Ratgeber
Freitag, 13. Mai 2016

Aufschläge untergeschummelt: Vorsicht beim Geldabheben im Ausland

Wollen Reisende Bargeld in ausländischen Währungen abheben, ist Vorsicht geboten. Denn in Ländern außerhalb des Euroraumes lauern hohe Zusatzgebühren, warnt Finanztest eindringlich.

Dynamic Currency Conversion, dyamische Währungsumrechnung heißt die Sofortumrechnung in der Fachsprache.
Dynamic Currency Conversion, dyamische Währungsumrechnung heißt die Sofortumrechnung in der Fachsprache.(Foto: imago stock&people)

An frisches Geld zu kommen, ist in den meisten Ländern der Welt kein Problem. Einfach Karte in den Automaten stecken und schon spuckt dieser die gewünschten Scheine aus. Vorsicht ist allerdings geboten, wenn die Geldautomaten in Ländern, die nicht den Euro als Landeswährung besitzen, vorschlagen, die sofortige Umrechnung von der jeweiligen Währung in Euro vorzunehmen. Denn auch wenn dies zunächst praktisch und übersichtlich klingt, werden hier nicht selten Aufschläge von teils über zwölf Prozent fällig, wie die Zeitschrift "Finanztest" berichtet. Um dies zu vermeiden, sollte stets die Abrechnung in der Landeswährung gewählt werden.

Was allerdings nicht immer ganz einfach ist, denn die Benutzerführung an den Automaten ist oft unübersichtlich und irreführend. Und zum Teil werde dreist gelogen, beklagt "Finanztest". So erschienen auf manchem Display etwa Hinweise wie "fixer Kurs" oder "Gebühren 0%". In Wirklichkeit wurde jedoch ein Aufschlag erhoben. Zwischen 2,6 und mehr als 12 Prozent Verlust hätten die Testabhebungen eingebracht, wenn den Empfehlung der Geldautomaten gefolgt worden wäre. Diese Erfahrung mussten die Tester in 11 von 13 Ländern machen, die nicht zum Euro-Raum gehören. Besonders teuer wäre es demnach in Großbritannien, Polen, Tschechien und Ungarn geworden. 

Allerdings sollten sich Reisende nicht nur an Geldautomaten Vorsicht gelten lassen. Denn eine sofortige Umrechnung in Euro gibt es auch beim Bezahlen mit Karte in Shops, Restaurants und Hotels. Diese Erfahrung mussten die Tester in Großbritannien, Kroatien, Polen, Ungarn und der Schweiz machen. Wobei sie über die teuren Aufschläge für die Umrechnung entweder gar nicht oder nur über das Display des Kartenlesegeräts informiert wurden. Erst auf dem Kassenbon war diese ersichtlich. Zwischen zwei bis fünf Prozent des eigentlichen Preises wurden so ergaunert. 

Die Untersuchung wurde von "Finanztest" sowohl mit der Girocard, einer Kreditkarte oder der Post­bank Sparcard durchgeführt.        

Quelle: n-tv.de

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