Gebrauchte

Sportliches Space-Shuttle Honda Civic - der andere Gebrauchte

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Er hatte schon immer etwas spaciges, der Honda Civic. Auch mit einem Gebrauchten dürfte sich der Fahrer im Straßenbild weiter abheben.

Seine Optik spaltet die Betrachter in Fans und Gegner. Dass der Honda Civic aber seit eh und je sportlich ausgelegt ist, wird niemand bezweifeln. Aber wie ist es um die Technik unter dem keilförmigen Karosseriekleid aus Vorbesitz bestellt?

Der hat Wiedererkennungswert: Mit seinem futuristischen Blechkleid sticht der Honda Civic sofort aus der Masse der Kompakten auf deutschen Straßen hervor. Das kann man mögen oder eben nicht. Da der Japaner schon immer sportlich war, wurde ihm in der von 2006 bis 2012 gebauten achten Generation (Typ FD) auch das passende Blechkleid dazu geschneidert. Die solide Technik blieb und macht ihn auch als Gebrauchten in der Regel zu einem gern gesehenen Gast bei der Kfz-Hauptuntersuchung.

Intergalaktischer Raumgleiter

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Das ist die Schaltzentrale des intergalaktischen Straßenkreuzers. Allerdings muss sich der Pilot mit viel Plastik anfreunden.

Wie ein Space-Shuttle fährt der Honda Civic mit drei oder vier Türen vor. Das Armaturenbrett ähnelt passend zum außergewöhnlichen Blechkleid, der Kommandozentrale eines intergalaktischen Raumgleiters. Der Kunststoff im Innern ist typisch für die Asiaten, die Bedienung teilweise gewöhnungsbedürftig. Dafür lässt sich die Rücksitzbank, ähnlich wie ein Kinositz hochklappen, damit Stauraum für besonders hohe Transportstücke entsteht. In Sachen Zuladung kann der Kompakte sowieso punkten, 370 Liter fasst sein Kofferraum. Allein die Fondpassagiere sitzen etwas beengt: das spacige Design kostet Kopffreiheit - und auch Übersichtlichkeit nach hinten.

Um den Civic aus der Masse der Kompakten herauszustellen, hat Honda seinen Golf-Konkurrenten konsequent auf Sport getrimmt. Die Motoren sind passend zum Design drehfreudig, das Fahrwerk durchtrainiert und die Lenkung direkt. Besonders agil ist der 1,8-Liter-Benziner mit 140 PS. Wer weniger Ansprüche an einen sportlichen Antritt hat, kann auch mit der Einstiegsmotorisierung, dem 1,4-Liter Benziner mit 83 PS, glücklich werden. Das Spitzenmodell Typ R leistet 201 PS. Wie beim Civic üblich, ist die Motorenpalette auf Benziner ausgelegt.

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Nicht nur das Leuchtband am Heck, sondern auch die dreieckigen Endrohrblenden geben dem Honda Civic etwas besonderes.

Der einzige Diesel im Angebot ist ein 2,2-Liter-Aggregat mit 140 PS. Die Ottomotoren verbrauchen rund 8 Liter auf 100 Kilometer, der Selbstzünder begnügt sich im Schnitt mit 6 Litern. Verbandelt sind die Motoren mit einem Fünf- oder Sechsganggetriebe oder mit einer Fünfstufen-Automatik. In kleiner Stückzahl findet sich auf dem Gebrauchtwagenmarkt auch der Honda Civic als Stufenheck, der mit Hybridantrieb verkauft wurde. Dieser fand allerdings nicht viele Abnehmer und wurde 2010 in Deutschland eingestellt.

Sicher und TÜV erprobt

Auch in puncto Sicherheit konnte der Honda Civic glänzen. 2007 erreichte er im NCAP-Crashtest vier von fünf möglichen Sternen. Mit dem Facelift 2008, bei dem Honda die Sicherheitsausstattung überarbeitete, bekam der Kompakte die Maximalwertung von fünf Sternen. Zur Basisausstattung gehören ABS, sechs Airbags, elektrische Fensterheber und Außenspiegel sowie Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung. Klimaanlage und CD-Radio gab es ab der nächst höheren Ausstattungsstufe. In der sportlichen Speerspitze Civic R gab es immer Xenon-Scheinwerfer, Schalensitze sowie 18-Zoll-Leichtmetallfelgen.

Wer mit einem Honda Civic zur Hauptuntersuchung fährt, muss wenig befürchten. Vorausgesetzt, durchgebrannte Glühlampen wurden vorher getauscht und verschlissene Bremsscheiben gewechselt. Letztere sind ein echtes Problem des Civic. Das entsprechend der sportlichen Auslegung durchtrainierte Fahrwerk schneidet bei den Experten des TÜV allerdings besser ab als der Durchschnitt. Wenig zu meckern haben die Prüfer vor allem bei den drei- bis fünfjährigen Modellen. Hier erfreut besonders die langlebige Abgasanlage. Diese ist ebenso dicht wie Motoren und Getriebe.

Fazit: Wer einen außergewöhnlichen Kompaktwagen sucht und sich nicht an der eingeschränkten Rundumsicht stört, ist bei der achten Generation des Honda Civic richtig. Besonders die neueren Modelle überzeugen mit ihren Sicherheitsstandards. Bei einem älteren Japaner empfiehlt es sich, die Werkstattrechnungen des Vorbesitzers genau zu studieren und eine ausgedehnte Probefahrt zu machen. Die Preise für gut erhaltene Gebrauchte starten bei rund 5000 Euro.

Quelle: ntv.de, hpr/sp-x

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