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Mittwoch, 24. Juni 2009

"Wahrzeichen der Baukunst": Titel für Göltzschtalbrücke

Der "Stolz des Vogtlandes" hat sie alle geschlagen: Kölner und Berliner Dom, die Bad Reichenhaller Saline, das Blaue Wunder in Dresden.

Die Göltzschtalbrücke wird Historisches Wahrzeichen.
Die Göltzschtalbrücke wird Historisches Wahrzeichen.(Foto: dpa)

Die Göltzschtalbrücke bei Netzschkau (Sachsen) erhält den Titel "Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland". Damit ist das Wahrzeichen des Vogtlandes nach dem Schiffshebewerk Niederfinow in Brandenburg das zweite Bauwerk, das diese Auszeichnung am Donnerstag erhält.

Die 1851 fertiggestellte Brücke hat sich durchgesetzt - unter anderem gegen die Wasserräder der alten Saline in Bad Reichenhall, den Eisernen Dachstuhl des Kölner Doms, die Steinerne Brücke in Regensburg, das Gasometer in Leipzig, das Blaue Wunder in Dresden. Insgesamt 70 Meisterwerke deutscher Ingenieurbaukunst standen auf der Liste.

Die 574 Meter lange und 78 Meter hohe Brücke über den Fluss Göltzsch ist die größte Ziegelbrücke der Welt. Sie sei ein herausragendes Zeugnis sächsischer Ingenieurbaukunst, heißt es in der Begründung der Bundesingenieurkammer in Berlin, die den Titel vergibt. Sie begeisterte bereits als Exponat auf der ersten Weltausstellung 1851 in London die Menschen. Doch auch heute ist sie noch in der Lage, die erhöhten Verkehrslasten zu tragen und einen sicheren Bahnbetrieb zu gewährleisten.

Für die Steinbogenbrücke übers Göltzschtal wurden Ziegel und Naturstein eingesetzt. Für die Legende, das sich der Bauleiter Johann Andreas Schubert kurz vor der Einweihung von der Brücke gestürzt haben soll, weil er nicht an die Stabilität glaubte, gibt es keinerlei Beweise.

Quelle: n-tv.de