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"Arme Führungskräfte" Wo lohnt sich Chef sein am wenigsten?

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Je nach Betätigungsfeld unterscheidet sich das Einkommen von Führungskräften erheblich.

(Foto: imago/MITO)

Nicht jeder bekommt, was er verdient. Das gilt nicht nur für den Mitarbeiter, sondern auch für den Vorgesetzten. Denn darüber, ob mit dem Erreichen einer weiteren Sprosse der Karriereleiter auch immer ein hohes Einkommen fällig wird, entscheidet vor allem die Branche, in der die Brötchen verdient werden.

Es zum Geschäftsführer gebracht zu haben, ist ja schon mal eine gute Sache. Zumindest dann, wenn das Betriebsklima passt und die Mitarbeiter spuren. Und das Geld sollte natürlich auch stimmen. Doch je nach Betätigungsfeld kann sich das Einkommen von Führungskräften erheblich unterscheiden, wie eine Untersuchung von Gehalt.de zeigt.

Dabei hat das Vergleichsportal 3255 Gehaltsdaten von Führungskräften und Geschäftsführern analysiert. Ergebnis: "Chef sein" führt nicht unbedingt zu einem hohen Gehalt. So verdienen Restaurantleiter mit 41.600 Euro am wenigsten. In kleinen Betrieben verdienen sie mit 37.900 Euro noch weniger. Es folgen Küchenchefs mit 48.600 Euro und Filialleiter im Einzelhandel mit 51.400 Euro. Heim- (53.400 Euro) und Lagerleiter (56.300 Euro) erhalten ebenfalls ein verhältnismäßig geringes Jahreseinkommen.

Bei Banken- und Versicherungen am meisten zu holen

Unter den Geschäftsführern liegen die Chefs in Kultureinrichtungen auf dem letzten Rang: Ihr Jahreseinkommen dort beträgt rund 78.900 Euro brutto. Es folgen Chefs im Hotel- und Gaststättenwesen mit einem Einkommen in Höhe von 79.400 Euro. In kleinen Betrieben dieser Branche sind es kaum 70.000 Euro. Geschäftsführer in Bildungsinstitutionen bekommen 79.500 Euro, solche in sozialen Einrichtungen 81.400 Euro und im Gesundheitswesen 90.300 Euro.

Deutlich besser verdienen dagegen die Geschäftsführer in großen Betrieben. Das Gehalt für Geschäftsführer in Hotels und Gaststätten mit über 1000 Mitarbeitern beträgt 138.500 Euro. "Je größer das Unternehmen, desto komplexer die Organisationsstrukturen. Die Anforderungen an die Geschäftsleitung steigt und damit auch das Gehalt", sagt Philip Bierbach, Geschäftsführer von Gehalt.de. Vergleichsweise hohe Einkommen haben demnach Geschäftsführer großer Betriebe im Gesundheitswesen (134.200 Euro), in sozialen Einrichtungen (105.900 Euro), im Kultur- (102.900 Euro) und im Bildungswesen (98.600 Euro).

Am meisten zu holen ist für Geschäftsführer im Banken- und Versicherungswesen, nämlich jährlich rund 209.700 Euro. Auch in der E-Technik erzielen Geschäftsführer mit rund 208.100 Euro ein hohes Einkommen. Es folgen die Softwareindustrie (205.800 Euro), der Maschinenbau (188.700 Euro) und die Biotechnologie (160.200 Euro). Auch hier spielt die Unternehmensgröße eine entscheidende Rolle: Geschäftsführer in großen Banken und Versicherungen bekommen ein Top-Gehalt von über 342.500 Euro.

Quelle: n-tv.de, awi

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