Ratgeber

Waschmaschinen im Test Hier wird die Wäsche richtig sauber

Eine Familie mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern wäscht durchschnittlich fünf Maschinen Wäsche pro Woche. Nicht wenige befüllen ihr Gerät noch öfter. Grund genug für die Stiftung Warentest, genauer bei den Waschmaschinen hinzusehen.

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Die Tester merken kritisch an, dass bei niedrigen Temperaturen manche Keime den Waschgang überleben.

(Foto: imago stock&people)

Das Energielabel A+++ ist begehrt bei Verbrauchern und Herstellern, verspricht es doch die höchsten Einsparungen bei Strom und Wasser. Allerdings gilt die versprochene Sparleistung nur dann, wenn auch tatsächlich im Sparprogramm gewaschen wird. Die Stiftung Wartentest hat sich zwölf Waschmaschinen mit dem strengsten Energielabel für sieben bis acht Kilo Wäsche genauer angeschaut. Erfreuliches Ergebnis: zehn der zwölf getesteten Maschinen sind für "gut" befunden worden. Die Wäsche sauber bekommen alle getesteten Geräte.

Doch bei der Untersuchung zeigt sich: Das Waschverhalten der Deutschen weicht zum Teil deutlich von den Idealbedingungen beim Energieverbrauch ab. Erhebungen der Universität Bonn haben ergeben, dass unter anderem die Maschinen im täglichen Gebrauch nicht voll beladen werden. Zwar senken die meisten Geräte auch bei einer halben Füllung die Energiekosten, aber oft lediglich um 20 bis 30 Prozent. Lediglich der AEG Lavamat ("gut"/2,0/720 Euro) und die Siemens WM16Y892 ("gut"/1,9/1210 Euro) halbieren bei halber Wäschemenge auch den Verbrauch. Darüber hinaus nutzen laut der Untersuchung nur 16 Prozent der Haushalte das Sparprogramm. Mit den zumeist verwendeten Normalprogrammen steigt der Energieverbrauch auf das Zwei- bis Dreifache.

Bei der Untersuchung zeigte sich auch, dass es große Unterschiede bei der Wassertemperatur im 60-Grad-Ecoprogramm gibt. Einige der Geräte erreichen nicht annähernd die 60-Grad-Marke. Tatsächlich variieren die Temperaturen nicht selten zwischen 42 und 30 Grad. Der bereits erwähnte AEG Lavamat bringt es gerade einmal auf 27 Grad. Mit diesen deutlich niedrigeren Werten senken die Hersteller den Energieverbrauch. Dennoch wird auch bei diesen Maschinen die Wäsche sauber – selbst Flecken von Blut, Hautfett, Kakao, Öl und Rotwein konnten mit trotz Niedrigtemperatur im 60-Grad-Programm entfernt werden. Ausgeglichen wird die fehlende Temperatur dadurch, dass die Geräte deutlich länger laufen. Allerdings merken die Tester kritisch an, dass bei den niedrigen Temperaturen manche Keime den Waschgang überleben.

Unterm Strich sind die Tester mit den untersuchten Geräten zufrieden und stellten zudem fest, dass gute Waschmaschinen auch für wenig Geld zu haben sind, wie die Beko WYA 71483 LE ("gut"/2.0/395 Euro). Am besten waschen, spülen und schleudern der AEG Lavamat, die Miele WMH 120 WPS ("Gut"/1,9/1340 Euro) sowie die Siemens WM16Y892. Der Testsieger, die Samsung WF767EGP4W ("gut"/1,8/545 Euro) ist nicht mehr neu zu haben, da der Hersteller ihn aus dem Programm genommen hat.

Mit nur einem "ausreichend" wurde die Siemens WM14Y54A bewertet (775 Euro), was vor allem der dürftigen Vorstellung bei der Dauerprüfung geschuldet ist.

Quelle: ntv.de, awi

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