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Paradoxes Phänomen Ozonloch gegen Klimawandel?

Das Ozonloch schließt sich immer weiter. Die Wiederherstellung der Ozonschicht könnte auf der Südhalbkugel die Erderwärmung noch weiter anheizen. Das stellten Wissenschaftler der Universität in Leeds fest.

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Das Ozonloch über dem Südpol - im Oktober 2008 gemessen von einem Absorptionsspektrometer.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Das antarktische Ozonloch wurde früher als eine der größten ökologischen Bedrohungen angesehen. Aber die Entdeckung einer bisher unbekannten Reflexion zeigt, dass das Loch in der Ozonschicht in den letzten beiden Jahrzehnten dazu beigetragen hat, diese Region vor einer Erwärmung durch CO2-Emissionen zu schützen.

Im Sommer peitschen starke Winde in dem Gebiet unter dem Ozonloch eine starke Gischt auf der Meeresoberfläche auf. Darin sind Millionen von kleinen Salzpartikeln enthalten. Das Sprühwasser formt dann kleine Tröpfchen und schließlich Wolken. Somit haben diese starken Winde in der Sommerzeit zur Formierung von breiteren Wolken geführt, die die starke Sonnenstrahlung besser reflektieren.

Kein Wind heißt schnellere Erwärmung

"Diese Wolken haben sich wie ein Spiegel verhalten, indem sie die Hitze der Sonne reflektierten und sie somit nicht auf die Erdoberfläche kam. Dies geschah in einem solchen Ausmaß, dass die Erwärmung durch die Kohlenstoffemissionen im Endeffekt in dieser Region während der Sommerzeit annulliert wurde", sagte Professor Ken Carslaw von der Universität Leeds.

"Wenn diese Winde absterben – was wahrscheinlich ist -, könnten die CO2 Emissionen dazu beitragen, dass sich die südliche Hemisphäre schneller erwärmt. Das hätte einen Einfluss auf zukünftige Klima-Vorhersagen", meint der Wissenschaftler.

Quelle: n-tv.de, fma

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