Montag, 24. Februar 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:35 Uhr

Das war Montag, der 24. Februar 2020

Bei einem Rosenmontagszug im nordhessischen Volkmarsen ist ein Auto in eine Menschenmenge gefahren. 30 Menschen wurden verletzt, rund ein Drittel davon sind Kinder. Was den Fahrer zu dieser Tat bewogen hat, ist noch völlig unklar.

Was war sonst wichtig:

Ich verabschiede mich in den Feierabend und wünsche Ihnen eine gute Nacht! Bis morgen.

22:10 Uhr

Umstrittener Linken-Kandidat Radtke nicht in Bürgerschaft

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Provokateur Radtke erhielt nicht genug Stimmen.

(Foto: imago images/Andre Lenthe)

Der von den Hamburger Linken im Nachhinein ungewollte Listenkandidat Tom Radtke wird der neuen Bürgerschaft nicht angehören. Laut vorläufigem amtlichen Endergebnis erhielt der 18-Jährige, der Ende Januar durch einen relativierenden Holocaust-Tweet bundesweit Empörung ausgelöst hatte, nicht die nötigen Stimmen. "Ich wurde nicht gewählt, werde aber weiter Politik machen", twitterte er am Abend.

  • Inzwischen läuft nach Angaben der Linken ein Parteiausschlussverfahren gegen ihn.
  • Der Schüler hatte sich in seiner Wahlbewerbung als Klima- und Netzaktivist vorgestellt. Später hatte er im Netz schwere Anschuldigungen gegen führende Köpfe der Fridays-for-Future-Bewegung sowie gegen Linke und Grüne erhoben.
  • Zuletzt hatte er einen Tag vor der Bürgerschaftswahl ein Bild von sich mit einer Fahne der vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuften Identitären Bewegung gepostet - aus der Gedenkstätte für den von den Nazis ermordeten Kommunisten-Führer Ernst Thälmann.
21:37 Uhr

Katze kandidiert bei Kommunalwahl in Frankreich

Nein, Daniela Katzenberger geht nicht in die Politik (gut so). Es geht hier um eine echte Katze namens Rec, sie tritt bei den französischen Kommunalwahlen im März an. Die Katze kandidiert in Rennes im Norden des Landes, wie die Linkspartei La France insoumise (Das unbeugsame Frankreich) mitteilte. Damit will die Partei für den Tierschutz werben.

  • "Es handelt sich um eine symbolische Kandidatur", sagte der stellvertretende Wahlkampfleiter Félix Boullanger. "Selbst wenn wir 99,9 Prozent der Stimmen erhalten, wäre sie nicht gewählt", sagte Boullanger. Damit die Liste nicht für ungültig erklärt wird, soll ein Zweibeiner die Patenschaft für Recs Kandidatur übernehmen.
  • Rec ist auch nicht der wirkliche Name des Tieres: Vielmehr ist "Rec" die Abkürzung des Listen-Namens "Rennes en commun" (etwa: Gemeinsam für Rennes). Dafür hat sich die Linkspartei mit einem Tierschutzbund und anderen Vertretern der Zivilgesellschaft zusammengeschlossen.
  • Zu den Wahlkampfversprechen gehören die Sterilisierung aller streunenden Katzen und ein Verbot von wilden Tieren im Zirkus.
20:54 Uhr

Slowakischer Premier an Coronavirus erkrankt? Sprecherin dementiert

Der slowakische Ministerpräsident Peter Pellegrini ist nach Angaben seiner Sprecherin nicht an dem neuartigen Coronavirus erkrankt. Pellegrini leide an einer Lungenentzündung, "aber das ist alles", sagte seine Sprecherin Patricia Macikova in Bratislava. Zuvor hatten in Brüssel Gerüchte eine mögliche Ansteckung des slowakischen Regierungschefs mit dem Erreger der Lungenkrankheit Covid-19 die Runde gemacht.

  • Pellegrini hatte am Donnerstag am EU-Haushaltsgipfel teilgenommen. Nach seiner Rückkehr nach Bratislava wurde er am Samstag ins Krankenhaus eingeliefert.
  • Am Sonntag veröffentlichte er ein Foto auf seiner Facebook-Seite, das ihn mit nach oben gestrecktem Daumen in einem Krankenhausbett zeigt. Heute kündigte er in einem weiteren Eintrag seine baldige Entlassung an: "Ich glaube, dass ich morgen trotz allem zur Arbeit zurückkehren kann."
  • In der Slowakei wurden bislang keine Coronavirus-Fälle registriert.
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20:34 Uhr

Wein aus Sterne-Restaurant gestohlen - 200.000 Euro Schaden

Das war sicherlich kein Supermarkt-Wein. In Kopenhagen haben Unbekannte den Weinkeller eines Sterne-Restaurants geplündert.

  • Die Diebe hätten "spezifisch nach seltenen Weinen mit sehr hohem Marktwert" gesucht, teilten die Betreiber des Restaurants "Formel B", Rune Jochumsen und Kristian Arpe-Möller, mit. Der geschätzte Schaden belaufe sich auf fast 1,5 Millionen dänische Kronen (200.000 Euro). Die Polizei leitete Ermittlungen ein.
  • Der Einbruch habe sich in der Nacht zum Sonntag ereignet, teilten die Restaurant-Betreiber auf Facebook mit. Demnach wurden rund 60 Weinflaschen gestohlen.
  • Die Diebe waren über das Nachbargeschäft in den Keller eingedrungen. "Sie haben einfach ein Loch in die Wand gebohrt", sagte Arpe-Möller der dänischen Nachrichtenagentur Ritzau. In dem Nachbargeschäft sei nichts gestohlen worden.
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20:11 Uhr
Breaking News

Doch nur 4,9 Prozent: FDP nicht in der Hamburger Bürgerschaft

Die Liberalen scheitern bei den Wahlen zur Hamburger Bürgerschaft an der Fünf-Prozent-Hürde. Das teilt der Landeswahlleiter unter Berufung auf das vorläufige amtliche Endergebnis mit. Die Partei erreicht demnach 4,9 Prozent der Stimmen. Bei der Vorabauszählung am Sonntag hatte die FDP noch bei 5,0 Prozent gelegen. Allerdings erringt die Partei ein Direktmandat in der Hansestadt.

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20:00 Uhr

Die Videos des Tages

19:55 Uhr

Ferrari schließt Museen in Italien

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Wer Michael Schumachers Weltmeister-Autos sehen will, muss bis März - oder sogar länger - warten.

(Foto: imago/Independent Photo Agency)

Ferrari hat auf den Ausbruch des neuen Coronavirus in Italien reagiert und die Museen in Maranello und Modena vorerst bis zum 1. März geschlossen.

In einer Erklärung des Sportautobauers aus Norditalien hieß es zudem, dass Angestellte aus den betroffenen Gebieten oder Besucher von dort zunächst eingeschränkten Zugang hätten. Ferrari hat bis auf Weiteres auch alle externen Besuche einschließlich Fabrikführungen abgesagt. 

Ob und wenn ja, inwiefern die Arbeit des Formel-1-Teams mit dem viermaligen Weltmeister Sebastian Vettel von sämtlichen Maßnahmen betroffen ist, blieb offen.

19:24 Uhr

JVA-Häftling flieht auf Weg zu Beerdigung

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Der Mann saß unter anderem wegen Körperverletzung in JVA Fuhlsbüttel.

(Foto: picture alliance / dpa)

Ein Häftling aus der JVA Fuhlsbüttel in Hamburg ist auf dem Weg zur Beerdigung seines Vaters geflohen.

  • Er sei auf dem Weg zum Öjendorfer Friedhof auf einem Parkplatz in ein Auto gesprungen und weggefahren worden, teilte die Justizbehörde mit.
  • Der Mann sei nach bisherigen Erkenntnissen an den Füßen gefesselt gewesen. 
  • Kurz vor seiner Flucht seien zwei Beamte bei dem 1986 geborenen Gefangenen gewesen, der derzeit eine Freiheitsstrafe wegen Körperverletzung, Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Diebstahls verbüße.
  • Seine reguläre Entlassung stand im April 2022 an. Eine Fahndung nach dem Mann sei zunächst erfolglos geblieben.
18:46 Uhr

Corona-Verdacht bei Italien-Rückkehrer in Köln

In Köln wird seit heute ein Italien-Rückkehrer in einem Krankenhaus unter Verdacht auf das Coronavirus behandelt. Der Mann klagt aktuell über Fieber. Er kam nach Medienberichten am vergangenen Freitag aus der Region Lombardei mit dem Zug nach Deutschland. Die Lombardei ist die vom neuen Coronavirus am stärksten betroffene Region in Italien.

18:21 Uhr

Was macht Hillary Clinton in Berlin?

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Nein, Hillary Clinton singt nicht, sondern stellt auf der Belinale einen Film über sie vor.

(Foto: picture alliance/dpa)

US-Politikerin Hillary Clinton stellt auf der Berlinale zusammen mit Filmemacherin Nanette Burstein die Dokuserie "Hillary" vor.

  • "Ich liebe Berlin, ich liebe Filme. Was könnte besser sein, als beides hier zusammen zu haben?", sagte die ehemalige First Lady auf dem roten Teppich.
  • Begrüßt wurde Clinton von Kulturstaatsministerin Monika Grütters und den Berlinale-Chefs Mariette Rissenbeek und Carlo Chatrian.
  • Zum Haus der Berliner Festspiele waren auch einige Unterstützer Clintons gekommen. Einige wenige Menschen übten aber auch mit Plakaten Kritik an der Politikerin. Nach der Premiere des Vierteilers, der Einblick in Leben und Karriere der 72-Jährigen gibt, steht am Abend ein Filmgespräch mit Clinton auf dem Programm.
18:17 Uhr
Breaking News

Kreise: Merz kandidiert für CDU-Vorsitz

Der frühere Unionsfraktionschef Friedrich Merz will für den CDU-Vorsitz kandidieren. Das erfuhr ntv.de aus seinem Umfeld. Zuvor hatte die Bundespressekonferenz unter dem Titel "Zur Kandidatur für den CDU-Vorsitz" für Dienstag um 11.00 Uhr zu einer Pressekonferenz eingeladen.

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17:52 Uhr

Polizei: 30 Verletzte in Volkmarsen

Bei dem Zwischenfall mit einem Auto in Volkmarsen hat es 30 Verletzte gegeben. Sieben davon seien schwer verletzt. Das sagte Frankfurts Polizeipräsident Gerhard Bereswill. Der Ermittlungsstab zu dem Vorfall wird von Frankfurt aus gesteuert.

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17:48 Uhr
Breaking News

Weinstein wegen Sexualverbrechen schuldig gesprochen

Im Vergewaltigungsprozess gegen Harvey Weinstein hat die Jury den ehemaligen Hollywood-Mogul wegen Sexualverbrechen schuldig gesprochen. Das teilten die Geschworenen am Montag dem Obersten New Yorker Gericht nach tagelangen Beratungen mit.

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17:36 Uhr

Rosenmontag in Köln: Junge Frau von Tram erfasst und getötet

Während des Karnevalstreibens ist in Köln am Rosenmontag eine junge Frau von einer Straßenbahn erfasst und getötet worden. Die Frau sei am Nachmittag am zentralen Barbarossaplatz beim Überqueren der Gleise von einer ausfahrenden Straßenbahn erfasst und tödlich verletzt worden, sagte ein Polizeisprecher. Warum die Frau trotz der anfahrenden Bahn auf die Gleise lief und ob sie selbst zum Karnevalfeiern unterwegs war, blieb zunächst unklar. Die Identität der Toten müsse ebenfalls noch geklärt werden, hieß es von der Polizei.

17:19 Uhr
Breaking News

Polizei: Vorsatz, aber kein Anschlag in Volkmarsen

Die Polizei geht davon aus, dass der Fahrer im nordhessischen Volkmarsen vorsätzlich in den Rosenmontagszug gefahren ist. Das teilte ein Polizeisprecher am Montag in Volkmarsen mit. Hinweise auf eine politisch motivierte Straftat lagen aber nicht vor. "Wir gehen nicht von einem Anschlag aus. Wir gehen von einem vorsätzlichen Tatgeschehen aus."

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17:02 Uhr

Schüsse in Heilbronn? Staatsschutz ermittelt

Nach möglichen Schüssen vor dem Haus von Verwandten des Ditib-Generalsekretärs Abdurrahman Atasoy in Heilbronn ermittelt die Staatsschutzabteilung der Polizei. Die Ermittler suchen nach Zeugen.

  • In der Nacht zum Sonntag habe Atasoys Schwester die Polizei verständigt, weil sie von Knallgeräuschen geweckt worden sei. Der Generalsekretär sei nach einer Sitzung der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (Ditib) in Ludwigshafen zum Übernachten nach Heilbronn gefahren, teilte der Ditib-Bundesverband mit. Atasoy habe die möglichen Schüsse auf sich bezogen, weil er zu diesem Zeitpunkt am Haus angekommen sei.
  • Eine Streife fuhr nach Angaben eines Polizeisprechers zu dem Haus, stellte aber nichts fest. Am Sonntagmorgen habe Atosoy vor dem Haus fünf Hülsen gefunden, die zu Schreckschuss- oder Gaspatronen gehören. Woher die Patronenteile stammen, sei unklar und werde untersucht.
  • In einer Presseerklärung hatte der Ditib-Bundesverband die Polizei kritisiert, dass sie den Vorfall in der Nacht nicht ernst genug genommen habe - besonders vor dem Hintergrund der mutmaßlich rassistischen Morde von Hanau. Ein Polizeisprecher wies das zurück.
16:26 Uhr

Kinderleichen in Auto: Mutter erstach ihre Töchter

Nach dem Fund von zwei toten Kindern und der Mutter im oberbayerischen Manching hat die Obduktion die ersten Ermittlungsergebnisse bestätigt. Demnach hatte die 38 Jahre alte Frau ihre beiden Kleinkinder mit einem Messer umgebracht und sich das Leben genommen.

Die Obduktion der zehn Monate und drei Jahre alten Mädchen habe diesen Verdacht bestätigt, erklärte ein Polizeisprecher. Es gebe keine Hinweise, dass eine weitere Person etwas mit dem Geschehen zu tun habe.

Die 38-Jährige hatte sich am Freitag im oberbayerischen Manching im Treppenhaus eines Bürogebäudes aus dem fünften Stock hinabgestürzt, die Frau starb wenige Stunden später in einer Klinik. Auf dem Parkplatz des Unternehmens stand der Wagen der Mutter mit den Leichen der beiden Kinder und der Tatwaffe.

Rat und Nothilfe bei Suizid-Gefahr und Depressionen

  • Bei Suizidgefahr: Notruf 112
  • Beratung in Krisensituationen: Telefonseelsorge (0800/111-0-111 oder 0800/111-0-222 oder 116-123, Anruf kostenfrei) oder Kinder- und Jugendtelefon (Tel.: 0800/111-0-333 oder 116-111; Mo-Sa von 14 bis 20 Uhr)
  • Bei der Deutschen Depressionshilfe sind regionale Krisendienste und Kliniken zu finden, zudem Tipps für Betroffene und Angehörige.
  • In der deutschen Depressionsliga engagieren sich Betroffene und Angehörige. Dort gibt es auch eine E-Mail-Beratung für Depressive.
  • Eine Übersicht über Selbsthilfegruppen zur Depression bieten die örtlichen Kontaktstellen (KISS).

16:01 Uhr

Siebter Toter in Italien

Bei dem Coronavirus-Ausbruch in Norditalien ist einem Medienbericht zufolge ein siebter Mensch gestorben. Bei dem Toten handele es sich um einen 80-jährigen Mann, der in der vergangenen Woche nach einem Herzinfarkt in ein Krankenhaus in der Stadt Lodi eingeliefert worden sei, meldet die Nachrichtenagentur Ansa. Die Ärzte vermuten, dass er sich dort bei einem anderen Patienten angesteckt habe.

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15:48 Uhr

WHO: Epidemie-Höhepunkt in Wuhan überschritten

Die Coronavirus-Epidemie hat nach Ansicht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ihren Höhepunkt in ihrem Ursprungsort und der am schwersten betroffenen Millionenstadt Wuhan überschritten. Die Risiken würden abnehmen, sagte der Leiter der WHO-Expertengruppe, die heute China besucht hat.

  • Chinas Nationale Gesundheitskommission erklärte, der schnelle Anstieg der Infektionen in Wuhan sei gestoppt, die Epidemie damit allerdings noch nicht beendet worden.
  • In China sind bislang rund 77.000 Infektionen registriert worden, mehr als 2500 Menschen sind daran gestorben. In anderen Ländern sind insgesamt knapp 2.280 Infektionen und 30 Todesfälle bislang erfasst worden.
  • In Genf teilte die WHO mit, die Infektionswelle werde nicht als Pandemie eingestuft. Unter einer Pandemie versteht man eine Infektionswelle mit einem neuen Virus, das schnell und leicht von Mensch zu Mensch weltweit verbreitet werden kann.
15:32 Uhr
Breaking News

Auto rast in Karnevalszug bei Kassel

Im nordhessischen Volkmarsen ist ein Autofahrer in einen Karnevalsumzug gefahren und hat mehrere Menschen verletzt. Das teilte die Polizei mit.

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15:26 Uhr
Breaking News

Dax rutscht unter 13.000-Punkte-Marke

Der deutsche Aktienmarkt setzt seinen Tiefflug fort. Der Dax rutscht mit mit 12.999,89 Punkten unter die 13.000er-Marke. Damit verliert der Leitindex heute fast 600 Punkte.

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15:18 Uhr
Breaking News

Italien meldet sechsten Corona-Toten

In Italien ist laut einem Bericht des öffentlich-rechtlichen Rundfunksenders RAI ein sechster Mensch im Zuge des Coronavirus-Ausbruchs ums Leben gekommen.

Demnach handelt es sich um eine Frau aus der Region Lombardei, bei ihr wurde das Virus erst gestern diagnostiziert. Laut dem Bericht war die Frau bereits an Krebs erkrankt.

Nach dem Virus-Ausbruch in Italien spricht Bundesgesundheitsminister Spahn von einer geänderten Lage. Die Epidemie sei nun in Europa angekommen. Es sei auch möglich, dass sich das Virus in Deutschland ausbreiten werde, sagte Spahn. Deutschland sei aber bestmöglich vorbereitet

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14:35 Uhr

Experten: Coronavirus-Ausbreitung kaum zu stoppen

Britische Mediziner sind sehr skeptisch, ob die weltweite Ausbreitung des neuen Coronavirus noch gestoppt werden kann. "Das Zeitfenster für die Eindämmung des Ausbruchs schließt sich nun sehr schnell", zitierte die britische Zeitung "The Telegraph" Devi Sridhar von der Universität Edinburgh, die zur weltweiten öffentlichen Gesundheit forscht.

Nathalie MacDermott, Expertin für Infektionskrankheiten am renommierten King's College in London, nannte vor allem die Situation in Italien, Südkorea und Iran "sehr besorgniserregend". Dort sei nicht klar, bei wem sich die Menschen infiziert hätten. Dies weise darauf hin, dass sich die Betroffenen bei Personen angesteckt hätten, die keine oder kaum Symptome zeigten und nichts von ihrer eigenen Infektion wüssten. Somit könne sich der Erreger schnell ausbreiten, bevor die ersten Fälle überhaupt nachgewiesen werden.

"Es ist klar, dass nun alle Voraussetzungen für eine Pandemie vorhanden sind", sagte Bharat Pankhania von der Universität Exeter. "Es ist besser, ehrlich zu sein und es zu sagen."

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14:24 Uhr
Breaking News

AKK: CDU-Vorsitz-Kandidaten erklären sich noch diese Woche

Die prominenten Anwärter für den CDU-Parteivorsitz wollen noch diese Woche erklären, ob sie für das Amt kandidieren wollen. Dies teilte die scheidende CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer nach Gesprächen mit den Vorsitz-Aspiranten mit. Die Wahl des neuen Vorsitzenden auf dem Parteitag am 25. April sei dann "für uns auch das klare Signal für den Kanzlerkandidaten oder die Kanzlerkandidatin".

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14:14 Uhr

Schichtwechsel

Juliane Kipper verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend, ab sofort und bis zum späten Abend begleite ich Sie durch den "Tag". Mein Name ist Uladzmir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag!

13:57 Uhr

Elfjährige stirbt in Badewanne an Stromschlag

In Österreich ist ein elfjähriges Mädchen vermutlich an einem Stromschlag in der Badewanne gestorben. Ein angestecktes Ladekabel war in der Nähe der Wanne, das Mobiltelefon lag im Wasser, wie die Polizei berichtete. Der Körper des Kindes habe starke Verbrennungsmerkmale aufgewiesen. Die Elfjährige hatte sich am Sonntag in der elterlichen Wohnung in Dornbirn in die Wanne gelegt und die Badezimmertür zugesperrt, hieß es.

Als die Mutter nach einiger Zeit gegen die Türe klopfte und keine Antwort erhielt, schaute sie durch das Badezimmerfenster. Sie entdeckte ihre Tochter leblos in der Wanne. Ein Familienangehöriger schlug die Tür ein und begann mit der Reanimation. Weder ihm noch dem Notarzt gelang es jedoch, das Kind wiederzubeleben.

13:27 Uhr

Mona Lisa aus Zauberwürfeln für Rekordsumme versteigert

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Invader präsentiert sein Werk seit 2005 weltweit in Ausstellungen. Leonardo da Vincis Original-Gemälde der Mona Lisa hängt im Pariser Louvre und ist für das rätselhafte Lächeln der Porträtierten berühmt.

(Foto: imago images/IP3press)

In Paris ist eine Mona Lisa aus Zauberwürfeln für 480.000 Euro versteigert worden. Das Werk "Rubik Mona Lisa" des französischen Künstlers Invader erzielte damit rund das Vierfache des Schätzpreises von 120.000 bis 150.000 Euro, wie das Auktionshaus Artcurial mitteilte.

Das Bild ist aus fast 330 Zauberwürfeln zusammengesetzt. Der Künstler, der eigentlich Franck Slama heißt, hat sich auf den sogenannten "Rubikubismus" spezialisiert: Er stellt Meisterwerke der Kunst mit Zauberwürfeln nach.

Das Spiel mit den bunten Plastikwürfeln geht auf den ungarischen Designer Ernö Rubik zurück und war in den 1980er-Jahren besonders beliebt.

 

12:48 Uhr

Hersteller ruft Tätowierfarbe zurück

Die Firma Premier Products aus Dänischenhagen in Schleswig-Holstein nimmt zwei Tätowierfarben vorsorglich vom Markt. Bei der Untersuchung von jeweils einer Probe in Italien seien Unstimmigkeiten in der Zusammensetzung der Farbe festgestellt worden, heißt es auf dem Bund-Länder-Portal lebensmittelwarnung.de.

Es handle sich um die Erzeugnisse "INTENZE Desert Sand Medium" (Los-Kennzeichnung: LOT SS245, Haltbarkeitsdatum 31.10.2021) und "INTENZE Light Green" (Los-Kennzeichnung: LOT SS270, Haltbarkeitsdatum 30.4.2023). Bei beiden Erzeugnissen betroffen sind Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein. Bei "INTENZE Light Green" kommen noch Brandenburg, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern dazu.

12:32 Uhr

Jecken zeigen klare Kante gegen Rechts

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Die ganze Nacht von Samstag auf Sonntag hätten die Wagenbauer noch an dem Hanau-Motiv gearbeitet.

(Foto: imago images/Bettina Strenske)

In Köln weint der Dom, Düsseldorf zeigt den Rassismus als tödliche Waffe: Die Karnevalshochburgen beziehen in den Rosenmontagszügen deutlich Position gegen Rechtsextremismus. Bis zur letzten Minute hatten die Wagenbauer an den politischen Mottowagen gearbeitet. Der Bildhauer Jacques Tilly prangert mit seinem Hanau-Wagen im Düsseldorfer Rosenmontagszug die Mitverantwortung von Hetzern in Politik und sozialen Netzwerken für den mutmaßlich rechtsextremistischen Anschlag an. "Es sind viele Täter", sagte Tilly dazu. "Es ist nicht nur einer, der geschossen hat. Diejenigen, die die Tat mental mit vorbereitet haben, tragen auch Verantwortung." Der Wagen stellt Rassismus als Pistole dar, die aus dem Mund eines Mannes mit hochrotem Kopf ragt. Auf seiner Wange steht: "Aus Worten werden Taten!"

Satire müsse gerade auch die ernsten Themen des Lebens kritisch begleiten, sagte Tilly. "Und Ernsteres als dieses Thema Rechtsterrorismus gibt es im Moment überhaupt nicht." Die ganze Nacht von Samstag auf Sonntag hätten die Wagenbauer noch an dem Hanau-Motiv gearbeitet.

12:00 Uhr

Schlagzeilen zum Mittag

11:42 Uhr

China verbietet Verzehr von Wildtieren

Als eine Konsequenz der Coronavirus-Epidemie im Land verbietet China den Handel mit Wildtieren sowie deren Verzehr komplett. Ein entsprechender Vorschlag wurde vom Ständigen Ausschuss des Nationalen Volkskongresses getroffen, wie das chinesische Staatsfernsehen berichtete. Das Verbot solle die "schlechte Gewohnheit des übermäßigen Konsums von Wildtieren" beenden und "Leben und Gesundheit der Menschen wirksam schützen". Das Verbot tritt demnach sofort in Kraft.

In China haben sich inzwischen mehr als 77.000 Menschen mit dem neuartigen Erreger der Atemwegskrankheit Covid-19 infiziert, knapp 2600 Menschen starben. Die meisten Opfer werden aus der zentralchinesischen Provinz Hubei mit ihrer Hauptstadt Wuhan gemeldet. Es wird vermutet, dass der Erreger im Dezember auf einem Markt der Millionen-Metropole von einem Wildtier auf den Menschen übertragen wurde.

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11:13 Uhr

Gräber im Taj Mahal werden für Trump-Besuch aufgehübscht

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US-Präsident Donald Trump ist zu einem zweitägigen Staatsbesuch in Indien eingetroffen. Der indische Premierminister Narendra Modi begrüßte Trump nach der Ankunft in der Stadt Ahmedabad im Bundesstaat Gujarat. Es ist Trumps erste Reise nach Indien als Präsident.

Im Vorfeld seines Besuches sind angeblich zum ersten Mal seit 300 Jahren die Nachbildungen zweier Gräber von Shah Jahan und seiner Frau im Taj Mahal gesäubert worden. Sie wurde mit einer Packung behandelt, bei der eine dicke Schicht Ton aufgetragen und anschließend mit destilliertem Wasser gewaschen wird.

Diese Behandlung ist von der traditionellen Gesichtspackung inspiriert, die Frauen aus Indien auftragen, um attraktiver zu wirken. Das Taj Mahal selbst wurde fünfmal mit einer Tonpackung behandelt, die Repliken der Gräber allerdings nicht. Die echten Gräber des Mogul-Kaisers Shah Jahan und seiner Frau Mumtaz Mahal befinden sich in einer Kammer unter den Repliken.

10:34 Uhr

Amira Pocher wird wegen Wendler-Parodien ihres Mannes angefeindet

Der vermeintliche Beef zwischen Michael Wendler und Oliver Pocher sorgt dafür, dass zunehmend auch Pochers Ehefrau Amira und deren gemeinsames Kind angefeindet werden. Das hat die gebürtige Österreicherin in einer Instagram-Story verraten und sich die Hater sogleich vorgeknöpft.

"Hallo ihr nicht so Lieben da draußen, die meinen, in letzter Zeit extra auf meine Seite kommen zu müssen, um mir zu sagen, was für ein schlechter Mensch ich doch sei." Wegen der Wendler-Parodien ihres Mannes werde inzwischen ihrem "Kind gewünscht, dass es später gemobbt wird". Spätestens damit sei eine Grenze überschritten worden, zumal sie selbst sehr wohl wisse, wie es ist, in der Schule gemobbt zu werden.

Zudem verteidigt sie ihren Mann in der Story: "Ganz nebenbei empfinde ich das Ganze nicht als Mobbing. Das, was Oli macht, ist Comedy." Ihr selbst gehe der ausgeschlachtete Zwist inzwischen aber auch schon auf die Nerven, wie sie am Ende ihres Postings verrät: "Locker bleiben, am Sonntag hat das Ganze ein Ende. Zum Glück, denn ich kann es auch nicht mehr sehen." Sie spielt damit auf die geplante RTL-Show "Pocher vs. Wendler - Schluss mit lustig!" an, die am 1. März steigen soll.

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09:51 Uhr

China verschiebt Nationalen Volkskongress wegen Coronavirus

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Die nächste zehntägige Sitzung hätte eigentlich am 5. März beginnen sollen.

picture alliance/dpa

Wegen der Coronavirus-Epidemie verschiebt China die jährliche Sitzung des Nationalen Volkskongresses. Über einen neuen Termin für das eigentlich im März geplante zehntägige Treffen entscheide der Ständige Ausschuss des Politbüros der regierenden Kommunistischen Partei zu einem späteren Zeitpunkt, berichtete der Staatssender CCTV. Es ist demnach die erste Verschiebung des Volkskongresses seit der Kulturrevolution.

Die Nationale Volkskongress tritt seit 35 Jahren immer im März zusammen. Die rund 3000 Delegierten versammeln sich in der Großen Halle des Volkes in Peking.

09:50 Uhr
Breaking News

CDU plant Sonderparteitag für Ende April/Anfang Mai

In der CDU werden Parteikreisen zufolge der 25. April oder der 9. Mai als Termine für einen Sonderparteitag erwogen, auf dem der neue Vorsitzende gewählt werden soll. Die beiden Daten seien Optionen, die die Parteispitze vorschlage, hieß es in den Kreisen. Eine Entscheidung müsse der CDU-Bundesvorstand fällen. Dieser tagt noch im Laufe des Tages. Die scheidende CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hatte angekündigt, dass sie den Gremien Vorschläge zur Verfahrensweise machen werde.

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09:35 Uhr

AKK will keinen Nachfolger vorschlagen

Die scheidende CDU-Parteivorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer wird nach Darstellung ihres Generalsekretärs Paul Ziemiak keinen Vorschlag machen, wer als ihr Nachfolger CDU-Parteivorsitzender werden soll. Das berichtet die "Bild"-Zeitung.

"Gott sei Dank leben wir nicht in einer Monarchie, in der Ämter einfach vererbt werden", sagte Ziemiak. Kramp-Karrenbauer werde einen Vorschlag zum weiteren Verfahren machen, über den die CDU-Gremien heute beraten werden. Die Entscheidung über den Parteivorsitz liege beim Bundesparteitag. "Es ist nicht so, dass von der Amtsinhaberin das Amt an einen potenziellen Wunschnachfolger übergeben wird", so Ziemiak.

09:20 Uhr

Beratung über CDU-Vorsitz: AKK zieht Söder ins Vertrauen

Die scheidende CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hat sich bei ihren Beratungen mit ihren möglichen Nachfolgern für den Parteivorsitz eng mit CSU-Chef Markus Söder abgestimmt. Aus der Bundes-CDU war am Rande von Sitzungen der Spitzengremien zur Aufarbeitung des CDU-Desasters bei der Hamburg-Wahl und zur Lösung der Führungskrise zu hören, Kramp-Karrenbauer habe sich auch am Wochenende dauerhaft mit Söder abgestimmt. In den vergangenen Tagen habe es weiterhin Gespräche zwischen Kramp-Karrenbauer und den Interessenten für den Parteivorsitz gegeben, bis hin zum Wochenende. Alle Gespräche seien vertrauensvoll verlaufen. AKK habe sich dabei mit ihren Stellvertretern, Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus und Kanzlerin Angela Merkel abgestimmt, hieß es weiter.

08:28 Uhr

Chinesische Provinzen fahren Corona-Notfallpläne zurück

In China lockern zahlreiche Regionen ihre Transport- und Reisebeschränkungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Sie reagieren damit auf eine Aufforderung von Staatspräsident Xi Jinping. Dieser hatte die Firmen des Landes am Sonntag dazu aufgerufen, ihre Arbeit wiederaufzunehmen und Arbeitsplätze zu sichern. Provinzen mit geringen Ansteckungsrisiken sollten ihre Wirtschaft wieder hochfahren, während solche mit hohen Risiken sich auf die Eindämmung der Epidemie konzentrieren sollten.

Daraufhin senkten die Provinzen Yunnan, Guangdong, Shanxi und Guizhou ihre Notmaßnahmen zur Virus-Bekämpfung, die bislang auf der höchsten Stufe lagen. Sie drosselten damit wie bereits die Provinzen Gansu und Liaoning die Verkehrs- und Reisebeschränkungen. Neue Erkrankungsstatistiken signalisierten zu Wochenbeginn eine gewisse Entspannung der Lage.

08:04 Uhr

Verwechslung in Hamburg?:FDP muss um Stimmen bangen

Eine mögliche Verwechslung bei der Stimmerfassung im Wahlbezirk Hamburg-Langenhorn stellt den knappen Wiedereinzug der FDP in die Bürgerschaft infrage. In einem Wahllokal kamen die Liberalen nach der vereinfachten Auszählung am Sonntagabend auf 22,4 Prozent, die Grünen hingegen nur auf 5,1 Prozent. Landesweit war das Ergebnis umgekehrt ausgefallen.

  • "Auffällig ist das auf jeden Fall", sagte Landeswahlleiter Oliver Rudolf. "Den Hinweis, dass es eine Auffälligkeit gibt, habe ich auch schon weitergegeben."
  • Sollte es eine Verwechslung der Zuordnung gegeben haben, würden auf die FDP 423 Stimmen weniger entfallen als bisher angenommen.
  • Da die Partei insgesamt nach den vorläufigen Zahlen nur um 121 Stimmen über der Fünf-Prozent-Hürde liegt, könnte dies dazu führen, dass sie den Einzug ins Stadtparlament doch noch verpasst.
  • "Das kann durchaus ausschlaggebend sein", sagte Rudolf. Alle Stimmen würden am Montag aber ohnehin erneut ausgezählt, sodass ein Irrtum dann auch festgestellt würde.
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07:47 Uhr

Teuer bezahlte Scheinehen bereiten Ämtern Probleme

Ehen können für die Ewigkeit geschlossen werden. Oder nur zum Schein. Kuppler verheiraten immer wieder wildfremde Menschen. So will sich der eine illegal ein Bleiberecht erkaufen, die andere verdient daran.

Die Spuren führen nach China und Vietnam, nach Pakistan, Portugal und auch nach Indien. Mit teuer bezahlten Scheinehen verschaffen sich Ausländer immer öfter das Recht, dauerhaft in Deutschland bleiben zu dürfen. Immer wieder schlägt die Polizei zu und nimmt Verdächtige fest, viele von ihnen sind abgelehnte Asylbewerber. Aber nach Schätzungen der Bundespolizei ist die Dunkelziffer hoch: Zahlreiche Scheinehen fallen im Behördenapparat gar nicht erst auf, sei es im Stress auf dem Amt oder aus mangelnder Erfahrung.

Das Bundeskriminalamt (BKA) nennt die Scheinehe wieder einen "bedeutenden Modus Operandi" in der Schleuserkriminalität. Vor allem abgelehnte Asylbewerber sehen in diesem für sie überaus kostspieligen Weg eine weitere Chance: Die Zahl der Fälle "gewerbs- und bandenmäßigen Einschleusens" sei 2018 vor allem wegen der verbotenen Verkuppelungen von Wildfremden um 84 Prozent auf offiziell 223 gestiegen, auch bei den Verdächtigen gibt es laut BKA-Bundeslagebild einen deutlichen Anstieg um 82 Prozent auf 340. Neuere Zahlen liegen noch nicht vor. Aber angesichts der Dunkelziffer bilden diese Statistiken auch nur einen kleinen Teil der Masse ab.

Ein "Klassiker" scheint das Vorgehen mutmaßlicher Schleuser und Vermittler aus Deutschland und Indien gewesen zu sein, die von heute an in Stuttgart auf der Anklagebank des Landgerichts sitzen. Sie waren im vergangenen Mai und nach monatelangen Ermittlungen bei einer Razzia in mehreren Städten in Baden-Württemberg und im Saarland festgenommen worden und sitzen seither in Untersuchungshaft. Die mutmaßliche Bande soll zwischen Juni 2014 und Mai 2019 mindestens 39 illegale Eheschließungen organisiert haben, vorwiegend mit Männern aus Indien oder Pakistan sowie mit bulgarischen oder griechischen Frauen.

07:23 Uhr

Corona-Fehlalarm legte Zugverkehr am Brenner lahm

Coronavirus-Infizierte als Mitreisende im Zug, Zwangsstopp am Brenner, wenig Informationen über die Lage: Rund 500 Passagiere von zwei Eurocitys erlebten am Sonntagabend zunächst einen Alptraum, der dann aber in ein Happy End mündete.

Denn: Zwei deutsche Frauen, die wegen Fiebers und Hustens verdächtigt worden waren, am Coronavirus erkrankt zu sein, wurden negativ getestet. So konnte ein am italienisch-österreichischen Grenzübergang mehrere Stunden gestoppter Eurocity kurz vor Mitternacht mit 500 Passagieren an Bord seine Fahrt von Venedig via Innsbruck nach München fortsetzen. Wo er dann am frühen Montagmorgen ankam, wenn auch stark verspätet.

Angespannt, erschöpft, aber auch erleichtert - so stiegen die meisten Passagiere am Hauptbahnhof um kurz vor 2.00 Uhr auf Gleis 12 aus. Einige ärgerten sich über die Informationspolitik der Bahn: Ein junges Paar aus Bremen berichtete: "Die Infolage war lange sehr unklar. Die meisten Infos haben wir noch aus dem Internet bekommen." Und eine ältere Frau sagte empört: "Das Informationsangebot war abenteuerlich."

Inzwischen gibt es laut den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) keine Einschränkungen mehr auf der Strecke.

06:51 Uhr

Vater von Hanau-Attentäter in Psychiatrie

Bei dem rassistischen Anschlag in Hanau tötet Tobias R. neun Menschen. Stunden später entdeckt die Polizei die Leiche des Schützen in seiner Wohnung. Dort stoßen die Ermittler auch auf die Leiche seiner 72-jährigen Mutter. Neben dem mutmaßlichen Täter befand sich eine Waffe, insgesamt wurden zwei Waffen sichergestellt. Der Vater war zu dem Zeitpunkt ebenfalls in der Wohnung. Dieser war Behörden in der Vergangenheit unter anderem aufgefallen, weil er Beschwerden erhoben hatte. Er hat nach Angaben des Generalbundesanwalts aber Zeugenstatus und ist kein Beschuldigter. Die Behörden müssen jetzt klären: Wusste er von den Plänen seines Sohnes?

Wie die "Bild"-Zeitung erfahren hat, wurde der 72-Jährige wohl in die Vitos-Psychiatrie nach Gießen gebracht und dort wegen eines schweren Schocks behandelt. Er soll erneut von BKA-Beamten befragt worden sein. Ein Schulfreund berichtet der Zeitung, dass der Vater von Tobias R. ihm verboten haben soll, sich mit Migranten zu befreunden.

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06:34 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

bei der Wahl in Hamburg haben die Regierungsparteien einen klaren Sieg errungen können ihre Koalition mit einer gestärkten Mehrheit in der Bürgerschaft fortsetzen. Die Sozialdemokraten bleiben trotz Verlusten mit 39 Prozent stärkste Kraft, die Grünen konnten ihr Ergebnis von 2015 auf 24,2 Prozent verdoppeln. Deutliche Verluste mussten dagegen CDU, FDP und AfD hinnehmen.

Diese Themen werden heute wichtig:

  • Die CDU-Spitzengremien beraten heute über die Neuordnung der Parteispitze, die Krise in Thüringen und die Wahl in Hamburg. Parteichefin Kramp-Karrenbauer will Präsidium und Vorstand über die Ergebnisse ihrer Gespräche mit den vier CDU-Politikern berichten, die als Aspiranten auf ihre Nachfolge an der Parteispitze gelten.
  • Vor einem Londoner Gericht beginnen heute die Anhörungen im Verfahren um die Auslieferung des Wikileaks-Gründers Assange an die USA. Washington verlangt seit Jahren eine Überstellung des 48-jährigen Australiers. Er ist in den USA wegen der Veröffentlichung geheimer Dokumente und Verstößen gegen das Anti-Spionage-Gesetz angeklagt.
  • Eine mutmaßliche Bande von Schleusern muss sich in den kommenden Monaten in Stuttgart vor Gericht verantworten, weil sie Dutzende Scheinehen arrangiert haben soll. Die acht angeklagten Vermittler kommen vor allem aus Indien.
  • Mit den Rosenmontagszügen erreicht der Straßenkarneval seinen Höhepunkt in den Hochburgen. Die Karnevalisten erwarten an diesem Montag Hunderttausende Zuschauer. Möglicherweise werden die satirischen Wagen dieses Jahr noch politischer als sonst.

Mein Name ist Juliane Kipper und ich versorge Sie bis in den frühen Nachmittag mit Nachrichten. Sie haben Fragen oder Anregungen? Sie erreichen mich unter: juliane.kipper@nama.de

06:20 Uhr

Wenig Sonne, zahlreiche Wolken

Die neue Wetterwoche startet im Nordosten und Osten mit etwas Sonne. Ansonsten sind die Wolken zahlreicher und bringen zeitweise Regen oder Nieselregen mit. Im Tagesverlauf breiten sich die Wolken mit Regen weiter nordostwärts aus. Dafür wird es im Südwesten häufiger trocken und schön.

ntv-Meteorologe Björn Alexander

Der Wind ist nach wie vor kräftig und kann vor allem nachmittags mit starken bis stürmischen Böen einhergehen. Insgesamt ist er mit Spitzen zwischen Stärke 4 und 7 aber deutlich schwächer als gestern.

Die Temperaturen erreichen im Norden und Osten zwischen 5 und 9 Grad. Im übrigen Land wird es hingegen sehr mild mit Höchstwerten zwischen 10 und 18 Grad. Am mildesten ist es am Oberrhein.

Die weiteren Aussichten: zur Wochenmitte meldet sich besonders im Bergland der Winter mit Schnee und Glätte zurück. Hier die Details, mit denen ich Ihnen einen guten Start in den Tag wünsche. Ihr Björn Alexander

05:59 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht