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Es fehlt nicht viel Honor 5c - ein Top-Handy für 200 Euro?

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Das Honor 5c glänzt mit einem Aluminiumgehäuse und einem sehr günstigen Preis.

(Foto: Honor)

Huawei drückt beim Honor 5c den Preis für Mittelklasse-Smartphones in Richtung Schmerzgrenze. Für 200 Euro bietet das Gerät viel, was deutlich teurere Handys haben - eine wichtige Funktion fehlt aber.

Schon mit dem P9 Lite hat Huawei ein Mittelklasse-Smartphone herausgebracht, das ein ausgesprochen gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet. Jetzt wollen die Chinesen noch einen draufsetzen und verkaufen mit dem Honor 5c das angeblich "beste Smartphone unter 200 Euro" im hauseigenen Online-Shop bei großen Elektronikhändlern. Bei einem Preis von 199,99 Euro sollte die PR-Agentur zwar besser das "unter" streichen, aber das Honor 5c hat für ein so günstiges Handy tatsächlich eine beachtliche Ausstattung.

Im Prinzip ist das Smartphone ein neu verpacktes Huawei P9 Lite. Vom 5,2 Zoll großen Full-HD-Display über den 8-Kern-Prozessor bis hin zum 3000 Milliamperestunden fassenden Akku sind alle Komponenten gleich. Auch die Kamera-Ausstattung ist mit einer 13-Megapixel-Knipse hinten und einer 8-Megapixel-Frontkamera gleich. Und wie beim abgespeckten P9 gibt's auch beim 200-Euro-Gerät die Option, auf eine microSD-Karte zu verzichten und stattdessen einen Dual-SIM-Einschub zu wählen - was bei mageren 16 Gigabyte internem Speicher allerdings für die meisten Nutzer kaum eine sinnvolle Alternative darstellt.

Metall oder Fingerabdrucksensor?

Es gibt allerdings wichtige Unterschiede: Das Honor 5c hat auch auf der Rückseite überwiegend Metall, dafür hat Huawei beim deutschen Modell den Fingerabdrucksensor weggelassen.

Nutzer müssen sich also entscheiden, ob sie ein schickes Metall-Smartphone ohne Fingerabdrucksensor haben möchten oder eine Kunststoff-Rückseite mit Huaweis vorzüglichem Sensor, das derzeit online für rund 270 Euro angeboten wird. Wer keine Probleme damit hat, bei jedem Entsperren eine sechsstellige PIN oder ein kompliziertes Muster einzugeben, fährt mit dem günstigeren Metaller gut. Ansonsten ist ein Fingerabdruck die bequemste Art, einen Sperrbildschirm zuverlässig zu sichern. Außerdem kann er in Apps wie 1Password die Eingabe von Codes ersetzen. Einschätzung von n-tv.de: Nicht vom Metall blenden lassen, sondern 70 Euro mehr für die bessere Ausstattung ausgeben.

Quelle: n-tv.de, kwe

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