Politik

Stern-RTL-Wahltrend Nur jeder Dritte würde Union wählen

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Schaut in eine ungewisse Zukunft: Der Zuspruch für Union und Kanzlerin bröckelt.

(Foto: AP)

Die Krise der beiden deutschen Volksparteien wird immer dramatischer: Nicht nur die SPD verliert in der Wählergunst drastisch, auch für CDU und CSU sieht es nicht gut aus.

Es sind keine guten Wochen für die Union: Im Stern-RTL-Wahltrend sacken CDU und CSU weiter ab. In der aktuellen Forsa-Umfrage rutschen die beiden Parteien um einen Punkt auf 33 Prozent ab. Im Dezember hatte die Union noch bei 39 Prozent gelegen. Ende April war sie schon einmal auf 33 Prozent abgestürzt. Es ist der schlechteste von Forsa gemessene Wert seit Juni 2012.

Die Ursache dafür könnte sowohl der anhaltende Streit zwischen den beiden Schwesterparteien sein, als auch der umstrittene Umgang von Kanzlerin Angela Merkel mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan.

Auch bei den übrigen Parteien gibt es leichte Veränderungen. Die SPD klettert nach dem Negativ-Rekord in der Vorwoche um einen Punkt auf 20 Prozent. Die AfD erreicht mit 12 Prozent einen Punkt mehr als zuletzt. Die FDP verliert derweil weiter an Boden. Wie in der vergangenen Woche geht es erneut einen Punkt nach unten. Die Liberalen erreichen nur noch 6 Prozent und müssten damit wieder um den Einzug in den Bundestag bangen. Grüne und Linke bleiben in dieser Woche stabil bei 14 beziehungsweise 9 Prozent. Der Anteil der sonstigen Parteien beträgt 6 Prozent.

Auch Merkels Ansehen leidet

Für mögliche Bündnisse hätten diese Zahlen folgende Auswirkungen: Eine Große Koalition aus CDU/CSU und SPD hätte mit 53 Prozent keine große Mehrheit mehr. Für Union und Grüne würde es mit 47 Prozent nur hauchdünn passen. Rot-Rot-Grün (43 Prozent), eine so genannte Ampel aus SPD, Grünen und FDP (40) oder Schwarz-Gelb (39) hätten keine Chance, gemeinsam zu regieren.

Wenig Anlass zur Zuversicht bietet der Union auch die aktuelle Kanzlerpräferenz der Deutschen. Zwar liegt Kanzlerin Merkel immer noch deutlich vor SPD-Chef Sigmar Gabriel. Doch wie in den vergangenen Wochen verliert sie an Popularität. Zur Vorwoche sinkt Merkel um zwei Punkte auf 44 Prozent. Mitte April kam sie immerhin noch auf 52 Prozent. Vizekanzler Gabriel bleibt unverändert bei 15 Prozent.

Für den Stern-RTL-Wahltrend wurden vom 17. bis zum 20. Mai 2006 Personen befragt. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei 2,5 Punkten.

Quelle: ntv.de, cro