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Chinesische Marke im Kommen Chery startet 2020 in Europa durch

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Mit der Studie Tiggo gab Chery 2017 auf der IAA einen Ausblick darauf, wie man sich ein SUV in Zukunft vorstellt.

(Foto: Holger Preiss)

Chery ist nicht die erste chinesische Marke, die versucht in Europa einen Fuß in die Tür zu bringen. Aber anders als die Vorgänger will man es diesmal mit ausgereiften Autos und mit Kompetenz im Bereich Vernetzung und Elektro-Antrieben schaffen.

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Mit dem Exeed TX präsentierte Chery auf der IAA ein Luxus-SUV.

(Foto: Holger Preiss)

Auf der IAA 2017 stellte der chinesische Hersteller Chery den Exeed TX und die SUV-Studie Tiggo vor. Wer damals noch nicht glaubte, dass die Chinesen es mit dem Gang nach Europa Ernst meinen, den könnte jetzt der Bau eines europäischen Designcenters im hessischen Raunheim überzeugen. Die Dependance ist zwar noch klein, soll aber zeigen: Wir meinen es ernst mit unseren Europa-Plänen. Eigentlich muss Chery die eigene Kompetenz als Autohersteller gar nicht mehr beweisen. Die Marke ist in China etabliert und spielt in Russland, Indien und auch Südamerika inzwischen eine beachtliche Rolle. Nur ins globale Bewusstsein ist man als Autohersteller bislang nicht vorgedrungen. Dazu fehlt ein Auftritt in den USA und nicht zuletzt in Europa.

Dabei soll die selbst definierte Premium-Marke Exeed helfen, mit der man 2020 auch hierzulande in den Wettbewerb eintreten will. Wobei Chery "Premium‘" etwas eigenwillig interpretiert. "Wir treten nicht gegen die globalen Premium-Hersteller an", erklärt der europäische Entwicklungsdirektor Jochen Tüting, "die Marke Exeed soll sich vielmehr von den Chery-Standardprodukten in China abheben". In Europa zielt man eher auf Opel, Ford, Peugeot oder Toyota und hofft, damit ganz nebenbei, auch positive Zeichen für das eigene Image auf dem chinesischen Markt zu setzen.

Vernetzung hat Priorität

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Von der Größe lehnt sich der Exeed TX an einen BMW X5 an.

(Foto: Holger Preiss)

Neben den üblichen Ansprüchen wie modernes Design oder hochwertige Materialien setzt Chery speziell auf Vernetzung und die Errungenschaften der künstlichen Intelligenz und hofft so, Technologien anzubieten, die bei der Konkurrenz eher im Premiumbereich anzutreffen sind. Tüting will vor allem Käufer ansprechen, die auch im Auto mit dem Internet verbunden sein wollen, während der Fahrt ihre Nachrichten abhören und ihre mobilen Services nutzen. Solange diese Vernetzung funktioniere, spiele das Markenemblem des Fahrzeugs eine geringere Rolle als bislang.

In China arbeitet Chery in einem Konsortium unter anderem mit dem heimischen Google-Wettbewerber Baidu zusammen. Dabei geht es zum Beispiel um die Integration von Gesichtserkennung in die Online-Kommunikation. So könnten demnächst im Auto die ohnehin vorhandenen Kameras zur Müdigkeitserkennung genutzt werden, um während der Fahrt Bezahlvorgänge durch ein zustimmendes Nicken zu bestätigen. Auf diesem Weg lassen sich nicht nur Parkgebühren online zahlen, sondern zum Beispiel auch komplexe Bestellvorgänge in einem Onlineversandhaus abwickeln, ohne dass man dafür das Auto verlassen muss. Die Kommunikation erfolgt mittels künstlicher Intelligenz verbal, ablesen muss man nichts.

E-Autos für Europa

In diesen Bereichen sieht man sich bei Chery durch die Fokussierung der Chinesen auf das Internet und die Onlinekommunikation im Vorteil. Überhaupt ist die Wahl des richtigen Partners für Jochen Tüting eine der größten Herausforderungen für einen Automobilhersteller. Aber zum einen habe man mit Baidu einen der chinesischen Internetgiganten mit im Boot, zum anderen versuche man als relativ junges Unternehmen gar nicht erst, abseits der Kernkompetenz "Autos herstellen" neue Technologien selbst zu entwickeln.

Weil aber Vernetzung alleine noch kein durchschlagendes Argument für den Erwerb eines Fahrzeugs ist, setzt man bei den für Europa bestimmten Modellen zusätzlich auf die Elektrifizierung des Antriebs. Zum Start auf einigen noch nicht näher definierten Märkten will man vollelektrische SUV im Kleinwagen- und im Kompaktsegment anbieten, später dürften dann noch Plug-in-Hybride hinzukommen. Entsprechend werden wahrscheinlich zunächst Märkte ins Visier genommen, die bereits über eine alltagstaugliche Infrastruktur für E-Mobilität verfügen oder durch entsprechende Förderung strombetriebene Autos bevorzugen.

Quelle: n-tv.de, hpr/sp-x

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