Der Tag
2. November 2022
imagemit Uladzimir Zhyhachou
Zum Archiv
22:05 Uhr

"Jetzt ist Ende": Lindner will nicht mehr über AKW-Laufzeiten diskutieren

Bundesfinanzminister Christian Lindner will nicht weiter über die AKW-Laufzeiten in der Koalition diskutieren. "Weil, das ist jetzt einfach mal entschieden. Da muss man auch sagen, jetzt ist Ende", sagte der FDP-Chef bei einer Veranstaltung der Zeitung "Die Zeit" in Berlin. Auf die Frage, ob Deutschland nach der Abschaltung der letzten drei Kernkraftwerke im April auch ohne Atomkraft auskommen werde, antwortete Lindner: "Ich gehe davon aus und wir tun auch alles, dass es dazu kommt." Er sagte weiter, dass er jedoch "sicherheitshalber noch eine Backup-Lösung auf den Hof gestellt hätte".

"Jetzt ist Ende": Lindner will nicht mehr über AKW-Laufzeiten diskutieren
21:42 Uhr

Hunderte Bolsonaro-Anhänger zeigen Hitler-Gruß bei Demo

Hunderte Anhänger des abgewählten brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro haben bei einer Demonstration den Hitler-Gruß gezeigt. Sie reckten vor einer Kaserne in der Ortschaft São Miguel do Oeste im Süden des Landes ihre Arme zum faschistischen Gruß in die Höhe und sangen die Nationalhymne, wie der Fernsehsender Globo berichtete.

Die Staatsanwaltschaft des Bundesstaats Santa Catarina leitete Ermittlungen ein. Die Verherrlichung der Nazi-Herrschaft und das Verwenden nationalsozialistischer Symbole ist auch in Brasilien eine Straftat.

Hunderte Bolsonaro-Anhänger zeigen Hitler-Gruß bei Demo
21:03 Uhr

Applegate über MS-Diagnose: "Ich bin angepisst"

Christina Applegate spricht in einem Interview über ihre Diagnose und den Umgang mit der Krankheit Multiple Sklerose. "Ich werde das niemals akzeptieren", erzählt die Schauspielerin im Gespräch mit der "New York Times": "Ich bin angepisst."

Die Diagnose hatte sie 2021 erhalten. Die Dreharbeiten für die dritte Staffel von "Dead to Me", bei der Applegate eine der beiden Hauptrollen spielt, pausierten daraufhin rund fünf Monate lang. "Ich musste den Verlust meines Lebens verarbeiten, den Verlust dieses Teils von mir. Also brauchte ich diese Zeit", erklärt Applegate.

Am 17. November feiert die neue Staffel der Serie auf Netflix ihre Premiere. "Das ist das erste Mal, dass mich jemand so sieht, wie ich bin", erzählt Applegate in dem Interview weiter. "Ich habe 40 Pfund (ca. 18 Kilogramm) zugenommen, ich kann nicht ohne Stock gehen. Ich möchte, dass die Leute wissen, dass ich mir all dessen sehr bewusst bin." Die Dreharbeiten waren anstrengend, wie die "New York Times" beschreibt. So musste Applegate an manchen Tagen mit einem Rollstuhl von ihrem Trailer zum Set gefahren werden.

Applegate über MS-Diagnose: "Ich bin angepisst"
20:17 Uhr

Kannibale und Mörder: Liberianischer Ex-Rebellenführer muss lebenslang in Haft

Er soll das Herz eines Opfers gegessen und im liberianischen Bürgerkrieg zahlreiche weitere Grausamkeiten begangen haben: Der liberianische Ex-Rebellenführer Kunti Kamara ist in Paris zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Das Gericht befand den 47-Jährigen wegen einer Reihe von Gräueltaten für schuldig.

Zwischen 1989 und 2003 wurden in Liberia schätzungsweise 250.000 Menschen getötet. Zahlreiche Kindersoldaten wurden während des liberianischen Bürgerkrieges unter Drogen gesetzt und zu Grausamkeiten gezwungen.

Kamara soll als Befehlshaber in dem Dorf Foya Zivilisten getötet und die systematische Vergewaltigung von Minderjährigen durch seine Männer ermöglicht haben. Kamara war eher zufällig ins Visier der französischen Justiz geraten. Er hatte jahrelang in den Niederlanden gelebt und dort die Staatsangehörigkeit erhalten. 2016 zog er nach Frankreich, wo ein Opferverband 2018 gegen in klagte.

Kannibale und Mörder: Liberianischer Ex-Rebellenführer muss lebenslang in Haft
19:29 Uhr

Bolsonaro-Anhänger fordern Eingreifen der Armee

Nach der Wahlniederlage des rechtsradikalen brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro fordern Tausende Demonstranten ein Eingreifen der Armee. Proteste gab es unter anderem vor einem Militärstützpunkt in São Paulo, wo Demonstranten eine "sofortige Bundesintervention" forderten. Auch vor dem Hauptquartier der Armee in Brasília fanden Proteste statt.

e Der rechtsradikale Bolsonaro hatte die Präsidentschaftswahl am Sonntag knapp gegen den linksgerichteten Luiz Inácio Lula da Silva verloren. Erst nach rund zweitägigem Schweigen erklärte Bolsonaro am Dienstag, die Verfassung zu "respektieren" und gab damit grünes Licht für die Machtübergabe an Lula.

Bolsonaro-Anhänger blockieren seit Montag an verschiedenen Orten im ganzen Land Straßen. Zuletzt ging die Zahl der Straßenblockaden jedoch zurück.

Bolsonaro-Anhänger fordern Eingreifen der Armee
19:14 Uhr

Gericht verurteilt Boateng wegen Körperverletzung

Das Landgericht München I hat Fußball-Weltmeister Jérôme Boateng in seinem Berufungsprozess wegen Körperverletzung verurteilt. Es verhängte eine Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu 10.000 Euro.

Gericht verurteilt Boateng wegen Körperverletzung
18:48 Uhr

Mann entdeckt Leichenteile am Parkplatz

Im Landkreis Trier-Saarburg in Rheinland-Pfalz hat ein Mann im Bereich eines Parkplatzes Leichenteile entdeckt. Der Zeuge informierte die Polizei über den grausigen Fund in der Nähe der Gemeinde Temmels. Vor Ort entdeckten die Einsatzkräfte die Körperteile einer noch nicht identifizierten Person in einem Gebüsch abseits des Parkplatzes. Nähere Angaben machte die Polizei bislang nicht.

Mann entdeckt Leichenteile am Parkplatz
18:34 Uhr

Bund und Länder einig über Gas- und Strompreisbremse

Bund und Länder haben sich auf die Gas- und Strompreisbremse verständigt. Bei den Gaspreisen soll die Deckelung bei zwölf Cent pro Kilowattstunde liegen, beim Strompreis bei 40 Cent, sagte Bundeskanzler Olaf Scholz nach den Beratungen mit der Länder-Ministerpräsidentenkonferenz. Dies werde jetzt zusammen mit anderen Regelungen umgesetzt wie eine Abschöpfung von sogenannten Zufallsgewinnen bei Stromproduzenten.

Scholz nannte keine Termine für die Umsetzung. Nach den Worten von Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst plädierten die Bundesländer einstimmig dafür, dass die Gaspreisbremse früher als bisher geplant komme, da ansonsten eine Lücke im Januar bleibe, wo sie noch nicht gelte.

Bund und Länder einig über Gas- und Strompreisbremse
18:06 Uhr

Nach zwei Jahren Krieg: Waffenstillstand in Äthiopien vereinbart

Nach fast zwei Jahren Krieg haben die äthiopische Regierung und die Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) einen sofortigen Waffenstillstand vereinbart. Das sagte der Vermittler der Afrikanischen Union (AU), der ehemalige nigerianische Präsident Olusegun Obasanjo, nach Verhandlungen in Südafrika.

Mehr dazu in Kürze.

Nach zwei Jahren Krieg: Waffenstillstand in Äthiopien vereinbart
17:59 Uhr

49-Euro-Ticket kommt - Bund und Länder einigen sich

Für Millionen Fahrgäste kommt im kommenden Jahr ein bundesweites 49-Euro-Monatsticket für Busse und Bahnen im Nah- und Regionalverkehr. Bund und Länder einigten sich über offene Finanzierungsfragen beim Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), wie aus Regierungskreisen verlautet.

Geplant ist ein digitales, deutschlandweit gültiges "Deutschlandticket" für den ÖPNV zu einem Einführungspreis von 49 Euro pro Monat im monatlich kündbaren Abonnement, wie es in einem Beschlussvorschlag des Kanzleramts hieß. Das Ticket solle schnellstmöglich eingeführt werden. Ob ein Start Anfang des Jahres klappt, ist aber offen.

49-Euro-Ticket kommt - Bund und Länder einigen sich
17:38 Uhr

19-Jährige stirbt nach Diskobesuch - von Zug erfasst

Eine 19-Jährige ist nach einem Diskobesuch im bayerischen Burghausen von einem Güterzug überfahren und getötet worden. Die Polizei geht von einem tragischen Unfallgeschehen aus.

Als die junge Frau nach dem Diskobesuch am Montagabend auch bis Dienstagmittag noch nicht nach Hause gekommen war, alarmierten besorgte Angehörige die Polizei. Kurze Zeit später wurde die 19-Jährige tot in einem Gleisbett liegend entdeckt. Ersten Ermittlungen zufolge wurde sie in der Nacht zum Dienstag von einem Güterzug erfasst.

19-Jährige stirbt nach Diskobesuch - von Zug erfasst
17:01 Uhr

Temperaturen in Europa steigen viel schneller als im Rest der Welt

In Europa sind die Temperaturen in den vergangenen 30 Jahren mehr als doppelt so schnell gestiegen wie im globalen Durchschnitt: Laut dem Klimabericht der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) und des Climate Change Service der EU stiegen die Temperaturen in Europa zwischen 1991 und 2021 im Durchschnitt um 0,5 Grad Celsius pro Jahrzehnt an. Der Trend dürfte demnach anhalten.

Aufgrund der Erwärmung hätten die Alpengletscher zwischen 1997 und 2021 rund 30 Meter ihrer Eisdicke verloren, hieß es im Bericht weiter. Auch der grönländische Eisschild schmelze rasch und beschleunige den Anstieg des Meeresspiegels. Im vergangenen Jahr wurde demnach am höchsten Punkt des Eisschilds erstmals Regen statt Schnee registriert.

Die WMO unterteilt die Welt in sechs Regionen. Die europäische Region umfasst 50 Länder und schließt auch eine Hälfte der Arktis ein.

Temperaturen in Europa steigen viel schneller als im Rest der Welt
16:19 Uhr

Mann stürzt durch Gitterrost in Kellerschacht und stirbt

In München ist ein Mann bei Heckenschnittarbeiten an einem Wohnhaus ums Leben gekommen. Wie die Polizei mitteilte, trat der 61-Jährige bei den Arbeiten auf einen Gitterrost, der einen Kellerschacht abdeckte. Dabei löste sich das Gitter, so dass der Mann mehrere Meter in die Tiefe stürzte.

Das Unglück ereignete sich bereits im Oktober. Der Mann zog sich durch den Sturz innere Verletzungen zu. Rund zwei Wochen später starb er in einem Krankenhaus.

Mann stürzt durch Gitterrost in Kellerschacht und stirbt
15:38 Uhr

Familie findet Menschen-Asche in Halloween-Deko

Weltweit ereignen sich die erstaunlichsten Dinge. ntv fasst außergewöhnliche Geschichten für Sie zusammen. Dieses Mal erlebt eine Familie einen echten Halloween-Schock, verursacht ein Lkw-Fahrer beinahe gleich mehrere Unfälle und findet ein Hund Militärparaden zum Gähnen.

Familie findet Menschen-Asche in Halloween-Deko
15:06 Uhr

Klimaaktivisten beschmieren Parteizentralen in Berlin

Klimademonstranten haben die Parteizentralen von SPD, Grünen und FDP in Berlin mit Farbe beschmiert.

An die Hausfassade der Bundesgeschäftsstelle der Grünen in Berlin-Mitte klebten sich außerdem drei Menschen. Insgesamt hätten sich sechs Menschen an der Aktion beteiligt, sagte eine Polizeisprecherin.

image
So sah die SPD-Parteizentrale nach der Aktion aus. (Foto: picture alliance/dpa/TNN)

Etwa zeitgleich gab es Aktionen an den Parteizentralen von SPD und FDP. Am Willy-Brandt-Haus in Kreuzberg hätten zwei Frauen einen Feuerlöscher entleert und die Außenfassade beschmiert, schilderte die Polizeisprecherin. Bei der FDP hätten sich zwei Personen am Hauseingang festgeklebt.

Die Klima-Protestgruppe "Letzte Generation" übernahm die Verantwortung für die Aktionen. Zu der Farbwahl schrieben die Aktivisten auf ihrer Website, "orange Farbe wird durch Warnwesten und Banner viel mit der Letzten Generation in Verbindung gebracht, aber auch mit orangen Gefängnis-Overalls", hieß es. "Die Todesspirale aus Klimakipppunkten beginnt sich bereits zu drehen, und keine der Parteien hat einen Plan, das noch in den Griff zu bekommen", kommentierte die Protestgruppe ihre Aktionen.

Klimaaktivisten beschmieren Parteizentralen in Berlin
14:33 Uhr

Lauterbach: Kita-Schließungen waren nicht nötig

Im Nachhinein ist man immer schlauer. Die Schließung von Kitas während der Corona-Pandemie war aus heutiger Sicht nicht notwendig. Das ergibt sich aus neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen, wie Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach bei der Vorstellung einer aktuellen Studie sagte. "Die Kitas waren keine Infektionsherde", sagte Lauterbach. Die Inzidenz liege bei Kita-Kindern noch hinter der von Grundschulkindern und Jugendlichen. Die Übertragungsrate habe im Untersuchungszeitraum bei 9,6 Prozent gelegen.

"Das müssen wir beachten, wenn wir jetzt in die Winterwelle hineingehen", sagte Lauterbach weiter. Kontaktreduktionen, die Bildung kleiner Gruppen, Masken bei Erwachsenen und das Lüften seien wichtig. "Aber das Schließen von Kitas ist medizinisch definitiv nicht angemessen."

Insgesamt gibt es nach Lauterbachs Einschätzung derzeit aber keinen Grund für eine Entwarnung in der Corona-Pandemie. Es gebe "allenfalls eine Atempause". Die Krankenhäuser arbeiteten am Limit und "die neuen Varianten bauen sich auf". Lauterbach mahnte daher zur Vorsicht. Aber "wir sind gut vorbereitet durch die Impfkampagne."

Lauterbach: Kita-Schließungen waren nicht nötig
14:15 Uhr

Schichtwechsel

Sabine Oelmann verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend, ich übernehme ihren Platz in der Redaktion. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag!

Schichtwechsel
13:50 Uhr

Brand durch Böllerwurf in Fenster, Angriff auf Rollstuhlfahrer, Täter auf der Flucht

Wie verroht kann es noch werden? Jugendliche sollen in Berlin mit Feuerwerkskörpern um sich geworfen und dabei auch einen Brand in einer Wohnung verursacht haben. Zwei Jugendliche hätten am späten Dienstagnachmittag zunächst einen Böller durch ein offenstehendes Fenster in der Zingster Straße in Gesundbrunnen geworfen, teilte die Polizei mit - woraufhin die Vorhänge Feuer fingen. Die Mieter der Wohnung im ersten Stock hätten die Vorhänge auf die Straße geworfen und das Feuer eigenständig gelöscht. Nach den Angaben vom Mittwoch verletzte sich dabei ein 57-Jähriger leicht an den Händen. Er wurde vor Ort ambulant versorgt. Die mutmaßlichen Täter entkamen unerkannt.

Zur selben Zeit sei ein Rollstuhlfahrer vor dem S-Bahnhof Gesundbrunnen aus einer Gruppe von rund 50 Menschen heraus mit Feuerwerkskörpern beworfen worden. Ein Sprengsatz explodierte demnach unter seinem Rollstuhl, der Mann blieb aber unverletzt. Die Polizei nahm nach eigenen Angaben 47 Menschen vorläufig fest, darunter überwiegend Jugendliche, und erteilte Platzverweise.

Einer Sprecherin zufolge wird nun wegen schwerer Brandstiftung und schweren Landfriedensbruchs ermittelt. Ob ein Zusammenhang zwischen den Vorfällen besteht, werde geprüft.

Brand durch Böllerwurf in Fenster, Angriff auf Rollstuhlfahrer, Täter auf der Flucht
13:23 Uhr

Eyelar: Mahsa Amini hätte genauso gut ich sein können

Eyelar, eine junge niederländische Künstlerin mit iranischen Wurzeln, die in London lebt, erklärt sich gern durch ihre erfolgreiche Musik. Momentan aber auch mit Statements wie diesem: "Wir haben keine Wahl, an welchem Ort wir geboren werden – und allein der Gedanke daran, wie viel Zufall da im Spiel ist, bringt meinen Kopf zum Platzen. Trotzdem muss ich in den letzten Wochen, seit dem Tod von Mahsa Amini und den vielen anderen Demonstrierenden im Iran ständig darüber nachdenken.

Mein Vater sagte 1993 zu meiner Mutter: "Wir müssen raus aus dem Iran, es gibt hier keine Zukunft für unsere Kinder". Meine Eltern taten alles dafür, möglichst schnell die Sprache zu lernen, zu studieren und eine Arbeit zu finden. Es fühlte sich fast wie Heimat an, aber natürlich klang mein Name anders. Ich habe es geliebt, jedes Jahr in den Sommerferien in den Iran zurückzukehren.

Die Revolution fand im Jahr 1979 statt, meine Eltern gehören dementsprechend zur letzten Generation, die diesen großen Umbruch miterlebt hat. Basierend auf ihren Erzählungen stellte ich mir ein Land vor, aus dem ganz viel Kunst und Musik und Poesie kam, ein Land mit viel Kultur und gutem Essen. Und wenn ich dann als kleines Mädchen in den Iran zurückkehrte, konnte ich die Überreste davon noch spüren – doch die Revolution war ein Versuch, diese Kultur auszulöschen und sie durch Unterdrückung zu ersetzen. Ich war zwar noch klein, aber mir war klar, dass es kein Recht auf freie Meinungsäußerung gab – und dass das besonders für Frauen galt. 2013 bin ich zum letzten Mal in den Iran gereist. Als ich begonnen hatte, Musik zu machen, konnte ich unmöglich dorthin zurückkehren."

"Mein Bruder fragte mich vor ein paar Tagen, wie ich mich fühle. Ich sagte ihm, dass es nicht darum geht, wie ich mich fühle. Trotzdem ist es so, dass ich mich vor allem schuldig fühle. Denn Mahsa Amini hätte genauso gut ich sein können."

Eyelar: Mahsa Amini hätte genauso gut ich sein können
12:56 Uhr

Ist denn heut' scho' Weihnachten? Riesige Christbaumkugeln fliegen durch Londons Straßen

London wird aktuell von stürmischem Wetter heimgesucht. Das sorgt auf der Tottenham Court Road für einen surrealen Anblick: Starke Winde lösen Weihnachtsdekoration aus ihrer Befestigung und so rollen riesige, silberne Bälle die Hauptstraße entlang. Mehrere Autos müssen den Kugel ausweichen.

Ist denn heut' scho' Weihnachten? Riesige Christbaumkugeln fliegen durch Londons Straßen
12:24 Uhr

Iranischer Rapper Toomaj Salehi "entschuldigt" sich per Video für kritische Aussagen

Nach seiner Festnahme hat sich der bekannte iranische Rapper Toomaj Salehi in einem Video für kritische Aussagen entschuldigt. Staatsmedien verbreiteten am Mittwoch ein Video des Musikers, das ihn mit verbundenen Augen auf dem Boden hockend zeigt. "Ich habe einen Fehler gemacht", sagt Salehi mit gebrochener Stimme. Vor Kurzem las man auf seinem Instagram-Profil noch das Gegenteil: "Dies ist eine Revolution und jeder Schritt, den wir unternehmen, ist notwendig, um sie zu erreichen. Komm zu uns."

Zuvor hatten Angehörige in Salehis Internetauftritten mitgeteilt, dass der Mann auf brutale Weise gefoltert worden sei. Bereits in den vergangenen Wochen revidierten prominente Kritiker ihre Aussagen nach Festnahme. Menschenrechtler werfen der iranischen Führung vor, die öffentlichen Entschuldigungen unter Folter zu erzwingen.

Salehi rappt in seinen Liedern wie "Mauseloch" gegen die Islamische Republik. Auch Korruption ist Thema seiner Musik. Auf seinen Auftritten in den sozialen Medien solidarisierte sich der Rapper früh mit den systemkritischen Protesten im Land. Bereits vor einem Jahr war Salehi festgenommen worden. Damals kam er auf Kaution frei.

Iranischer Rapper Toomaj Salehi "entschuldigt" sich per Video für kritische Aussagen
11:28 Uhr

Gefängnisstrafen für Klimademonstranten möglich

Bundesjustizminister Marco Buschmann bezieht Stellung: In bestimmten Fällen wären auch Gefängnisstrafen für Klimaaktivisten möglich. "Wer Kunstwerke bewirft, kann sich einer Sachbeschädigung strafbar machen. Eine Straßenblockade kann als Nötigung bestraft werden. Und wenn Rettungswagen ausgebremst werden, kommt auch eine Strafbarkeit wegen fahrlässiger Körperverletzung in Betracht", sagte er der "Bild"-Zeitung. "Gesetze sehen neben Geldstrafen auch in bestimmten Fällen Freiheitsstrafen vor." Diese Gesetze gelte es auch durchzusetzen.

Die Grünen-Politikerin Renate Künast sagte, diese Form des Protests führe in eine "Sackgasse". Künast weiter: "Wenn der Kern des Problems nicht mehr diskutiert wird, sondern nur noch die Frage 'ist das ein legitimer Protest' - genauso bei dem Thema Bilder und Museen", sagte sie dem RBB-Inforadio. "Ich finde, es macht keinen Sinn. Es ist eine Sackgasse."

Klimaaktivisten der "Letzten Generation" hatten zuletzt mit aufsehenerregenden Aktionen demonstriert, zum Beispiel im Potsdamer Museum Barbarini ein mehr als 100 Millionen Euro teures Gemälde mit Kartoffelbrei beworfen. Passiert ist dem Kunstwerk dabei nichts, da es von einer Glasschicht geschützt war. Aktionen dieser Art gibt es derzeit häufiger - auch im Ausland.

Gefängnisstrafen für Klimademonstranten möglich
11:13 Uhr

Matthew Perry benutzt keine Dating-Apps mehr

"Friends"-Star Matthew Perry ("Chandler Bing") möchte keine Dating-Apps mehr benutzen. "Ja, ich bin davon weg. Für immer", sagte Perry in einem Interview bei "Radio Andy". "So lernt man keine Leute kennen, das glaube ich nicht. Ich bin mir nicht sicher, wie man Leute kennenlernt, aber das ist nicht der richtige Weg."

Im Moment sei er Single, beteuert er im Interview und teilte gleich mal einige Vorstellungen für eine neue Beziehung: Kein Alkohol und keine Drogen seien zwar gut, aber keine Voraussetzung, erklärte der Schauspieler. Er möchte nur nicht "mit einer Person zusammen sein, die so viel trinkt, dass man sie nicht mehr erkennt."

Perry sprach bereits in mehreren Interviews über seine Suchterkrankung und die Entzüge, die er zum Teil schon während seiner Zeit am Set von "Friends" durchmachte. Im Oktober erzählte er der "New York Times", dass er seit 18 Monaten nicht mehr trinke und keine Drogen nehme.

Matthew Perry benutzt keine Dating-Apps mehr
10:59 Uhr

Baerbock erinnert Scholz an Vereinbarungen zur China-Politik

Außenministerin Annalena Baerbock hat kurz vor der ersten Reise von Kanzler Olaf Scholz nach Peking erneut an die Vereinbarungen der Ampel-Koalition zur China-Politik erinnert. China habe sich in den vergangenen Jahren massiv verändert, so die Politikerin im ZDF-'Morgenmagazin'. "Deswegen haben wir gemeinsam im Koalitionsvertrag verankert, dass wir die China-Politik so ausrichten, wie das viele europäische Länder in der Vergangenheit bereits gemacht haben."

Es gebe zwar eine Zusammenarbeit bei globalen Fragen, aber zunehmend auch einen Wettbewerb, in dem China auch unfaire Methoden anwende. Zudem entwickele sich das Land immer mehr zum "systemischen Rivalen". Genau auf dieser Grundlage des Koalitionsvertrags und auf diesem geostrategischen Verständnis sei sie nach Zentralasien gereist und reise der Kanzler nach China. Dazu gebe es keine Differenzen. Baerbock hatte am Dienstag bereits gesagt, sie erwarte, dass Scholz Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping zentrale Botschaften der Bundesregierung übermittele.

image
Baerbock ist derweil in Usbekistan unterwegs in Sachen Klimawandel. (Foto: Fabian Sommer/dpa)
Baerbock erinnert Scholz an Vereinbarungen zur China-Politik
10:39 Uhr

Schweriner Säugling starb an schweren Schädel-Hirn-Verletzungen

Fünf Tage nach dem Fund eines toten Säuglings in Schwerin ist die Todesursache geklärt. Das Mädchen starb an schweren Schädel-Hirn-Verletzungen, die auf einen Fall aus größerer Höhe schließen ließen, so eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Das habe die Obduktion ergeben. Das Neugeborene habe vorher gelebt.

Der Leichnam des Kindes war am frühen Freitagmorgen von einem Anwohner im Hinterhof eines Mehrfamilienhauses in Schwerin gefunden und die Behörden alarmiert worden. Als Mutter wurde eine 25 Jahre alte Frau aus Schwerin ermittelt. Gegen sie wird nun wegen Verdacht des Totschlags ermittelt. Einzelheiten zu den Umständen des Vorfalls wurden noch nicht mitgeteilt.

Die Frau hatte sich laut Polizei am Freitag in dem Haus in der Feldstadt, einem Stadtteil im Zentrum von Schwerin, aufgehalten, dort aber nicht gewohnt. Sie wurde inzwischen in Untersuchungshaft genommen.

Schweriner Säugling starb an schweren Schädel-Hirn-Verletzungen
09:58 Uhr

Twitter-Häkchen für 8 Dollar pro Monat

Elon Musk wird die Verifikation von Twitter-Nutzern kostenpflichtig machen. "An alle Nörgler, beschwert Euch bitte weiter, aber es kostet acht Dollar." Kritiker hatten sich aber nicht nur an dem Preis für die Verifizierung gestört. Sie befürchten, dass der eigentliche Zweck des Verifizierungshäkchens gefährdet werde, nämlich die Echtheit eines Kontos zu garantieren. Musk will künftig die zahlenden Kunden mit weiteren Vorteilen locken. So sollen Tweets von Abo-Konten künftig bevorzugt behandelt werden.

Bislang hatte Twitter die Symbole mit dem Häkchen, die die Echtheit des Twitter-Profils garantieren, kostenlos vergeben. Vor allem die Konten von Prominenten, Unternehmen, sowie Nutzern mit vielen Followern, etwa Politiker oder Journalisten, wurden damit gekennzeichnet. In der Vergangenheit hatte es aber immer wieder kontroverse Diskussionen um die Verifizierung gegeben, da die Vergabe-Kriterien für viele User nicht transparent genug waren. Musk erklärte, bei Twitter entscheide ein "System aus Fürsten und Bauern" darüber, wer ein Häkchen habe oder nicht. "Das ist Schwachsinn."

Musk will den Verifizierungshaken und andere Vorteile in das bestehende Abo "Twitter Blue" integrieren, das bislang Lesezeichen, einen besonderen Lesemodus sowie die Möglichkeit zur Korrektur eines bereits gesendeten Tweets umfasst. Es ist bislang aber nur in Kanada und den USA verfügbar und kostet knapp fünf Dollar.

Twitter-Häkchen für 8 Dollar pro Monat
09:32 Uhr

Nordkorea feuert Raketen ab - kommen Südkorea so nahe wie noch nie

Nach Nordkoreas Abschuss von mehr als zehn Raketen hat das Land nach Angaben aus Seoul etwa 100 Artillerie-Salven in eine Pufferzone im Meer abgefeuert. "Nordkorea hat rund 100 Artillerie-Salven aus der Gegend Kosong in Kangwon in die 'Pufferzone' nördlich der Nördlichen Begrenzungslinie abgefeuert", erklärten die Generalstabschefs der südkoreanischen Armee. Damit bezogen sie sich auf die Seegrenze zwischen den beiden koreanischen Staaten. Die Seegrenze war zum Ende des Koreakriegs im Jahr 1953 von einer US-geführten UN-Truppe gezogen worden, sie wurde von Pjöngjang jedoch nie anerkannt.

Kurz vor dem Artillerie-Einsatz hatten die südkoreanischen Generalstabschefs mitgeteilt, Nordkorea habe zehn Raketen "unterschiedlicher Art nach Osten und Westen" abgefeuert. Eine Kurzstreckenrakete überquerte demnach die De-Facto-Seegrenze zwischen Nord- und Südkorea. Nach Angaben des Militärs kam das Geschoss den südkoreanischen Hoheitsgewässern "so nahe wie nie zuvor" eine Rakete seit Ende des Koreakriegs. Südkoreas Präsident Yoon Suk Yeol nannte den Vorfall ein "faktisches Eindringen" Nordkoreas in südkoreanisches Gebiet. K

Nordkorea feuert Raketen ab - kommen Südkorea so nahe wie noch nie
08:38 Uhr

Zustand von Berliner Radfahrerin weiter kritisch

Die in Berlin-Wilmersdorf lebensgefährlich verletzte Radfahrerin befindet sich weiterhin in einem kritischen Zustand. Die 44 Jahre alte Radfahrerin war am Montagmorgen in der Bundesallee von einem Betonmischer-Lastwagen überrollt und unter dem Wagen eingeklemmt worden. Feuerwehr-Einsatzkräfte mit Spezialgeräten standen wegen Protesten von Klimademonstranten auf der Stadtautobahn A100 im Stau und trafen erst verspätet am Unfallort ein, weshalb an der Unfallstelle improvisiert werden musste, wie die Feuerwehr betonte.

Die Aktivisten selbst drücken wenig später ihr Bedauern aus. Am Tag darauf versichert ein Gruppenmitglied, dass die Aktivisten weiterhin "mit größtmöglicher Sorgfalt darauf achten" würden, dass durch sie keine Rettungseinsätze oder Notfälle blockiert werden. Wenn ein Rettungswagen durch müsse, stünden die Aktivisten "unverzüglich auf". Anzeichen dafür, dass die "Letzte Generation" künftig auf bestimmte Formen des Protests verzichten könnte, sind nicht zu erwarten. So schrieb Klima-Aktivist Tadzio Müller zum Unfall und an die Adresse seiner Mitstreiter: "Scheiße, aber: nicht einschüchtern lassen. Es ist Klimakampf, nicht Klimakuscheln." Sein Fazit, an Zynismus nicht zu überbieten: "Shit happens." Er löschte den Tweet zwar wieder, aber: Das Thema polarisiert.

Kann und darf der Protest fürs Klima so weit gehen, dass er Menschenleben gefährdet?

  • Nein, sagt Bundeskanzler Olaf Scholz.

  • "Wir verurteilen dieses Verhalten", sagt Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey. Es sei bereits das 18. Rettungsfahrzeug gewesen, das nicht zu einem Unfall durchgekommen sei.

  • Die FDP in Berlin fordert eine zentrale Stelle, die Betroffenen helfen soll, Schadenersatzansprüche geltend zu machen.

  • Der innenpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Frank Balzer, findet, die Justiz müsse mit all ihren Möglichkeiten durchgreifen.

  • Der Landesvorsitzende der Berliner FDP, Christoph Meyer, nannte die Aktivisten "kriminelle Straftäter".

  • Klima-Aktivistin Luisa Neubauer, findet kritische Worte: "Die Legitimation von Aktionen steht und fällt damit, dass Menschen nicht in Gefahr gebracht werden."

Zustand von Berliner Radfahrerin weiter kritisch
08:16 Uhr

Illegaler Handel mit Tigern und Tigerteilen gefährdet Fortbestand

Unfassbare Zahlen, die die Umweltorganisation WWF da veröffentlicht: Sie warnt, dass die illegale Jagd und der Handel mit Tigern und Tigerteilen den Bestand der stark gefährdeten und durch internationale Übereinkünfte geschützten Raubkatze bedroht. Von 2000 bis Mitte 2022 stellten Behörden weltweit nach konservativen Schätzungen rund 3377 ganze Tiger oder ganzen Tigern entsprechende Bestandteile wie Schädel, Klauen oder Zähne sicher, heißt es in einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht des internationalen Artenschutznetzwerks Traffic. Tigerfelle würden etwa als Bettvorleger und Luxusobjekte benutzt, ihre Knochen, Klauen und Zähne zu Medizin oder Amuletten verarbeitet. Lebende Tiger landeten in privaten Sammlungen oder Zuchtfarmen.

Das "ungelöste Dauerproblem" würde den weltweiten Tigerbestand gefährden und jüngste Erfolge beim Schutz der Tigerbestände aufs Spiel setzen, so der Fachbereichsleiter Artenschutz beim WWF Deutschland, Arnulf Köhncke. Angesichts der bald anstehenden Weltartenschutzkonferenz CITES forderte er eine stärkere Strafverfolgung von Wilderei und Schmuggel von Tigern.

Es gibt in der Natur in Asien nach WWF-Angaben rund 4500 Tiger. Die Tierart steht auf der Roten Liste. Grundsätzlich haben sich Tigerländer - das sind Indien, wo mit Abstand am meisten Tiger leben, Russland, China sowie mehrere Länder in Süd- und Südostasien - darauf verständigt, die Tiere zu schützen. Vor 12 Jahren setzten sie sich das Ziel, die Zahl frei lebender Tiger bis ins chinesische "Jahr des Tigers" 2022 zu verdoppeln. Bislang haben Indien, Nepal und Russland entsprechende Erfolge bekannt gegeben.

Illegaler Handel mit Tigern und Tigerteilen gefährdet Fortbestand
07:51 Uhr

Beliebtheit von Biden leicht gestiegen

Eine Woche vor den US-Kongresswahlen ist der Rückhalt von Präsident Joe Biden bei den Wählern und Wählerinnen leicht gestiegen. Einer Reuters/Ipsos-Erhebung vom Dienstag zufolge liegt sein Zustimmungswert bei über 40 Prozent nach 39 Prozent vor einer Woche.

Die Abstimmung findet am 8. November statt. Gewählt wird das ganze Repräsentantenhaus und gut ein Drittel des Senats.

Biden selbst steht nicht auf dem Wahlzettel. Sollten seine Demokraten jedoch die Mehrheit in nur einer der beiden Kongresskammern verlieren, könnten die Republikaner ihm das Regieren bis zur nächsten Präsidentschaftswahl 2024 erheblich erschweren.

Beliebtheit von Biden leicht gestiegen
07:27 Uhr

"In der Politik nichts mehr zu suchen": zu Guttenberg wird RTL-Moderator

Da werden sich einige jetzt etwas entspannen: Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hat vor seinem ersten Einsatz als RTL-Moderator ein Comeback in der Politik ausgeschlossen. "Nach meinem Empfinden habe ich in der Politik nix mehr zu suchen. Nein, ich kehre nicht mehr in die Politik zurück", sagt er im Interview mit dem Magazin "Stern". Auf die Frage, warum er sich die neue Rolle bei RTL zutraue, wo er unter anderen am 11. Dezember mit Thomas Gottschalk den Jahresrückblick "Menschen, Bilder, Emotionen" moderieren wird, sagte er: "Ich mag viel versemmelt haben, aber der öffentliche Auftritt war meistens irgendwie gelungen."

Da seien auch Elemente der Scharlatanerie dabei gewesen, aber das sei etwas, was ihm seine Kritiker nicht vorwerfen. "Das könnte dazu beigetragen haben, dass man denkt: Den kann man auch vor die Kamera stellen." Im März 2011 hatte zu Guttenberg nach erfolgreichen Jahren als CSU-Politiker wegen einer Plagiatsaffäre um seine Doktorarbeit seine politischen Ämter niedergelegt.

Die neue große Inszenierung sucht er durch den anstehenden TV-Job nach eigenen Worten nicht. "Was meine Eitelkeit angeht, habe ich eine sehr ungesunde Überdosis schon gehabt. Das braucht man nicht noch mal." Aufmerksamkeit sei heute noch mehr als damals "nur noch ein Balanceakt zwischen Shitstorm, Häme und Cancel Culture". Das politische Spektrum sei eine Mischung daraus, "angereichert durch herrliche Schweinereien und Ränkespiele", so zu Guttenberg. "Wie behämmert muss man sein, sich das noch einmal zu wünschen?"

"In der Politik nichts mehr zu suchen": zu Guttenberg wird RTL-Moderator
07:15 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, ich habe heute folgende Themen im Angebot für Sie:

  • Das Bundeskabinett will heute den Weg für eine weitere Entlastung wegen der hohen Energiepreise frei machen. Im Dezember will der Bund die Abschlagzahlung von Bürgerinnen und Bürgern sowie Firmen übernehmen.

  • Auch viele Fragen wie etwa die künftige Finanzierung der Krankenhäuser oder die Regionalisierungsmittel bei der Bahn hängen mit der Höhe der Entlastungen durch eine Strom- und Gaspreisbremse zusammen. Auf der Tagesordnung stehen zudem eine Nachfolgelösung für das Ende August ausgelaufene 9-Euro-Ticket, die Kosten für das Wohngeld und die Finanzierung der Flüchtlingskosten.

  • Die US-Notenbank Fed steht vor ihrem vierten großen Zinsschritt in Folge und könnte die Obergrenze des geldpolitischen Schlüsselsatzes um 0,75 Prozentpunkte auf bis zu 4,0 Prozent erhöhen. Die Währungshüter in Washington stehen unter Zugzwang, da die hohe Inflation nur in sehr kleinen Schritten zurückgeht.

  • In Israel steht Ex-Ministerpräsident Benjamin Netanjahu vor der Rückkehr an die Schaltstellen der Macht. Nach Prognosen errang sein rechtsgerichtetes Bündnis bei der Parlamentswahl am Dienstag eine knappe Mehrheit. Das endgültige Wahlergebnis, das erst im Lauf der Woche erwartet wird, kann von den Prognosen abweichen. Sie zeigen aber, das der rechte Block stärker als erwartet abgeschnitten hat.

Und ich möchte nicht versäumen darauf hinzuweisen, dass heute, am 2. November, der Tag "Allerseelen" begangen wird. Mit dem gestrigen - vielerorts als Feiertag begangenen - Allerheiligen beginnt die Zeit des Totengedenkens in der römisch-katholischen Kirche. Dabei wird an die vielen Heiligen erinnert, die keinen speziellen, eigenen Gedenktag haben. Einen Tag später, also heute an Allerseelen, wird dann aller verstorbenen Gläubigen gedacht. Ich wollte Sie nur darauf hinweisen, weil ich gestern von einer aufmerksamen Leserin darauf aufmerksam gemacht wurde. Sowas kann in Berlin schonmal an einem vorbei gehen, wenn man bei der Arbeit ist und keinen Feiertag hat. Auch heute begleite ich Sie durch den Tag, wenn Sie mögen. Erreichbar bin ich hier: DERTAG@N-TV.DE.

Das wird heute wichtig
06:57 Uhr

Impfzentrum-Mitarbeiterin vor Gericht wegen Kochsalzlösung statt Vakzin

Im Fall mutmaßlicher Impfungen mit Kochsalzlösung am früheren Corona-Impfzentrum im niedersächsischen Schortens (Landkreis Friesland) muss sich heute eine ehemalige Beschäftigte vor dem Landgericht Oldenburg verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft der 38-Jährigen Körperverletzung in 15 Fällen vor. Die damalige Krankenschwester soll im April vergangenen Jahres 15 Spritzen entweder nur mit Kochsalzlösung aufgezogen oder den Covid-Impfstoff so stark mit Kochsalzlösung verdünnt haben, dass dieser nicht mehr wirkte. Zum Prozessauftakt sollen nach der Anklageverlesung drei Zeugen angehört werden, wie ein Gerichtssprecher sagte.

Die von der Mitarbeiterin aufgezogenen Spritzen wurden von anderen Beschäftigten verwendet, die nichts von dem Handeln der Angeklagten wussten. 15 Menschen sollen in der Folge Spritzen ohne wirksamen Covid-Impfstoff bekommen haben. Hintergrund für die mutmaßlichen Taten der Frau war laut Staatsanwaltschaft ihre "kritische Haltung" gegenüber den Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Der Vorwurf der Körperverletzung ergibt sich aus dem Umstand, dass die Betroffenen dem Einstich mit einer Injektionsnadel für eine Corona-Schutzimpfung zugestimmt hatten. Eine Einwilligung für einen unwirksamen Stoff gab es nicht.

Impfzentrum-Mitarbeiterin vor Gericht wegen Kochsalzlösung statt Vakzin
06:43 Uhr

Kapitol-Polizei fordert mehr Personal zum Schutz für Kongressmitglieder

image
Tom Manger (Foto: AP)

Eine Woche vor den US-Kongresswahlen fordert die Kapitol-Polizei in Washington wegen der aufgeheizten Stimmung im Land zusätzliche Schutzmaßnahmen für die Abgeordneten und Senatoren. Angesichts des gegenwärtigen politischen Klimas in den USA müssten mehr Ressourcen zur Verfügung gestellt werden, um Kongressmitglieder besser schützen zu können, erklärt Tom Manger, Chef der für den Schutz des Parlamentsgeländes zuständigen Polizei-Einheit.

Landesweit würden die Behörden Tausenden Fällen nachgehen, um potenziellen Bedrohungen Einhalt zu gebieten. Eine Präsidialamtssprecherin sagte, die Regierung nehme die Warnung sehr ernst. Erst kürzlich war der Ehemann der Vorsitzenden des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, angegriffen worden.

Die US-Gesellschaft ist seit Jahren tief gespalten. Mehrfach hat sich das in Gewalt entladen, wie im Januar 2021, als ein wütender Mob das Kapitol stürmte. Der damalige republikanische Präsident Donald Trump hatte kurz zuvor die Wahl gegen seinen demokratischen Herausforderer Joe Biden verloren. Trump-Anhänger versuchten daraufhin, die formelle Bestätigung von Bidens Wahlsieg durch den Kongress zu verhindern.

Kapitol-Polizei fordert mehr Personal zum Schutz für Kongressmitglieder
06:27 Uhr

Das Wetter: Es wird tatsächlich Herbst

Heute wird es leicht wechselhaft und windig, im Verlauf vorübergehend freundlich, am Freitag regnerisch und deutlich kühler, am Wochenende durchwachsen, zur neuen Woche hin Wetterberuhigung und etwas wärmer.

Im Norden, anfangs im Westen, später auch an den Alpen Schauer, sonst meist trocken und freundlich, windig bei maximal 12 bis 18 Grad bei einem Wechsel aus Sonnenschein und mal lockeren, mal dichteren Wolken.

Schwacher Tiefdruckeinfluss sorgt für das wechselhafte Wetter, ehe sich im Tagesverlauf mehr und mehr hoher Luftdruck durchsetzt. Hoch ANDRE bringt dann am Donnerstag vorübergehend freundliches Wetter, bevor im Laufe des Tages Tief MARION mit Regenwolken aufzieht. Am Freitag bleibt es unter Tiefdruckeinfluss unbeständig und mit westlicher bis nordwestlicher Strömung fließen deutlich kühlere Luftmassen ein. Das Wochenende gestaltet sich teils wechselhaft, teils freundlich und zur neuen Woche hin deutet sich Hochdruckwetter an.

Das Wetter: Es wird tatsächlich Herbst