Donnerstag, 14. Mai 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:43 Uhr

Das war Donnerstag, der 14. Mai 2020

"Corona verschwindet vielleicht nie wieder" - das ist der meistgelesene Artikel des Tages. Die WHO ist sehr skeptisch, dass das Virus nach der weltweit rasanten Ausbreitung noch eliminiert werden kann.

Ich persönlich versuche, optimistisch zu bleiben: Hoffentlich kommt bald der Impfstoff, dann ist der Erreger Greschichte. Apropos Imfstoff: Der französische Pharmakonzern Sanofi sorgt für Empörung, weil er eine mögliche Vakzine im Zweifelsfall zuerst an die USA liefern will. "Doch sich über das Unternehmen zu ärgern, führt am Kern des Problems vorbei", meint mein Kollege Volker Petersen.

Was war heute sonst wichtig:

Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend und eine gute Nacht! Bis morgen!

22:08 Uhr

So will die Regierung für Corona-App werben

Während bei SAP und T-Systems die Projektteams noch am Code der Tracing-App der Bundesregierung arbeiten, hat das Bundespresseamt nach einem Bericht des "Spiegel" seine Hausagentur "Zum Goldenen Hirschen" mit dem Design und einer Kampagne beauftragt. Die Layouts sind fertig. Demnach wird die App in blau-rot gehalten sein, als Logo ist ein großes C vorgesehen, mit den stilisierten virentypischen Kronenzacken. Der offizielle Name der Anwendung ist denkbar schlicht: "Corona Warn App".

Den Beteiligten wurden zudem erste Slogans präsentiert, mit denen die Bundesregierung möglichst viele Bürger animieren will, die App freiwillig herunterzuladen: "Unsere App-traktion des Jahres" und "Diese App kann nichts, außer Leben retten" gehören dazu, aber auch: "Kleine App, große Wirkung".

Nach aktuellem Stand soll die eigentlich bereits für Mitte April in Aussicht gestellte App nun im Juni einsatzbereit sein.

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21:29 Uhr

Tübinger Gemeinderat rügt OB Palmer

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Tübinger Gemeinderat distanziert sich von Palmers Äußerungen.

(Foto: picture alliance/dpa)

"Wir retten in Deutschland möglicherweise Menschen, die in einem halben Jahr sowieso tot wären", sagt Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer Ende April in einem Fernsehinterview - und erntet dafür viel Kritik.  

Der Gemeinderat der Stadt in Baden-Württemberg hat nun eine Resolution gegen Palmers umstrittene Äußerungen beschlossen. 23 Mitglieder votierten für den Antrag, 11 dagegen. Es gab 6 Enthaltungen. Die große Mehrheit der Grünen-Stadträte stimmte gegen die Resolution. Palmer selbst enthielt sich. Das Gremium missbillige die Aussagen "mit allem Nachdruck", heißt es in dem Antrag mehrerer Fraktionen. Das Gremium tagte per Videokonferenz.

Eine Resolution des Gemeinderats wie diese gilt als öffentliche Rüge des Oberbürgermeisters. Unmittelbare Konsequenzen muss Palmer nicht fürchten.

20:46 Uhr

Fast 200 Tote durch gepanschten Schnaps in karibischem Urlaubsparadies

Nicht nur Mexiko hat ein Riesenproblem mit gepanschtem Alkohol - seit Ende April starben dort inzwischen mindestens 105 Menschen nach dem Trinken von giftigen Getränken. Auch in einem weiteren Land der Region, der Dominikanischen Republik, hat es zahlreiche Todesfälle gegeben, die auf den Konsum von verunreinigtem Schnaps zurückgeführt werden.

  • Der Gesundheitsminister des Karibikstaates, Rafael Sánchez, sprach in einer Pressekonferenz von 177 Toten seit dem 7. April.
  • Die Regierung der Dominikanischen Republik macht den Konsum des billigen Schnapses Clerén, der aus Zuckerrohr und Obst gemacht wird, für die Vergiftungen verantwortlich. Bei dessen Herstellung kann durch die Verwendung bestimmter Holzsorten giftiges Methanol entstehen.
  • Methanol ist manchmal in schwarzgebranntem Schnaps enthalten, wenn nicht fachgerecht destilliert wird. Bereits kleine Mengen reichen für eine Vergiftung mit Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit und Sehstörungen bis zur Erblindung oder gar Bewusstlosigkeit und Atemstillstand aus.
20:11 Uhr
20:05 Uhr

Bären streifen durch Estlands Hauptstadt

Ach, Corona, was machst du nur mit der Welt? Durch Venedigs Kanäle fließt kristallklares Wasser, in den Häfen von Triest und Cagliari tummeln sich Delfine … Und Bären erobern Estlands Hauptstadt Tallinn zurück.

Das Muttertier und ihr Junges waren einem Rundfunkbericht zufolge mehrfach im Ortsteil Haabersti am Stadtrand in der Nähe eines Freilichtmuseums und eines Einkaufszentrums gesichtet worden. Beide Einrichtungen waren nach wochenlanger Corona-Zwangspause in dem baltischen EU-Land erst zu Wochenbeginn unter Auflagen wieder geöffnet worden.

Die alarmierten Einsatzkräfte sperrten die Gegend ab und riefen die Bewohner auf, in ihren Häusern zu bleiben und auch ihre Haustiere drinnen zu halten. Bis zum frühen Abend versuchten die Helfer zunächst erfolglos, die beiden Bären mit Hilfe von Drohnen ausfindig zu machen und in Richtung eines nahen Waldgebietes zu scheuchen.

19:18 Uhr

Sido rastet aus und geht auf Kamerateam los

Als ungebetene Gäste vor seinem Grundstück stehen und sein Haus filmen, verliert Rapper Sido die Nerven: "Verpisst euch! Ihr seid richtiger Dreck! Abschaum!" Das Kamerateam der "Bild" zögert zunächst und hofft, dem Rapper doch noch ein paar Fragen zu seinem Verschwörungstheorien-Interview stellen zu können. Als Sido dann auf die Journalisten losgeht, wird klar: Das Gespräch ist vorbei.

Die "Bild" hat die Auseinandersetzung gefilmt und veröffentlicht. Sidos Antwort auf Instagram: "Lasst uns alle froh sein, dass nur das Mikrofon kaputt gegangen ist!!!"

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18:34 Uhr

Neuer Bußgeldkatalog - Scheuer rudert zurück

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer will nur kurz nach Inkrafttreten der neuen Straßenverkehrsordnung Verschärfungen für Autofahrer wieder rückgängig machen.

  • Nach Informationen der dpa arbeitet das Verkehrsministerium an der Überarbeitung eines Teils des Bußgeldkatalogs. Dabei geht es vor allem um die nun gültige Regel, dass nun schon bei einer einmaligen Geschwindigkeitsüberschreitung von 21 Kilometern pro Stunde innerorts und 26 km/h außerorts ein Monat Führerscheinentzug droht.
  • Dies sorge für große Aufregung bei den Autofahrern, heißt es im Ministerium. Mit einer Änderung solle die Akzeptanz bei den Bürgern sowie das "Gerechtigkeitsempfinden" wiederhergestellt werden. Was konkret geplant ist, ist offen.
  • Die Änderungen der Straßenverkehrsordnung waren Ende April in Kraft getreten.
Mehr dazu lesen Sie hier.
18:24 Uhr

Alpenhütten öffnen wieder - mit Einschränkungen

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Österreichs und Deutschland Alpenhütten laden wieder zur Jause ein.

(Foto: picture alliance / dpa)

Kaiserschmarrn auf der Terrasse ja, Übernachtung vorerst nein: Der Deutsche Alpenverein (DAV) will am 18. Mai gemäß den Regeln für die Gastronomie den Betrieb an Hütten in Bayern wieder starten.

Ob und wann eine Hütte tatsächlich öffne, hänge aber von weiteren Faktoren ab, etwa von der Größe des Außenbereichs - und dem Wetter. Denn bis zum 25. Mai dürfen Gäste nur draußen sitzen. Zudem haben zu dieser Jahreszeit grundsätzlich viele Hütten noch zu - unabhängig von Corona.

Auch in Österreich startet die Gastronomie wieder. Die dortigen Hütten dürfen schon am Freitag wieder für den Tagesbetrieb innen und außen öffnen, ab 29. Mai sind auch Übernachtungen wieder möglich.

17:40 Uhr

Unfall in Köln: Abbiegender Lkw fährt Radlerin tot

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Für die Radfahrerin kam jede Hilfe zu spät.

(Foto: picture alliance/dpa)

In der Kölner Innenstadt ist eine Radfahrerin bei einem Unfall mit einem abbiegenden Lastwagen getötet worden. Aufnahmen aus der polizeilichen Videobeobachtung zeigen, wie zunächst an einer Kreuzung drei Radfahrer neben dem Lastwagen an einer roten Ampel warteten. Als die Ampel auf Grün sprang, fuhren die ersten beiden Radfahrer geradeaus weiter. Der anfahrende Lastwagen erfasste beim Abbiegen die dritte Radfahrerin. Sie war sofort tot. Der Lkw-Fahrer erlitt einen Schock.

Jedes Jahr sterben 30 bis 40 Radfahrer unter den Rädern von Lastwagen. Fahrrad- und Logistikverbände fordern seit langem mehr Schutz für Radler.

17:11 Uhr

Kemmerich tritt als Chef des Liberalen Mittelstands zurück

Der frühere Thüringer Kurzzeit-Ministerpräsident Thomas Kemmerich von der FDP hat seinen Vorsitz der Bundesvereinigung Liberaler Mittelstand abgegeben. Sein bisheriger Stellvertreter Andreas Keck übernimmt den Posten zunächst kommissarisch.

Der Thüringer FDP-Chef war in den vergangenen Tagen wegen seiner Teilnahme an einer Demonstration gegen die Anti-Corona-Maßnahmen in Gera massiv in die Kritik geraten. Kemmerich hatte am Mittwoch angekündigt, sein Amt im Bundesvorstand der FDP ruhen zu lassen.

Kemmerich entschuldigte sich in einer Erklärung bei Facebook für "den entstandenen verbundenen Ärger", wie er schrieb. "Die Bilder, die aufgrund meiner Teilnahme an einer Veranstaltung in Gera entstanden sind, bedauere ich zutiefst. Im Nachhinein muss ich feststellen, dass diese Demonstration die falsche Plattform für einen öffentlichen Auftritt war."

17:00 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:32 Uhr

Betonplatten auf Autos geworfen: Polizei schnappt Erpresser

Die Dortmunder Polizei nimmt einen mutmaßlichen Erpresser fest, der mehrere Anschläge auf fahrende Autos verübt oder versucht haben soll. Der 21-Jährige aus dem nordrhein-westfälischen Geseke soll von der Daimler AG eine hohe Geldsumme gefordert haben. ntv-Reporter Ulrich Klose berichtet.

 

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16:05 Uhr

Tätowierte Polizisten: Löwenkopf okay, "Aloha" verboten

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So sollte das "Aloha"-Tattoo aussehen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Deutsche Polizisten dürfen grundsätzlich Tätowierungen tragen - solange sie nicht sichtbar sind.

  • Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig wies die Klage eines bayerischen Polizisten zurück. Der Mann wollte sich den Schriftzug "Aloha" auf der Haut verewigen lassen - als Erinnerung an traumhafte Flitterwochen auf Hawaii. Doch das Polizeipräsidium Mittelfranken war von der Idee wenig begeistert und genehmigte die Tätowierung nicht. Die Klage des 43-Jährigen blieb in drei Instanzen erfolglos. Das Bayerischen Beamtengesetz enthalte ein für Polizeivollzugsbeamte "hinreichend vorhersehbares und berechenbares Verbot" von Tätowierungen, erklärte der Vorsitzende Richter Ulf Domgörgen. Eine äußerlich erkennbare Tätowierung sei nicht mit der Neutralitäts- und Repräsentationsfunktion von Uniformträgern vereinbar.
  • Ein Löwenkopf-Tattoo ist dagegen laut einem anderen Gerichtsbeschluss kein Grund, einen Einstellungsbewerber vom Polizeidienst auszuschließen. Denn der Bewerber trägt die Tätowierung auf der linken Brustseite. Der Löwenkopf mit aufgerissenem Maul allein begründe keine Zweifel an der Eignung des Manns für den Polizeiberuf, befand das Oberverwaltungsgericht. Damit muss das Land Nordrhein-Westfalen den Einstellungsbewerber vorläufig weiter am Auswahlverfahren teilnehmen lassen.
15:20 Uhr

Jugendlicher Raser fährt Polizei mit Mietauto davon

Ein 16-Jähriger ohne Führerschein ist mit einem Carsharing-Auto vor einer Streife geflüchtet. Die Einsatzkräfte verloren ihn in Berlin-Schöneberg heute Nacht zwar aus den Augen, konnten seine Identität aufgrund von Zeugenaussagen aber "zweifelsfrei" feststellen, wie die Polizei mitteilte.

Demnach war der Fahrer zunächst mit quietschenden Reifen davongerast, als ihn die Polizei kontrollieren wollte. Schließlich habe er auf einem Parkplatz gestoppt und sei seinen Verfolgern dann zu Fuß entwischt. Das Auto wurde beschlagnahmt.

Den Angaben nach handelte es sich um ein Carsharing-Auto, das der Jugendliche mit dem Account einer 50-jährigen Frau gemietet haben soll. Ob die Frau davon wusste, werde nun ermittelt.

15:10 Uhr
Breaking News

Steuereinnahmen sinken um 81 Milliarden Euro

Die Corona-Krise führt zu einem drastischen Einbruch der Steuereinnahmen. Erstmals seit der Finanzkrise 2009 sinken die Steuereinnahmen von Bund, Ländern und Kommunen, wie das Finanzministerium in Berlin bekanntgab. Die Steuerschätzer rechnen damit, dass in diesem Jahr 81,5 Milliarden Euro weniger Steuern reinkommen als im vergangenen Jahr - ein Minus von mehr als zehn Prozent.

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14:35 Uhr

Eurowings bietet wieder Urlaubsflüge an

Die Fluggesellschaft Eurowings baut ihr Angebot auf Mallorca bereits ab dem kommenden Wochenende aus - trotz der amtlichen Reisewarnung. Auch Urlaubsziele in Italien und Griechenland fliegt die Airline wieder an.

  • Neben der nie unterbrochenen Verbindung von Düsseldorf kommen ab Freitag (15. Mai) Flüge aus Hamburg und Stuttgart hinzu.
  • Köln und München folgen dann am Wochenende wie auch Flüge zu weiteren touristischen Zielen im Mittelmeer-Raum wie Neapel, Catania und Olbia in Italien oder Kavala in Nord-Griechenland.

Derzeit befänden sich keine klassischen Touristen an Bord der Maschinen, sondern Residenten, Geschäftsleute oder Personal verschiedener Einrichtungen und Organisationen, sagte ein Eurowings-Sprecher.

Die spanischen Behörden verlangen bei einer Einreise eine zweiwöchige Quarantäne, die aber für bestimmte Gruppen auch ausgesetzt wird. Zudem besteht eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes bis Mitte Juni.

14:30 Uhr

Schichtwechsel

Michael Bauer verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend, ich übernehme seinen Platz in der Redaktion. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag.

13:58 Uhr

ICE fährt mit Tempo 200 gegen Hirschkuh

Auf der Bahnstrecke Hamburg-München ist ein ICE mit einer Hirschkuh zusammengeprallt. Nahe Bitterfeld-Wolfen bemerkte der Triebfahrzeugführer am späten Mittwochabend bei Tempo 200 einen Aufprall, wie die Bundespolizei in Magdeburg mitteilte. Er leitete eine Schnellbremsung ein, der Zug blieb nach rund 1,6 Kilometern stehen. Alle 94 Reisenden und auch zwei Bahnmitarbeiter im Zug blieben unverletzt. Die Ermittlungen ergaben, dass der Zug mit der Hirschkuh zusammengeprallt war. Das Tier lag verendet im Gleis. Der ICE wurde an der Front stark beschädigt, konnte gegen Mitternacht aber mit geringerem Tempo bis zum Bahnhof Bitterfeld weiterfahren. Dort wechselten die Reisenden den Zug. Wegen des Unfalls kam es zu erheblichen Beeinträchtigungen des nachfolgenden Verkehrs.

13:35 Uhr

Kunde verwüstet bei Streit um Maskenpflicht Tankstelle

Bei einem Streit um die Maskenpflicht in einer Tankstelle in Iserlohn soll ein 44-Jähriger den Verkaufsraum verwüstet und eine Angestellte verletzt haben. Nach Polizeiangaben hatte die 20-Jährige den Kunden zwei Mal darauf hingewiesen, seine Maske richtig anzuziehen. Daraufhin habe der Mann am Mittwochabend die Schutzscheibe am Tresen eingeschlagen und die Mitarbeiterin dabei verletzt. Zudem trat er laut Polizei gegen Aufsteller und räumte Waren aus den Regalen ab.

Die verständigte Polizei entdeckte den 44-Jährigen wenig später in Tatortnähe, die Beamten habe er mit einem Schlüsselbund und seinen Papieren beworfen. Die Polizisten überwältigten den Mann schließlich und brachten ihn für die Nacht in eine Gewahrsamszelle. Ihn erwartet ein Verfahren unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Sachbeschädigung.

13:14 Uhr

Nach Attacke auf Oberbürgermeister - Justiz stellt Ermittlungen ein

Rund zehn Monate nach der Attacke auf den damaligen Oberbürgermeister von Hockenheim, Dieter Gummer (SPD), hat die Staatsanwaltschaft Frankenthal die Ermittlungen eingestellt. Die Spuren seien ausgewertet worden, aber der Täter habe nicht ermittelt werden können, sagte ein Sprecher der Anklagebehörde in der pfälzischen Stadt.

Gummer war am 15. Juli 2019 im Hof seines Hauses in Böhl-Iggelheim (Rhein-Pfalz-Kreis) von einem Unbekannten niedergeschlagen worden und erlitt unter anderem Gehirnblutungen. Der Politiker war seit 2014 Oberbürgermeister von Hockenheim (Baden-Württemberg) und im August 2019 planmäßig in den Ruhestand gegangen.

13:04 Uhr

EU-Kommission verklagt Österreich wegen Kindergeld

Die EU-Kommission verklagt Österreich wegen der seit 2019 geltenden Kindergeld-Regeln für EU-Bürger vor dem Europäischen Gerichtshof. Die Regeln seien diskriminierend und verstießen somit gegen EU-Recht, sagte eine Sprecherin der Brüsseler Behörde.

In der Alpenrepublik war 2018 beschlossen worden, die Zahlungen des Kindergelds an die Lebenshaltungskosten im Wohnsitzstaat des Kindes anzupassen. Die seit 2019 geltende Indexierung führt unter anderem dazu, dass Leistungen an in Österreich arbeitende Ungarn, Polen, Rumänen und Slowaken gekürzt werden, wenn deren Kinder in der Heimat leben. Damit bekommen Zehntausende Kinder weniger Geld als zuvor. Die Regierung in Wien rechnete früheren Angaben zufolge mit Einsparungen von rund 100 Millionen Euro.

12:38 Uhr

Netflix veröffentlicht Epstein-Doku

Netflix hat den offiziellen Trailer zu "Jeffrey Epstein: Filthy Rich" veröffentlicht. Die neue Doku-Serie will das Kapital, die Machtverhältnisse und die Geheimnisse hinter dem internationalen Sexhandelsring aufdecken, der 2019 zu Epsteins Verhaftung und schließlich zu dessen Tod im Gefängnis führten.

Die vierteilige Serie wird ab 27. Mai bei dem Streamingdienst zu sehen sein und enthält laut "Variety" Interviews mit Epsteins Opfern, in denen sie ihre Erfahrungen auf seiner Privatinsel - auch als "Pädophilen-Insel" bekannt - und in seiner Residenz in Palm Beach, Florida, schildern. Allein der Trailer zeigt neun Frauen, die sich gemeldet haben, um Epstein des sexuellen Missbrauchs zu beschuldigen.

12:18 Uhr

Baggerfahrer stürzt in acht Meter tiefe Baugrube

Auf einer Baustelle im Ruhrgebiet ist ein Arbeiter mit einem Bagger in eine acht Meter tiefe Baugrube gestürzt. Der Baggerfahrer wurde bei dem Arbeitsunfall in Herne schwer verletzt, wie die Polizei in Bochum mitteilte. Der Mann aus Neumarkt in der Oberpfalz hatte demnach mit dem Bagger Arbeiten auf einer abgesperrten Baustelle ausgeführt.

Die genaue Ursache des Unfalls war zunächst unklar. Feuerwehrleute befreiten den Baggerfahrer aus dem Führerhaus und brachten den Schwerverletzten mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus.

12:08 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:53 Uhr

Stefan Raab versammelt deutsche Stars für Ersatz-ESC

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Vanessa Mai tritt für Kroatien an - das Geburtsland ihres Vaters.

(Foto: picture alliance/dpa)

ProSieben hat zumindest teilweise die Geheimnistuerei um die Kandidaten des von Stefan Raab produzierten "Free European Song Contest" beendet. In der am Samstagabend stattfindenden Show treten unter anderem Vanessa Mai, Josh, Mike Singer und Sarah Lombardi auf, wie der Sender in Köln bekannt gab. Wer für Deutschland antritt, blieb aber offen - es gibt Spekulationen, Raab könnte wieder auftreten.

Raab hatte 2015 seine Karriere vor der Kamera beendet und ist seitdem nur noch Produzent. Nach der Absage des Eurovision Song Contest (ESC) wegen der Corona-Krise sorgte er mit der Idee für Aufsehen, am eigentlich geplanten Tag des ESC-Finales eine eigene Show zu starten. In dieser sollen 15 Länder gegeneinander antreten. Die nun bekannt gegebenen Sänger haben familiäre Verbindungen zu den Ländern, die sie vertreten - Sarah Lombardi singt deshalb etwa für Italien, Mike Singer für Kasachstan.

11:17 Uhr

45-Jähriger stirbt nach Unfall in brennendem Auto

Ein 45-Jähriger ist in Hessen nach einem Unfall in seinem brennenden Auto ums Leben gekommen. Der Wagen prallte abseits einer Landstraße zwischen Mörlenbach und Bonsweiher gegen einen Baum und fing Feuer, wie die Polizei in Darmstadt mitteilte. Der Autofahrer konnte nicht mehr aus seinem Fahrzeug gerettet werden. Er war allein unterwegs. Wie es zu dem Unfall kam, war unklar. Die Staatsanwaltschaft Darmstadt beauftragte einen Gutachter mit der Klärung des Hergangs. Die Unfallstelle blieb rund vier Stunden voll gesperrt.

10:56 Uhr

Dramatiker Rolf Hochhuth ist tot

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Rolf Hochhuth

(Foto: picture alliance / dpa)

Der Dramatiker Rolf Hochhuth ("Der Stellvertreter") ist tot. Hochhuth starb am Mittwoch im Alter von 89 Jahren in Berlin, wie sein Herausgeber Gert Ueding mitteilte. Der Tod wurde der dpa auch aus dem Umfeld Hochhuths in Berlin bestätigt.

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10:46 Uhr

Berliner Polizei geht mit Großrazzia gegen Clankriminalität vor

Mit einer großen Razzia ist die Berliner Polizei gegen kriminelle Mitglieder eines arabischstämmigen Clans vorgegangen. Es gehe um den Verdacht des Drogenhandels und illegalen Waffenbesitzes, sagte eine Polizeisprecherin. Mehrere Wohnungen oder andere Räume in verschiedenen Stadtbezirken seien durchsucht worden. 200 Polizisten, darunter Experten vom Landeskriminalamt für den Bereich der organisierten Kriminalität, waren im Einsatz. Weitere Informationen sollte es im Lauf des Tages geben.

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10:25 Uhr

Frankreichs Luxuskonzerne kassieren nur im Ausland Staatshilfen

Die Marken Louis Vuitton und Dior gehören zum französischen Luxuskonzern LVMH, Balenciaga und Gucci fallen unter das Konzerndach von Kering. Die beiden Edelunternehmen sind echte Schwergewichte der Luxusgüterindustrie. Von der Corona-Krise sind beide gleichermaßen betroffen. Aus Imagegründen verzichten LVMH und Kering in Frankreich allerdings auf Staatshilfen wie Kurzarbeitergeld, im Ausland schlagen beide Konzerne dafür zu. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung".

In ihrer Heimat würden beide Konzerne den Wohltäter geben, sie stellen die Produktion von edlen Kleidern auf Schutzmasken um oder statt Parfüm wird Desinfektionsmittel hergestellt. In Italien beispielsweise, wo viele Produkte der beiden Unternehmen hergestellt werden, würden Lohnkosten auf den Steuerzahler abgewälzt. Französische Konkurrenzunternehmen wie Hermés oder Chanel handhaben es anders und verzichten komplett auf Kurzarbeitergeld. Die Soziologin Janine Mossuz-Lavau erläutert der "SZ" den Grund für das Vorgehen. "Würden Luxusfirmen auf Kurzarbeit zurückgreifen, gälte das in Frankreich als unmoralisch", sagt sie. "Der Neid ist hier leicht geweckt", so die Soziologin.

10:07 Uhr

Verfassungsschutz könnte AfD Brandenburg als Verdachtsfall einstufen

Andreas Kalbitz (l) im Brandenburger Landtag. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

Behördenleiter Müller zu Kalbitz: "Ich gehe fest davon aus, dass er rechtsextremistisch eingestellt ist."

(Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa)

Der Brandenburger Verfassungsschutz schließt nicht aus, dass der gesamte AfD-Landesverband wegen rechtsextremistischer Orientierung als Verdachtsfall eingestuft wird. In dem Landesverband sei keine demokratische Mitte mehr erkennbar, sagte Behördenleiter Jörg Müller am Donnerstag im RBB-Inforadio.

AfD-Landeschef Andreas Kalbitz sei tief im organisierten Rechtsextremismus verwurzelt, "über Jahrzehnte hinweg", fügte Müller hinzu. "Ich gehe fest davon aus, dass er rechtsextremistisch eingestellt ist." Bisher gebe Kalbitz aber nur zu, was ohnehin schon bekannt sei.

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09:42 Uhr

Deutsche Schiffsbau-Riesen arbeiten künftig zusammen

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Patrouillenboote für Saudi-Arabien: Hergestellt in der Lürssen-Werft.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Bremer Lürssen-Werft und die Werft German Naval Yards Kiel wollen im Marineschiffbau zusammenarbeiten. Die Aktivitäten im militärischen und behördlichen Überwasser-Schiffbau sollen in einem gemeinsamen Unternehmen unter Führung der Lürssen-Gruppe gebündelt werden, wie beide Werften mitteilten. Entsprechende Vorarbeiten seien diese Woche von den Eigentümerfamilien abgeschlossen worden. Die Kooperation unterliege dem fusionskontrollrechtlichen Genehmigungsvorbehalt. Der Zusammenschluss soll den nationalen Marineschiffbau stärken.

09:04 Uhr
08:40 Uhr

20-Jähriger fährt in Köln gegen Tunnelwand und stirbt

Ein 20-Jähriger ist in Köln mit seinem Wagen gegen die Wand eines Tunnels gefahren und ums Leben gekommen. Die linke Fahrzeugseite sei bei dem Unfall in der Nacht zum Donnerstag aufgerissen worden, sagte ein Polizeisprecher. Dabei sei der junge Mann wohl aus dem Auto geschleudert worden. Er starb noch an der Unfallstelle. Nach ersten Erkenntnissen war er zu schnell unterwegs. Der Unfall ereignete sich im Stadtteil Roggendorf/Thenhoven.

08:20 Uhr

AfD soll Thema bei Polizeiausbildung werden

Berichte über Rassismus und Rechtsextremismus in Polizei und Bundeswehr sind keine Seltenheit. Das Deutsche Institut für Menschenrechte (DIMR) empfiehlt Lehrkräften bei Polizei und Bundeswehr daher, sich in ihrem Unterricht verstärkt kritisch mit Rassismus und Rechtsextremismus zu beschäftigen.

Dies gelte gegenwärtig besonders mit Blick auf rassistische und rechtsextreme Positionen der AfD, hält das Institut in einer aktuellen Analyse fest. Das parteipolitische Neutralitätsgebot des Staates "oder gesetzliche Regeln für Polizei und Bundeswehr stehen einer kritischen Auseinandersetzung mit rassistischen und rechtsextremen Positionen keineswegs entgegen", betonte der Autor der Studie, Hendrik Cremer.

07:47 Uhr

US-Sängerin Melissa Etheridge trauert nach Drogentod um Sohn

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Ein Bild aus besseren Zeiten: Melissa Etheridge und Sohn Cypher im Jahr 2011.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

Beckett Cypher, der Sohn von US-Sängerin Melissa Etheridge und ihrer früheren Partnerin Julie Cypher, ist im Alter von 21 Jahren gestorben. "Seit heute gehöre ich zu den Hunderttausenden Familien, die geliebte Angehörige an Opioidabhängigkeit verloren haben", schrieb die Musikerin auf Twitter. Beckett habe gegen seine Sucht angekämpft, aber am Ende den Kampf verloren.

"Mein Herz ist gebrochen", erklärte Etheridge. "Was hätten wir sonst noch tun können, um ihn zu retten. Letztendlich wissen wir jetzt, dass er nun keine Schmerzen mehr hat." Sie werde bald wieder singen, das habe ihr immer Heilung gebracht.

07:19 Uhr

Kühltürme von AKW Philippsburg gesprengt

Die Kühltürme des Atomkraftwerks Philippsburg bei Karlsruhe sind Geschichte. Die beiden markanten Bauwerke, die über viele Jahre hinweg in der Region weithin zu sehen waren, wurden heute um 06.05 Uhr gesprengt.

 

Die jeweils rund 150 Meter hohen Türme waren im Vorfeld entkernt worden, sodass nur noch die Außenschale aus Beton zum Abbruch anstand. Die Sprengung selbst dauerte nur etwa eine Minute, dann fielen die Bauwerke in sich zusammen. Der Bauschutt, rund 32.500 Tonnen pro Turm, soll möglichst wiederverwertet und zur Aufschüttung des Geländes verwendet werden.

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07:19 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

wie schlimm werden die Folgen der Pandemie? Das sagen um 15 Uhr die Steuerschätzer voraus. Bund, Länder und Kommunen müssen wegen der Corona-Pandemie mit deutlich weniger Steuergeld auskommen. Berichten zufolge könnten Bund, Länder und Kommunen in diesem Jahr etwa 100 Milliarden Euro weniger einnehmen als bei der vorhergehenden Schätzung im November vorhergesagt.

Und diese Themen werden heute ebenfalls auf uns zukommen:

  • Der Bundestag will ab 9 Uhr weitere Hilfsmaßnahmen beschließen, um Auswirkungen der Corona-Epidemie abzumildern. Ein Paket von Gesundheitsminister Jens Spahn sieht unter anderem eine erneute Ausweitung von Corona-Tests vor, um vor allem Pflegekräfte und Pflegebedürftige besser zu schützen.
  • Das US-Arbeitsministerium veröffentlicht um 14.30 Uhr (MESZ) wieder die wöchentliche Zahl neuer Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. Seit Mitte März haben in den USA bereits mehr als 33 Millionen Menschen ihren Job verloren.
  • Bei einer Videoschalte wollen die Vertreter der 36 Profivereine auf der Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga die letzten Details für die Saison-Fortsetzung in der 1. und 2. Bundesliga klären. Dabei wird es auch um Szenarien im Falle eines möglichen Saisonabbruchs wie die Auf- und Abstiegsregelung gehen.
  • "Quadratisch. Praktisch. Gut." heißt der Slogan von Ritter Sport. Dürfen trotzdem auch andere Schokoladen quadratisch sein? Darüber verhandelt der Bundesgerichtshof in Karlsruhe ab 9 Uhr.
  • Diverse Quartalsbilanzen von RWE über Deutsche Telekom bis Merck werden vorgelegt.

Alle weiteren wichtigen und wissenswerten Nachrichten liefert Ihnen "Der Tag" natürlich ebenfalls. Bei Fragen und Anregungen können Sie mich unter michael.bauer[at]nama.de erreichen. Starten Sie gut in den Tag.

07:11 Uhr

Nordwesten darf sich über Sonne pur freuen

Nach einer klaren Nacht startet der Tag vor allem im Westen und Norden gebietsweise mit leichtem Frost oder Bodenfrost. Ansonsten liegen die Frühwerte meistens bei 6 bis 8 Grad. Denn im Süden und Osten wärmten über Nacht kompaktere Wolken, die auch tagsüber unterwegs sind und stellenweise Regen oder Nieselregen bringen können. Im übrigen Land dominiert hingegen die Sonne.

Dementsprechend verteilen sich die Sonnenstunden: in der Nordwesthälfte gerne mal 9 bis 13. Im Süden und Südosten bleibt es schattiger mit 3 bis 8 sonnigen Betriebsstunden. Noch grauer zeigt sich der Alpenrand mit nur einer Stunde Sonne. Die Temperaturen sind auch tagsüber unterkühlt. Oft mit 10 bis 14 Grad. Lediglich am Rhein gibt es mildere 14 bis 17 Grad.

Die weiteren Aussichten: Morgen im Süden nass, im Norden wechselhaft und dazwischen schön bei 10 bis 18 Grad. Samstag und Sonntag werden dann immer beständiger, schöner und wärmer. Am Samstag mit 13 bis 20 und am Sonntag mit 13 bis 23 Grad.

Ihr Björn Alexander

06:49 Uhr

Einblicke in die Unterwelt: Berliner Clan-Chef veröffentlicht Biografie

Verbrechen und Machtkämpfe der arabischstämmigen Clans haben in den vergangenen Jahren die Polizei in Atem gehalten, zahlreiche Journalisten beschäftigt und eine Fernsehserie hervorgebracht. Nun zieht es einen der Clan-Chefs zur Literatur: "Der Pate von Berlin. Mein Weg, meine Familie, meine Regeln" heißt die Autobiografie von Mahmoud Al-Zein. Der Verlag Droemer HC kündigte den Autor im Internet als Oberhaupt des Al-Zein-Clans an, einer der einflussreichsten Familien in Deutschland. Das Buch mit 304 Seiten soll am 1. Oktober erscheinen. Verlag und Autor versprechen einen "schonungslosen Blick hinter die Kulissen der arabisch-libanesischen Clans". Es gehe um die harte Alltagsrealität: "krass, brisant, ungeschönt".

Al-Zein äußert sich mit diesem Buch nicht zum ersten Mal öffentlich. In einem Gespräch mit "Spiegel TV" sprach er vor Jahren über seine Herkunft und bezeichnete sich als "Unterweltkönig" in Berlin. In anderen Medien nannte er sich "Präsident". Die Polizei ermittelte, dass er nicht aus dem Libanon stammt, sondern in der Türkei als Kurde geboren wurde und eigentlich einen anderen Namen trägt. Berlin versuchte immer wieder vergeblich, ihn abzuschieben.

06:23 Uhr

Handy-Konsum von Eltern schadet Babys

Eltern, die permanent auf Handys starren - darunter leiden vor allem kleine Kinder und Babys. "Das Thema wird total unterschätzt, wir brauchen unbedingt Aufklärung", sagte Sabina Pauen, Entwicklungspsychologin an der Universität Heidelberg. Wenn Eltern nicht klar sei, was ihr Medien-Konsum für Folgen habe, "wird nicht genug darauf geachtet und man bekommt fünf Jahre später die Quittung". Studien dazu gibt es bislang kaum.

Bindungsstörungen, ein Mangel an Empathie und Konzentrationsprobleme könnten die Folge sein. Pauen regt an, den Eltern in der frühen Phase viel mehr Begleitung anzubieten. "Ich habe Sorgen, wenn die heute sehr früh an das Handy gewöhnte Generation Eltern wird", sagte Till Reckert. Der Kinderarzt und Medienreferent im Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) warnt: "Je mehr das Handy "angewachsen" ist, desto eher behindert es bei der nötigen Präsenz für die Kindererziehung der nächsten Generation."

05:55 Uhr

Regierungsberater wollen Anwohnerparken teurer machen

Um Rad- und Fußverkehr zu fördern und den Klimaschutz voranzubringen, empfehlen Regierungsberater teurere Parkgebühren in Städten. Die Möglichkeiten, Parkgebühren zu verlangen, müssten ausgeweitet und die Deckelung der Gebühren für Anwohner aufgehoben werden, heißt es in einem Gutachten des Sachverständigenrats für Umweltfragen.

Der Rat plädiert zudem für eine Pkw-Maut, die sich an der Fahrstrecke, Schadstoff-, Lärm- und CO2-Emissionen richtet. "Eine bundesweite Maut erzielt eine deutlich bessere Lenkungswirkung als eine City-Maut und vermeidet einen Flickenteppich aus verschiedenen Regelungen in deutschen Städten", heißt es im Gutachten. Eine City-Maut - also eine Art Gebühr fürs Fahren in Städten - reduziere die Zahl einfahrender Fahrzeuge in ein definiertes Gebiet und wirke somit nur in den Städten.

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