Ratgeber

Automatische Geldanlage Wie viel Robo-Advisor kosten dürfen

imago87605990h.jpg

Egal wie und von wem, das Vermögen sollte auf verschiedene Anlageklassen aufgeteilt werden.

(Foto: imago/Panthermedia)

Viele denken: Online gibt es alles billiger. Doch Dienstleistungen im Internet sind nicht umsonst. Das gilt auch bei digitalen Geldanlagen. Worauf es bei einem Robo-Advisor ankommt.

Hohe Kosten bei der Geldanlage schmälern den Ertrag. Schon wenige Prozentpunkte machen sich über einen längeren Zeitraum deutlich bemerkbar.

Der MSCI Wold Index zum Beispiel ist seit 1969 von 100 Punkten bis Mai 2019 auf 2626 Punkte gestiegen, rechnen die Experten der Stiftung Warentest in einem Ratgeber vor. Zieht man die Kosten ab, sieht das Ergebnis allerdings anders aus: Bei Fondskosten von 0,5 Prozent liegt der Endstand bei 2050 Punkten, bei 2 Prozent jährlichen Kosten nur bei 968 Punkten. Wer hohe Kosten für die Geldanlage hat, verschenkt also viel Geld.

Robo-Advisors gelten meist als günstig. Allerdings fallen auch bei den digitalen Portfolioverwaltungen Kosten an. Wer sein Geld von einem Anlageroboter verwalten lassen möchte, sollte also genau hinsehen. Auf diese Kosten kommt es an:

Verwaltungskosten

Die Anbieter verlangen für die digitale Portfolioverwaltung Gebühren. Sie werden üblicherweise in Prozent und für den gewünschten Anlagebetrag angegeben. Oft liegen die Kosten unter einem Prozent. Manche Anbieter sind aber auch teurer.

Fondskosten

Gebühren kosten auch die Fonds, in die der Robo das Geld der Kunden investiert. Dabei gilt: Passive Indexfonds - sogenannte ETFs - sind günstiger als aktive Fonds.

Transaktionskosten

Der Kauf und Verkauf von Finanzprodukten schlägt ebenfalls zu Buche. Die Depotbanken erheben meist Handelsgebühren, die Börsenplätze ebenfalls. Je öfter ein Robo-Advisor umschichtet, desto mehr fällt das ins Gewicht.

*Datenschutz

Sonstige Kosten

Manchmal können auch Änderungen der Anlagestrategie oder Dienstleistungen wie die Ausstellung einer Bescheinigung kostenpflichtig sein. Über solche Kosten sollten die Anbieter transparent informieren.

Bei Anlage-Robotern geben Sparer zunächst an, welche Anlagezeiträume und welche Risikoneigung sie haben. Danach wird das Geld über Fonds und mehrere Anlageklassen wie Aktien, Anleihen oder Immobilien weltweit investiert. Manche Anbieter passen das Portfolio automatisch an, wenn Börsenrisiken wachsen oder Sparziele verletzt werden könnten.

Quelle: ntv.de, awi/dpa