Fundsache

Fundsache, Nr. 1267 Mammut-Stoßzahn war Opfergabe

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Der Stoßzahn eines Mammuts, gefunden in einer historischen Siedlung im Toluca-Tal in Zentralmexiko.

(Foto: dpa)

In Zentralmexiko haben Archäologen bei Ausgrabungsarbeiten an einer historischen Siedlung den Stoßzahn eines Mammuts entdeckt. Das fast drei Meter lange Elfenbein sei zwischen 1000 und 400 vor Christus im Toluca-Tal als Opfergabe im Fundament eines Gebäudes vergraben worden, teilte das Nationale Institut für Anthropologie und Geschichte (Inah) mit. Neben dem Stoßzahn, der etwa aus der Zeit um 10.000 v.Chr. stammt, seien Keramiksplitter, Asche und verbrannte Samen entdeckt worden.

"Im Toluca-Tal haben wir bereits zuvor Überreste von Mammuts gefunden, aber es ist das erste Mal, dass wir sie in solch einer Opfergabe entdecken", sagte die für die Ausgrabung zuständige Archäologin María del Carmen Carbajal Correa. Der Fund stammt aus der vorklassischen Periode der sogenannten Olmeken, die zu dieser Zeit ihre ersten Gebäude aus Stein errichteten. Die ungewöhnliche Opfergabe sollte wohl den Baubeginn weihen.

Die Olmeken lebten an der südlichen Golfküste Mexikos. Die Ursprünge ihrer Kultur liegen aber im zentralen mexikanischen Hochland und reichen in die Zeit um 1500 vor Christus zurück. Die Olmeken werden zu den ersten Hochkulturen Mittelamerikas gezählt.

Quelle: ntv.de, abe/dpa