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Kriminelle klauen Internetauftritte Verbraucherschützer warnen vor "Fakeshops"

Vorsicht Falle: Betrüger treiben ihr Unwesen und betreiben Identitätsdiebstahl von Internetshops im großen Stil. Seit einigen Wochen schießen "Fakeshops" wie Pilze aus dem Boden, warnt die Verbraucherzentrale Thüringen.

Wer im Internet einkauft, bekommt bei einigen Händlern die Sofortüberweisung als einzige kostenlose Bezahlart angeboten. Das ist laut einem Gerichtsurteil nicht zulässig. Foto: Jens Büttner

Käufer sollten auf Gütesiegel achten.

(Foto: dpa)

Verbraucherschützer warnen vor sogenannten Fakeshops, die seit einigen Wochen vermehrt im Netz auftauchen. Es handele sich um Internetauftritte, meist mit Angeboten von Elektronikartikeln, die seriös aussehen. Impressum und Kontaktdetails sind von einer real existierenden Firma kopiert, wie die Verbraucherzentrale Thüringen mitteilt. Bezahlte Produkte kommen nie beim Besteller an.

"Verbraucher können bei ihrer Bank die Zahlung zurückbuchen lassen", riet der Geschäftsführer der Verbraucherzentrale, Ralph Walther. "Bei solch dreisten Fällen raten wir auch zu einer Anzeige bei der Polizei."

Allerdings seien bei Vorkasse die Handlungsmöglichkeiten "schon recht eingeschränkt". Generell rieten Verbraucherschützer daher von dieser Zahlungsmöglichkeit bei unbekannten Firmen ab. "Das Risiko für den Käufer ist dabei einfach zu groß", erklärte Walther. Auch bei äußerst günstigen Angeboten sollten Verbraucher stutzig werden, die Preise vergleichen und am besten zum Unternehmen recherchieren.

Hinweise auf seriöse Shops seien Gütesiegel wie safer@shopping, Trusted Shop, TÜV etc., die verlinkt sein müssen und eine Nachprüfung des Anbieters erleichtern. Zudem sollten Verbraucher darauf achten, dass eine korrekte Widerrufsbelehrung zu finden ist. Auch auf Plagiate kann man häufiger stoßen. Darüber hinaus sollten Verbraucher unbedingt in das Impressum schauen und Verkäufer bevorzugen, die ihren Sitz in Deutschland oder in der EU haben. Außerdem müssen dort die Handelsregister- und die Umsatzsteuer-ID-Nummer angegeben sein. Ist im Impressum nur eine E-Mailadresse aufgeführt: Finger weg.

Verbraucher kommen häufig über Suchmaschinenergebnisse oder Werbeanzeigen auf für sie unbekannte Shop-Seiten im Internet. Dass viele Händler bei der ersten Bestellung Vorauskasse verlangen, irritiert Verbraucher in der Regel nicht. Schließlich ist diese Zahlmethode nicht unüblich. Neben vielen seriösen tummeln sich etliche unseriöse Händler oder sogar Fake-Shops im World Wide Web. Laut Angabe der Verbraucherschützer sind manche Auftritte gut gemacht und auf den ersten Blick nicht von seriösen Seiten zu unterscheiden.

Quelle: n-tv.de, awi/AFP

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