Ratgeber

Lass dir Zeit Wenn der neue Job überfordert

Einige sprechen von 100 Tagen, andere von einem ganzen Jahr: So lange kann es dauern, bis man an einem neuen Arbeitsplatz richtig angekommen ist. Bis dahin kann Unsicherheit ein ständiger Begleiter sein. Doch dagegen lässt sich etwas machen.

Alles ganz schön viel? Wer gerade erst im Job gestartet ist, sollte sich Zeit geben. Oft dauert es bis zu einem Jahr, um auf der neuen Stelle richtig anzukommen. Foto: Monique Wüstenhagen

Alles ganz schön viel? Wer gerade erst im Job gestartet ist, sollte sich Zeit geben. Oft dauert es bis zu einem Jahr, um auf der neuen Stelle richtig anzukommen.

(Foto: dpa-tmn)

Sich beim Start in einen neuen Job am Anfang überfordert zu fühlen, ist ein Stück weit ganz normal. Berufstätige sollten nicht zu rasch aufgeben, rät Sabine Neuwirth, Kommunikationsberaterin aus München.

Als Faustregel empfiehlt sie, sich etwa ein Jahr Zeit zu geben, um richtig am neuen Arbeitsplatz anzukommen. So lange brauche es in der Regel, um mit den neuen Aufgaben wirklich vertraut sein.

Um das Gefühl von Überforderung in den Griff zu bekommen, ist es gut, Tagebuch zu führen. Berufstätige können zum Beispiel eine Woche lang aufschreiben: In welchen Situationen fühle ich mich unsicher? Danach wissen Mitarbeiter erst einmal, woher ihr Unsicherheitsgefühl rührt. Im nächsten Schritte gehen sie dann jede Situation durch und überlegen, was sie anders machen können, um sich sicherer zu fühlen.

Dann können Berufstätige zwei Wochen einmal nichts aufschreiben und dann wieder eine Woche Tagebuch führen. Viele werden überrascht sein, dass die Situation sich bereits zu den ersten Tagebuchaufschriften verbessert hat.

Grundsätzlich sollten sich neue Mitarbeiter bei Gesprächen über andere vorsichtig zurückhaltend geben. Die Grundregel für die Anfangsphase: Augen und Ohren auf und Klappe zu.

Zurückhaltung gilt auch beim Arbeitseinsatz. Es ist ein Fehler, sich gleich inhaltlich reinzustürzen und nicht links und nicht rechts zu gucken. Neue Kollegen sollten daher mit Kritik und Verbesserungsvorschlägen warten, bis sie ihren Platz in der Abteilung gefunden haben. Was die Arbeitszeiten angeht, orientieren sie sich am besten an den Kollegen: Deutlich länger oder kürzer als der Durchschnitt zu bleiben, lässt einen entweder streberhaft oder unmotiviert erscheinen.

Außerdem sollten Berufstätige versuchen, Kontakt zu Menschen zu suchen, die in einer ähnlichen Situation sind. Das kann zum Beispiel sein, dass man mit jemandem zusammen eine Fortbildung gemacht hat - und der nun ebenfalls in einem neuen Job ist. Häufig kann man sich nicht nur austauschen, sondern sich gegenseitig auch nützliche Tipps geben.

Quelle: ntv.de, awi/dpa

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