Auto

Manipulation der Black Box Bremsen einer Corvette per SMS gehackt

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Eine Corvette wird Opfer eines Hacker-Angriffs.

Schon wieder ein Hack an einem vernetzten Fahrzeug: Diesmal ist eine Chevrolet Corvette Ziel des Angriffs. Einfallstor ist in diesem Fall aber nicht die Bordsoftware selbst, sondern die Black-Box einer Versicherung.

IT-Experten der Universität San Diego haben die nächste Sicherheitslücke in einem Auto offengelegt. Nach eigenen Angaben konnten sie per SMS die Bremsen und die Scheibenwischer einer Chevrolet Corvette aus der Ferne betätigen. Dabei griffen sie nicht direkt die Software des Fahrzeugs an, sondern verschafften sich über eine nachgerüstete Black Box Zugang.

Derartige Geräte sind vor allem in den USA beliebt. Sie ermöglichen Flottenbetreibern oder Versicherungen das ferngesteuerte Auslesen von Fahrzeugdaten, etwa Geschwindigkeit und Bremsverhalten. Offenbar können einige Geräte aber auch als Einfalltor für Hacker dienen. Die Black Boxes sind in der Regel an die sogenannte ODB-Schnittstelle der Autos angeschlossen und kommunizieren über ein eigenes Mobilfunkmodul mit einem Server. Neben der Weitergabe von Daten locken sie Fahrzeugnutzer häufig auch mit Komfortfunktionen wie dem Türöffnen oder dem Motorstart aus der Ferne.

Der SMS-Hack ist der neueste Angriff in einer ganzen Reihe ähnlicher Fälle. So gelang es Hackern kürzlich, einen Tesla S während der Fahrt auszuschalten, weitere Sicherheitslücken wurden bei Fahrzeugen von General Motors, Chrysler und BMW offen gelegt.

Quelle: ntv.de, sni/sp-x