im Mai vor Abaaoud +++
Homeland Security, das US-Ministerium für Heimatschutz, hat im Mai in einem Bericht vor dem mutmaßlichen Drahtzieher der Anschläge von Paris gewarnt. Der achtseitige, nicht vertraulich gestempelte Bericht analysiert die Folgen aus einem im Januar im belgischen Verviers vereitelten Anschlag. Überschrift: "Künftige IS-Operationen im Westen könnten dem unterbundenen belgischen Plot ähneln". Im Januar erschossen Sondereinsatzkräfte im belgischen Verviers zwei mutmaßliche Dschihadisten. Abaaoud sei Kopf dieser Zelle gewesen, heißt es in dem Bericht. Er habe sie von Athen aus gesteuert und sich frei durch Europa bewegt.

+++ 23:02 Schalke-Trainer bei verhindertem Anschlag im Stadion +++
Schalke-Trainer André Breitenreiter war mit Frau und Sohn vor Ort, als am Dienstag das Länderspiel der DFB-Elf abgesagt wurde. "Wir waren auf dem Weg zum Stadion, als ich gehört habe, dass das Spiel abgesagt wurde", sagt Breitenreiter. "Wir haben schnellstmöglich den Weg nach Hause gesucht, mein Sohn hat geweint, weil er Angst hatte. Das ist schon ein brutaler Eingriff in die Lebensqualität und Freiheit, die wir hier genießen."

+++ 22:30 FBI-Direktor sieht keine Anschlagsgefahr in den USA +++
Die US-Sicherheitsbehörden haben nach Angaben von FBI-Direktor James Comey keine glaubwürdigen Hinweise auf Anschlagspläne wie in Paris. Zudem sei nichts über eine Verbindung der Extremisten in die USA bekannt. Zuvor war ein Video des IS aufgetaucht, in dem explizit New York als Anschlagsziel genannt wird.

+++ 21:52 Marokkanischer Tipp führte auf Abaaouds Spur +++
Marokkanische Geheimdienst-Informationen brachten Frankreich auf die Spur von Abdelhamid Abaaoud. Das berichtet die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Quellen bei der Polizei. Der Tipp aus dem nordafrikanischen Staat habe die französischen Ermittler auf die Wohnung in Saint Denis aufmerksam gemacht, wo Abaaoud bei einer Razzia am Mittwoch getötet wurde.

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+++ 21:40 Premier Valls: "Die Bedrohung hält an" +++
Frankreichs Regierung hält die Terrorgefahr nicht für gebannt: "Die Bedrohung hält an", sagt Premier Manuel Valls dem Fernsehsender France 2. So wisse man etwa nicht, ob es Personen oder Gruppen gebe, die eine direkte Verbindung zu den Anschlägen in Paris oder zu der in Saint-Denis ausgehobenen Extremistenzelle hätten. Dies sei zumindest vorstellbar. Es gebe in Frankreich Personen, die eine reale Gefahr darstellten, sagte Valls. "Diese Personen muss man verfolgen, jagen und unschädlich machen." Valls sagte weiter, einige Attentäter hätten "die Flüchtlingskrise genutzt", um unbemerkt nach Frankreich zu kommen.

+++ 21:14 Zeitung: Mutmaßlicher Drahtzieher von Hannover hat deutschen Pass +++
Nach der Absage des Fußball-Länderspieles am Dienstag berichtet die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" über weitere Einzelheiten der mutmaßlichen Anschlagspläne: Unter Berufung auf ein französisches Geheimdienstpapier heißt es, dass es eine fünfköpfige Extremistenzelle gebe, deren Anführer einen deutschen Pass haben solle. Demnach waren fünf Bombenanschläge geplant, darunter drei im Stadion selbst.

+++ 20:48 Hollande ordnet Verstärkung der Luftangriffe an +++
Frankreichs Präsident François Hollande ordnet die Verstärkung der Luftschläge gegen IS-Stellungen in Syrien und im Irak an. Die Anweisungen habe der Staatschef bei einer Sitzung des Sicherheitskabinetts gegeben, teilt der Élyséepalast mit. Nach den Terroranschlägen hatte das Land die Luftangriffe in Syrien bereits verstärkt. Nach Angaben eines Armee-Sprechers wurden seitdem bei drei Angriffen 35 Ziele zerstört.

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+++ 20:29 Weiße Rosen für die Opfer von Paris +++
Vor dem Stade in France in Saint-Denis nehmen Menschen an einem Gedenkmarsch für die Opfer der Anschläge von Paris teil. Viele von ihnen tragen weiße Rosen.

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(Foto: AP)

+++ 20:17 EU-Minister beraten über Verschärfung der Schengen-Regeln +++
Die Innen- und Justizminister der EU-Staaten beraten am Freitag bei einem Sondertreffen über eine Anti-Terror-Strategie. Frankreich hatte das Treffen beantragt. Es soll etwa um verschärfte Kontrollen an den Außengrenzen des Schengenraums gehen, um ein- oder ausreisende Dschihadkämpfer aufzuspüren. Dazu muss der Schengener Grenzkodex verändert werden, der bisher eine systematische Kontrolle von Unionsbürgern an den Schengen-Außengrenzen untersagt.

+++ 20:01 Frankreich legt Entwurf für UN-Resolution vor +++
Nach Russland legt auch Frankreich einen Resolutionsentwurf für den UN-Sicherheitsrat zum Kampf gegen den Islamischen Staat vor. In dem Text fordert Paris die Mitgliedstaaten auf, "ihre Anstrengungen zur Verhinderung und Vorbeugung von Terrorakten insbesondere des IS zu verdoppeln und miteinander zu koordinieren". Es müssten alle "notwendigen Maßnahmen" getroffen werden, um die Extremistengruppe zu bekämpfen.

Hier finden Sie die ausführliche Meldung.

+++ 19:21 Video zeigt Angriff auf Café in Paris +++
Bei den Terroranschlägen von Paris wurden mehrere Cafés und Restaurants angegriffen. Die britische "Daily Mail" veröffentlicht nun ein Video, das einen dieser Angriffe zeigt. Darin ist zu sehen, wie ein Terrorist auf Gäste schießt, die vor und im Café sitzen. Eine Frau kommt dabei nur knapp mit dem Leben davon: Man sieht, wie der Angreifer auf sie zielt, allerdings hat sein Gewehr eine Fehlfunktion. Das rettet der Frau das Leben. Ingesamt starben bei diesem und weiteren Angriffen am vergangenen Freitag in Paris 129 Menschen.

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+++ 19:00 National-Torwart Zieler über die Stimmung in der DFB-Elf +++
National-Torhüter Ron-Robert Zieler von Hannover 96 spricht über die schwierige Situation der Fußball-Nationalmannschaft nach der Länderspielabsage gegen die Niederlande: "Die Stimmung war bedrückend, weil keiner wusste, was los ist", sagt Zieler. "Wir wurden dann zu einer sicheren Polizeistation umgeleitet." Nach 30 Minuten sei das Team zurück nach Barsinghausen ins Hotel gefahren worden. Die Mannschaft habe ein mulmiges Gefühl gehabt. Schlimmer sei die Situation jedoch in Paris direkt nach den Terroranschlägen gewesen: "Das waren schreckliche Eindrücke", so der 26-Jährige.

+++ 18:42 Russland und Frankreich stimmen Syrien-Einsätze ab +++
Russlands Generalstabschef Waleri Gerasimow und sein französischer Kollege Pierre de Villiers tauschen sich erstmals über den Militäreinsatz beider Länder in Syrien aus. In einem einstündigen Telefonat hätten die beiden Armeechefs über die Koordinierung der Luftangriffe und das weitere Vorgehen gegen die "IS-Terroristen" gesprochen, erklärt das russische Verteidigungsministerium in Moskau.

+++ 18:09 Weitere Razzia an französisch-belgischer Grenze +++
Offenbar gibt es eine weitere Polizeirazzia an der französisch-belgischen Grenze. Wie französische Medien berichten, sperrt die Polizei Straßen in Charleville-Mézières, der Hauptstadt des Départements Ardennes.

+++ 17:49 Schweden verschärft Sicherheitsgesetze +++
Die schwedische Regierung kündigt ein Gesetzespaket an, das die Sicherheitsbehörden stärkt. So sollen Geheimdienste und Justizbehörden neue Befugnisse bekommen, um Internetkommunikation über Kanäle wie Skype oder Viber abhören zu können. Über Trojaner sollen die Behörden in verschlüsselte Kommunikation eindringen können. Auch neue Straftatbestände sind vorgesehen: Es soll künftig schon strafbar sein, mit der Absicht eines Terroranschlags ins Ausland zu reisen oder ein Ausbildungslager zu besuchen. "Schweden war auf diesem Gebiet wahrscheinlich naiv", sagt Ministerpräsident Stefan Löfven in Stockholm.

+++ 17:39 Muslimische Gemeinde Paris sagt Anti-Terror-Demo ab +++
Die muslimische Gemeinde in Paris sagt ihre für Freitag geplante Kundgebung gegen den Terror aus Sicherheitsgründen ab. Die unerlässlichen Bedingungen für die Sicherheit der Veranstaltung seien nicht erfüllt, erklärt die Große Moschee laut der Nachrichtenagentur AFP. Der Entscheidung seien Gespräche mit der Polizei vorausgegangen. Das Motto der Kundgebung sollte "Wir alle sind Paris" sein.

+++ 17:16 Menschen trauern um toten Polizeihund Diesel +++
Ist das geschmacklos angesichts so vieler menschlicher Opfer oder nachvollziehbar? Bei der Anti-Terror-Razzia in St. Denis am Mittwoch kam auch ein Polizeihund ums Leben - Diesel. In den sozialen Netzwerken wird nun um ihn getrauert, mit den Hashtags #JeSuisDiesel (Ich bin Diesel) und #JeSuisChien (Ich bin ein Hund). Doch es gibt auch Kritik an den Beileidsbekundungen, schließlich starben und sterben durch den IS-Terror unzählige Menschen.

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+++ 16:55 Weitere Razzien in Brüssel - neun Festnahmen +++
Die belgische Staatsanwaltschaft gibt bekannt, dass die Polizei heute sechs Razzien in Brüssel durchgeführt hat. Sie stehen demnach nicht in direktem Zusammenhang mit den Anschlägen von Paris, aber mit einem der Attentäter. Sieben Personen seien dabei für Befragungen festgenommen worden.

Unabhängig von der Aktion gibt es drei weitere Razzien in Belgien, bei denen zwei Personen festgesetzt werden. Sie werden verdächtigt, mit den Attacken von Paris in direktem Zusammenhang zu stehen.

+++ 16:42 McCain: 10.000 US-Soldaten am Boden gegen IS nötig +++
Der einflussreiche US-Senator John McCain bezeichnet den Islamischen Staat eine "direkte Bedrohung" für die USA, die mit Bodentruppen ausgeschaltet werden könne. Dazu seien 10.000 US-Soldaten nötig, innerhalb einer Koalition mit arabischen Staaten, "hoffentlich Nato-Ländern" und vielleicht sogar Frankreich. Auch ausreichend Luftunterstützung müsse vorhanden sein. Den USA wirft er Versagen im Kampf gegen den IS vor.

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+++ 16:28 Premier League spielt Marseillaise vor Begegnungen am Wochenende +++
Die englische Premier League setzt ein klares Zeichen: Am kommenden Wochenende wird vor allen Spielen die französische Nationalhymne gespielt. "Ansgesichts der langen Beziehung zwischen der Premier League und Frankreich werden wir die Marseillaise als ein Zeichen der Solidarität spielen", sagt Premier-League-Vorstandschef Richard Scudamore. Die Aktion erinnert an das Länderspiel zwischen England und Frankreich, vor dem am Dienstag im Wembley-Stadion Anhänger beider Nationen die Marseillaise anstimmten.

+++ 16:10 Bundespolizei kontrollierte Abaaoud 2014 +++
Abdelhamid Abaaoud gilt mittlerweile als mutmaßlicher Drahtzieher der Anschläge von Paris. Ein Sprecher des Präsidiums der Bundespolizei in Potsdam bestätigt nun, dass er mindestens einmal in Deutschland war. Am 20. Januar 2014 sei er am Flughafen Köln/Bonn von der Bundespolizei kontrolliert worden. "Es gab keinen Hinweis an die Bundespolizei, dass wir die Reise untersagen oder ihn festnehmen sollten", sagt der Sprecher.

+++ 15:59 Terrorwarnung für Sehenswürdigkeiten in Italien +++
Nach einem Hinweis aus den USA fahnden italienische Sicherheitskräfte nach fünf Verdächtigen, die dschihadistische Anschläge auf touristische Ziele in Rom und Mailand geplant haben sollen. Außenminister Paolo Gentiloni bestätigt Medienberichte, dass Warnungen für bestimmte touristische Orte am Mittwoch von der US-Bundespolizei FBI eingegangen seien. In Rom werden zusätzlich zu den bereits eingesetzten 1300 Soldaten weitere 700 stationiert.

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(Foto: REUTERS)

+++ 15:28 Arsène Wenger: Deutschland hat in Hannover überreagiert +++
Der Trainer des FC Arsenal, Arsène Wenger, kritisiert die Absage des Länderspiels zwischen Deutschland und den Niederlanden in Hannover. "Die Gefahr in so einer Situation ist, ein wenig überzureagieren. Und ich glaube, dass das passiert ist", sagt der Franzose. Wenger fordert, das öffentliche Leben trotz der Terroranschläge in Paris mit 129 Toten nicht zu beschränken: "Unser Weg muss sein, unser Leben weiterzuleben und der Situation auf eine positive Weise zu begegnen."

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+++ 15:14 Innenminister: Abaaoud in mehrere Anschläge verwickelt +++
Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve sagt in Paris, Abdelhamid Abaaoud habe "offensichtlich eine entscheidende Rolle" bei den Anschlägen von Paris gespielt. Außerdem wurde er demnach bereits zuvor in Zusammenhang mit vier von sechs seit dem Frühjahr vereitelten Anschlägen in Frankreich von den Sicherheitsbehörden gesucht. Cazeneuve kündigt zudem für Freitag ein Treffen des EU-Ministerrates an.

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+++ 14:56 Verstärkte Kontrollen an Grenze zu Frankreich +++
Die Bundespolizei verstärkt die Grenzkontrollen in Baden-Württemberg. "Aufgrund der Anschläge haben wir die Präsenz an den Grenzübergängen zu Frankreich erhöht", sagt ein Sprecher der Bundespolizeiinspektion Offenburg. Zusätzlich zu den Grenzkontrollen seien auch an Bahnhöfen und in grenzüberschreitenden Zügen mehr Beamte im Einsatz. Auch Flüge von und nach Frankreich werden demnach verstärkt überwacht.

+++ 14:45 Live bei n-tv: Frankreichs Innenminister äußert sich +++
Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve gibt in Kürze eine Stellungnahme ab. n-tv überträgt die Pressekonferenz live und im Livestream.

+++ 14:34 Staatsanwaltschaft: Unklar, wie Abaaoud starb +++
Laut der ermittelnden Staatsanwaltschaft ist unklar, ob sich der mutmaßliche Drahtzieher der Pariser Anschläge, Abdelhamid Abaaoud, selbst in die Luft gesprengt hat oder nicht.

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+++ 14:23 Wehrbeauftragter gegen Bundeswehr-Einsatz im Inneren +++
Der Wehrbeauftragte des Bundestags, Hans-Peter Bartels, spricht sich gegen eine Übernahme polizeilicher Aufgaben durch die Bundeswehr ab: "Polizeiaufgaben sind nicht ihre Sache", sagt er der ARD. Kritik gibt es auch von der Bundespolizeigewerkschaft. Deren Vorsitzender, Ernst G. Walter, betont: "Wir haben für solche Einsätze - wie jetzt in Paris - sehr, sehr gut ausgebildete hoch professionelle Spezialkräfte, sowohl bei den SEK bei den Ländern, als auch bei uns bei der weltweit ganz vorne stehenden GSG 9, die solche Lagen bewältigen."

+++ 13:59 USA setzen Kopfgeld in Millionenhöhe auf IS-Terroristen aus +++
Die USA haben auf einen in Saudi-Arabien geborenen Dschihadisten, der für den Islamischen Staat (IS) ausländische Kämpfer rekrutieren soll, ein Kopfgeld in Millionenhöhe ausgesetzt. Hinweise, die zur Ergreifung von Tirad al-Dscharba führen, würden mit 4,7 Millionen Euro belohnt, teilt das US-Verteidigungsministerium mit. Al-Dscharba ist auch unter dem Namen Abu Mohammed al-Schimali bekannt und gilt als hochrangiges Mitglied der Terrormiliz IS.

+++ 13:48 Europol: Weitere Anschläge nach Paris sind "wahrscheinlich" +++

Nach den Anschlägen von Paris fordert der Leiter der europäischen Polizeibehörde Europol, Rob Wainwright, die EU-Staaten auf, mehr Informationen über Terror-Verdächtige auszutauschen. Europa sehe sich der stärksten Bedrohung "der vergangenen zehn Jahre" gegenüber, so Wainwright. Weitere Anschläge seien "wahrscheinlich". Angesichts von "enorm vielen Verdächtigen in vielen Ländern" benötige die EU "ein echtes System für den Austausch von Ermittlungsergebnissen". Nur so könnten weitere Anschläge verhindert werden.

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(Foto: AP)

+++ 13:36 Staatsanwalt bestätigt den Tod von Abdelhamid Abaaoud +++
Der Drahtzieher der Anschläge von Paris, Abdelhamid Abaaoud, ist nach Angaben der französische Staatsanwaltschaft tot. Der Belgier sei bei der Razzia im Pariser Stadtteil Saint-Denis am Mittwoch ums Leben gekommen. Ein in der gestürmten Wohnung gefundener Leichnam sei als der des gesuchten Islamisten identifiziert worden.

+++ 13:27 Bulgarien verwehrt Frankreich militärische Hilfe bei Anti-Terror-Kampf +++
Bulgarien will sich nach den Anschlägen von Paris nicht an einer Militäraktion gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) beteiligen. "Wenn man Flugzeuge und Raketen einsetzt, kann man auf der anderen Seite keinen Frieden erwarten", warnt Regierungschef Boiko Borissow im bulgarischen Staatsradio. Außenminister Daniel Mitow sagte Frankreich die Unterstützung mit Logistik oder Information zu.

+++ 13:20 Marine Le Pen stürmt wutentbrannt aus Radio-Interview +++
Marine Le Pen, die Vorsitzende des rechtsextremen Front National (FN), stürmt aus einem Radio-Interview, nachdem sie mit Moderator Patrick Cohen aneinander geraten war. Dem Sender "FranceInter" warf sie vor, sich wie "ein Richter" aufzuführen. Le Pen hatte Justizministerin Christiane Taubira zum Rücktritt aufgefordert, weil sie in einem Interview gesagt habe, es sei wichtig zu verstehen, "warum junge Menschen nach Syrien gehen". Cohen unterbrach Le Pen daraufhin und stellte das Zitat in den richtigen Kontext. Taubira hatte wörtlich gesagt: "Es ist wichtig, dass wir verstehen, warum junge Leute weggehen wollen."

+++ 12:58 Frankreich beschließt den dreimonatigen Ausnahmezustand +++
Die französische Nationalversammlung hat die Verlängerung des Ausnahmezustands um drei Monate beschlossen. Der Gesetzentwurf wird am Freitag dem französischen Senat vorgelegt, der ihn aller Wahrscheinlichkeit nach billigen wird.

+++ 12:49 BKA-Chef Münch: Kampf gegen IS ist "Kampf um die Köpfe" +++
BKA-Präsident Holger Münch bezeichnet den Kampf gegen den Islamischen Staat (IS) als "Kampf um die Köpfe". "Wir müssen verhindern, dass wir junge Leute an Hassprediger verlieren und sie für unsere Werte gewinnen - Werte, die in Paris angegriffen wurden", sagt er bei der BKA-Herbsttagung zum Terrorismus. Wichtig sei vor allem die Präventionsarbeit. Für Großveranstaltungen wie Weihnachtsmärkte sieht Münch aktuell keine Gefahr.

+++ 12:37 Spezialkräfte finden keine Waffen in Hameln +++
Bei der Durchsuchung zweier Wohnungen durch Spezialkräfte im niedersächsischen Hameln wurden keine Waffen gefunden. Das teilen die Beamten nach dem Abschluss der Aktion in Hameln mit. Nach Polizei-Angaben richtete sich die Razzia gegen drei Männer im Alter von 32, 35 und 42 Jahren, die Hinweisen zufolge im Besitz von Waffen sein und diese in ihren Wohnungen aufbewahren sollten. An der Aktion am frühen Morgen waren neben Kriminalpolizisten aus Hameln auch Spezialkräfte sowie Beamte mit Sprengstoffspürhunden beteiligt.

+++ 12:33 Generalbundesanwalt ermittelt wegen Terroralarm in Hannover +++
Nach dem Terroralarm in Hannover ermittelt nun der Generalbundesanwalt in Karlsruhe. Das sagte ein Sprecher der Bundesanwaltschaft. "Wir haben die Ermittlungen übernommen", sagte er. Es gehe um den Verdacht auf Bildung einer terroristischen Vereinigung. Zu weiteren Einzelheiten machte der Sprecher der Bundesanwaltschaft keine Angaben. Das Fußball-Länderspiel Deutschland-Niederlande in Hannover war wegen Terroralarms am Dienstag abgesagt worden. Die Behörden hatten von einer Bedrohungslage gesprochen.

+++ 12:02 Frankreich will IS-Miliz Schmuggel von Kulturgütern erschweren +++
Der Schmuggel von antiken Kulturgütern gilt als wichtige Geldquelle der Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Frankreich will das künftig erschweren. Auf 100 Seiten hat der Direktor des Pariser Louvre, Jean-Luc Martinez, Maßnahmen dafür entworfen - darunter Vorschläge wie verschärfte Aus- und Einfuhrkontrollen, eine schwarze Liste von "Hehlerparadiesen" und ein "Asyl für Museen". Frankreichs Präsident François Hollande hatte ihn darum gebeten.

+++ 11:49 Österreichs Kanzler verteidigt Öffnung der Grenzen für Flüchtlinge +++
Der österreichische Bundeskanzler Werner Faymann verteidigt die mit Kanzlerin Angela Merkel im Sommer vereinbarte Öffnung der Grenzen für Flüchtlinge. Eine Gesellschaft, die Werte der Menschlichkeit, Menschenrechte und das Asylrecht hoch halte, könne keine humanitäre Katastrophe auslösen. Das Flüchtlingsproblem könne nicht durch einen Wettbewerb um den höchsten Zaun gelöst werden.

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+++ 11:40 Lehrerin warnte nach Syrien-Reise vor Terrorist Bilal Hadfi +++
Die frühere Lehrerin des Pariser Selbstmordattentäters Bilal Hadfi erzählt in einem TV-Interview, sie habe die Schulleitung nach den Anschlägen auf die Redaktion der Satire-Zeitschrift "Charlie Hebdo" im Januar vor Hadfi gewarnt. Nach seiner Rückkehr aus Syrien habe er "sich plötzlich nicht mehr für Musik interessiert und gesagt, Frauen müssten verschleiert sein". "Aber wir waren alle eher vorsichtig."

Derweil bestätigt eine Sprecherin der belgischen Justizbehörde, dass das Telefon von Hadfi nach seiner Rückkehr aus Syrien abgehört wurde. Aus rechtlichen Gründen habe man die Aktion aber abbrechen müssen, als er nicht mehr in Molenbeek angetroffen wurde.

+++ 11:14 Frankreichs Polizisten dürfen Dienstwaffe auch privat tragen +++
Französische Polizisten erhalten im Rahmen des Ausnahmezustandes das Recht, auch außerhalb des Dienstes ihre Schusswaffe zu tragen, um sich selbst und die Bürger an öffentlichen Plätzen schützen zu können. Das teilt ein Polizeisprecher mit.

+++ 11:04 Bombenwarnung in polnischem Flieger war "nur ein Witz" +++
Bei der Bombenwarnung, die ein polnisches Passagierflugzeug am Morgen zur Notlandung im bulgarischen Burgas gezwungen hat, handelt es sich um einen Fehlalarm. Der Passagier habe gesagt, seine Warnung sei "nur ein Witz" gewesen, teilt die Fluggesellschaft mit.   

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+++ 11:00 Terror-Angst in Paris: Herrenloser Koffer löst Panik aus +++
Auch sechs Tage nach den Anschlägen sind die Menschen in Paris nach wie vor nervös. Wie nervös, das zeigt ein Erlebnis, das ein Korrespondent des "Daily Mirror" in der Stadt hatte. In der Rue Saint-Martin habe jemand einen schwarzen Koffer vor einem Café vergessen. Daraufhin sei eine Frau panisch hineingelaufen und habe den Besitzer informiert. Letzterer kontaktierte die Polizei. Die bewaffneten Beamte seien nach zwei Minuten eingetroffen. 

+++ 10:36 Merkel: Attentate von Paris sind Anschläge "auf uns alle" +++
Bundeskanzlerin Angela Merkel bezeichnet die Attentate von Paris als Anschläge "auf uns alle". Die damit verbundenen Herausforderungen könne Deutschland aufgrund seiner Wirtschaftskraft aber stemmen.

+++ 10:33 Polizei durchsucht sechs weitere Wohnungen in Brüssel +++
Die belgische Polizei beginnt offenbar mit sechs weiteren Razzien im Brüsseler Stadtgebiet. Das bestätigt ein Vetreter der belgischen Bundesanwaltschaft gegenüber der Nachrichtenagentur AP. Auch Molenbeek stehe erneut im Fokus einer der Hausdurchsuchungen. In dem Viertel lebten zwei Attentäter der Anschläge von Paris.

+++ 10:24 Belgien will Syrien-Rückkehrer künftig in Haft nehmen +++
Belgien will mit 400 Millionen Euro den Kampf gegen islamistische Gewalttäter verstärken. Außerdem kündigt Ministerpräsident Charles Michel an, Anhängern der Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS), die aus Syrien nach Belgien zurückkehren, künftig zu inhaftieren. Darüber hinaus sollen die Gesetze gegen Hassprediger verschärft und nicht anerkannte Gebetsstätten geschlossen werden. Außerdem soll der anonyme Kauf von SIM-Karten für Handys unterbunden werden.

+++ 10:10 Frankreichs Premier warnt vor Anschlägen mit chemischen Waffen +++
Frankreichs Premierminister Manuel Valls warnt vor Anschlägen mit chemischen und biologischen Waffen. "Wir dürfen nichts ausschließen", sagt Valls in der Nationalversammlung bei einer Debatte über eine Verlängerung des Ausnahmezustands. "Es kann auch das Risiko chemischer oder bakteriologischer Waffen geben." Solche Aussagen müssten mit großer "Vorsicht" gemacht werden. "Aber wir wissen es und es ist uns bewusst."

+++ 10:06 Polizei: Dritter Terrorist könnte noch unter Trümmern liegen +++
Nach dem Anti-Terror-Einsatz in Saint-Denis, bei dem sich am Mittwochmorgen eine Frau in die Luft gesprengt hat, ist offenbar die dritte Etage des Wohnhauses in der Rue du Corbillon eingestürzt. Georges Salinas von der Eingreiftruppe der französischen Polizei sagt dem Sender "Europe 1", aus diesem Grund sei es schwierig, die genaue Zahl der Toten zu nennen. "Es könnte sein, dass ein dritter Terrorist unter den Trümmern liegt."

+++ 09:21 Außenminister Fabius: "Es gibt eine Öffnung Russlands" +++
Frankreichs Außenminister Laurent Fabius begrüßt das Engagement Moskaus im Kampf gegen die Terror-Miliz Islamischer Staat (IS). "Es gibt eine Öffnung Russlands", sagt er dem Sender France Inter. Russland fliegt seit längerem Luftangriffe in Syrien, will dabei nun aber stärker mit Frankreich zusammenarbeiten.

+++ 09:14 Wegrennen statt verstecken: Behörden veröffentlichen Terror-Leitfaden +++
Britische Sicherheitsbehörden veröffentlichen einen Leitfaden, wie sich Menschen im Falle eines Terror-Attentats wie im "Bataclan" richtig verhalten sollen. Demnach solle man sich nicht etwa verstecken oder tot stellen, sondern weglaufen. "Fordern Sie andere auf, mit ihnen zu gehen und lassen Sie alle Habseligkeiten zurück!", heißt es weiter. Wer ein sicheres Versteck gefunden habe, solle sicher stellen, dass das Telefon auf lautlos eingestellt ist und die Polizei informieren.  

+++ 08:57 CSU-Politiker Mayer will IS-Anhängern deutschen Pass entziehen +++
Der CSU-Innenpolitiker Stephan Mayer fordert, den Anhängern der Terror-Miliz Islamischer Staat (IS) mit doppelter Staatsangehörigkeit den deutschen Pass zu entziehen. "Wer sich dem Islamischen Staat anschließt, sollte mit dieser Folge rechnen müssen", sagt Mayer der Zeitung  "Die Welt". Nichtsdestotrotz sei er gegen den Einsatz der Bundeswehr im Inneren. "Die Zeit ist noch nicht reif dafür."

+++ 08:49 US-Piloten: Pariser Attentate sind Folge des Drohnenkriegs der USA +++
In einem offenen Brief an US-Präsident Barack Obama kritisieren vier Drohnenpiloten der US-Luftwaffe nach Angaben von "Zeit Online" den militärischen Einsatz der unbemannten Flugkörper über dem Irak und Afghanistan. Der Drohnenkrieg sei ein Rekrutierungsprogramm für Terroristen, heißt es in dem Brief. "Wir schlossen uns der Air Force mit dem Ziel an, die Leben von Amerikanern sowie unsere Verfassung zu schützen. Aber im Laufe der Zeit ist uns klar geworden, dass der Umstand, dass wir unschuldige Zivilisten töten, die Hassgefühle nur befeuert, die den Terror und Gruppen wie den Islamischen Staat (IS) antreiben."

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(Foto: Französische Polizei)

+++ 08:33 Belgische Polizei sucht nach Bombenbauer von Paris +++
Die belgische und französische Polizei sucht offenbar nach einem weiteren Verdächtigen, der mit den Anschlägen von Paris in Zusammenhang stehen soll. Mohamed K. aus der nordfranzösischen Stadt Roubaix soll die Bomben gebaut haben, mit denen sich die Terroristen am vergangenen Freitag in Paris in die Luft sprengten. Er soll sich derzeit in Belgien aufhalten. Die Polizei beschreibt ihn als "extrem gefährlich", vor allem aufgrund seines Wissens über Sprengstoff. Ein Insider sagte britischen Medien, es sei noch wichtiger, Mohamed K. schnell zu finden als den ebenfalls flüchtigen Salah Abdeslam.

+++ 08:06 Suche nach Waffen: Polizei stürmt Wohnungen in Hameln +++
Auf der Suche nach Waffen hat die Polizei am Morgen in Hameln zwei Wohnungen gestürmt und durchsucht. Die Aktion richtete sich gegen drei Männer, die im Verdacht des illegalen Waffenbesitzes stehen. Nach derzeitigem Stand stehe der Einsatz nicht in Zusammenhang mit dem Terroralarm von Hannover oder den Attentaten in Paris. Zum Ergebnis der Durchsuchungen gab es zunächst keine Angaben. Bei der Aktion seien Spezialkräfte und Sprengstoffspürhunde eingesetzt worden, sagte ein Polizeisprecher in Hameln.

+++ 08:02 Zweifel an Reiseplänen marokkanischer Terror-Verdächtiger +++
Nach der Festnahme von acht Marokkanern am Flughafen in Istanbul gibt es Zweifel daran, ob die Männer tatsächlich nach Deutschland weiterreisen wollten. "Es war uns nicht möglich, ein Dokument zu verifizieren, das angeblich den Reiseplan der Gruppe skizziert", heißt es aus türkischen Regierungskreisen. "Ebenso sind wir nicht in der Lage zu bestätigen, dass die Individuen versucht haben, getarnt als Flüchtlinge nach Europa einzureisen." Der Regierungsbeamte, der anonym bleiben will, spricht von einer "erfolgreichen Identifikation marokkanischer Terrorverdächtiger". Einige der acht Männer seien abgeschoben worden. Die anderen würden zunächst noch befragt.

+++ 07:51 Nach Bombendrohung: Polnisches Flugzeug muss notlanden +++
Ein Flugzeug auf dem Weg von Warschau ins ägyptische Hurghada muss offiziellen Angaben zufolge wegen einer Bombendrohung im bulgarischen Burgas notlanden. Ein polnischer Passagier habe während des Flugs darauf hingewiesen, dass eine Bombe an Bord sei. Die Maschine sei dann am Flughafen der Schwarzmeerstadt sicher notgelandet, berichtet das bulgarische Staatsfernsehen. Welche Fluggesellschaft betroffen ist, bleibt zunächst unklar. Sicherheitskräfte kontrollierten das Flugzeug auf eine mögliche Bombe. Die polnischen Fluggäste seien aus der Maschine gebracht worden. Der Flughafen Burgas ist geschlossen.

+++ 07:49 Frankreich berät über Verlängerung des Ausnahmezustands +++
Die französische Nationalversammlung berät im Laufe des Tages darüber, ob der Ausnahmezustand nach den Attentaten in Paris für ganz Frankreich über den 26. November hinaus um drei Monate verlängert werden soll. Während des Ausnahmezustands sollen Gruppierungen, die als "schwere Gefährdung der öffentlichen Ordnung" eingestuft werden, aufgelöst werden können.

+++ 07:40 Sellering fordert offene Debatte über den Islam in Deutschland +++
Der Ministerpräsident von Mecklenburg-Vorpommern, Erwin Sellering, fordert eine offene Debatte über die Rolle des Islam in Deutschland. Die Frage sei, ob der Islam so tolerant sei, "wie wir das von jeder Religion verlangen müssen", so Sellering im Landtag. Der SPD-Mann forderte, die Politik müsse die Ängste und Vorbehalte der Menschen gegenüber dem friedlichen Islam ernst nehmen. Dennoch müsse "niemand bei der NPD mitmarschieren und rechtsextreme Parolen brüllen, damit er von uns gehört wird."

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(Foto: REUTERS)

+++ 07:12 Abdeslam-Bruder zündet für Opfer der Pariser Anschläge Kerzen an +++
Mohamed Abdeslam, der Bruder des Pariser Selbstmordattentäters Brahim Abdeslam und des flüchtigen Salah Abdeslam, hat auf dem Balkon seines Hauses im Brüsseler Stadtteil Molenbeek Kerzen für die Opfer der Terroranschläge vom Freitag angezündet. Derweil haben Hunderte Belgier in dem Stadtteil am Abend für Frieden und Freiheit demonstriert. Molenbeek gilt als Nährboden für Extremisten.

+++ 07:00 Nach Ermordung von Geisel: China kündigt Vergeltung an +++
China droht nach der Ermordung eines seiner Staatsbürger durch die radikal-islamische IS-Miliz mit Konsequenzen. Die Regierung in Peking kündigt an, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Man werde sich allen Formen des Terrorismus widersetzen und resolut gegen gewaltsame und kriminelle Terror-Aktivitäten vorgehen. Der Islamische Staat (IS) hatte zuvor mitgeteilt, eine chinesische und eine norwegische Geisel getötet zu haben.

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+++ 06:53 Japan will neue Anti-Terror-Einheit gründen +++
Japan will nach den Pariser Anschlägen seine Geheimdienstarbeit stärken. Ein Regierungssprecher kündigt an, eine neue Einheit zu gründen, die sich ausschließlich mit dem Sammeln von Informationen über internationalen Terrorismus befasst.

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+++ 06:45 Terroristin aus Saint-Denis warnte womöglich Komplizen +++
Bei der Frau, die sich während des Anti-Terror-Einsatzes am Mittwoch in die Luft sprengte, handelt es sich dem "Guardian" zufolge um die 26-jährige Halbmarokkanerin Hasna Aitboulahcen, die Cousine des mutmaßlichen Drahtziehers der Anschläge von Paris, Abdelhamid Abaaoud. Bevor sie sich in die Luft sprengte, soll sie telefoniert haben - womöglich, um weitere Komplizen zu warnen. Laut Staatsanwalt François Molins ist nach wie vor unklar, wie viele Tote es bei dem Einsatz im Norden von Paris gab. Es seien "mindestens zwei". 

+++ 06:27 Frankreich ignorierte Hinweise des türkischen Geheimdienstes +++
Einer der Attentäter von Paris, Ismaïl Omar Mostefaï, hätte schon vor den Anschlägen vom vergangenen Freitag geschnappt werden können. Das behauptet einem Bericht von "Spiegel Online" zufolge der türkische Geheimdienst MIT. Demnach hätte die Behörde bereits im Dezember 2014 und Juni 2015 den französischen Geheimdienst über den Aufenthaltsort von Mostefaï informiert. Reagiert habe man darauf aber nicht. Mostefaï war einer der Attentäter im Konzertsaal "Bataclan".

+++ 06:09 Apec-Staaten fordern mehr Solidarität im Kampf gegen Terror +++
Die USA, China und fast 20 weitere Staaten fordern eine engere Zusammenarbeit und mehr Solidarität im Kampf gegen den Terror. Das geht aus dem jüngsten Entwurf der Abschlusserklärung des Apec-Gipfels hervor, die am Nachmittag veröffentlich werden soll. Die Unterzeichner erwähnen darin die jüngsten Terroranschläge von Paris, Beirut und auf das russische Passagierflugzeug in Ägypten. "Wir lassen nicht zu, dass der Terrorismus die Grundwerte bedroht, die unsere freien und offenen Volkswirtschaften stützen", heißt es. "Wirtschaftswachstum, Wohlstand und Chancen im Leben gehören zu den wichtigsten Werkzeugen, um die Ursachen von Terrorismus und Radikalisierung anzugehen."

+++ 05:33 Grüne lehnen militärische Hilfe für Frankreich ab +++
Die Grünen lehnen eine militärische Hilfe Deutschlands zur Unterstützung Frankreichs ab. "Wir stehen natürlich an der Seite unserer französischen Freunde. Aber Solidarität heißt nicht, dass wir Kriegseinsätze mitmachen", sagt Grünen-Chefin Simone Peter der "Rheinischen Post". "Wir setzen zuerst auf politische und nicht-militärische Lösungen auf der Ebene der Vereinten Nationen, im Syrien-Krieg und in allen anderen Konflikten."

+++ 05:08 US-Senator will verschärfte Einreisebestimmungen für Franzosen +++
Der US-Senator und republikanische Präsidentschaftsanwärter Rand Paul will die Einreise von Touristen aus Frankreich und einer Reihe anderer Länder erschweren. Er sorge sich, das Franzosen mit "großer Feindschaft" gegenüber der Zivilisation, ihrer Regierung und dem Frieden "die gleiche große Feindschaft gegenüber uns haben", sagt Paul. Er befürchte, "dass sie ins Flugzeug steigen und herkommen".

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+++ 04:53 Luftwaffeninspekteur: Bundeswehr für Einsatz gegen IS bereit +++
Luftwaffeninspekteur Karl Müllner sieht die Bundeswehr nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" grundsätzlich zu einem Einsatz gegen den IS in der Lage. "Sollten wir gefragt werden, könnten wir einige Fähigkeiten anbieten", zitiert ihn die Zeitung. "Das fängt mit der Unterstützung anderer an, wie zum Beispiel Lufttransport. Es geht weiter mit Aufklärungskapazitäten in Form von Aufklärungs-Tornados bis hin zu Fähigkeiten zur Bekämpfung von Bodenzielen."

+++ 04:26 Russland legt überraschend UN-Resolution für Kampf gegen IS vor +++
Noch vor einem von Frankreich angekündigten Entwurf legt Russland überraschend eine eigene UN-Resolution für den Kampf gegen den IS vor. Das Papier sei für jeden annehmbar, sagt Moskaus UN-Botschafter Witali Tschurkin. Kern des russischen Entwurfs ist allerdings eine Zusammenarbeit mit dem Regime in Damaskus unter Machthaber Baschar al-Assad.

+++ 04:01 Koalitionspolitiker fordern militärische Unterstützung Frankreichs +++
Verteidigungspolitiker der Koalition fordern Unterstützung der Bundeswehr für den Kampf der französischen Streitkräfte gegen den IS in Syrien. "Deutschland muss bereit sein, auch militärisch gegen ISIS vorzugehen. Das Wo und Wie hängt aber von der Abstimmung mit unseren Partnern ab", sagt der SPD-Bundestagsabgeordnete Thomas Hitschler der "Bild"-Zeitung.

+++ 03:28 IS-Video zeigt New York als Anschlagsziel +++
Der IS hat nach Angaben der New Yorker Polizei ein neues Video veröffentlicht, in dem die US-Ostküstenmetropole als potenzielles Anschlagsziel auftaucht. Allerdings liege "derzeit keine gegenwärtige oder konkrete Drohung gegen die Stadt" vor, erklärt der stellvertretende Polizeichef Stephen Davis.

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+++ 02:51 Maas: Flüchtlinge nicht als potenzielle Terroristen verdächtigen +++
Bundesjustizminister Heiko Maas warnt davor, Flüchtlinge als potenzielle Terroristen zu verdächtigen. "Die meisten, die Anschläge verüben, leben schon im Land und haben die heimische Staatsbürgerschaft", sagt der SPD-Politiker. "Auch Paris hat gezeigt: Die Terroristen sind unter uns. Und sie sind keineswegs alle als Flüchtlinge hierhergekommen."

+++ 02:09 BKA-Chef: Deutsche Sicherheitskräfte für Terroranschlag gewappnet +++
BKA-Präsident Holger Münch hält die Polizei in Deutschland im Fall eines Terroranschlags für ausreichend gewappnet. Die deutschen Sicherheitskräfte hätten nach dem Anschlag gegen "Charlie Hebdo" im Januar "sehr genau analysiert, was das für uns bedeutet, ob wir auch länderübergreifend koordiniert eine solche Lage in den Griff bekommen würden", sagt Münch dem "Handelsblatt". Daraufhin seien Konsequenzen gezogen worden.

+++ 01:38 Obama kündigt Veto gegen republikanisches Anti-Flüchtlingsgesetz an +++
US-Präsident Barack Obama will den Widerstand der Republikaner gegen die Aufnahme von 10.000 syrischen Flüchtlingen brechen. Das Weiße Haus kündigt deshalb ein Veto Obamas gegen einen von den Republikanern eingebrachten Gesetzentwurf an, der die Flüchtlingsaufnahme durchkreuzen würde. Es stünden Leben auf dem Spiel und die US-Hilfe bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise sei für die Partner im Mittleren Osten und in Europa von entscheidender Bedeutung, heißt es in einer Erklärung.

+++ 01:02 Linksfraktion will mit Sondersitzungen Transparenz schaffen +++
Die Linksfraktion im Bundestag beantragt Sondersitzungen des Innen-, Verteidigungs- und Auswärtigen Ausschusses. "Die Bundesregierung lässt das Parlament und die Öffentlichkeit im Unklaren, wie sie die aktuelle Lage wirklich einschätzt, und welche Konsequenzen sie aus dem von Frankreich erklärten Bündnisfall zieht", sagt Fraktionschefin Sahra Wagenknecht dem "Tagesspiegel". "Der Innenminister sorgt für extreme Verunsicherung. Das ist ein hochgefährliches und zum Teil grundgesetzwidriges Spiel mit den Ängsten der Bevölkerung."

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+++ 00:28 Interpol identifiziert 5800 "Dschihad-Touristen" +++
Die internationale Polizeibehörde Interpol hat 5800 ausländische Kämpfer identifiziert, die sich den Dschihadisten im Irak und in Syrien angeschlossen haben. Sie seien aus etwa 50 Ländern in die Krisenregion eingereist, sagt Interpol-Generalsekretär Jürgen Stock. Mehrere der Angreifer der Terrorserie von Paris - französische und belgische Staatsbürger - sollen zuvor in Syrien gewesen sein.

Was am Mittwoch geschah, lesen Sie hier.

Quelle: n-tv.de, rts/dpa/AFP/DJ/sid/mli/ddi/dsi/jve/bdk