Technik

Keine nervigen Fehlalarme Dieser Virenschutz liegt nie daneben

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Gut und böse sollte eine Schutzlösung einwandfrei erkennen. AV-Test hat's geprüft.

(Foto: AV-Test)

Welche Antivirensoftware schlägt besonders häufig Alarm, obwohl gar nichts ist? Und welche Schutzlösung leistet sich am wenigsten Fehler? AV-Test hat Schutzpakete getestet.

Ein guter Antivirenschutz ist PC-Benutzer unabdingbar. Blöd nur, wenn die Software ständig Alarm schlägt, obwohl es dazu keinen Grund gibt. Fehlalarme sind nicht nur nervig, sie sorgen auch für Unsicherheit beim Nutzer: Wenn der Virenschutz dauernd daneben liegt und Bedrohungen falsch einschätzt, kann man ihm dann überhaupt trauen? AV-Test hat in einem 14-monatigen Dauertest Schutzlösungen darauf geprüft, wie oft sie falschen Alarm schlagen.

Freund oder Feind?

Wer ist Freund und wer ist Feind? Das muss eine Schutzlösung einwandfrei und am besten ohne Fehltritte erkennen. Denn wenn eine Datei, die man kopiert hat oder ein Programm, das gerade gestartet wurde, als Bedrohung erkannt wird, sind viele Nutzer schnell verunsichert. Im AV-Test-Labor wurden 19 Schutzlösungen für Privatanwender 14 Monate lang auf ihre Anfälligkeit für Fehlalarme geprüft. Vier Testpunkte standen auf dem Plan:

  • Fälschliche Warnungen oder Blockierungen während des Besuchs von Webseiten.
  • Fälschliche Erkennungen von normaler Software als Malware während eines Systemscans.
  • Fälschliche Warnungen vor bestimmten Aktionen während der Installation und Benutzung von normaler Software.
  • Fälschliche Blockierungen von bestimmten Aktionen während der Installation und Benutzung von normaler Software.
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(Foto: AV-Test)

Für jede Software wurden im Testzeitraum rund 7000 "gute" Websites besucht, rund 7,7 Millionen saubere Dateien und 280 ungefährliche bekannte Anwendungen geprüft - sicheres Terrain also für eine gute Antivirensoftware. Alle Lösungen arbeiten mit sogenannten Whitelist-Datenbanken, in denen alle sauberen Daten mit Fingerprints und Hashwerten abgelegt sind.

Auch die letzten sind noch gut

Die besten Lösungen im Test sind Avira Antivirus Pro und Kaspersky Internet Security, sie kamen ohne einen einzigen Fehlalarm aus. Danach folgen mit weniger als 10 Fehlermeldungen Intel Security, Bitdefender, AVG und Microsoft. Die gute Nachricht: Auch die Tabellenletzten machten im Test eine gute Figur. Der schlechteste Wert bei der fälschlichen Erkennung von Software während eines Systemscans liegt bei 98 falsch erkannten Dateien – bei 7,7 Millionen Testfällen. Mit dieser Quote von 0,001 Prozent ist selbst Schlusslicht Ahnlab V3 Internet Security kein Reinfall.  

Fälschliche Warnungen bei der Benutzung von Software gab es bei 11 Programmen gar nicht, weitere 6 Lösungen warnten nur 1- bis 3-mal falsch. K7 Computing schnitt hier mit 10 Warnmeldungen am schlechtesten ab. Auch fälschliche Blockierungen von bestimmten Aktionen kamen kaum vor. 7 Lösungen blockierten nichts falsch, 11 Schutzpakete blockierten 1- bis 6-mal bestimmte ungefährliche Aktionen. Schlusslicht ist Comodo Internet Security Premium mit 29 Blockierungen.

Das Fazit des Langzeittests: Alle Produkte haben laut AV-test eine gute Qualität in Sachen Benutzbarkeit und Usability. Trotz des Punktabzugs bei Fehlalarmen sei die Leistung aller Programme auf hohem Niveau. Den Testsieg mit je 6 Punkten teilen sich AVG Internet Security, Avira Antivirus Pro, Bitdefender Internet Security, Kaspersky Lab Internet Security und Microsoft Windows Defender.   

Quelle: ntv.de, jwa

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