Ratgeber

Corona-Steuerbefreiung Bonus für alle Arbeitnehmer möglich

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Der Bonus ist komplett von Steuer und Sozialversicherung befreit.

(Foto: imago stock&people)

Die Corona-Pandemie stellt viele Arbeitnehmer vor besondere Herausforderungen. Arbeitgeber haben die Möglichkeit, den Einsatz der Beschäftigten mit einem steuerfreien Bonus zu belohnen.

Beschäftigte können aufgrund der derzeit oft außergewöhnlichen Arbeitsbelastung einen steuerfreien Bonus bekommen. Bis zu 1500 Euro dürfen Arbeitgeber ihren Beschäftigten auszahlen und auch Sachleistungen in Höhe dieses Betrages sind möglich. Zwar zielte der vom Bundesfinanzminister beschlossene Bonus vor allem darauf ab, das Engagement von Beschäftigen in systemrelevanten Berufen zu belohnen - aber auch jeder andere Arbeitnehmer kann davon profitieren.

"Diese Regelung gilt grundsätzlich für alle Arbeitnehmer", erklärt Erich Nöll, Geschäftsführer und Rechtsanwalt beim Bundesverband Lohnsteuerhilfevereine in Berlin.

Unterstützungsleistung wegen Ausnahmesituation

Nicht nur Arbeitnehmer im Gesundheitswesen oder Einzelhandel können diesen Bonus aufgrund der besonderen Arbeitsbelastung während der Corona-Pandemie erhalten. Arbeitgeber können ihn auch bezahlen, um zum Beispiel die engagierte Arbeit ihrer Mitarbeiter im Homeoffice bei gleichzeitiger Kinderbetreuung wertzuschätzen.

Selbst Arbeitnehmer, die gerade gar nicht arbeiten können, weil das Restaurant geschlossen ist, dürfen diesen steuerfreien Bonus vom Arbeitgeber erhalten, um beispielsweise die ausfallenden Trinkgelder zu kompensieren und den Lebensstandard aufrechterhalten zu können. Denn dieser Bonus wird steuertechnisch als Unterstützungsleistung wegen der Corona-bedingten Ausnahmesituation angesehen und nicht als besonderer Leistungsbonus.

"Voraussetzung ist lediglich, dass dieser Bonus zusätzlich zum normalen Arbeitslohn gezahlt wird", erläutert Nöll. Dazu muss der Arbeitgeber den Bonus in der Lohnart "steuerfreie Beihilfe" eintragen. Dann ist dieser komplett von Steuer und Sozialversicherung befreit.

Arbeitgeberseitig geleistete Zuschüsse zum Kurzarbeitergeld fallen hingegen nicht unter die Steuerbefreiung. Die Regelung ist zunächst zeitlich befristet auf solche Zahlungen ab dem 1. März bis zum 31. Dezember 2020.

Quelle: ntv.de, awi/dpa

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