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Blutdruck und Diabetes Risiko für Demenz

Menschen mit zu hohem Blutdruck oder Diabetes haben ein erhöhtes Risiko, im Alter an Demenz zu erkranken. Alzheimer-Prävention bedeute deshalb, dass gegen beides konsequent vorgegangen werden muss, sagt Prof. Wolfgang Maier von der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) in Berlin. "Zu viele Kalorien und Übergewicht, übermäßiger Alkoholkonsum und Rauchen erhöhen ebenfalls die Gefahr, eine Demenz zu entwickeln."

Regelmäßige sportliche Betätigung wirkt diesen Risikofaktoren entgegen. "Wandern, Schwimmen, Nordic Walking und Tanzen, aber auch Spazierengehen erhöhen die Leistungsfähigkeit des Gehirns bis ins hohe Alter", erklärt der Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Bonn. Das gilt auch für Olivenöl und Fettsäuren, wie sie in Fischen enthalten sind.

Ebenso wichtig ist geistige Aktivität: "Geistig rege Personen können Defekte, die bei einer Demenz auftreten, besser kompensieren", sagt Prof. Maier. "Neben einem gezielten Gedächtnistraining, das gleichzeitig viele Hirnareale aktiviert, trägt der Besuch kultureller Veranstaltungen, das Erlernen von Fremdsprachen sowie soziales Engagement zur Aktivierung von Leistungsreserven bei."

Die Ursachen für Demenz liegen in Gehirnstoffwechsel-Störungen, die mit zunehmendem Alter gehäuft auftreten. "Bei einer Alzheimer-Demenz kommt es durch abnorme Eiweißablagerungen zu einem Absterben von Gehirnzellen, während die "vaskuläre" Demenz auf eine gestörte Durchblutung des Gehirns zurückzuführen ist", sagt Maier. Auch andere neurologische Erkrankungen wie die Parkinson-Krankheit können mit einer Demenz einhergehen. Schätzungen zufolge leiden in Deutschland derzeit 1,1 Millionen Menschen an Demenz - Tendenz steigend.

Quelle: ntv.de