Donnerstag, 20. Februar 2020Der Tag

Heute mit Ina Bullwinkel
22:39 Uhr

Das war Donnerstag, der 20. Februar 2020

Liebe Leserinnen und Leser, das war "Der Tag" an Weiberfastnacht.

Allgegenwärtig waren heute die Berichte über den rechtsextremen Angriff in Hanau. Und der Schock über diese furchtbare Tat sitzt bei den Menschen immer noch tief. Bis alle Details bekannt sind, wird es sicherlich noch ein wenig dauern. Was wir bisher über den Täter wissen, hat meine Kollegin Barbara Mauersberg aufgeschrieben.

Diese Themen haben uns heute außerdem beschäftigt:

Ich wünsche Ihnen eine schöne Nacht. Bis morgen an dieser Stelle.

22:21 Uhr

EU-Gipfel rechnet mit neuem Budget-Vorschlag in der Nacht

Mit Einzelgesprächen will EU-Ratspräsident Charles Michel Bewegung in die schwierigen Verhandlungen um den europäischen Finanzplan für die nächsten sieben Jahre bringen. Nach Diplomatenangaben soll sich an die Tischrunde der Staats- und Regierungschefs beim EU-Gipfel in Brüssel eine Reihe von Einzelgesprächen anschließen.

Die erste Gesprächsrunde der Gipfelteilnehmer sei "gut" verlaufen, sagte der luxemburgische Ministerpräsident Xavier Bettel, als er kurz nach 20 Uhr das Tagungsgebäude verließ. Nach den Einzelgesprächen könnte es im Laufe der Nacht einen neuen Vorschlag des Präsidenten geben, hieß es aus Verhandlungskreisen. Der müsste dann zunächst von allen Teilnehmern geprüft werden. Ob eine Einigung möglich ist, wäre Diplomaten zufolge erst am Freitag absehbar.

Sie komme "mit großer Entschlossenheit, eine Lösung zu finden", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel zum Auftakt. "Ob es gelingt, das können wir noch nicht sagen." Es müssten "große Differenzen überwunden werden". Auch sie sei "mit dem jetzigen Verhandlungsstand noch nicht zufrieden".

21:51 Uhr

Frau stirbt nach Streit mit zwei Männern

Eine 36 Jahre alte Frau ist nach einer Auseinandersetzung in Neumarkt in der Oberpfalz gestorben. Die Auseinandersetzung zwischen der Frau und zwei Männern habe sich am Nachmittag hinter einem Supermarkt ereignet, sagte ein Polizeisprecher.

Vorläufigen Polizeierkenntnissen zufolge wurde die Frau dabei schwer verletzt, musste reanimiert werden und starb im Krankenhaus. Die beiden Männer befanden sich am Abend in Polizeigewahrsam.

Weitere Informationen zum Motiv, der Identität der Männer und den Hintergründen nannten die Ermittler zunächst nicht. Auch, ob die drei sich kannten, sei noch Gegenstand der Ermittlungen, sagte der Sprecher.

21:29 Uhr

Greta Thunberg ist unterwegs nach Deutschland

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Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg kommt nach Deutschland. Thunberg nimmt am Freitag an einer Großdemonstration von Fridays for Future in Hamburg teil. Die von jungen Menschen getragene Klimaschutzbewegung will damit wenige Tage vor der Hamburger Bürgerschaftswahl am Sonntag ein deutliches Zeichen für mehr Anstrengungen bei der Senkung der CO2-Emissionen setzen.

Die Hamburger Wahl am Sonntag sei eine "Klimawahl", betonte das Bündnis Fridays for Future, das mindestens 30.000 Teilnehmer zu einer Demonstration samt Kundgebung am zentralen Heiligengeistfeld erwartet. Hamburg ist eine Hochburg der Klimaschutzbewegung. Sie organisierte dort unter anderem schon zwei Demonstrationen mit 100.000 sowie 50.000 Teilnehmern. Thunberg war vor einem Jahr bereits einmal bei einem Protestzug in Hamburg dabei.

21:02 Uhr

Lawine erfasst zwei Deutsche in Norwegen - tot

Auf der norwegischen Inselgruppe Spitzbergen sind zwei deutsche Touristen bei einem Lawinenabgang ums Lebens gekommen. Das teilten die Behörden von Spitzbergen mit. Die beiden Deutschen waren mit einem russischen Veranstalter auf einer Schneemobil-Tour.

Das Unglück ereignete sich rund 20 Kilometer südlich der Grubensiedlung Barentsburg. Die beiden Reiseleiter und drei weitere Touristen blieben unverletzt. Das Wetter war sehr schlecht, sodass der Rettungshelikopter nicht hatte landen können. Die beiden Umgekommenen waren von den anderen Touristen gefunden worden.

20:32 Uhr

Karneval wegen Sturmwarnung unterbrochen

Wegen einer Sturmwarnung haben die Veranstalter die Karnevalsfeiern in der gesamten Altstadt von Düsseldorf unterbrochen. Ab 19.45 Uhr sei der Veranstaltungsbetrieb eingestellt worden, teilte der Sprecher des Comitee Düsseldorfer Carneval mit. Die Veranstalter hoffen auf eine Fortsetzung des Karnevals noch im Laufe des Abends. Das hänge aber von der weiteren Entwicklung der Wetterlage ab.

Der deutsche Wetterdienst hatte zuvor vor schwerem Sturm gewarnt. Deshalb entschieden die Behörden, den Veranstaltungsbetrieb vorübergehend auszusetzen. Weitere Informationen sollen per Durchsagen und über Onlinedienste bekannt gegeben werden, wie die Veranstalter mitteilten. In Köln war es ähnlich stürmisch.

Für eine Unterbrechung der Veranstaltungen sahen die Verantwortlichen aber vorerst keinen Grund, wie ein Stadtsprecher sagte.

20:10 Uhr

Gesundheitsgefahr: Salmonellen in Gewürzmischung

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Die Gewürzmischung "Curry grün" könnte mit Salmonellen verunreinigt sein.

Wegen mikrobiologischer Verunreinigung hat die Firma Herrmann Gewürze GmbH & Co. eine Charge "Curry grün" zurückgerufen. Nach Angaben des saarländischen Verbraucherschutzministeriums geht davon eine Gesundheitsgefahr aus. Die Charge trage den Aufdruck: "Curry grün", Mindesthaltbarkeitsdatum 27.01.2023.

Betroffen seien Packungen von 70 Gramm und 1 Kilogramm. Das Unternehmen sei durch einen Lieferanten informiert worden, dass ein Bestandteil des Gewürzes mit Salmonellen belastet sei, sagte Referatsleiter Damian Müller in Saarbrücken. "Wir unterstützen den Rückruf der Firma an alle Kunden, die den entsprechenden Artikel gekauft haben." Diese könnten das Produkt auch ohne Vorlage des Bons zurückgeben.

20:01 Uhr

Die Videos des Tages

19:43 Uhr

Tumult in Ukraine: Wuhan-Rückkehrer mit Steinen angegriffen

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Auch auf Polizisten warfen Demonstranten mit Steinen.

(Foto: REUTERS)

72 Wuhan-Rückkehrer wurden in der Ukraine alles andere als herzlich begrüßt. Auf dem Weg zu einer Quarantänestation in der Zentralukraine wurden mehrere Scheiben der Busse eingeworfen, wie Live-Bilder im ukrainischen Fernsehen zeigten. Bisher gibt es keine Informationen darüber, ob jemand bei den Ausschreitungen verletzt wurde. Die Polizei musste für den Konvoi eine brennende Barrikade räumen.

Hunderte Menschen hatten gegen die Rückkehr aus Angst vor dem neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 demonstriert. Sie waren teilweise mit Eisenstangen bewaffnet. Es flogen Steine. Mehrere Hundert Polizisten waren im Einsatz, um die Lage zu beruhigen.

19:04 Uhr

LKA findet 700 Kilo Kokain in Container mit Speisesalz

Ermittler des Landeskriminalamtes und des Zollfahndungsamtes Hannover haben mehr als 700 Kilo Kokain nach Deutschland sichergestellt. Das Rauschgift habe einen Straßenverkaufswert von mehr als 50 Millionen Euro, teilte das Zollfahndungsamt mit.

Demnach ermittelten die deutschen Beamten seit Jahresanfang im Auftrag der Staatsanwaltschaft gegen den Betreiber einer Spedition aus Niedersachsen. Aufgrund ihrer Erkenntnisse informierten sie ihre belgischen Kollegen im Hafen von Antwerpen über die Ankunft von fünf verdächtigen Containern mit Speisesalz aus Brasilien. Anfang Februar prüften die belgischen Ermittler die Container und fanden neben dem angemeldeten Salz mehr als 700 Kilo verstecktes Kokain.

"Der deutsche Spediteur war nicht nur für die Transportlogistik verantwortlich, sondern auch Käufer des Salzes", hieß es. Der Salzcontainer wurde schließlich per Lastwagen nach Niedersachsen transportiert, Beamte durchsuchten das Speditionsgelände und stellten Beweismittel sicher. Weitere Details wollten die Ermittler zunächst nicht nennen.

18:51 Uhr
Breaking News

Ex-Trump-Berater Stone verurteilt

In der Russland-Affäre ist der frühere Berater von US-Präsident Donald Trump, Roger Stone, zu knapp dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden. Eine Richterin in der Hauptstadt Washington verhängte eine 40-monatige Haftstrafe gegen Stone wegen Falschaussage und Zeugenbeeinflussung.

Zuletzt hatte sich Trump in dem Verfahren wiederholt öffentlich für seinen früheren Politikberater stark gemacht und damit scharfe Kritik auf sich gezogen.

Mehr dazu lesen Sie hier.
18:34 Uhr

Flaschenpost-Finderin spürt Absender per Facebook auf

Im Nordseeurlaub übergibt ein Mädchen dem Meer eine Botschaft - knapp acht Jahre später wird ihre Flaschenpost gefunden und dank modernen Kommunikationsformen auch die Autorin. Auf Facebook hatte eine Bewohnerin der Insel Langeoog ein Foto des mittlerweile zerfledderten Briefes gepostet. "Heute ist der 12.4.2012, ich hoffe sehr das diese Flasche irgentwann und irgentwo ankommt", steht darin. Unterschrieben ist die Flaschenpost von einer Paula, die sich als 13-Jährige aus Freiburg in Baden-Württemberg vorstellt.

40.000 Mal wurde das Foto geteilt, wie die Inselbewohnerin erzählte, und hatte schließlich auch wieder Paula erreicht. Mehrere Medien berichteten darüber. Die Flasche selbst scheint indes nicht weit gekommen zu sein: Paula hatte sie damals von Langeoog abgeschickt, wo sie nun wieder gefunden wurde.

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Die 13-jährige Paula schrieb den Brief vor fast acht Jahren.

(Foto: picture alliance/dpa)

18:14 Uhr

Bis zu 90.000 Allergiker betroffen: Notfall-Pens fehlerhaft

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Die zurückgerufenen Notfall-Pens lassen sich möglicherweise nicht aktivieren.

(Foto: imago/Science Photo Library)

Notfall-Pens zur Behandlung schwerer allergischer Reaktionen werden wegen eines Fehlers zurückgerufen. Es geht um die Produkte "Emerade 150/300/500 Mikrogramm Injektionslösung in einem Fertigpen", wie die Dr. Gerhard Mann chem.-pharm. Fabrik in Berlin mitteilte. Der Rückruf betrifft demnach chargenübergreifend alle "Emerade" Fertigpens mit einem Verfallsdatum bis einschließlich 10/2020. Hintergrund sei, dass einige der Pens eine größere Kraft zum Aktivieren benötigten oder sich nicht aktivieren ließen.

Patienten, denen in den vergangenen 18 Monaten ein solcher Pen verordnet wurde, sollen nach Angaben des Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) diesen daher in einer Apotheke zurückgeben.

Nach Hochrechnungen des Online-Magazins "Apotheke Adhoc" könnten bis zu 90.000 Patienten betroffen sein.

17:44 Uhr

Ex-Abgeordneter bestreitet Trump-Deal für Assange

Der frühere US-Kongressabgeordnete Dana Rohrabacher hat Berichte zurückgewiesen, wonach er Wikileaks-Gründer Julian Assange im Auftrag von US-Präsident Donald Trump eine Begnadigung angeboten haben soll. "Zu keinem Zeitpunkt habe ich Julian Assange etwas vom Präsidenten angeboten, weil ich mit dem Präsidenten überhaupt nicht über dieses Thema gesprochen hatte", hieß es in einer Mitteilung Rohrabachers.

Rohrabacher teilte mit, bei einem Treffen in der ecuadorianischen Botschaft in London im August 2017 habe er Assange angeboten, sich bei Trump für eine Begnadigung einzusetzen, sollte der Wikileaks-Gründer ihm Informationen dazu geben, wie er in den Besitz von entwendeten E-Mails der Demokratischen Partei gelangt sei. "Zu keinem Zeitpunkt bot ich eine vom Präsidenten getroffene Vereinbarung an, noch sagte ich, dass ich den Präsidenten vertrete."

Britische Medien hatten am Mittwoch berichtet, Assanges Anwalt Edward Fitzgerald habe ein Statement seiner Kollegin Jennifer Robinson erwähnt. Dort heiße es, Rohrabacher habe Assange im Auftrag Trumps eine Begnadigung angeboten, sollte der Wikileaks-Gründer sagen, dass Russland nichts mit den vom Server der Demokratischen Partei entwendeten Mails zu tun gehabt habe. Wikileaks hatte die Mails 2016 veröffentlicht.

17:34 Uhr

Mann in Londoner Moschee niedergestochen

Ein Mann ist in einer Moschee in London niedergestochen worden. Der Vorfall habe sich am Nachmittag während des Gebets ereignet, berichteten Augenzeugen in sozialen Medien. Bei dem Opfer soll es sich britischen Medien zufolge um den Muezzin handeln, der die Gläubigen zum Gebet aufruft.

Die Polizei nahm am Tatort einen Mann wegen des Verdachts des versuchten Mordes fest. Das Motiv für die Tat sei noch unklar, teilte Scotland Yard auf Anfrage mit. Die Verletzungen des Opfers sind den Angaben zufolge nicht lebensbedrohlich, der Mann wurde in eine Klinik gebracht.

16:28 Uhr

Ehepaar entsorgt 8000 Euro im Altkleidercontainer

Im Baden-Württemberg hat ein älteres Ehepaar aus Versehen 8000 Euro in einen Altkleidercontainer geworfen. Nach Angaben der Polizei ereignete sich das Malheur in der kleinen Gemeinde Marxzell bei Karlsruhe. Die Eheleute vergaßen beim Aussortieren alter Kleidung, dass sie aus Angst vor Einbrechern einen größeren Bargeldbetrag in einer Hose deponiert hatten.

Nachdem das Ehepaar seinen Fehler bemerkt hatte, erschien der 76-jährige Mann am Mittwochmorgen auf der örtlichen Polizeiwache und bat um Unterstützung. Die Beamten nahmen Kontakt zu der Entsorgungsfirma auf, die Sache endete gut: Ein Mitarbeiter öffnete den Container und holte die Hose heraus. Noch unklar war laut Polizei zunächst nur, ob eventuell Kosten für den Extraservice anfallen könnten.

16:58 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

 

16:54 Uhr

Zwei türkische Soldaten bei Luftangriff in Idlib getötet

Bei einem Luftangriff in der nordsyrischen Provinz Idlib sind zwei türkische Soldaten getötet worden. Fünf weitere wurden verletzt, wie das Verteidigungsministerium in Ankara auf Twitter mitteilte. Das türkische Militär habe daraufhin Stellungen der syrischen Regierungstruppen beschossen sowie Panzer und gepanzerte Fahrzeuge zerstört.

Idlib ist das letzte große Rebellengebiet in Syrien. In den vergangenen Wochen war die syrische Regierung mit russischer Unterstützung weiter in dem Gebiet vorgerückt. Die Türkei steht in dem Bürgerkrieg auf der Seite islamistischer Rebellen. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat wiederholt mit einem Militäreinsatz gedroht, sollte sich die syrische Regierung nicht zurückziehen. Am Dienstag sagte er, ein türkische Militäroffensive stehe unmittelbar bevor.

Dominiert wird Idlib von der Al-Kaida-nahen Miliz Haiat Tahrir al-Scham (HTS). Syrien und sein Verbündeter Russland argumentieren, sie bekämpften in der Region Terroristen. Allerdings kämpfen dort auch gemäßigtere Rebellen.

16:33 Uhr

Niederlande geben gestohlene Krone zurück

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Die Krone aus dem 18. Jahrhundert ist wieder zurück in Äthiopien.

(Foto: picture alliance/dpa)

Eine jahrelang in den Niederlanden verschollene äthiopische Krone aus dem 18. Jahrhundert ist nun endlich zurück in ihrer Heimat. Die niederländische Ministerin für Außenhandel und Entwicklungszusammenarbeit Sigrid Kaag überreichte die Krone, die der Äthiopisch-Orthodoxen Kirche gehört, Äthiopiens Regierungschef Abiy Ahmed.

  • Die Krone sei vor mehr als zwei Jahrzehnten aus einer Kirche im Dorf Cheleqot im Norden Äthiopiens verschwunden, erklärte die niederländische Regierung. Sie wurde dann von Sirak Asfaw, einem Holländer mit äthiopischen Wurzeln, gefunden - im Koffer eines Besuchers, wie der staatliche äthiopische Sender Fana berichtete.
  • Er behielt die Krone laut der niederländischen Regierung viele Jahre in Rotterdam, bis er sich 2019 beim Außenministerium meldet. Demnach half ihm dabei der bekannte Kunstdetektiv Arthur Brand, der unter anderem im vergangenen Jahr ein gestohlenes Gemälde von Pablo Picasso aufspürte.
  • "Dies ist ein großartiger Tag für uns", sagte die äthiopische Ministerin für Kultur und Tourismus, Hirut Kassaw. Es werde die Anstrengungen Äthiopiens stärken, weitere Artefakte, die im Ausland sind, zurückzubekommen. Etliche historische Artefakte aus Afrika befinden sich in Museen und Privatbesitz in Europa und den USA. Einige von ihnen wurden während der Kolonialzeit geplündert.
16:03 Uhr

Rückruf: Vorsicht bei diesen Weintrauben

Wegen einer erhöhten Belastung mit Pestizidrückständen sind bei der Supermarktkette Rewe verkaufte Weintrauben zurückgerufen worden. Vom Verzehr der Trauben werde dringend abgeraten, erklärte der Lieferant Eurogroup Deutschland.

Der Rückruf gilt für in der 500-Gramm-Packung verkaufte "Tafeltrauben hell kernlos" der Sorte Thompson seedless mit den Losnummer 07-03 und der GGN 4063061228598, die in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen verkauft wurden. Die Trauben stammen aus Indien. Sie können in den Supermärkten zurückgegeben werden. Der Kaufpreis soll erstattet werden.

15:45 Uhr

Netanjahu kündigt Bau neuer Siedlungen an

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat den Bau von Tausenden Wohneinheiten für israelische Siedler in Ost-Jerusalem angekündigt. "Ich habe heute große Neuigkeiten. Wir fügen Har Homa weitere 2200 Wohneinheiten hinzu", sagte Netanjahu in einer Videobotschaft - zwei Wochen vor der Parlamentswahl in Israel. Die umstrittene Siedlung Har Homa im annektierten Ostteil Jerusalems wurde unter einer früheren Regierung Netanjahus im Jahr 1997 gebaut.

  • Die Bevölkerung Har Homas werde durch die Neubauten von 40.000 auf 50.000 anwachsen, sagte Netanjahu. Zudem sollen mehrere Tausend Wohneinheiten in Givat Hamatos nahe des überwiegend von Palästinensern bewohnten Ost-Jerusalemer Stadtteils Beit Safafa entstehen. 3000 Häuser würden für jüdische Bewohner und 1000 weitere "für die arabischen Bewohner von Beit Safafa" gebaut, sagte Netanjahu.
  • Die Nichtregierungsorganisation "Peace Now" kritisierte das Vorhaben in Givat Hamatos als "schweren Schlag gegen eine zwei Zwei-Staaten-Lösung", da es das zusammenhängende palästinensische Gebiet zwischen Ramallah und Ostjerusalem zerstören würde, erklärte die Organisation.
  • Im von Israel besetzten Westjordanland und Ost-Jerusalem leben derzeit mehr als 600.000 israelische Siedler. Die UNO stuft die Siedlungen als völkerrechtswidrig ein. Von weiten Teilen der internationalen Staatengemeinschaft werden sie als großes Hindernis im Nahost-Friedensprozess angesehen.
15:27 Uhr

China ändert Zählweise für Coronavirus-Fälle - schon wieder

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Ein Spezialist für Atem- und Intensivmedizin des Tongji-Krankenhauses in Wuhan untersucht auf einer Intensivstation mit einem Mitarbeiter das Ergebnis der Computertomographie eines Patienten.

(Foto: picture alliance/dpa)

Zum zweiten Mal innerhalb von acht Tagen ändert China seine Zählweise für Fälle des neuartigen Coronavirus: Künftig würden nur noch solche Fälle aufgeführt, die durch hochmoderne Labortests bestätigt seien, erklärten die chinesischen Behörden. Die Änderung der Kriterien könnte die Statistiken verwässern und es erschweren, die Verbreitung des Virus aufzuklären.

Erst vor gut einer Woche hatten die chinesischen Gesundheitsbehörden ihre Zählweise geändert und erklärt, nun würden auch solche Patienten aus der besonders betroffenen Provinz Hubei und ihrer Hauptstadt Wuhan aufgeführt, bei denen das Virus durch Lungen-Scans nachgewiesen wurde. Dies führte zu einem sprunghaften Anstieg der Zahlen um fast 15.000 Fälle an einem Tag.

15:12 Uhr

Zehntausende Jecken feiern Karnevalsauftakt

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Viel Konfetti gibt es zur Weiberfastnacht in Düsseldorf.

(Foto: picture alliance/dpa)

Als Norddeutsche ohne Karnevalswurzeln sind mir Ausrufe wie "Helau" und "Alaaf" etwas fremd. Um niemandem auf den Schlips zu treten, halte ich mich deswegen bei den Jecken raus - wobei heute, an Weiberfastnacht, ja die Krawatten abgeschnitten werden ...

  • Aber auch ohne mich geht es heute in den Karnevalshochburgen rund. Zehntausende Menschen haben in Köln, Düsseldorf und Mainz den Beginn des rheinischen Straßenkarnevals gefeiert.
  • Pünktlich um 11:11 Uhr wurde in den drei großen Hochburgen des närrischen Treibens die heiße Phase des Karnevals eingeläutet. Die Polizei war überall mit einem Großaufgebot im Einsatz. Es gab zunächst allerdings keine Berichte über Zwischenfälle. Die Stadt Köln schrieb auf Twitter: "Alles ruhig, alle ausgelassen."
  • In Düsseldorf und andernorts kam es zum traditionellen Sturm der "Möhnen" auf die Ratshäuser. Auch in Mainz in Rheinland-Pfalz versammelten sich Tausende Feiernde bei in diesem Jahr überall insgesamt wechselhaftem Wetter.
14:45 Uhr

Grenell bleibt US-Botschafter für Deutschland

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Richard Grenell bleibt Berlin treu. Trotz seiner Berufung zum geschäftsführenden Geheimdienstkoordinator von US-Präsident Donald Trump bleibt er US-Botschafter für Deutschland. Wie die Deutsche Presse-Agentur von US-Diplomaten erfuhr, wird er die Amtsgeschäfte trotz seines vorübergehenden Wechsels nach Washington in vollem Umfang fortführen. Es werde erwartet, dass er nach "einigen Monaten" nach Berlin zurückkehren werde, sobald ein neuer Geheimdienstkoordinator benannt und vom US-Senat bestätigt worden ist.

Trump hatte den Wechsel Grenells ins Weiße Haus auf Twitter verkündet. Der Botschafter gilt als Vertrauter des US-Präsidenten und hat in seiner Funktion immer wieder deutliche Kritik an der Politik der Bundesregierung geübt, vor allem bei den Themen Verteidigungsausgaben, Atomabkommen mit dem Iran, Nord Stream 2 und der möglichen Beteiligung des chinesischen Mobilfunkunternehmens Huawei an einem deutschen 5G-Netz.

14:25 Uhr

Ekelerregende Zustände: Hat Betrieb verdorbene Eier verarbeitet?

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Die Pro Ovo GmbH in Österreich: Der Betrieb hat angeblich verdorbene Eier verarbeitet und weiterverkauft.

(Foto: picture alliance/dpa)

Ich hoffe, Sie haben heute noch keine Eier gegessen, ansonsten könnte Ihnen diese Meldung übel aufstoßen.

  • Ein großer Lebensmittelbetrieb in Österreich soll laut Medienberichten verdorbene Eier zu Eigemisch verarbeitet und weiterverkauft haben. Das flüssige Gemisch sei an Bäckereien, Nudelhersteller und Gefrierkostfabrikanten geliefert worden, berichteten die "Süddeutsche Zeitung" und die "Oberösterreichischen Nachrichten". Die Staatsanwaltschaften St. Pölten in Österreich und München haben Ermittlungen aufgenommen.
  • Die beiden Zeitungen stützen sich unter anderem auf Aussagen eines Privatdetektivs. Von ihm vorgelegte Fotos dokumentierten ekelerregende Zustände. "Rohe Eier, aus denen Maden kriechen und an denen Schimmel haftet. Dotter, die eigelb sein müssten, aus denen aber pechschwarze Flecken hervorstechen, dazu bestialischer Gestank", schrieben die "Oberösterreichischen Nachrichten". Eier seien über Monate hinweg gelagert worden.
  • Der Betrieb im Bezirk Amstetten wollte sich auf Nachfrage nicht zu den Vorwürfen äußern. Die Staatsanwaltschaft St. Pölten bestätigte Ermittlungen wegen Betrugsverdachts. "Die Ermittlungen sind in einem frühen Stadium. Es gibt noch keinen abschließenden Überblick", sagte ein Behördensprecher. Obwohl verdorbene Rohware nicht verarbeitet werden dürfe, sei sie möglicherweise als Grundlage für Backwaren oder Nudeln verwendet worden.
14:15 Uhr
Breaking News

Kommission empfiehlt Erhöhung des Rundfunkbeitrags

Der Rundfunkbeitrag soll aus Sicht einer Expertenkommission zum Januar 2021 von derzeit monatlich 17,50 Euro um 86 Cent auf 18,36 Euro steigen. Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) übergab in Berlin ihren Bericht mit dieser Empfehlung an die Bundesländer, die in der Sache das letzte Wort haben und darüber noch entscheiden müssen.

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14:05 Uhr

Schichtwechsel

Janis Peitsch verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend, ich übernehme den "Tag" bis zum späten Abend. Mein Name ist Ina Bullwinkel, ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag!

13:59 Uhr

Friedrich Merz hängt weiteren Job an den Nagel

Seit der Rücktrittsankündigung von Annegret Kramp-Karrenbauer wird Friedrich Merz als Anwärter auf den Posten des CDU-Chefs gehandelt. Vor zwei Wochen legte der 64-Jährige bereits seinen Aufsichtsratsposten beim Vermögensverwalter Blackrock nieder, um mehr Zeit für die CDU zu haben. Nun gibt er ein weiteres Unternehmensmandat auf.

Die Verpflichtung von Merz im Verwaltungsrat der schweizerischen Stadler Rail AG laufe im April turnusgemäß nach fünf Jahren aus, bestätigte ein Sprecher des Ex-Unionsfraktionschefs. "Über die Nachfolge entscheidet der Verwaltungsrat nächste Woche".

13:28 Uhr

"Das Boot"-Kameramann streitet vor Gericht

Anfang der 80er Jahre spielte der Film "Das Boot" von Regisseur Wolfgang Petersen viele Millionen ein. Chefkameramann Jost Vacano erhielt damals für seine Arbeit an dem Welterfolg umgerechnet etwa 100.000 Euro.

*Datenschutz

Der 85-Jährige fordert seit Längerem für seine Leistung eine nachträgliche Vergütung durch die ARD. Doch in dem Streit ist erst mal kein schnelles Ende in Sicht. Einem ursprünglich zugesprochenen Nachschlag von rund 315.000 Euro liegt ein Berechnungsfehler zugrunde, teilte der Bundesgerichtshof heute mit. Das Oberlandesgericht Stuttgart muss den Fall nun neu verhandeln.

Vacano beruft sich auf den Fairnessparagrafen im Urheberrecht. Er sieht eine Nachvergütung vor, wenn die vereinbarte Gegenleistung und die später erzielten Erträge in großem Missverhältnis stehen. In einem zweiten Verfahren in München hatte Vacano unter anderem von der Produktionsfirma rund 588.000 Euro erstritten.

12:26 Uhr

Tochter von Steven Spielberg will Pornostar werden

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Mikaela Spielberg mit ihrem berühmten Vater.

(Foto: ASSOCIATED PRESS)

Mit Werken wie "Schindlers Liste" und "Jurassic Park" gehört Steven Spielberg zu den erfolgreichsten Regisseuren aller Zeiten. Nun will seine Adoptivtochter Mikaela auch eine Karriere im Filmbusiness starten. Allerdings vielleicht nicht so, wie Sie denken. Die 23-Jährige möchte als Pornostar groß rauskommen. Ihr Künstlername: "Sugar Star".

Wie die junge Frau gegenüber der "Sun" erzählte, hätten ihre Eltern mit dem ungewöhnlichen Berufswunsch keine Probleme. "Ich habe Lust, diese Art von Arbeit zu tun. Ich bin in der Lage, andere Menschen zu 'befriedigen'", so Mikaela Spielberg im Interview.

Derzeit wartet die 23-Jährige auf ihre Sexarbeiter Lizenz. Dann möchte sie auch in einem Strip-Club arbeiten.

11:44 Uhr

Angeschossenes Clan-Mitglied wird ausgewiesen

An der Medizinischen Hochschule Hannover spielen sich seit Tagen Szenen wie aus einem Kinothriller ab. Schwer bewaffnete Polizisten bewachen das Krankenhaus. Der Grund ist ein Patient, der in eine blutige Clan-Fehde um Drogengeschäfte verwickelt sein soll. Bereits am 7. Februar war das mutmaßliche Mafia-Mitglied aus Montenegro eingeflogen, um seine Ende Januar erlittenen Schussverletzungen behandeln zu lassen.

Im Streit um die Behandlung des Mannes hat die Stadt nun beschlossen, den Mann ausweisen zu lassen. Der Schwerverletzte aus Montenegro sei verpflichtet, Deutschland sofort zu verlassen, teilte das niedersächsische Innenministerium mit. 

Medienberichten zufolge feuerten Täter in Montenegro 20 Mal auf den Geländewagen des mutmaßlichen Kriminellen. Sieben Kugeln verletzten den Mann lebensgefährlich.

Nach Informationen der "Bild"-Zeitung zahlt der Patient selbst für seine medizinische Behandlung - bislang wohl 90.000 Euro.

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11:17 Uhr

"Copy and Paste"-Erfinder Larry Tesler ist tot

Sein Name dürfte vielen Menschen unbekannt sein - doch jeder Computernutzer kennt seine Erfindung. Nun ist Larry Tesler, Erfinder des "Copy and Paste"-Tastaturbefehls, im Alter von 74 Jahren gestorben. Das bestätigte sein ehemaliger Arbeitgeber Xerox.

Tesler wurde 1945 in New York geboren und startete seine Karriere in den 60er Jahren im Silicon Valley. Dort spezialisierte er sich auf Interface-Design, mit dem Ziel, Computersysteme benutzerfreundlicher zu machen. Die Tastaturbefehle "Cut", "Copy" und "Paste" gehen auf ihn zurück und wurden zunächst in den 80er Jahren fester Bestandteil von Apple-Computern. Noch heute werden die Befehle mit dem typischen Tastaturkürzel ("x" für Ausschneiden, "c" für Kopieren und "v" für Einfügen) versehen.

Neben Xerox arbeitete Tesler im Laufe seines Lebens auch für Amazon, Yahoo und Apple.

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10:41 Uhr

Montréal zieht E-Scootern den Stecker

Seit fast einem Jahr sorgen E-Scooter in zahlreichen Städten für hitzige Diskussionen. Die kanadische Millionenmetropole Montréal zieht nun drastische Konsequenzen und zieht den Elektro-Tretrollern zumindest vorerst den Stecker.

Das im Sommer 2019 gestartete Pilotprojekt mit insgesamt 680 Leihrollern und E-Bikes sei ein "Fehlschlag", erklärten die Behörden. Grund ist demnach, dass sich die große Mehrheit der Nutzer nicht an die Regeln hielt. Zudem hätten die Roller "Chaos" und Probleme für Fußgänger geschaffen.

Deshalb würden 2020 nun "keine Scooter mehr auf den Straßen" fahren. Bei E-Bikes sollen künftig strengere Vorgaben gelten.

Die Anbieter Bird und Lime reagierten enttäuscht. Die Entscheidung werde negative Folgen für die "Mikromobilität" der Stadtbewohner haben, teilte Bird Canada mit.

10:16 Uhr

20 Jahre Haft? Ex-NFL-Profis werden mit 70 Kilo Marihuana erwischt

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Greg Robinson spielte zuletzt für die Cleveland Browns.

(Foto: AP)

Die früheren NFL-Profis Greg Robinson und Jaquan Tyreke Bray stecken nach einem enormen Drogenfund in Erklärungsnot. Beide wurden in Sierra Blanca nahe der mexikanischen Grenze in einem Mietwagen mit gut 70 Kilo Marihuana erwischt. Robinson und Bray sitzen in Haft, ihnen drohen bis zu 20 Jahre Gefängnis. Nach Angaben der Behörden müssen sich beide wegen Drogenbesitzes mit Absicht des Verkaufs verantworten. Offensive Tackle Robinson (27) stand in der abgelaufenen Saison bei den Cleveland Browns in der US-Liga NFL unter Vertrag, Bray (26) hat drei Jahre als Wide Receiver für die Indianapolis Colts gespielt (2015-2018). Gemeinsam mit einem dritten Insassen waren die Footballer unterwegs, als an einem Checkpoint ein Drogenhund anschlug. Tobias Nordmann

"Mehr Sportmeldungen lesen Sie im Sport-Tag"

10:00 Uhr

Feuerwehr-Videos zeigen spektakulären Erdrutsch

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Ein Haus an einem Fluss zu errichten, birgt immer gewisse Risiken. Diese Erfahrung hat nun auch eine Familie im US-Bundesstaat Kentucky gemacht. Durch einen Erdrutsch stürzte ihr Haus in den Tennessee River. Aufnahmen der Feuerwehr von Hardin County haben das spektakuläre Schauspiel auf Video festgehalten. Die Familie ist übrigens nicht zu Schaden gekommen. Sie wurde rechtzeitig in Sicherheit gebracht.

*Datenschutz

 

09:51 Uhr
Breaking News

Mehrjährige Haftstrafen im Prozess um Berliner Goldmünzen-Diebstahl

Im Prozess um den Goldmünzen-Diebstahl im Bode-Museum spricht das Landgericht Berlin mehrjährige Haftstrafen für die Angeklagten aus.

Mehr dazu lesen Sie hier.
09:33 Uhr

Händler haften nicht für Kundenbewertungen auf Amazon

Ein Händler haftet grundsätzlich nicht für Kunden-Bewertungen auf Amazon. Dies entschied nun der Bundesgerichtshof in Karlsruhe.

Im vorliegenden Fall hatten mehrere Kunden unter ein Angebot geschrieben, dass das beworbene Tape schnell gegen Schmerzen helfe. Eine solche Wirkung ist wissenschaftlich aber nicht nachgewiesen. Deswegen klagte der Verband Sozialer Wettbewerb und forderte die Löschung der Kommentare.

Nach Feststellung des Gerichts hatte der Händler aber nicht mit den Kundenbewertungen geworben. Die höchsten deutschen Richter unterstrichen zudem, solche Bewertungen seien vom Verbraucher gewünscht und als Meinung verfassungsrechtlich geschützt.

08:46 Uhr

JU-Chef Kuban wettert gegen Grundrente

Die Junge Union kann sich mit dem Kabinettsentwurf zur Grundrente nicht so richtig anfreunden. Der Entwurf sei "ungerecht gegenüber der jungen Generation und erfüllt die Anforderungen des Koalitionsvertrages nicht", sagte ihr Vorsitzender, Tilman Kuban, der Deutschen Presse-Agentur.

"Die Rentenversicherung weiß heute noch nicht, wie sie das Gesetz in die Realität umsetzen soll. Schon jetzt ist klar, dass die Verwaltungsverfahren bis zum 1. Januar 2021 nicht funktionieren werden." Der Gesetzentwurf verstoße in mehrfacher Hinsicht gegen den CDU-Parteitagsbeschluss und sei überdies verfassungsrechtlich fragwürdig, sagte Kuban. "Die Unionsabgeordneten sollten ihn daher ablehnen."

Die Renten von rund 1,3 Millionen Menschen mit kleinen Bezügen sollen ab kommendem Jahr aufgebessert werden. Nach monatelangem Streit hatte das Bundeskabinett am Mittwoch dafür den Gesetzentwurf von SPD-Arbeitsminister Hubertus Heil zur Grundrente beschlossen.

08:24 Uhr
Breaking News

Generalbundesanwalt übernimmt Ermittlungen im Fall Hanau

Im Fall der tödlichen Schießereien in Hanau übernimmt der Generalbundesanwalt die Ermittlungen. Laut "Bild"-Zeitung soll der mutmaßliche Täter in einem Bekennerschreiben "wirre Ansichten, viele davon auch rechtsradikaler Natur" geäußert haben.

Mehr dazu lesen Sie hier.
08:17 Uhr

Hanau-Bekennerschreiben offenbart wohl rechtsradikale Ansichten

Nach den tödlichen Schüssen im hessischen Hanau ist bei dem mutmaßlichen Täter ein Bekennerschreiben gefunden worden. Die "Bild"-Zeitung berichtete, der mutmaßliche Schütze habe in dem Bekennerschreiben "wirre Ansichten, viele davon auch rechtsradikaler Natur" geäußert.

Die Polizei und die Generalstaatsanwaltschaft in Frankfurt am Main bestätigten die Berichte zunächst nicht. Sie verwiesen auf die laufenden Ermittlungen.

Durch Schüsse an zwei Tatorten waren am vergangenen Abend in Hanau mindestens neun Menschen getötet worden. Ein mutmaßlicher Täter wurde während der anschließenden Großfahndung tot in seiner Wohnung aufgefunden. Dort entdeckte die Polizei noch eine weitere Leiche.

07:48 Uhr

Verdächtige nach Kindermord in Mexiko-Stadt gefasst

Mexiko gilt als gefährlich, besonders für das weibliche Geschlecht. Schätzungen zufolge werden jeden Tag durchschnittlich zehn Frauen in dem lateinamerikanischen Land getötet. In der vergangenen Woche erschütterte ein besonders grausamer Mord an einer Siebenjährigen die Öffentlichkeit.

Die Leiche des jungen Mädchens mit dem Namen Fátima war am Samstag mit Spuren von Schlägen und sexuellen Missbrauchs in Mexiko-Stadt in einer Mülltüte gefunden worden.

Nun hat die Polizei zwei mutmaßliche Täter festgenommen. Das teilte die Regierungschefin von Mexiko-Stadt, Claudia Sheinbaum, mit. Die Polizei hatte bereits kurz nach der Tat einen Mann und eine Frau gesucht. Unklar war zunächst, ob es nun diese beiden sind, die gefasst wurden.

Die Frau war offenbar eine Bekannte der Familie des Mädchens. Auf Aufzeichnungen von Überwachungskameras war sie zusammen mit dem Mädchen zu sehen, das sie zuvor von der Schule abgeholt hatte. 

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07:33 Uhr
Breaking News

Polizei findet Bekennerschreiben und Video von Hanau-Täter

Nach mehreren Gewalttaten mit vielen Toten in Hanau sind nach Informationen aus Sicherheitskreisen ein Bekennerschreiben und ein Video gefunden worden. Beides werde nun ausgewertet, das Motiv sei noch unklar.

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07:00 Uhr

Bundesregierung erschüttert über "entsetzliches Verbrechen" in Hanau

Am späten Montagabend hat ein Mann im hessischen Hanau in zwei Sisha-Bars um sich geschossen und neun Menschen getötet. Wenige Stunden später fand die Polizei den mutmaßlichen Täter und eine weitere Person tot in einer Wohnung.

Mittlerweile hat auch die Bundesregierung auf das schwere Gewaltverbrechen reagiert. "Die Gedanken sind heute morgen bei den Menschen in #Hanau, in deren Mitte ein entsetzliches Verbrechen begangen wurde", schrieb Regierungssprecher Steffen Seibert auf Twitter. "Tiefe Anteilnahme gilt den betroffenen Familien, die um ihre Toten trauern", fügte er hinzu.

Die Hintergründe der Bluttaten sind noch unklar.

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06:49 Uhr

Tag startet frostig

Der Tag startet im Süden und Osten zum Teil mit leichtem Frost und dementsprechend müssen Sie stellenweise mit Glätte durch gefrierende Nässe rechnen. Richtung Westen ist es derweil schon wieder milder mit Frühwerten von 5 bis 7 Grad. Und das liegt an Tief „Wiltrud“, das hier mit seiner Warmfront nicht nur für mildere Luft, sondern auch für etwas Regen oder Schneeregen sorgt. Im Tagesverlauf breiten sich diese Wolken dann Richtung Nordosten aus, während es dahinter mehrheitlich trocken und vor allem im Süden auch freundlich bis sonnig weitergeht.

Somit haben heute - zum offiziellen Start in den Straßenkarneval - die Narren und Jecken in den Karnevalshochburgen im Westen und Südwesten wahrscheinlich Glück und können im Trockenen feiern und schunkeln. Dazu liegen die Temperaturen hier um 11:11 Uhr bei Werten zwischen 4 und 8 Grad. Bis zum Nachmittag steigen die Temperaturen dann auf 7 Grad im Nordosten und auf 13 Grad im Südwesten. Die Hochlagen der östlichen Mittelgebirge bekommen um die 4 Grad. Dazu weht im Südosten ein schwacher bis mäßiger, sonst aber frischer bis stürmischer Südwestwind. Am Abend kommen an der Nordsee teils schwere Sturmböen auf.

Die weiteren Aussichten: morgen ist es - von Schauern und Wind im Norden mal abgesehen - oft schön bei 5 bis 11 Grad. Am Samstag hält die Sonne im Süden dann noch lange durch, während es im übrigen Land nass und teilweise windig bis stürmisch weitergeht. Und auch der Sonntag zeigt sich häufig windig und wechselhaft. Die Temperaturen legen dabei allerdings spürbar zu und bringen es am Samstag auf 8 bis 14 und am Sonntag auf 7 bis 17 Grad. Ihr Björn Alexander

06:24 Uhr

Zwei Passagiere der "Diamond Princess" an Virus gestorben

Japan beklagt weitere Todesopfer durch das Coronavirus: Zwei Passagiere von Bord des Kreuzfahrtschiffes "Diamond Princess" sind an dem neuartigen Erreger gestorben, teilte der japanische Fernsehsender NHK mit. Bei den Opfern handelt es sich um einen 87 Jahre alten Japaner und eine 84 Jahre alte Japanerin. Sie waren positiv getestet und vom Schiff ins Krankenhaus gebracht worden, wo sie nun starben.

Die "Diamond Princess" war vor zwei Wochen wegen des Virus im Hafen von Yokohama unter Quarantäne gestellt worden. Bislang wurden 621 Menschen positiv auf den Erreger getestet worden. Alle Betroffenen kamen in Krankenhäuser. Die Ausschiffung der rund 3000 Menschen auf dem Schiff werde mindestens bis Freitag dauern, hatte die Regierung erklärt.

06:00 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

die Ermittlungen im Zusammenhang mit dem schrecklichen Gewaltverbrechen in Hanau werden das heutige Nachrichtengeschehen dominieren. Eine Zusammenfassung der Ereignisse finden Sie hier. Abseits von Hanau stehen noch folgende Themen auf der Tagesordnung:

  • Die Staats- und Regierungschefs verhandeln bei einem Sondergipfel in Brüssel über den milliardenschweren Haushaltsplan der EU.
  • Knapp drei Jahre nach dem spektakulären Diebstahl einer 100 Kilogramm schweren Goldmünze aus dem Berliner Bode-Museum wird das Urteil gegen vier Angeklagte erwartet.
  • Wenige Tage vor Beginn der Anhörungen zum Auslieferungsantrag der US-Justiz äußern sich Anwälte von Wikileaks-Gründer Julian Assange zu dessen Verteidigung.
  • Der Bundesgerichtshof verkündet ein Urteil zu Produktbewertungen von Kunden im Internet.
  • Rund 5000 Gäste werden am Abend zum 64. Wiener Opernball erwartet.

Bis zum Nachmittag betreue ich für Sie den "Tag". Bei Fragen, Anregungen oder Kritik - gerne eine Mail an janis.peitsch[at]nama.de