Technik

Revolutionär oder nur anders? Amazon packt das Kindle Phone aus

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Amazon gewährt auf Twitter schon einen kleinen Ausblick auf sein "Kindle Phone".

(Foto: Amazon)

Das Amazon-Smartphone geistert schon länger durchs Internet. Jetzt zeigt das Unternehmen endlich, was hinter seiner geheimnisvollen 3D-Technik steckt. Der Termin für die Präsentation steht.

Online-Versandriese Amazon lädt via Twitter zu einem Produkt-Event am 18. Juni nach Seattle ein. Im angehängten Youtube-Video sieht man zwar nicht das Gerät, das Unternehmensgründer Jeff Bezos vorstellen wird, aber die begeisterten Nutzer schwärmen in dem Clip eindeutig von einem Smartphone, das sie in ihren Händen halten. Und sollte man es nicht verstanden haben: Eine zweite Einladung zeigt teilweise die Rückseite eines Geräts, das offensichtlich mit dem "Kindle Smartphone" identisch ist, das Anfang Mai auf einem geleakten Pressebild zu sehen war.

Die Gesten der faszinierten Video-Darsteller bestätigen auch die Gerüchte, wonach das Telefon auf der Vorderseite vier zusätzliche Infrarot-Kameras haben soll, die die Kopfbewegungen des Nutzers verfolgen. Kombiniert mit den anderen Sensoren sollen so auch in angepassten Apps außergewöhnliche 3D-Effekte möglich sein. Außerdem soll das Smartphone größtenteils über Kippbewegungen gesteuert werden.

Die weiteren gehandelten Spezifikationen des "Kindle Phone" sind dagegen nur Mittelklasse-Standard: Der Bildschirm soll 4,7 Zoll groß sein und mit 720p eher eine bescheidene HD-Auflösung haben. Ein Vier-Kern-Prozessor von Qualcomm, zwei Gigabyte Arbeitsspeicher und eine 13-Megapixel-Kamera sind ebenfalls guter Standard. Dem gezeigten Bildausschnitt nach scheint das Gerät eher keine zuvor vermutete gläserne Rückseite, sondern ein durchgehend aus Polycarbonat gefertigtes Gehäuse zu haben.

Europa kann warten

Vermutlich wird Amazon das Smartphone in den USA im September dem iPhone 6 entgegenstellen. "Killer-Feature" könnte ein spezieller Datentarif sein, in dem die Streaming-Angebote des Unternehmens genutzt werden können, ohne das allgemein gebuchte Volumen zu verbrauchen. Als möglicher Amazon-Partner wird AT&T gehandelt, das bereits "Sponsored Data" anbietet, bei dem Webseitenbetreiber die Verbindungskosten übernehmen können.

Ob und wann Amazon das "Kindle Phone" auch in Deutschland anbieten wird, verrät Bezos vermutlich am 18. Juni noch nicht. Die Fire-Tablets des Unternehmens kamen bisher jedenfalls immer erst mit großer Verzögerung nach Europa.

Quelle: n-tv.de, kwe

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