Dienstag, 10. November 2020Der Tag

mit Michael Bauer
Michael Bauer
22:32 Uhr

Das war Dienstag, der 10. November 2020

Liebe Leserinnen und Leser,

der Dienstag neigt sich dem Ende entgegen und es war - wie so oft in Corona-Zeiten - gewohnt ereignisreich. Das Jahr 2020 ist fast von Beginn an von der Corona-Pandemie geprägt - Lockdowns, Tote und Wirtschaftsflaute setzen den Menschen weltweit zu. Doch mit dem Impfstoff-Erfolg von Pfizer und Biontech keimt Hoffnung auf ein Ende der Pandemie auf. Mein Kollege Kai Stoppel fragt sich in seinem lesenwerten Text, ob die Hoffnung berechtigt ist.

Diese Artikel möchte ich Ihnen ebenfalls noch ans Herz legen:

Das soll es für heute gewesen sein. "Der Tag" kehrt morgen wieder zurück. Schlafen Sie gut und bleiben Sie gesund.

22:03 Uhr

Zwei neugeborene Babys verlassen in New York entdeckt

Zwei verlassene, neugeborene Babys sind in New York entdeckt und wenig später für tot erklärt worden. Die beiden kleinen Jungen seien bei einem Haus im Stadtteil Bronx entdeckt worden, teilte die New Yorker Polizei mit. Medienberichten zufolge entdeckte der Hausmeister des Mehrfamilienhauses die in Papier eingewickelten Babys, die beide nur wenige Tage alt waren. Sie wurden in ein Krankenhaus gebracht, wo sie für tot erklärt wurden. Weitere Details lagen zunächst nicht vor. Die Polizei nahm die Ermittlungen auf.

21:33 Uhr

Mann schlägt bei Masken-Kontrolle Polizisten dienstunfähig

Bei einer Corona-Masken-Kontrolle hat ein 33-Jähriger in Worms einem Polizisten aufs Auge und ihn damit dienstunfähig geschlagen. Zuvor hatte sich sein 21 Jahre alter Begleiter geweigert, sich wie vorgeschrieben in der Fußgängerzone eine Maske aufzuziehen, wie die Polizei mitteilte. Bei der Feststellung seiner Personalien sei es zu der Gewalt gekommen.

Der 21-Jährige habe einem anderen Beamten gegen die Schläfe geschlagen. Die Polizisten hätten zusammen mit Mitarbeitern des Ordnungsamts die Einhaltung der Maskenpflicht in Teilen der Wormser Innenstadt kontrolliert. Der 33-Jährige habe einen Mund-Nasen-Schutz getragen.

20:55 Uhr

Krisenflieger Boeing 737 Max steht vor Wiederzulassung

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Soll bald wieder abheben: die Boeing 737 Max.

(Foto: AP)

Die Boeing 737 Max steht nach mehr als eineinhalb Jahren vor der Wiederzulassung. Die US-Luftfahrtbehörde FAA wolle die Zulassung der Maschine, die im März vergangenen Jahres mit einem weltweiten Flugverbot belegt worden war, am 18. November offiziell verkünden, sagten informierte Personen aus Industrie und Politik. Allerdings prüfe die Behörde Strafen und andere Maßnahmen gegen Boeing im Zusammenhang mit Sicherheitsaspekten. Die FAA signalisierte, dass sie in der Schlussphase der Genehmigung der Sicherheitsanpassungen für die 737 Max steht.

Die 737 Max durfte seit März 2019 nicht mehr abheben, nachdem zwei Maschinen dieses Typs innerhalb von fünf Monaten abgestürzt waren. Das kostete 346 Menschen das Leben.

20:23 Uhr

Apple stellt Mac-Computer mit hauseigenem Prozessor vor

Apple hat seine ersten Mac-Computer mit Chips aus eigener Entwicklung statt Intel-Prozessoren vorgestellt. Das neue Modell des Macbook Air werde dadurch deutlich schneller und auch stromsparender arbeiten, versprach der Konzern. So halte die Batterie 15 Stunden Surfen im Web und 18 Stunden Videowiedergabe stand - und das Laptop komme ohne einen Lüfter aus.

  • Das Macbook Air ist der populärste Apple-Computer. Außerdem gibt es auch ein Macbook Pro und einen Mac-Mini-Tischrechner mit dem neuen Apple-Prozessor. Der hauseigene Chip mit der Bezeichnung M1 verbindet in einem System unter anderem einen Hauptprozessor mit acht Kernen und den Grafikchip.
  • Apps würden viel schneller als bisher starten und auch anspruchsvolle Programme liefen flüssiger als bisher, betonte Software-Chef Craig Federighi.
20:01 Uhr

Videos des Tages

19:47 Uhr

Gestohlen und Fußballtore umgefahren - Polizei zieht Van aus Kanal

Unbekannte stehen im Verdacht, einen Van gestohlen, mit diesem einen Fußballplatz verwüstet und den Firmenwagen dann im nahen Mittellandkanal versenkt zu haben. Am Dienstag wurde das Fahrzeug im Wasser entdeckt und mithilfe eines Krans aus dem Kanal gezogen, wie die Polizei mitteilte.

Der schwarze Kleinbus war laut Erkenntnissen der Ermittler in der Nacht zum Montag in Minden gestohlen worden. Zudem wurde am Montag entdeckt, dass in der Nähe im benachbarten Hille ein Sportplatz verwüstet worden war. Unter anderem seien eine Eisenschranke, zwei Fußballtore und ein Holzzaun umgefahren worden. Auch fanden sich Drift- und Schleuderspuren sowie Fahrzeugteile auf dem Gelände.

19:16 Uhr

USA intensivieren Verkauf von Waffensystemen an Emirate

Die US-Regierung treibt den Verkauf hochmoderner Waffensysteme an die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) voran. Außenminister Mike Pompeo teilte mit, er habe seine Behörde angewiesen, den Kongress formell darüber in Kenntnis zu setzen, dass die Regierung beabsichtige, den Deal zu genehmigen.

  • Geplant sei der Verkauf von Waffensystemen im Wert von knapp 23,4 Milliarden US-Dollar (etwa 19,8 Milliarden Euro), wovon 10,4 Milliarden Dollar auf bis zu 50 Kampfflugzeuge des Typs F-35 entfielen, ging aus der Mitteilung hervor. Der Waffen-Deal mit den Emiraten war nicht unumstritten. Ende Oktober hatte Israel jedoch in Abkehr der bisherigen Haltung dem Deal zugestimmt.
  • Die Emirate und Bahrain hatten Mitte September in Washington die Aufnahme diplomatischer Beziehungen mit Israel besiegelt. Die beiden ölreichen Golfstaaten versprechen sich wirtschaftliche Vorteile, schmieden aber mit Israel vor allem eine Allianz gegen den Iran.
18:39 Uhr

Deutsche Forschungsausgaben auf Rekordniveau

Unternehmen und Staat haben im vergangenen Jahr mehr in Forschung und Innovation in Deutschland investiert als je zuvor. Dieser Höchststand werde im Krisenjahr 2020 voraussichtlich noch einmal übertroffen, berichtete die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" unter Berufung auf eine Datenerhebung, die der Stifterverband - eine Gemeinschaftsinitiative der Wirtschaft - jährlich für das Bundesforschungsministerium erstellt.

Der Großteil der Forschungsausgaben von insgesamt rund 110 Milliarden Euro entfiel 2019 wie üblich auf die Unternehmen: Sie setzten dem Bericht zufolge 75,6 Milliarden Euro für Forschung mit eigenem Personal ein und vergaben Forschungsaufträge über 21,6 Milliarden Euro an externe Dienstleister.

18:12 Uhr

Zu viel Reizwäsche lässt falschen OP-Termin auffliegen

Die Reizwäsche im Koffer war verdächtig: Eine 29-Jährige wollte mit einem vorgetäuschten OP-Termin am Münchner Flughafen einreisen. Weil man in Corona-Zeiten zur Einreise nach Deutschland einen triftigen Reisegrund brauche, habe die Frau aus Georgien bei der Einreise einen Krankenhausaufenthalt angegeben, teilte die Bundespolizei mit.

  • Sie habe sich eine Bestätigung über einen wichtigen OP-Termin in einer Nürnberger Klinik besorgt. Diese sei aber eine Fälschung gewesen, so die Polizei.
  • Als die junge Frau am Montag landete, war ihr Gepäck den Grenzpolizisten verdächtig vorgekommen: "Schließlich fand sich in ihrem Koffer mehr Reizwäsche als für einen Krankenhausaufenthalt normalerweise nötig." Die Beamten werfen ihr nun unter anderem Urkundenfälschung vor.
17:50 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

17:26 Uhr

Frau vergisst steckende Zapfpistole und reißt Tanksäule aus

Diese Autofahrerin ist an einer Tankstelle in Lohfelden wohl nicht mehr gern gesehen: Eine 47-Jährige hat nach dem Tanken die noch im Wagen steckende Zapfpistole vergessen. Beim Losfahren riss sie zwei miteinander verbundene Tanksäulen aus der Verankerung, wie die Polizei mitteilte.

Obwohl die Frau den Schaden bemerkte, fuhr sie weiter. Die Polizei bezifferte den Schaden auf 15.000 Euro. Auch lief Kraftstoff aus. Die Fahrerin konnte mithilfe einer Überwachungskamera identifiziert werden. Die 47-Jährige musste ihren Führerschein abgeben und muss sich nun wegen Unfallflucht verantworten.

16:49 Uhr

Macron fordert Schengen-Reform für Anti-Terror-Kampf

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat eine grundlegende Reform des Schengenraums für den freien Reiseverkehr gefordert, um damit den Kampf gegen den Terrorismus zu verstärken.

  • Der Schutz der Schengen-Außengrenzen müsse verstärkt werden, sagte Macron in Paris nach einer Videokonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel, EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratschef Charles Michel.
  • Macron wies auf den jüngsten Terroranschlag in Nizza hin - dort hatte Ende Oktober ein aus Tunesien stammender Mann drei Menschen in einer Kirche getötet. Eine europäische Aufgabe sei auch der Kampf gegen Propaganda im Internet, sagte der 42-Jährige. Frankreich wird seit Jahren von islamistischen Anschlägen erschüttert, dabei starben über 250 Menschen.
16:15 Uhr

Polizist in Köln wegen Volksverhetzung verurteilt

Ein Polizeibeamter ist in Köln wegen öffentlichen Aufrufs zu Straftaten und Volksverhetzung zu einer dreimonatigen Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt worden. Wie das Amtsgericht urteilte, hatte der 55-Jährige im Internet zu "Gewalt und Willkürmaßnahmen" gegen Migranten aufgerufen.

  • Eine Geldstrafe reiche hier aus "generalpräventiven Gründen" nicht mehr aus. Die Anklage hatte dem 55-Jährigen vorgeworfen, im September 2019 auf einer öffentlich einsehbaren Facebook-Seite Nordafrikaner mit dem Begriff "Nafri" verächtlich gemacht zu haben. Der Begriff "Nafri" sei aus dem polizeiinternen Gebrauch und bezeichne dort "Nordafrikanischer Intensivtäter".
  • Als Entschuldigung brachte der Polizist vor, dass er damals krank gewesen und viel Zeit für Facebook-Einträge gehabt habe. Die Staatsanwaltschaft argumentierte allerdings, es handle sich bei der Äußerung des Angeklagten keinesfalls um einen Einzelfall. Der Satz, so die Staatsanwältin, sei in weitere Posts mit rechtem Inhalt eingebettet gewesen.
15:43 Uhr

Von "Barbaren" bis "Biohackers" - deutsche Netflix-Serien bekommen neue Staffeln

Ich als alter Lateiner hab die Netflix-Serie "Barbaren" gefeiert. Das Historiendrama über die Schlacht am Teutoburger Wald zwischen Römern und Germanen ist nicht nur in Deutschland, sondern auch in vielen anderen Ländern beliebt, teilte die Streaming-Plattform mit. Angesichts des weltweiten Erfolgs bekommt die Serie eine zweite Staffel. Hauptdarstellerin Jeanne Goursaud feierte die Fortsetzung schon mal auf Instagram:

*Datenschutz

Fortgesetzt wird auch die Thrillerserie "Biohackers". Von der Serie "How to Sell Drugs Online (Fast)" soll ebenfalls eine dritte Staffel gedreht werden.

15:02 Uhr

Britische Krankenschwester soll acht Babys getötet haben

Zum wiederholten Male ist im nordenglischen Chester eine Krankenpflegerin wegen der mutmaßlichen Tötung mehrerer Babys festgenommen worden. Die Frau stehe im Verdacht, auf der Säuglingsstation eines Krankenhauses acht Babys getötet und dies bei neun Babys versucht zu haben, teilte die Polizei mit. Bereits 2018 und 2019 sei die Frau zeitweise in Haft gewesen, aber wieder auf freien Fuß gelassen worden. Nun sei die Pflegerin in Untersuchungshaft und werde von der Polizei befragt.

14:26 Uhr

"Lockdown" für Briten Wort des Jahres

Das britische Collins-Wörterbuch hat den Begriff "Lockdown" zum Wort des Jahres 2020 erklärt. "Wir haben "Lockdown" zum Wort des Jahres gekürt, weil es die geteilte Erfahrung von Milliarden Menschen zusammenfasst, die ihren Alltag einschränken müssen, um das Coronavirus einzudämmen", sagte die Sprachexpertin des Collins-Wörterbuchs, Helen Newstead, in Glasgow.

"Sprache spiegelt die Welt um uns herum wider, und 2020 war von der globalen Pandemie bestimmt." Mit dem Wort würden umgangssprachlich die Beschränkungen von Reisen, sozialen Kontakten und öffentlichen Orten beschrieben, hieß es in der Erklärung des Verlags. In Deutschland kürt jedes Jahr gegen Ende des Jahres die Gesellschaft für deutsche Sprache in Wiesbaden ein "Wort des Jahres".

14:07 Uhr

Schichtwechsel

Meine Kollegin Juliane Kipper spaziert bereits um den Block - mehr ist beim tristen Berliner Wetter nicht drin. Fortan übernehme ich den Tag bis in den späten Abend. Mein Name ist Michael Bauer und bei Fragen oder Anregungen können Sie mir unter michael.bauer[at]nama.de eine E-Mail schreiben.

13:57 Uhr

Ermittlungen im Prostituiertenmord: Spürhunde in Rendsburg durchsuchen Kleingarten

Die Polizei hat im Zusammenhang mit einem Prostituiertenmord in Rendsburg in Schleswig-Holstein eine Kleingartenparzelle durchsucht. Auch Leichenspürhunde sind bei der Durchsuchung im Einsatz gewesen. Es gebe aber bislang keine konkreten Hinweise, dass in der Parzelle jemand liege, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Die Parzelle sei von einem 40-Jährigen häufig genutzt worden, der Ende September eine gleichaltrige Prostituierte getötet haben soll. Der Mann sitzt in Untersuchungshaft. Er soll die Prostituierte mit stumpfer Gewalteinwirkung sowie dem Überziehen einer Plastiktüte über den Kopf getötet haben. Ein Zeuge entdeckte die Leiche Ende September in einer Wohnung. Der Verdächtige wurde als letzter Freier der Frau ermittelt.

13:35 Uhr

Lidl ruft Snack mit Sesam-Samen zurück

Der Discounter Lidl ruft einen Teil der als "Sondey Granola Bites" angebotenen Snacks zurück. Darin enthaltene Sesam-Samen könnten mit dem Pflanzenschutzmittel Ethylenoxid belastet sein, teilte das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) mit. Das Mittel ist nach Angaben von Lidl Deutschland in der EU nicht zugelassen und wird als gesundheitsschädlich eingestuft.

"Aufgrund eines möglichen Gesundheitsrisikos sollten Kunden den Rückruf unbedingt beachten und das Produkt nicht verzehren", heißt es in einer entsprechenden Mitteilung des Discounters. Das betroffene Produkt eines niederländischen Herstellers sei bei Lidl in den Bundesländern Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz verkauft worden. Der Snack sei aus dem Verkauf genommen worden und könne in allen Lidl-Filialen zurückgegeben werden.

13:04 Uhr
Breaking News

Wettbewerbshüter werfen Amazon Verstoß gegen Kartellvorschriften vor

Der weltgrößte Online-Händler Amazon verstößt nach Einschätzung der EU-Wettbewerbshüter gegen Kartellvorschriften. Dem Unternehmen werde vorgeworfen, nicht-öffentliche Geschäftsdaten von unabhängigen Händlern systematisch für das eigene Einzelhandelsgeschäft zu nutzen, teilte die zuständige EU-Kommission mit.

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12:34 Uhr

Nach Stuttgarter Krawallnacht: Junger Randalierer muss ins Gefängnis

Rund fünf Monate nach der Stuttgarter Krawallnacht ist ein junger Randalierer im ersten öffentlichen Prozess zu den Auseinandersetzungen zu einer Jugendstrafe von zweieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Der 18-Jährige räumte vor dem Amtsgericht in Stuttgart ein, während der nächtlichen Krawalle die Heckscheibe eines Polizeiautos eingeschlagen und zwei Seitenscheiben zertrümmert zu haben.

Das Urteil liegt deutlich über den Forderungen von Staatsanwaltschaft und Verteidigung, die sich für eine Bewährungsstrafe ausgesprochen hatten. "Ich habe mich da einfach mitgehen lassen, ich habe das gar nicht durchdacht", hatte der junge Mann aus Gaildorf (Kreis Schwäbisch Hall) zuvor vor dem Jugendschöffengericht ausgesagt.

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11:43 Uhr

Giftiger Stoff in Lagerhalle in Bremen ausgelaufen

In einer Lagerhalle einer Firma in Bremen sind geringe Mengen einer giftigen Substanz ausgelaufen. Vier Mitarbeiter seien mit Atemwegsreizungen vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht worden, sagte ein Feuerwehrsprecher. Aus einem 25-Kilogramm-Gebinde seien circa acht Kilogramm einer Substanz ausgetreten, die in der Lebensmittelwirtschaft als Geschmacksstoff verwendet werde, in dieser Konzentration aber toxisch sei. Das Gebinde sei gesichert worden, der Inhalt werde entsorgt. Es wurde den Angaben zufolge eine Fläche von etwa zwei Mal fünf Quadratmetern verunreinigt. Die Feuerwehr war mit 19 Fahrzeugen und 50 Einsatzkräften vor Ort.

11:08 Uhr

Polizei entdeckt getötete Frau und verletzten Vierjährigen in Marl

Polizisten haben am frühen Morgen in einer Wohnung im nordrhein-westfälischen Marl die Leiche einer 27-jährigen Frau und einen lebensgefährlich verletzten vierjährigen Jungen gefunden. Noch in der Nacht wurde ein tatverdächtiger 20-jähriger Marler in der Ruhrgebietsstadt festgenommen, wie die Polizei Recklinghausen und die Staatsanwaltschaft Essen mitteilten. Weitere Einzelheiten nannten die Ermittler zunächst nicht.

Den Angaben zufolge war bei der Polizei kurz nach Mitternacht ein telefonischer Hinweis auf ein Tötungsdelikt im Marler Stadtteil Brassert eingegangen. Polizisten fuhren daraufhin zu der in dem Telefonat genannten Adresse und entdeckten dort die Tote und den schwerstverletzten Jungen.

10:39 Uhr

Mehr als 11.000 Haushalte in Florida ohne Strom

Nach seinem verheerenden Durchzug über Mittelamerika und Kuba hat Tropensturm "Eta" im Süden des US-Bundesstaates Florida für Überschwemmungen gesorgt. In der Metropolregion um Miami setzte er am Montag Stadtteile unter Wasser und entwurzelte Bäume, wie der Nachrichtensender NBC am späten Abend (Ortszeit) berichtete.

Mehr als 11.000 Haushalte waren dem Bericht zufolge zeitweise ohne Strom. Auch das nördlich von Miami gelegene Fort Lauderdale war betroffen. Berichte über Verletzte oder Tote in Florida gab es laut NBC zunächst nicht. Der Sturm bewegte sich nach Angaben des US-Hurrikanzentrums vom frühen Dienstagmorgen (Ortszeit) langsam südwärts.

09:50 Uhr

Spenderherz überlebt Hubschrauber-Absturz

Dramatischer Unfall mit Happy End: Das Herz eines Organspenders hat in Kalifornien einen Hubschrauber-Absturz überlebt. Der Helikopter verlor am Freitag beim Anflug auf die Uniklinik Keck im Osten von Los Angeles plötzlich die Kontrolle, wie Videoaufnahmen zeigten. Aus bislang ungeklärten Gründen schlug die Maschine auf dem Hubschrauberlandeplatz des Krankenhauses auf.

Herbeigerufene Feuerwehrleute bargen das Herz in seiner Transportbox aus dem Hubschrauber-Wrack und übergaben es einem Klinik-Mitarbeiter in voller Schutzmontur. Kurz darauf kam es erneut zu einer brenzligen Situation: Auf dem Weg zum Operationssaal stolperte der Krankenhaus-Mitarbeiter über eine Metallplatte - die Transportbox glitt ihm aus den Händen. Ein Kollege des Mannes sammelte diese aber wieder ein.

Inzwischen habe die Herztransplantation erfolgreich stattgefunden, sagte ein Krankenhaus-Sprecher der Nachrichtenagentur. Dem betroffenen Patienten gehe es gut. "Das Herz selbst war unbeschädigt, nachdem es fallen gelassen wurde", betonte er.

09:11 Uhr

Pilzsammler finden Gebeine von vermisster Birgit Ameis

Als Birgit Ameis vor fünf Jahren verschwand, war für die Ermittler bis dahin noch alles offen. Es kam sowohl ein freiwilliges Verschwinden, ein Unfall und auch eine Straftat infrage - bis schließlich das Auto der 54-Jährigen auf einem Parkplatz bei Lautzenhausen gefunden worden ist.

Die Flughafenmitarbeiterin war Ostern 2015 nach ihrer Arbeit am Flughafen Hahn nicht zu Hause bei ihrem Mann und den drei Kindern in Lohmar in Nordrhein-Westfalen angekommen. 40 Beamte befragten daraufhin 4000 Personen und gingen Hunderten Hinweisen nach. Am 25. August 2015 wurden die Ermittlungen schließlich eingestellt. Jetzt meldet die "Bild"-Zeitung: Pilzsammler finden im Wald bei Büchenbeuren im Hunsrück menschliche Knochen. Gegenstände in der Nähe der Gebeine können demnach Birgit Ameis zugeordnet werden und auch ein Gebiss-Abgleich habe Klarheit geschaffen. Nun habe die Mordkommission wieder einen Ansatz für ihre Ermittlungen.

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09:05 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:25 Uhr

Polizei im Dannenröder Wald im Einsatz

Vor den anstehenden Rodungen im Dannenröder Wald für den umstrittenen Weiterbau der Autobahn 49 ist die Polizei am Morgen mit einem größeren Aufgebot im Einsatz. In dem Gebiet bei Homberg (Ohm) waren heute nach jüngstem Stand logistische Arbeiten, aber noch keine Rodungen geplant, wie ein Polizeisprecher sagte. Zahlreiche Beamte waren vor Ort, es gab Straßensperrungen.

Seit Monaten halten sich Umwelt- und Klimaaktivisten im Dannenröder Forst bereit und diesen besetzt, um die Rodungen zu verhindern. Sie haben dort Baumhäuser und Barrikaden errichtet. Es wird erwartet, dass es zu einer Räumung des Waldes kommt, damit die Baumfällarbeiten demnächst starten können. Wann genau, war aber unklar

07:32 Uhr

Polizei sucht Zeugen: Neunjähriger bei Unfall schwer verletzt

Bei einem Verkehrsunfall in Lautertal-Gadernheim (Kreis Bergstraße) in Hessen ist am Montagabend ein neunjähriger Junge schwer verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, wurde das Kind von einem Auto erfasst, als es die Straße überquerte. Eine 21-jährige Autofahrerin hatte das Kind den Angaben zufolge zu spät gesehen und konnte ihren Wagen nicht mehr rechtzeitig abbremsen.

Der Junge erlitt bei dem Zusammenstoß schwere Verletzungen und wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. Die Unfallstelle war für mehrere Stunden gesperrt. Zeugen, die den Verkehrsunfall beobachtet haben, werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden.

07:23 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

auch heute starten wir wieder gemeinsam in den Tag. Hier der schnelle Blick auf die Themen:

  • Das ungarische Parlament entscheidet wegen der Corona-Pandemie über die Verlängerung des Gefahrennotstands für 90 Tage. Die Regierung von Ministerpräsident Viktor Orbán hatte ihn vergangene Woche für zunächst 15 Tage verhängt, wie es die Verfassung erlaubt. Das Parlament soll Orbán nun weitere 90 Tage freie Hand geben, um die sich ausbreitende Pandemie auf dem Verordnungsweg zu bekämpfen.
  • Als Zeugen im Prozess um den Mord an dem Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke werden zwei Polizisten vernommen. Zudem wollen die Richter des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main einen früheren Arbeitskollegen der beiden Angeklagten befragen.
  • Einen Tag nach der Veröffentlichung vielversprechender Zwischenergebnisse zu seinem Corona-Impfstoff legt das Mainzer Pharmaunternehmen Biontech Geschäftszahlen zum dritten Quartal vor. Außerdem will Biontech um 14.00 Uhr in einer Telefonkonferenz "Informationen zum operativen Fortschritt" geben, wie es hieß.
  • Dank boomenden Online-Handels setzt sich der Höhenflug der Deutschen Post DHL fort. Bereits vor gut einem Monat hatte der Bonner Konzern seine Gewinnprognose für dieses Jahr angehoben, heute gibt der Gelbe Riese weitere Zahlen zum dritten Quartal bekannt.
  • Erstmals seit dem Börsengang und der Abspaltung vom Mutterkonzern legt Siemens Energy Jahreszahlen vor. Der neue Konzern mit seinen rund 90.000 Mitarbeitern sieht sich vor großen Aufgaben. Zwar ist er mit einem großen Auftragsbestand in die Eigenständigkeit gestartet, der ihn in der Corona-Krise stabilisiert, doch mittelfristig muss er den Wandel des Energiemarktes bewältigen.
  • Weil er nach 70 Jahren Ehe seine demenzkranke Frau tötete, muss sich ein 92-Jähriger wegen Totschlags vor dem Landgericht Würzburg verantworten. Die Staatsanwaltschaft nimmt an, dass der Mann aus Aussichtslosigkeit gehandelt habe - weil er mit seiner Frau kein gemeinsames Leben in Gesundheit und Selbstbestimmung habe führen können. Denn die 91-Jährige wäre wegen ihrer fortschreitenden Krankheit in ein Heim gekommen.
  • Die Europäische Filmakademie will bekannt geben, wer Chancen auf den Europäischen Filmpreis hat. Die Nominierungen werden per Livestream aus dem spanischen Sevilla veröffentlicht. Die Preisträger selbst sollen dann im Dezember an mehreren Abenden verkündet werden. In der Vorauswahl sind auch mehrere Filme mit deutscher Beteiligung.

Mein Name ist Juliane Kipper und ich begleite Sie heute durch den Tag. Sie haben Fragen oder Anregungen? Melden Sie sich gern unter: juliane.kipper@nama.de

06:53 Uhr

Sorge um Hippi-Ikone Langhans: Der Krebs hat gestreut

Neue Hiobsbotschaft für Rainer Langhans: Eine neue Untersuchung bei der Hippie-Ikone hat ergeben, dass der Krebs gestreut hat. "Die Ärzte haben kleine Tumore an der Hüfte, im Schlüsselbein, im Lendenwirbelbereich und am Rippenbogen gefunden", sagte Langhans der "Bild"-Zeitung.

Erst vor wenigen Wochen hatte der 80-Jährige bekannt gemacht, dass er an Prostata-Krebs erkrankt ist. Dieser sei "aggressiv und unheilbar". Aufgeben will Langhans aber noch lange nicht. Er werde mit seiner Hormontherapie weitermachen. Diese habe schließlich "ganz gut" angeschlagen. Er hoffe, dass die Metastasen "nicht wuchern". "Schärfere Mittel wie eine Chemo mit diesen starken Nebenwirkungen habe ich erst einmal abgelehnt. Ich schaue jetzt Schritt für Schritt", so Langhans weiter.

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06:45 Uhr

Sonnenschein hat gegen Wolkendecke kaum eine Chance

Die besten Chancen auf Sonnenschein gibt es heute auf den Bergen und in den nördlich angrenzenden Regionen, besonders am Alpenrand, im Schwarzwald, vom Thüringer Wald und Erzgebirge bis in die Region Halle/Leipzig sowie vom Sauerland über das Ruhrgebiet bis ins südliche Münsterland. Im Rest hält sich oft eine graue Wolkendecke oder Nebel bei maximal 4 bis 9 Grad, während mit Sonnenschein 9 bis 16 Grad erreicht werden.

06:19 Uhr

Bond-Pistole von Sean Connery kommt unter den Hammer

Eine Pistole, die Bond-Darsteller Sean Connery bei seinem ersten Auftritt als Geheimagent in "James Bond - 007 jagt Dr. No" aus dem Jahr 1962 benutzte, wird versteigert. Die berühmte Waffe, eine Walther PP, wird auf 150.000 bis 200.000 Dollar geschätzt, wie das Auktionshaus Julien's Auctions in Beverly Hills mitteilte.

Nach dem Tod der Filmlegende soll nun ein Foto von Sean Connery, auf dem er die Pistole in der Hand hält, den Auktionskatalog zieren. Die Silhouette von 007 mit der Waffe sei das "ikonische Bild" der Bond-Reihe überhaupt, sagte Martin Nolan, Vorsitzender von Julien's Auctions. Der schottische Schauspieler war am 31. Oktober im Alter von 90 Jahren auf den Bahamas gestorben. Connery war der erste James-Bond-Darsteller - und für viele Fans auch der beste.

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05:54 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht