Fundsache

Fundsache, Nr. 1327 Unterm Sand: Jahrhundertfund in Petra?

Die antike Stadt Petra ist eine der bekanntesten und bestuntersuchten archäologischen Stätten der Erde. Doch auf Luftaufnahmen entdecken Wissenschaftler zwei Plattformen, die bisher noch unbekannt waren.

Archäologen haben auf Satellitenbildern der Grabungsstätten um die historische Stadt Petra in Jordanien die Strukturen einer riesigen Plattform entdeckt. Das Bauwerk liegt in der Nähe des Zentrums der antiken Stadt.

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Nach Angaben der Wissenschaftler Sarah Parcak und Christopher Tuttle, die die Entdeckung machten, hat die Plattform in etwa die Länge eines olympischen Schwimmbeckens, also um die 50 Meter und ist etwa doppelt so breit. Sie veröffentlichten ihre Erkenntnisse im Bulletin der American Schools of Orients Research. Außerdem gibt es eine zweite kleinere Plattform, die etwa 8,5 mal 8,5 Meter groß ist. Diese zweite Plattform war ursprünglich mit Steinen gepflastert und an der Ostseite mit Säulen begrenzt und lag an der Spitze einer Treppe.

"Ich bin sicher, dass im Lauf von zwei Jahrhunderten Forschung jemand diesen Ort kannte, aber er ist nie systematisch untersucht oder beschrieben worden", sagte Tuttle, der seit 20 Jahren in Petra arbeitet, dem Magazin "National Geographic. Mithilfe der von Google View sowie Worldview 1 und 2 stammenden Bilder konnten die Archäologen bestimmen, dass es auf der größeren Plattform ein kleines Gebäude gab.

Nach Ansicht von Parcak und Tuttle diente das Bauwerk zeremoniellen Zwecken. Es unterscheidet sich erheblich von den Funden, die bisher in Petra gemacht wurden. Die Forscher vermuten, dass es aus der Mitte des zweiten Jahrhunderts vor Christus stammt.

Die Karawanenstadt Petra wurde ungefähr im zweiten Jahrhundert vor Christus von den Nabatäern gegründet und im siebten Jahrhundert nach Christus verlassen. Der gesamte Petra Archaelogical Park erstreckt sich über 260 Quadratkilometer, wovon das Stadtzentrum jedoch nur sechs Quadratkilometer einnimmt.

Quelle: n-tv.de, sba

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