Technik

Auch Gratis-Software findet alles Virenschutz für Mac OS X im Test

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Das Risiko ist zwar noch gering, aber auch Mac-Rechner sind nicht virusresistent.

(Foto: Apple/Wiki/n-tv.de)

Je mehr Mac-Rechner Apple verkauft, desto interessanter wird deren Betriebssystem für Hacker. AV-Test hat zehn Schutzpakete getestet, die Mac OS X vor Angriffen schützen sollen. Zwei der besten Programme sind kostenlos.

Dass sich Hacker an Mac OS X die Zähne ausbeißen, ist wohl ein Mythos. Apples Betriebssystem war lange Zeit einfach zu wenig verbreitet, um für Kriminelle interessant zu sein. Inzwischen hat Mac OS X aber laut Statista weltweit immerhin einen Marktanteil von knapp 9 Prozent erreicht, in den USA waren es im vergangenen Jahr sogar 13 Prozent. Nach Kasperskys Jahresübersicht wurde jeder Mac-Nutzer im vergangenen Jahr neunmal angegriffen. Ein Grund für Mac-Nutzer zu übergroßer Sorge ist dies zwar nicht, Apples integrierte Aufpasser wie Sandboxing und Gatekeeper halten vermutlich die meisten Bedrohungen ab. Aber wer beruflich oder aus anderen guten Gründen auf Nummer sicher gehen möchte, kann zusätzliche Antiviren-Software installieren.

Das unabhängige AV-Test-Institut hat in seinem Labor zehn Schutzpakete für Mac OS X untersucht. Alle Produkte mussten im Test zuerst 160 neue Schädlinge erkennen. An dieser Stelle wurden von den Testern auch fälschlich erkannte Dateien und Programme notiert. Danach wurde geprüft, wie stark die Schutzlösungen das Betriebssystem beim Kopieren von Dateien ausbremsen.

Geschwindigkeit macht den Unterschied

Die Hälfte der Testkandidaten erkannte alle Bedrohungen: die kostenpflichtigen Programme Symantec Norton Security, McAfee Internet Security (Intel Security) und Kaspersky Internet Security und die beiden Gratis-Pakete Avira Free Antivirus und Avast Free Mac Security.

Fehlalarme leistete sich keine Software. Unterschiede gibt es lediglich darin, wie stark die Aufpasser ein System ausbremsen. Um das zu testen, kopierten die Prüfer ein 26,6 Gigabyte großes Set aus verschiedenen Dateien, wie Dokumenten, Mediadateien, Präsentationen und Programmen auf dem Gerät hin und her - erst ohne, dann mit Antivirenschutz. Da Norton Security (45 Euro pro Jahr und Lizenz) den Test-Computer nur um rund eine Sekunde verlangsamte, holte sich Symantec den Gesamtsieg.

MacAfees Schutzpaket (60 Euro) tritt mit knapp zwei Sekunden Verzögerung ebenfalls kaum auf die Bremse, Kaspersky Internet Security (40 Euro) machte sich mit rund sechs Sekunden etwas stärker bemerkbar. Das beste Gratis-Programm Avast Mac Security ging mit nur 0,5 Sekunden Rückstand über die Ziellinie, Aviras kostenloser Schutz bremste das System mit etwa 12 Sekunden wesentlich stärker aus.

Quelle: ntv.de, kwe

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