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Kometenjäger am Mars "Rosetta" meistert Manöver

Auf seiner sieben Milliarden Kilometer langen Reise durch das All hat der europäische Kometenjäger "Rosetta" am Sonntag ein kritisches Manöver am Mars erfolgreich bewältigt. Bei einer Geschwindigkeit von rund 30.000 Kilometern pro Stunde näherte sich die Sonde dem Mars bis auf 250 Kilometer. Durch die Schwerkraft des Roten Planeten wurde "Rosetta" auf die korrekte Flugbahn gelenkt. Nächstes Ziel ist am 13. November das Gravitationsfeld der Erde, um Schwung für den weiten Weg zum Kometen Tschurjumow-Gerassimenko zu holen.

Pünktlich um 3.40 Uhr MEZ tauchte die Sonde wieder aus dem Marsschatten auf. Zuvor war der Kontakt zum Europäischen Satellitenkontrollzentrum (ESOC) in Darmstadt (Hessen) rund 15 Minuten lang unterbrochen, die beiden 14 Meter langen Solarflügel wurden 24 Minuten lang nicht mit Sonnenlicht gefüttert.

"Rosetta" soll 2014 den Kometen Tschurjumow-Gerassimenko erreichen. Erstmals in der Raumfahrtgeschichte wird außerdem ein Landegerät auf einem Kometen ausgesetzt. Die drei Tonnen schwere Sonde der Europäischen Raumfahrtagentur (ESA) hatte ihren zehnjährigen Flug am 2. März 2004 begonnen.

Von der Mission erhoffen sich die Wissenschaftler Erkenntnisse über die Anfänge des Planetensystems vor 4,6 Milliarden Jahren. Außerdem untersuchen sie, welche Rolle Kometeneinschläge bei der Entstehung des Lebens auf der Erde gespielt haben.

Quelle: ntv.de