Politik
Nach der Bundestagswahl müssen Angela Merkel und Martin Schulz sich womöglich zu einer weiteren "GroKo" zusammenraufen.
Nach der Bundestagswahl müssen Angela Merkel und Martin Schulz sich womöglich zu einer weiteren "GroKo" zusammenraufen.(Foto: dpa)
Mittwoch, 19. April 2017

Stern-RTL-Wahltrend: Merkel hängt Schulz weiter ab

Bundeskanzlerin Merkel kann sich weiter auf ihren Amtsbonus verlassen. In der aktuellen Forsa-Umfrage liegt sie 15 Prozentpunkte vor SPD-Kandidat Schulz. Für Koalitionen bliebe nur eine einzige, unbeliebte Möglichkeit.

Die große Hoffnung der Sozialdemokraten scheint sich doch nicht zu erfüllen. SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz erreicht im aktuellen Stern-RTL-Wahltrend nur noch 29 Prozent Zustimmung. Gefragt wird bei der Kanzlerpräferenz, welcher Kandidat bei einer Direktwahl gewählt würde. Amtsinhaberin Angela Merkel würden dagegen 44 Prozent der Befragten wählen - sie hängt Schulz mit 15 Prozentpunkten klar ab. Für keinen der beiden Kandidaten würden 27 Prozent stimmen.

Ähnlich groß ist der Abstand zwischen SPD und CDU, wenn es um die Frage nach der politischen Kompetenz geht. Gerade einmal 15 Prozent der Befragten trauen der SPD zu, mit den Problemen in Deutschland am ehesten fertig zu werden. Die Partei verliert gegenüber der Vorwoche einen Prozentpunkt. Die CDU gewinnt einen Punkt und landet bei 31 Prozent. 47 Prozent der Befragten halten keine Partei für kompetent in dieser Frage.

Bei einer Bundestagswahl würden sich nach derzeitigem Stand unverändert 30 Prozent für die SPD entscheiden. Die CDU würden ebenfalls unverändert 36 Prozent wählen. Die FDP erreicht 6 Prozent, die AfD 8 Prozent, beide ebenfalls ohne Gewinne oder Verluste. Bei der Linken geht es um einen Prozentpunkt hinauf auf 9 Prozent, die Grünen verlieren einen Punkt und erreichen nur noch 6 Prozent. Das ist der schlechteste Umfragewert der Grünen seit August 2002.

Damit bliebe mit Hinblick auf eine Regierungsbildung mit stabiler Mehrheit nur die ungeliebte Große Koalition aus Union und SPD. Denkbare Dreierbündnisse mit der SPD, also rot-rot-grün und rot-gelb-grün ("Ampel") kommen nur auf 45 beziehungsweise 42 Prozent und erreichen damit keine Mehrheit. Ein schwarz-gelb-grünes Bündnis aus CDU, FDP und den Grünen ("Jamaika") käme auf 48 Prozent und könnte gerade so eine knappe Mehrheit schaffen.

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Quelle: n-tv.de