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Gut behütet Kinderfahrradhelme im Test

So viel steht fest: Jeder Helm schützt den Kinderkopf beim Radeln besser als keiner. Dennoch gibt es große Unterschiede bei den einzelnen Modellen. Den besten Kopfschutz gibt es schon für 40 Euro, wie die Stiftung Warentest ermittelt hat.

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Jeder Helm schützt besser als keiner.

(Foto: imago/Westend61)

Eltern sollten ihre Sprösslinge so früh wie möglich an das Tragen von Fahrradhelmen gewöhnen. Dämpfen sie doch die Aufprallenergie bei einem Zusammenstoß und/oder Crash und senken so das Verletzungsrisiko deutlich. Nach Angaben der Bundesanstalt für Straßenwesen radeln zwei Drittel der Kinder unter 10 Jahren denn auch mit Helm. Bei der Elterngeneration schützt sich noch nicht einmal jeder Sechste.

Grund genug für die Stiftung Warentest, 19 Fahrradhelme für Kinder zu testen. Dabei wurden 11 Modelle für größere Kinder und 8 für Kleinkinder geprüft. Fast die Hälfte der Aufsätze schützt dabei "gut", zwei sind zu groß und drei mit Schadstoffen belastet.

Besonders häufig sind bei einem Sturz mit dem Fahrrad die Stirn und Schläfenpartie betroffen, zudem sind diese Bereiche des Kopfes besonders empfindlich. Deshalb ist es besonders wichtig, dass ein Helm richtig und fest sitzt und eben auch die nötige Stabilität an den richtigen Stellen aufweist.  

Beim Kopfschutz für Kleinkinder konnte die Tester der Helm "Nutcase Little Nutty" ("gut"/2,1/70 Euro) am meisten überzeugen, dicht gefolgt vom "Abus Anuky" ("gut"/2,3/38 Euro) und "Alpina Ximo Flash" ("gut"/2,3/43 Euro). Vom "O'Neal Dirt Lid Kids" ist laut Testergebnis wegen mangelhaften Unfallschutzes dagegen abzuraten ("mangelhaft"/5,0/40 Euro). Genau wie vom "Melon Urban Acitive" oder "Giro Scamp Mips", die ebenfalls beide mit "mangelhaft" bewertet wurden.  

Bei größeren Kindern können Eltern zum "Cratoni Akino" ("gut"/2,2/40 Euro) oder "Bell Sidetrack Child" ("gut"/2,3/40 Euro) greifen. Vom "Abus Scraper Kid"  ("mangelhaft"/4,8/35 Euro) sollten sie hingegen wegen des schlechten Unfallschutzes und der Schadstoffbelastung besser die Finger lassen. 

Zudem sollten nur frisch produzierte Helme gekauft werden, denn das Material des Kopfschutzes altert, was die Stabilität gefährden kann. In den Verkaufsregalen finden sich laut Warentest nicht selten Modelle, die dort schon seit Monaten liegen. Wie lange die Fahrradhelme tatsächlich halten, hängt aber auch davon ab, wie intensiv sie genutzt werden. 

Quelle: n-tv.de, awi

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