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Stachellose Bienen wehren sich Bei lebendigem Leib mumifiziert

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Am Eingang eines Bienenstocks.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Um räuberische Käfer abzuwehren, mumifizieren einige stachellose australische Bienen die Eindringlinge bei lebendigem Leib. Dazu benutzen die schwarzen Honigbienen (Trigona carbonaria) einen Mix aus Wachs, Harz und Schlamm. Das hat ein internationales Forscherteam um Mark Greco vom Bienenforschungszentrum in Bern herausgefunden. Ihr Bericht erscheint im Journal "Naturwissenschaften".

Die Forscher beobachteten, wie sich die Bienen auf den Eindringling stürzten, den Kleinen Bienenstockkäfer (Aethina tumida). Der Käfer flüchtete sich vor der Attacke in die sogenannte Schildkrötenhaltung – in der er regungslos liegen blieb. Diese wehrlose Position nutzen die Bienen aus, um den Feind zu mumifizieren und ihn auch ohne Stiche zu beseitigen. Die Wissenschaftler nennen diese Methode "den alternativen Pharao-Ansatz".

Zu ähnlichen Verteidigungsstrategien gegen Käfer, die ganze Bienenstöcke vernichten könnten, griffen inzwischen auch Bienenarten, die einen Stachel besitzen, berichteten die Forscher. Denn manche Parasiten, die das Nest befallen, um Futtervorräte zu stehlen, tote Bienen oder gar die Bienen-Brut zu verspeisen, seien wegen ihres festen Panzers inzwischen gegen Stiche immun.

Die Wissenschaftler schreiben in den "Naturwissenschaften" von einer Koevolution zwischen den Bienenvölkern und ihren Parasiten.

Quelle: n-tv.de, dpa

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