Ratgeber

Der Traum vom Eigenheim Mieten oder kaufen?

Die eigene Immobilie – der große Traum vieler Deutscher. Doch die Preise steigen. Im Gegenzug ist die Finanzierung günstig wie nie. "Finanztest" zeigt, wann ein Kauf sinnvoll ist und wann man besser die Finger vom Eigenheim lässt.

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Wenn mann sich zum Kauf entschließt, dann sollte man eine hohe Tilgung vereinbaren.

(Foto: imago/Revierfoto)

Eines vorneweg: Wer von der eigenen – selbstbewohnten – Immobilie träumt, sollte auch bereit sein, sich um Reparaturen und Pflege zu kümmern und diese auch aus eigener Tasche zu bezahlen. Auch sollte klar sein, dass zumindest die nächsten zehn Jahre dort verbracht werden, ansonsten droht alleine durch die beim Kauf fälligen Nebenkosten ein Verlust, wie "Finanztest" mahnt.

Wer jetzt noch weiter träumt, sollte bei der Auswahl der Immobilie neben dem Mantra "Lage, Lage, Lage" laut der Tester bei der Finanzierung auch "Tilgung, Tilgung, Tilgung"berücksichtigen. Denn wer von vornherein eine zu niedrige Tilgung womöglich noch mit einer zu kurzen Kreditlaufzeit verbindet, kann bei der späteren Anschlussfinanzierung Probleme bekommen. Es empfiehlt sich demnach, die Gunst der extrem niedrigen Zinsen zu nutzen und eine lange Laufzeit mit einer hohen Tilgung  - mindestens ab 2 Prozent - zu kombinieren.

Günstige Banken bieten Kredite mit einer Zinsbindung von 20 Jahren für einen Zinssatz von unter 2 Prozent an. Dabei sollte auch ein möglichst hoher Betrag an Eigenkapital mit in die Finanzierung eingebracht werden – das kann die Kreditkonditionen nochmals verbessern. Darüber hinaus sollte die Immobilie spätestens zum Renteneintritt schuldenfrei sein.

Sind alle Voraussetzungen eines theoretischen Gelingens einer Finanzierung erfüllt, lohnt der konkrete Vergleich mit einem Dasein als Mieter. Unter test.de/rechner-mietenkaufen können Interessenten ihre Werte eingeben und prüfen, ob sie mit einer eigenen Immobilie finanziell besser fahren. Wirkliche Aussagekraft hat das Ergebnis aber nur dann, wenn die verwendeten Daten realistisch sind. Zudem sollte nach Meinung von "Finanztest" das Kaufpreis-Miete-Verhältnis (wie viele Jahresnettokaltmieten dem Kaufpreis entsprechen) bei aller Euphorie keinesfalls über 25 liegen.

Nicht selten zeigt das Ergebnis, das Käufer bei seriöser Planung und Finanzierung besser fahren als Mieter, die ihr gespartes Geld entsprechend anlegen. Da aber weder die Zinsentwicklungen noch die Immobilienpreise langfristig vorhersehbar sind, sollten Interessenten mehrere Möglichkeiten am Rechner durchspielen. 

Quelle: n-tv.de, awi

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