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Schätzwert 16 Millionen Euro "Oldtimer-Schatz" kommt unter den Hammer

Die millionenschwere Oldtimer-Sammlung eines Autonarrs schlummert jahrzehntelang unendeckt in Scheunen. Nun wollen die Erben des Sensationsfunds diesen zu Geld machen. Die Wagen werden in Paris versteigert.

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"Das war surreal, ein echter Schock", kommentiert Matthieu Lamoure vom Auktionshaus Artcuria die Oltimer-Entdeckung.

(Foto: picture alliance / dpa)

Jahrelang hat der französische Unternehmer und Autonarr Roger Baillon Oldtimer aus den 1930er bis 1970er Jahren in ganz Frankreich und Europa aufgekauft und auf seinem Anwes en in Westfrankreich geparkt. In Scheunen, Schuppen oder nur notdürftig von Wellblechdächern geschützt schlummerten legendäre Limousinen - Modelle von Bugatti, Hispano-Suiza und Delahaye oder Sportwagen der Marken Maserati und Ferrari. Nun sollen die rund 60 Oldtimer mit einem Schätzwert von 16 Millionen Euro unter den Hammer kommen - die Versteigerung ist am 6. Februar in Paris geplant.

Zu den Prunkstücken der Sammlung, die einen Platz im Museum verdienen, gehören legendäre Modelle wie ein Talbot Lago T26 aus dem Jahr 1948 und einer von nur drei Maserati A6G Gran Sport, Baujahr 1956, deren Existenz noch bekannt ist. Der mittlerweile verstorbene Baillon sei ein "Sammler der ersten Stunde" gewesen, berichtet Matthieu Lamoure vom Auktionshaus Artcurial, das die Versteigerung organisiert. "Er war begeistert vom Genie des Automobils und hat viele dieser Schätze vor dem Autofriedhof bewahrt".

"Das war surreal"

Der ehemalige Chef eines Speditionsunternehmens hatte laut Lamoure den Ehrgeiz, besondere Autos - vor allem aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg - zu retten und die Sammlung eines Tages in einem Museum auszustellen. Aber finanzielle Schwierigkeiten ließen diesen Traum platzen - und der Oldtimer-Schatz blieb jahrzehntelang im Verborgenen, auch nach dem Tod des Sammlers Anfang dieses Jahrhunderts.

Erst als kürzlich Baillons Sohn verstarb, wandten sich dessen Erben an das Auktionshaus. "Als wir von einem Ferrari 250 California hörten, glaubten wir zuerst keine Sekunde daran," sagte Lamoure. Die weltweit noch existierenden Exemplare dieses Modells seien normalerweise alle registriert.

Als der Franzose dann in diversen Scheunen und Schuppen die ganze Sammlung entdeckte, erlebte er eine Überraschung nach der anderen. "Das war surreal, ein echter Schock", sagt Lamoure. Der fragliche Ferrari 250 California sei unter einem Riesenhaufen aus alten Zeitungen und Zeitschriften versteckt gewesen. Nach diesem Auto, das eine Weile sogar dem französischen Filmstar Alain Delon gehört habe, sei überall gesucht worden. "Und es war in Frankreich, verschollen in einer Scheune."

Quelle: n-tv.de, awi/AFP

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