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Bei richtiger Lagerung CO2 unter der Erde ohne Gefahr

Britische Forscher haben nach eigenen Angaben einen Vorbehalt gegen die unterirdische Speicherung von klimaschädlichem Kohlenstoffdioxid (CO2) ausgeräumt. Bei richtiger Lagerung des Gases bestehe keine Gefahr, dass es nach und nach wieder in die Atmosphäre entweiche, berichteten sie in einer im Fachmagazin "Nature" veröffentlichten Studie. Sie stützten sich dabei auf die Untersuchung von Erdgasfeldern in Nordamerika, China und Europa, die natürliches CO2 enthalten.

Die untersuchten Felder waren zwischen 10.000 und 42 Millionen Jahre alt, wie es in dem Bericht von Forscher der Universität Edinburgh in Schottland hieß. In dieser Zeit sei das Kohlendioxid über den gesamten Zeitraum hinweg "ohne sichtbare Zeichen von Ausströmungen" konserviert worden: "Wenn das CO2 am richtigen Platz gelagert wird, kann es über solch einen langen Zeitraum eingeschlossen werden". Dabei glauben die Forscher, dass vor allem das Grundwasser das CO2 einschließt, da es sich darin auflöst. Bei potenziellen Endlagerstätten müsse deshalb sichergestellt werden, dass das Grundwasser nicht an die Oberfläche tritt.

Im Oktober vergangenen Jahres hatte die Internationale Energie-Agentur dazu aufgerufen, die Technologie zur Abscheidung und unterirdischen Speicherung von CO2 - das sogenannte Carbon Capture and Storage (CCS) - rasch zu entwickeln. CCS könne nämlich eine entscheidende Rolle beim Kampf gegen die Erderwärmung spielen, die vor allem durch den CO2-Ausstoß verursacht wird. Die Bundesregierung verabschiedete am Freitag einen Gesetzentwurf zur CCS-Technologie, den Umweltschützer allerdings kritisch sehen. Nach ihrer Auffassung werden darin Risiken der Technologie vernachlässigt.

Quelle: n-tv.de

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