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Montag, 20. Juni 2011

Sechs bis sieben Stunden zu wenig: Deutsche wollen länger schlafen

Gut die Hälfte der Deutschen beklagt zu wenig Schlaf. Vor allem die Jugend würde gerne mehr Zeit im Bett verbringen, wie eine Umfrage ergibt. Das verbreitetste Mittel gegen Schlafstörungen: lesen.

Schlaf ist ein wertvolles Gut, auf das viele warten müssen.
Schlaf ist ein wertvolles Gut, auf das viele warten müssen.

Jeder zweite Deutsche denkt, dass er nicht genug schläft. Das ergab eine Umfrage des Forsa-Instituts im Auftrag des Wissenschaftsjahrs Gesundheitsforschung zum Tag des Schlafs am 21. Juni. 51 Prozent der Befragten hielten ihre durchschnittliche Schlafdauer demnach für zu gering, bei den Frauen waren es 54 Prozent, bei den Männern 49 Prozent. Bei den 18- bis 29-Jährigen gaben sogar 70 Prozent an, mehr Schlaf zu brauchen, bei den über 60-Jährigen waren es nur 25 Prozent.

Forsa hatte im Mai 1008 Menschen zu ihren Schlafgewohnheiten gefragt. Etwa zwei Drittel der Befragten (67 Prozent) schliefen sechs bis sieben Stunden pro Nacht, bei 14 Prozent waren es vier bis fünf Stunden, bei 17 Prozent acht bis neun Stunden. Hinsichtlich der Einschlafdauer gab die Mehrheit der Befragten an, innerhalb von 15 Minuten in den Schlaf zu finden (43 Prozent). Knapp ein Viertel (24 Prozent) brauchte bis zu 30 Minuten, neun Prozent benötigten bis zu einer Stunde und vier Prozent noch länger.

Wenn sie nicht schlafen können, greifen rund 30 Prozent zum Buch, 25 Prozent schauen fern, 13 Prozent hören Musik. Etwa zwölf Prozent der Befragten sagten, sie wendeten "psychologische Verfahren" an, wie zum Beispiel Entspannungstechniken. Etwa neun Prozent nehmen Schlafmittel. Mehr als ein Drittel der Befragten (36 Prozent) "wartete einfach ab". Bei länger anhaltenden Einschlaf- oder Durchschlafstörungen würden 57 Prozent der Befragten einen Arzt aufsuchen, 32 Prozent hielten dies für überflüssig. Von den ostdeutschen Befragten gaben dies 47 Prozent, von den Westdeutschen 29 Prozent an.

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Quelle: n-tv.de