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Anzeige Der inoffizielle Dresscode im Büro

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Mit der falschen Kleidung im Job kann man schnell zum Außenseiter werden.

(Foto: imago/PhotoAlto)

Darf man in politischen Statement-Shirts, mit bauchfreiem Top oder in zerrissenen Jeans auf der Arbeit erscheinen? Viele Arbeitnehmer – ohne eine offiziell vorgeschriebene Kleiderordnung seitens des Arbeitgebers – fragen sich, ob sie wirklich alles im Job tragen dürfen.

In vielen Jobs wird auf Arbeits-, Dienst- oder Schutzkleidung verzichtet. In diesen Fällen ist es den Mitarbeitern überlassen, wie sie im Job erscheinen. Doch Vorsicht: Genau hier lauern viele Fettnäpfchen, die sich im schlimmsten Falle als echtes Karrierehindernis entpuppen können. Genau deshalb, sollte man die ungeschriebenen Kleiderregeln seiner Branche gut kennen und allgemein bekannte Dresscode-Fehler vermeiden. 

Angemessene Kleidung zeugt von Wertschätzung und Kompetenz

Laut einer LinkedIn-Umfrage mit 1000 Befragten dürfen circa 47 Prozent der Arbeitnehmer im Job tragen, was sie möchten. Dies verführt leicht dazu, im gewohnten Freizeitlook auf der Arbeit zu erscheinen. Hier ist jedoch Vorsicht geboten, denn wer beim Chef, den Kollegen und Kunden einen guten Eindruck hinterlassen möchte, sollte sich dennoch an ein paar Grundregeln halten. Dresscode-Fehler können nämlich schnell dazu führen, dass man für weniger kompetent gehalten wird. Zudem zeugen sie von mangelnder Wertschätzung gegenüber dem Unternehmen. Angemessen gekleidete Mitarbeiter wirken motiviert, professionell und sachverständig.

Den inoffiziellen Dresscode der eigenen Firma herauszufinden kann mitunter schwierig sein. Im Zweifel sollte sich ein neuer Angestellter an der Führungsebene orientieren: Wie ist mein Chef gekleidet? An zweiter Stelle folgen dann natürlich die Kollegen. Existieren hierbei größere Unterschiede, hat der Kleidungsstil des Vorgesetzten Vorrang, ansonsten kann man sich an der Masse orientieren. Bei der Wahl des Kleidungsstücks sollten sich Mitarbeiter auch ihre persönlichen Ziele in der Firma vor Augen halten. Wer eine Führungsposition anstrebt, tut gut damit sich in der "niedrigeren" Position bereits entsprechend zu kleiden.

Vom Anzug bis zum Skater-Look

Wer in einer konservativen Branche (Bank, Versicherung etcetera) tätig ist und/oder regelmäßig mit Kunden zu tun hat, sollte besonders auf seinen Kleidungsstil achten. Hier erwarten die Kunden einen edlen, seriösen Kleidungsstil, der von Kompetenz zeugt. Für Männer bedeutet das, meist Anzug und Krawatte in dunklen Farbtönen wie Dunkelblau, Cognac oder Grau. Die Schuhe sollten einwandfrei sauber und unbeschädigt sein. Ideal geeignet sind schwarze oder braune Lederschuhe wie Monks oder Half-Brogues. Frauen sollten auf Hosenanzüge oder Blusen in Farben wie Weiß oder Beige zurückgreifen. Bei den Schuhen ist darauf zu achten, dass es sich um geschlossene Schuhe handelt. Ein kleiner Absatz ist aber durchaus erlaubt.  

Eine – sehr beliebte – Alternative zum strengen Business-Outfit ist der "Business Casual"-Look. Dieser ist in vielen Start-ups, kleinen bis mittleren Unternehmen und bei Selbstständigen besonders gefragt. Es handelt sich dabei um einen etwas legeren Kleidungsstil, der sich dennoch für geschäftliche Termine, Geschäftsreisen oder auch einen Business-Brunch eignet. Hierbei ist jedoch darauf zu achten, dass die Kleiderwahl trotzdem nicht zu freizeitmäßig wirkt. Gut geeignet für Herren sind farbige Hemden ohne Haifischkragen, Polohemden, sowie Flanell- oder Leinenhosen. Als Schuhwerk eignen sich Loafer oder Slipper. Frauen können beim "Casual Business"-Look durchaus etwas Kreativität spielen lassen: Pullover, Blusen, Röcke und Baumwollhosen können nach Herzenslust miteinander kombiniert werden. Bei Oberteilen sollten Frauen darauf achten, dass diese nicht zu tief ausgeschnitten sind. Röcke sollten über die Knie reichen und mit Strumpfhosen kombiniert werden. Auch halb offene Schuhe wie Peeptoes oder Sandaletten dürfen hier ruhig getragen werden.

Beschäftigte in kreativen Bereichen, zum Beispiel Künstler oder Designer, haben um einiges mehr Spielraum bei der Kleiderwahl. Hier werden auffällige Kleidungsstücke wie Turnschuhe, Statement-Shirts sowie zerrissene Jeans durchaus als kreativer Ausdruck der Persönlichkeit betrachtet. Auch Tattoos, Piercings, lange Bärte oder auffällige Schmuckstücke sind dabei kein Tabu mehr.

Die Fashion No-Gos am Arbeitsplatz

Wer nicht in der Kreativbranche arbeitet, sollte jedoch einige Desscode-Fehler vermeiden. Dazu gehören bei Herren Tennissocken, Hawaiihemden, Baggy-Hosen und Jeans im Whiskering oder Distressed-Stil. Frauen sollten auf Tanktops, dunkle BHs unter hellen Oberteilen, tiefe Ausschnitte, Hotpants und Flip-Flops verzichten. Weitere No-Gos für beide Geschlechter sind zudem schrille Farben, die Kombination unterschiedlicher Muster, XXL-Accessoires sowie starke, auffällige Parfüme.

Quelle: n-tv.de, imi

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