Ratgeber

Zum Jaulen Bio-Hundenassfutter im Test

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Die meisten Hundefutter erfüllen nicht die Kriterien für Alleinfutter.

imago/Science Photo Library

Auch Tierliebe geht durch den Magen. Neben viel Zuwendung und langen Spaziergängen trägt auch die Ernährung des Vierbeiners maßgeblich zu einem gesunden Hundeleben bei. Grund genug für Öko-Test, zu schauen, was in den Fressnapf kommt.

Rund 11 Millionen Hunde leben in deutschen Haushalten. Und die wollen satt werden, nach Möglichkeit durch gesundes Futter. Neben Trockenfutter steht den Vierbeinern auch Nassfutter zu Verfügung. 15 entsprechende Produkte hat Öko-Test für seine neuste Ausgabe untersucht - alle in Bio-Qualität, zum Teil auch vegetarisch und vegan.

Wer sein Tier mit Bio-Nassfutter versorgt, muss mit Kosten von fünf Euro pro Tag rechnen. Im Gegensatz zu konventionellen Produkten steckt dann aber keine Gentechnik im Futter, das Fleisch stammt nicht aus Massentierhaltung, und beim Transport dürfen die Tiere nicht mit Stromstößen angetrieben werden. Ansonsten kommen häufig die gleichen Zutaten zum Einsatz wie in konventionellem Futter, aber eben in Bio-Qualität.

Und dennoch ist das Ergebnis eher entäuschend. Denn die Hersteller haben ein Problem mit der richtigen Dosierung von Vitaminen, Calcium, Phosphor und anderen Nährstoffen. Zum Glück sind wenigstens Schadstoffe nur in Spuren oder gar nicht zu finden. Trotzdem reicht es für zehn Produkte nur für ein "ausreichend" oder eine schlechtere Note.

Alle getesteten Produkte sind als Alleinfutter deklariert, die meisten erfüllen aber nicht die Kriterien dafür, bemängeln die Tester. So konnte in elf Marken kein Vitamin D und in drei kein Vitamin B1 nachgewiesen werden. Vitamin-B1-Mangel führt zu Fressunlust und Krämpfen. Vitamin D fördert die Calciumabsorption im Darm sowie den Einbau von Calcium in das Skelett. Bei vier Marken ist zu wenig Vitamin A enthalten, was langfristig zu einem verminderten Sehvermögen und zu Haut- und Schleimhautproblemen führen kann. Auch scheint die optimale Calcium- und Phosphorversorgung den Futtermittelherstellern Probleme zu bereiten. Das kann langfristig gesehen einen Calciumabbau aus den Knochen zur Folge haben. Ökö-Test rät deshalb Hundebesitzern, sich nicht über lange Zeit auf ein Futter zu verlassen, sondern immer wieder die Marke zu wechseln, damit es nicht zu Nährstoffmangel kommt. 

Immerhin: Ein Futter konnte vollends überzeugen. "Dog's Love 100% Bio Rind" wurde mit "sehr gut" bewertet. Allerdings schlägt die Tagesportion für einen normalgewichtigen 10-Kilo-Hund auch mit 5,45 Euro zu buche. Günstiger ist es da für Frauchen und Herrchen, ihren Liebling mit "Dein Bestes Bio reich an Huhn mit Buchweizen" satt zu bekommen. Das mit "gut" bewertete Futter kostet pro Tag nur 1,98 Euro.

Quelle: n-tv.de, awi

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