Montag, 21. Juni 2021Der Tag

Heute mit Sabine Oelmann und Max Raudszus
22:30 Uhr

Das war Montag, der 21. Juni

Das, liebe Leserinnen und Leser, war er also: der längste Tag des Jahres 2021. Aber auch dieser muss einmal zu Ende gehen. Das tut er nun - und damit sind wir übrigens auch ganz offiziell im Sommer angekommen. Haben Sie's gemerkt? Es war auch heute wieder ganz schön warm, heiß, möchte man sagen. CDU und CSU jedenfalls haben diesen suuuuuperlangen Tag genutzt, um ihr Programm für die Bundestagswahl im September vorzustellen. Was da drin steht, können Sie hier nachlesen. Ob Sie das, was sich die Unionsparteien ausgedacht haben, ähnlich heiß finden, wie diesen heutigen Sommertag, können Sie selbst beurteilen - oder sich eine Einschätzung hier abholen. Andere Parteien jedenfalls haben ihre Urteile schon gefasst.

Was ansonsten heute noch so Deutschland und die Welt bewegt hat? Da kann ich Ihnen folgende Geschichten und Nachrichten ans Herz legen:

Und damit endet auch für mich dieser lange Tag. Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Abend, bleiben Sie frisch und passen Sie auf sich auf, es soll vor allem im Süden Deutschlands wieder schwere Unwetter und Gewitter geben. Ich wünsche Ihnen eine gute Nacht. Schön, dass Sie bei uns waren.

22:31 Uhr

Küchenuhr von verstorbenem Jan Fedder bringt stattliche Summe bei Auktion

Eine Küchenuhr aus dem Nachlass des Hamburger Schauspielers Jan Fedder (1955 - 2019) mit einem Bild des Michels ist für 14.155 Euro versteigert worden. Dieses Geld sei von einem Spender geboten worden, der allerdings ungenannt bleiben möchte, teilte die Hauptkirche St. Michaelis in Hamburg mit.

Die Uhr, die der Witwe Marion Fedder zufolge mehr als 25 Jahre in der Küche ihres Bauernhofes gestanden hat, war Teil einer größeren Aktion zugunsten des Hamburger Michels. Dabei waren im Rahmen der Auktionsreihe "Hamburg in A(u)ktion" von Hamburg Leuchtfeuer, des Vereins Der Hafen hilft und der Stiftung St. Michaelis 45 außergewöhnliche Dinge von Prominenten, Rettungsringe und Momente unter den Hammer gekommen.

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Eine Uhr für 14.155 Euro. In Worten: Vierzehntausendeinhundertfünfundfünfzig.

(Foto: picture alliance/dpa/St. Michaelis)

Die Topartikel seien neben der Küchenuhr von Jan Fedder Komparsenrollen im "Tatort" und bei "Notruf Hafenkante", Tickets für das Schlepperballett beim Hafengeburtstag 2022, eine grundüberholte Luxusuhr sowie eine exklusive Kirchenführung mit privatem Orgelkonzert im Michel gewesen.

21:59 Uhr

Jugendliche steigen in Schule ein - und kochen dort Spaghetti

Ungewöhnliche Kochstunde: Zwei Jugendliche haben sich in einem Hauswirtschaftsraum einer Schule im nordrhein-westfälischen Goch zum Abendessen getroffen - es gab Spaghetti und Schokolade. Noch bevor die Jugendlichen ihr selbstgekochtes Essen jedoch genießen konnten, bemerkte der Hausmeister die beiden, wie die Polizei mitteilte. Die Jugendlichen seien durch ein offenes Fenster geflüchtet und hätten die kochenden Spaghetti auf dem Herd stehen lassen. Auf dem Boden fanden die Beamten zudem mehrere Schokoriegelverpackungen und leere Getränkedosen. Die beiden Männer sollen zwischen 16 und 18 Jahre alt sein, die Polizei sucht nun nach Zeugen.

21:17 Uhr

Erdogan sieht "neue Ära" in Beziehung zu den USA

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan sieht nach einem Treffen mit seinem US-Kollegen Joe Biden vor einer Woche eine Verbesserung der Beziehungen beider Länder. "Wir glauben, dass wir die Türen zu einer neuen Ära geöffnet haben, die auf positiven und konstruktiven Beziehungen mit den USA basiert", sagte Erdogan heute nach einer Kabinettssitzung zu Journalisten. Die beiden Staatschefs waren sich in der vergangenen Woche bei einem Gipfeltreffen der Nato begegnet. Dabei hätten sie ein konstruktives Gespräch geführt und sich geeinigt, Kommunikationskanäle offenzuhalten, sagte Erdogan.

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Freunde?

(Foto: imago images/Xinhua)

20:47 Uhr

UEFA verbietet offenbar Regenbogen-Arena

Die UEFA hat sich wohl entschieden: Die Münchner Fußball-Arena wird vor dem letzten EM-Gruppenspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Ungarn offenbar doch nicht in Regenbogenfarben leuchten. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, hat die UEFA eine Initiative der Stadt München für die Partie am Mittwochabend abgelehnt.

Weiter heißt es, die elf Stadien sollten nur in den Farben der UEFA und der teilnehmenden Nationen leuchten. Laut "Bild"-Zeitung erklärte DFB-Sprecher Jens Grittner: "Die UEFA gibt ein einheitliches Stadiondesign vor. Und es gibt gute Gründe, dieses einheitliche Stadiondesign auch zu leben. Vielleicht muss man die Beleuchtung nicht unbedingt am Spieltag Mittwoch festmachen." Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter hatte mit Unterstützung eines breiten Bündnisses die UEFA am heutigen Montag offiziell über das Vorhaben informiert.

Sebastian Schneider im "Sport-Tag"

20:42 Uhr

Männer springen in Freibad gleichzeitig von Turm - mehrfacher Schädelbruch

Zwei Männer sind beim Turmspringen in einem Freibad im bayerischen Marktredwitz mit den Köpfen zusammengestoßen und verletzt ins Krankenhaus gekommen. Ein 38-Jähriger habe bei dem Unfall schwerwiegende Verletzungen - diverse Schädelfrakturen - erlitten, sein Zustand sei aber stabil, teilte die Polizei nun mit. Der zweite Springer, ein 26-jähriger Mann, sei schon wieder aus der Klinik entlassen worden. Wie genau es zu dem Unglück kam, war zunächst unklar. Die beiden seien fast zeitgleich vom Fünf- beziehungsweise Zehn-Meter-Turm gesprungen und im Becken mit den Köpfen zusammengestoßen. Sie hätten sich noch selbst an den Beckenrand retten können, wo sie von Bademeistern behandelt wurden.

Auf dem Sprungturm hätte sich eigentlich nur eine Person aufhalten dürfen, teilte die Polizei mit. Das Bad habe der Polizei mitgeteilt, der 38-Jährige sei in Freizeitkleidung auf dem Sprungturm gewesen. Er habe erst den Anschein erweckt, wieder herabzusteigen, sei dann aber doch im gleichen Moment wie der 26-Jährige gesprungen.

20:17 Uhr

Vergessen, Handbremse anzuziehen - Mann meldet Auto als gestohlen

Eine nicht angezogene Handbremse hat in der Gemeinde Itzstedt in Schleswig-Holstein einen Polizeieinsatz ausgelöst. Ein Autofahrer hatte vergessen, die Handbremse von seinem auf einem Tankstellengelände geparkten Fahrzeug anzuziehen, während er in den Shop ging, wie die Polizei Bad Segeberg mitteile. Als der 28-Jährige wieder herauskam, bemerkte er demnach, dass sein Auto nicht mehr an der Tankstelle stand. Er alarmierte die Polizei, da er von einem Diebstahl ausging. Den Autoschlüssel hatte er im Zündschloss stecken lassen.

Die Polizei nahm die Fahndung auf und fand den gesuchten Wagen mit laufendem Motor, aber ohne Fahrer. Schließlich schaute sich der Tankstellenbetreiber zusammen mit der Polizei die Videoaufzeichnung der Tankstelle an - so wurde klar, dass sich der PKW ohne Fahrer in Bewegung gesetzt hatte und selbstständig über die angrenzende Bundesstraße gerollt war.

20:00 Uhr

Die Videos des Tages

19:43 Uhr

"Friends"-Schauspieler James Michael Tyler hat Krebs im Endstadium

Der US-Schauspieler James Michael Tyler, der in der Erfolgsserie "Friends" den Kellner Gunther spielte, hat Krebs. Im September 2018 sei bei ihm Prostata-Krebs diagnostiziert worden, der auch auf seine Knochen übergegangen sei, sagte Tyler am Montag dem US-Sender NBC. "Seit fast drei Jahren muss ich mit dieser Diagnose umgehen. Es ist jetzt im Endstadium. Wahrscheinlich wird es mich irgendwann kriegen." Bei einer "Friends"-Spezialsendung im vergangenen Monat hatte Tyler nur kurz per Videoschalte mitmachen können. Er habe die Stimmung nicht vermiesen, aber trotzdem dabei sein wollen, sagte der 59-Jährige.

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Tyler spielte in der Sitcom den Kellner Gunther im Stammcafé der "Friends".

(Foto: imago images/Everett Collection)

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19:19 Uhr

Mähfahrzeug überrollt Radfahrerin - Frau stirbt

Eine Radfahrerin ist auf der Schwäbischen Alb von einem Mähfahrzeug überrollt und tödlich verletzt worden. Die 67-Jährige sei im baden-württembergischen Sonnenbühl am Unfallort ihren Verletzungen erlegen, teilte die Polizei mit. Der Fahrer des Unimogs sei mit dem Mähen der Böschung an der angrenzenden Landstraße beschäftigt gewesen, als er rückwärts auf einen landwirtschaftlichen Weg fuhr. Die dort fahrende Radlerin stürzte und wurde von dem Fahrzeug überrollt. Zur Klärung des Unfallhergangs schaltete die Polizei einen Sachverständigen ein.

19:00 Uhr

Wie in umstrittener Baerbock-Attacke: Anzeige stellt Laschet als "Verbote-Moses" dar

Vor zwei Wochen sorgt eine große Anzeigenkampagne der Lobbyorganisation Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) für jede Menge Aufsehen, Empörung und Kritik. Darin wurde die Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock als weiblicher Moses mit zwei Steintafeln voller Verbote abgebildet. Neben dem Vorwurf, es handele sich um unwahre Darstellungen, wurde auch Kritik laut, die Kampagne bediene antisemitische Klischees. Nun haben mehrere Zeitungen eine ähnliche Kampagne abgedruckt - diesmal allerdings gegen CDU-Chef und -Kanzlerkandidat Armin Laschet.

Wie der "Spiegel" berichtet, steckt dahinter diesmal die Plattform "Campact". Unter einem Bild Laschets, der Klemmbretter mit vermeintlichen Verbotsplänen der Union in den Händen hält, steht der Slogan "Wir brauchen keinen Klima-Blockierer". Zu den "Plänen" des CDU-Mannes zählt in den Bildern etwa "Windräder verhindern" und "ÖPNV-Ausbau behindern".

Man habe sich ganz bewusst für den optischen Wiedererkennungswert dieser Darstellung in Bezug auf die INSM-Kampagne entschieden, heißt es von den Machern. Anders als die herabwürdigenden und antisemitsche Ressentiments bedienende Darstellung der INSM-Anzeige fuße die Campact-Kampagne jedoch auf sachlichen Argumenten und Fakten, sagen die Macher.

18:34 Uhr

Reederei: Neuer Mega-Stau der Containerriesen wird noch Wochen dauern

Dem Welthandel drohen erneut Schwierigkeiten durch Einschränkungen im Schiffsverkehr. Durch den Rückstau am chinesischen Hafen Yantian in der Handelsmetropole Shenzhen gibt es nach Einschätzung der weltgrößten Reederei Maersk erhebliche Verzögerungen. Es könne "einige Wochen" dauern, bis sich der Stau auflöse, teilte das dänische Unternehmen nun mit.

Am Yantian-Hafen, größtes Containerterminal der Volksrepublik, war wegen eines Corona-Ausbruchs unter Dockarbeitern im Mai für sechs Tage der Betrieb stark eingeschränkt worden. Die Hafenbetreiber hatten angekündigt, dass sich die Lage bis Ende Juni wieder normalisieren solle. Maersk hatte bereits in der vergangenen Woche gewarnt, dass Yantian wichtigster "Flaschenhals" sei. Nun würden nach und nach wieder mehr Arbeiter zurückkehren und mehr Liegeplätze geöffnet werden, erklärte die Reederei jetzt. Der Rückstau werde sich dabei schrittweise in den kommenden Wochen auflösen.

Für die international verzahnten Lieferketten und den weltweiten Handel bedeutet der Stau eine erneute Belastungsprobe. Ende März hatte das Containerschiff "Ever Given" tagelang den Suez-Kanal und damit Importe aus Asien blockiert, weil es sich in der Fahrrinne quergestellt hatte.

18:04 Uhr

Im Rhein ertrunken: In Niederlanden angespülte Leichen sind vermisste Mädchen aus Duisburg

Nun ist es also traurige Gewissheit: Die beiden seit der vergangenen Woche vermissten Mädchen aus Duisburg sind tot. Bei den beiden in den Niederlanden angeschwemmten Leichen handelt es sich nach RTL-Informationen um die 13- und 14-jährigen Kinder. Sie wurden demnach durch ihre Eltern anhand von Kleidung und Schmuck identifiziert, die auf Fotos erkennbar waren. "Letzte Gewissheit" - so hieß es von der Polizei wörtlich - sollen DNA-Abgleiche bringen, deren Ergebnisse in den kommenden Tagen erwartet würden.

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17:43 Uhr

Aus Verunsicherung wird Kauflaune: Dax zeigt 300-Punkte-Reaktion

Mit 1,8 Prozent Kursverlust ist es für den Dax am Freitag ins Wochenende gegangen, mit einem Aufschlag von 1,0 Prozent beginnt er die neue Handelswoche: Zum Handelsschluss notiert der deutsche Börsenleitindex bei 15.603 Punkten. Dabei beweist der Dax Nehmerqualitäten, denn am Morgen geht es zunächst weiter bergab, das Tagestief liegt bei 15.309 Zählern. Das Tageshoch markiert er mit 15.592 Punkten nur unweit der 15.600er Marke und damit auch nur etwa 200 Zähler von seinem Allzeithoch entfernt.

"Zunächst ist noch die Verunsicherung der Anleger zu spüren. Das große Thema ist: Wann ziehen die Notenbanken die Zinsen an", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Corinna Wohlfeil. "Erst 2023? Oder doch schon 2022, wie jüngst ein Fed-Direktor ins Spiel gebracht hat?" Wohlfeil verweist aber auch darauf, dass Kursrückschläge zum Einstieg genutzt werden. "Der Dax fängt sich deshalb - und die Wall Street hilft dabei: steigende Kurse zum Wochenstart."

Bei den Einzelwerten fahren die Autowerte an die Spitze der Dax-Gewinner: VW-Papiere legen knapp drei Prozent zu, Daimler ebenfalls und Conti etwa 2,5 Prozent. Auf der Verliererseite stehen Fresenius-Aktien mit Abschlägen von rund 2,5 Prozent ganz oben. Bayer-Papiere büßen etwa ein Prozent ein.

Dax
Dax 15.669,29

VW Vorzüge
VW Vorzüge 208,60
Fresenius
Fresenius 45,44

Weitere börsenrelevante Nachrichten des Tages können Sie beim Kollegen Thomas Badtke im "Börsen-Tag" nachlesen.

17:33 Uhr

Vater findet fünfjährigen Sohn tot im eigenen Pool

Ein Fünfjähriger ist im thüringischen Kyffhäuserkreis im heimischen Pool ums Leben gekommen. Der Vater fand den Jungen gestern Nachmittag leblos im Pool, wie die Polizei berichtete. Trotz sofortiger Reanimierungsversuche und dem Einsatz eines Rettungshubschraubers starb das Kind im Krankenhaus. Die Polizei ermittelt nun, wie es zu dem Unglück kommen konnte.

17:05 Uhr

Mächtige Explosion im Video: US-Navy zündet 18.000-Kilo-Bombe neben Flugzeugträger

Ein Kriegsschiff wird für harte Zeiten gebaut. Entsprechend rigoros sind die Testverfahren der US-Navy. Spektakulär sind die sogenannten "Full Ship Shock Trials", bei denen Sprengsätze im Umfeld des Bootes gezündet werden. Ein neues Video zeigt den Flugzeugträger "USS Gerald Ford" im Härtetest.

17:00 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:43 Uhr

Erstmals in ihrer Geschichte: Bundeswehr vereidigt Militärrabbiner

Der bisherige sächsische Landesrabbiner Zsolt Balla ist in der Leipziger Synagoge zum ersten Militärbundesrabbiner in der Geschichte der Bundeswehr vereidigt worden. Erstmals seit 100 Jahren gibt es damit wieder einen jüdischen Seelsorger im deutschen Militär, wie es vom Zentralrat der Juden hieß. Weitere sollen folgen. "Mit der Berufung von Militärrabbinern knüpfen wir an eine alte Tradition an und schlagen zugleich ein neues Kapitel auf", erklärte Josef Schuster, Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland. Das Wirken der Rabbiner werde für die Soldaten eine Bereicherung sein. Die Amtseinführung des Militärbundesrabbiners sei ein historischer Tag für die jüdische Gemeinschaft in Deutschland. Nach der Unterzeichnung eines entsprechenden Staatsvertrags durch Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer und Schuster im Dezember 2019 stimmt der Bundestag im Mai 2020 der Berufung von Militärrabbinern zu.

16:26 Uhr

Indiens Premier preist Yoga als "Schutzschild" gegen Corona

Am Welt-Yoga-Tag hat Indien mit der kostenlosen Verteilung von Corona-Impfstoffen an die gesamte erwachsene Bevölkerung begonnen. In einer morgendlichen Ansprache zeigte sich Premierminister Narendra Modi einmal mehr als leidenschaftlicher Anhänger von Yoga - und preist es als "Schutzschild" gegen das Virus. "Ärzte stärken sich durch Yoga und nutzen es auch, um ihre Patienten zu behandeln", sagte der Regierungschef. Yoga sei eine Quelle der "inneren Kraft".

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Indien wurde vom Coronavirus hart getroffen. Dort wurde auch zuerst die heute als Delta-Variante bekannte Mutation entdeckt.

(Foto: picture alliance / Pacific Press)

Während der Pandemie hatte die indische Regierung mehrmals die Wirkung von Yoga und pflanzlichen Arzneimitteln beworben, um sich gegen das Coronavirus zu schützen. Beweise für diese Aussagen legte die Regierung nicht vor, es regt sich auch zunehmend Widerstand dagegen: So protestierten im vergangenen Monat indische Ärzte mit schwarzen Armbändern gegen einen Guru, der behauptet hatte, Yoga könne Covid-19 heilen.

Alle Entwicklungen rund um das Coronavirus lesen Sie in unserem Liveticker.

15:38 Uhr

Vermisster nach vier Tagen tot an Ufer von Badesee gefunden

Polizeitaucher haben den an einem Badesee im niedersächsischen Landkreis Cloppenburg vermissten 30-Jährigen tot am Ufer gefunden. Es sei von einem Unglücksfall auszugehen, teilte die Polizei mit. Hinweise auf ein Fremdverschulden gibt es demnach nicht. Zur zweifelsfreien Klärung der Todesursache soll der Leichnam obduziert werden. Der Vermisste war nach den Erkenntnissen der Polizei zuletzt am Donnerstag am Ufer des Halener Badesees gesehen worden, am Freitag wurde der Rucksack des Mannes nahe dem See entdeckt.

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Rettungskräfte hatten mit einem Großaufgebot nach dem Mann gesucht, ihn aber tagelang nicht finden können.

(Foto: picture alliance/dpa/Nord-West-Media TV)

15:10 Uhr

Vater baut Unfall - und lässt verletzte dreijährige Tochter zurück

Ein Vater hat nach einem Autounfall in Niedersachsen seine dreijährige Tochter zurückgelassen. Das Kind sei mit leichten Verletzungen nahe der Unfallstelle in Twist an Ersthelfer übergeben worden, sagte eine Polizeisprecherin. Ein 31-Jähriger, der laut der Sprecherin der Vater des Kindes ist, und ein 28 Jahre alter Mann flüchteten gestern Abend zunächst, seien aber bei einer größeren Suchaktion aufgegriffen worden. Das Auto der drei sei vorher aus noch ungeklärter Ursache von der Straße abgekommen. Es überfuhr einen Leitpfosten und kollidierte mit Bäumen. Die Männer befreiten das Mädchen aus dem Wrack und ließen es in der Nähe bei den Helfern. Das Mädchen kam mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus. Warum die Männer das Kind zurückließen, ist noch unklar. Die Ermittlungen dauern an.

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Die Männer landen mit ihrem Auto in der Hecke - und lassen Wagen und Kleinkind zurück.

(Foto: picture alliance/dpa/Nord-West-Media TV & Nachrichten)

15:01 Uhr

Bund will 2022 noch mehr neue Schulden machen, als bisher geplant

Der Bund will im kommenden Jahr mehr neue Schulden machen als bisher geplant. Konkret ist eine Nettokreditaufnahme von 99,7 Milliarden Euro vorgesehen, wie aus einer Kabinettsvorlage zum Bundeshaushalt 2022 und der Finanzplanung bis 2025 hervorgeht. In den im März vorgelegten Eckwerten hatte das Finanzministerium noch mit einer Nettokreditaufnahme von 81,5 Milliarden Euro für 2022 gerechnet. Geplant sind nun aber höhere Ausgaben etwa für den Klimaschutz und die Gesundheit. Die im Grundgesetz verankerte Schuldenbremse soll auch im kommenden Jahr vor dem Hintergrund der Corona-Krise ausgesetzt werden. Ab 2023 will der Bund laut Vorlage nicht mehr von der Ausnahmeregelung Gebrauch machen. Die Haushaltspläne stehen aber insofern unter Vorbehalt, als dass der im Herbst neu gewählte neue Bundestag den Etat verabschiedet und es daher noch zu deutlichen Änderungen kommen könnte.

14:33 Uhr

Mädchen verteilt Tabletten in Freibad - zwei Kinder auf Intensivstation

Nach der Einnahme von rezeptpflichtigen Tabletten in einem Freibad in Hildesheim sind zwei elfjährige Kinder auf der Intensivstation behandelt worden. Wie die Polizei mitteilte, bekamen der Junge und das Mädchen gestern Nachmittag starke gesundheitliche Probleme, die Badeaufsicht wählte den Notruf. Die Ermittler gehen davon aus, dass ein 12 Jahre altes Mädchen den Kindern die Tabletten gab. Die Polizei nahm Kontakt zu deren Familie auf. Die Polizei gab Eltern folgende Tipps: "Schaffen Sie eine vertrauensvolle Beziehung. Nehmen Sie die Probleme Ihres Kindes ernst. Klären Sie Ihr Kind über die Gefahren von Drogen und Medikamenten auf."

14:15 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser, der halbe Tag ist rum. Meine Kollegin Sabine Oelmann verabschiedet sich durch die sengende Berliner Sonne in den wohlverdienten Feierabend. Mein Name ist Max Raudszus und ich versorge Sie von nun an mit allerhand bemerkenswerten, weltbewegenden und sicher auch einigen kuriosen Geschichten aus Deutschland und der Welt. Für Fragen, Anregungen oder sonstigen Bemerkungen erreichen Sie mich per E-Mail an max.raudszus[at]nama.de. Ich freue mich, dass Sie da sind!

13:59 Uhr

Die gute Dr.-Specht-Meldung zum Nachmittag: Fortschritte bei Krebsimpfstoff?

Das Mainzer Unternehmen Biontech ist mit seinem Corona-Impfstoff weltbekannt geworden. Ursprünglich war die mRNA-Methode jedoch für einen Krebsimpfstoff entwickelt worden. ntv spricht mit dem Medizinjournalisten Dr. Christoph Specht über jüngste Erfolgsmeldungen zum Krebs-Impfstoffkandidaten BNT 111.

13:52 Uhr

Mann verbarrikadiert sich mit Kindern in der Wohnung und droht Feuer zu legen

Im nordrhein-westfälischen Dörentrup hat sich ein 30-jähriger mit seinen drei Kindern in seiner Wohnung verbarrikadiert und dort Feuer gelegt. Eine Nachbarin hatte am Samstag zunächst einen häuslichen Streit bemerkt und den Notruf gewählt, wie die Bielefelder Polizei mitteilt. Demnach trafen die Beamten bereits auf der Straße auf die verletzte Ehefrau des Tatverdächtigen.

Während die Polizisten versucht hätten, den Mann in der Wohnung zu beruhigen, habe dieser Gegenstände aus den Fenstern geworfen und gedroht, Feuer zu legen. Als die Einsatzkräfte Brandgeruch wahrnahmen, stürmten sie den Angaben zufolge die Wohnung und überwältigen den Mann. Der 30-Jährige wurde in Gewahrsam genommen. Die Kinder erlitten Rauchvergiftungen und wurden in ein Krankenhaus gebracht.

13:40 Uhr

Bundesregierung gedenkt, den Schul-Betrieb nach den Ferien wieder aufzunehmen - wahrscheinlich

Es wär schwer vermittelbar, am Ende der Ferien in einem krachend vollen Urlaubsbomber in Richtung Heimat zu sitzen und den Kindern dann zu erklären, kaum dass man deutschen Boden erreicht hat, dass die Schulen eventuell gar nicht geöffnet sein werden. Oder nur teilweise. Oder nur an ungeraden Tagen. Oder nur, wenn eine Cheyenne und ein Kevin gleichzeitig in der Klasse sind, aber die nur an geraden Tagen. Oder nur dann, wenn der Lehrer/ die Lehrerin heute Lust hat auf Präsenzunterricht. Es ist ja bei Weitem nicht so, dass Kinder das Ende der Ferien herbeisehnen und sich nichts sehnlicher wünschen, als zur Schule gehen zu können. Aber nach 1,5 Jahren Homeschooling, bescheinigter Kompetenzunterentwicklung - Kinder haben nicht nur nichts gelernt, sie haben auch vieles VERlernt - dürfte auch bis zum letzten Schulschwänzer durchgedrungen sein: "Nicht für die Schule, sondern fürs Leben lernen wir" (Muttimodus Ende).

Die Bundesregierung hat die angestrebte Rückkehr zu einem vollen Schulbetrieb nach den Sommerferien jedenfalls unterstrichen, verweist aber auch auf noch mögliche Corona-Risiken. "Geöffnete Schulen haben eine ganz hohe Priorität", so Regierungssprecher Steffen Seibert, aber angesichts der ansteckenderen Delta-Virusvariante habe man es "nicht mit einer komplett vorauszusehenden Entwicklung zu tun". Das Geschehen sei den Sommer über genau zu beobachten. Die Bundesregierung verwies zudem auf ein Mitte Juni gestartetes Förderprogramm für den Einbau von Luftfilteranlagen für Kitas und Schulen, in denen Kinder bis 12 Jahre betreut werden. Der Bund übernimmt bis zu 80 Prozent der Kosten.

13:07 Uhr

Friedenspreis des Deutschen Buchhandels geht nach Simbabwe

Die simbabwische Autorin und Filmemacherin Tsitsi Dangarembga erhält den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2021. Sie sei nicht nur eine der wichtigsten Künstlerinnen ihres Landes, sondern auch "eine weithin hörbare Stimme Afrikas in der Gegenwartsliteratur", begründet der Stiftungsrat in Frankfurt am Main seine Entscheidung. Dangarembga thematisiere in ihren Werken "die komplexen Unterdrückungsmechanismen von Gender, Rassismus und Kolonialismus".

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Herzlichen Glückwunsch nach Simbabwe!

(Foto: dpa)

In ihrer Romantrilogie zeige Dangarembga soziale und moralische Konflikte auf, die weit über den regionalen Bezug hinausgingen. Somit richteten sich ihre Botschaften an ein breites Publikum in Simbabwe und den Nachbarländern. Dangarembga wurde 1959 in Mutoko im heutigen Nordosten von Simbabwe geboren. Für ihren im Jahr 1988 erschienen Debütroman "Nervous Conditions", der in Deutschland unter dem Titel "Aufbrechen" verlegt wurde, nahm sie der britische Sender BBC in seine Liste der hundert wichtigsten Bücher auf, die die Welt prägten. Ihr dritter Roman "This Mournable Body" erscheint im September dieses Jahres unter dem Titel "Überleben" auf Deutsch.

12:29 Uhr

Kanzlerkandidat Scholz geht nicht tanken und weiß den Preis nicht

Er geht nicht tanken. Aber nicht, weil er ein E-Auto hat, sondern weil er tanken lässt. Und deswegen muss er auch nicht wissen, was ein Liter Benzin kostet. Aha. Und selbst wenn er es wüsste, auch egal, denn: Er hat ein gutes Einkommen. Sorry, aber so wird das doch nix mit der Kanzlerschaft, oder?

Hier der Auszug im Wortlaut des Interviews, das der SPD-Mann der "Bild"-Zeitung gegeben hat: "Ich weiß nicht ganz konkret immer, wo die Benzinpreise sind, weil ich nicht jeden Tag darauf gucke. Und ich habe ja auch ein ganz ordentliches Einkommen, deshalb gehöre ich nicht zu den Leuten, die immer ganz genau bei den Preisen hingucken, deswegen könnte ich auch nicht viele Preise ganz konkret sagen."

Also mit Butter und Kartoffeln, Seife oder Sprudelwasser würde das Spiel auch nicht funktionieren. Soll uns das jetzt beruhigen? Vertrauen schaffen? Vorschlag fürs nächste Mal: Sagen, dass man das jetzt LEIDER nicht so genau sagen könne, sich aber auf jeden Fall informieren wird. Das käme doch besser an beim Wahlvolk, oder?

PS: CSU-Kollege und Selbst-Tanker Andi Scheuer ist da fortschrittlicher: Der Bundesverkehrsminister hat sich eine Benzin-Preis-Vergleichs-App heruntergeladen.

11:46 Uhr

Mann in Ku-Klux-Klan-Kutte schießt am Bahnhof Seehausen mit Softair-Waffe, zwei Verletzte

Eine Person hat bereits am Freitagabend in der Altmark mit einer Softair-Waffe auf Menschen geschossen, berichtet die "Bild"-Zeitung. Die Person hatte sich mit einer Kutte des rassistischen Ku-Klux-Klans verkleidet! Grünen-Politiker Zoltán Schäfer und ein zwölfjähriger Junge wurden dabei verletzt. Beide hatten dort gegen den Ausbau der A14 protestiert.

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Ein Softair-Gewehr, kaum von einer anderen Waffe zu unterscheiden.

(Foto: imago images/Frank Sorge)

Die Szene wurde offenbar von einem Komplizen des Täters gefilmt und ins Netz gestellt. Darin ist zu sehen, wie der Schütze am Bahnhof Seehausen (Sachsen-Anhalt) auftaucht und plötzlich das Feuer auf eine Gruppe Aktivisten eröffnet. Die Anwesenden rannten um ihr Leben, einige versuchten, den Täter zu stellen, vergeblich: Er konnte mit einem blauen Passat flüchten, eine andere Person habe am Steuer gesessen, heißt es.

11:21 Uhr

Internationales Auschwitz Komitee kritisiert Naidoo-Konzert in Rostock

Das Internationale Auschwitz Komitee hat die Entscheidung der Rostocker Bürgerschaft, ein Konzert des umstrittenen Musikers Xavier Naidoo zuzulassen, kritisiert. "Die Vorgänge um das in Rostock geplante Konzert des Sängers sind ein Musterbeispiel dafür, wie der demokratische Staat und seine Institutionen von diesen Kreisen vorgeführt wird, wenn demokratische Parteien in der Abwehr gegen rechtsextreme und antisemitische Kräfte nicht gemeinsam handeln", sagt der Vizepräsident des Komitees, Christoph Heubner.

Naidoo sei im Lager rechtsextremer Verschwörungstheoretiker und Demokratieverächter angekommen. Er gelte in diesem Milieu als Symbolfigur und jeder seiner Auftritte werde als Sieg über das verhasste System gefeiert, erklärt Heubner. Für Überlebende des Holocaust sei es unerträglich, dass einem Sänger, der unverhohlen antisemitische Klischees verbreitet, in einer weltoffenen Stadt eine Bühne geboten wird.

11:12 Uhr

Ehefrau von Bushido mit Personenschützern vor Gericht

Im Strafprozess gegen einen Berliner Clanchef hat die Ehefrau von Rapper Bushido ein ungleiches Verhältnis des Musikers und des damaligen Geschäftspartners Arafat Abou-Chaker geschildert. "Das ist keine Freundschaft, das ist eine völlige Überwachung, ein völliges Ansichziehen aller Dinge", habe sie damals zu ihrem Mann gesagt, so Anna-Maria Ferchichi als Zeugin vor dem Berliner Landgericht. Die 39-Jährige mit Babybauch - sie erwartet Drillinge - wurde von Personenschützern begleitet in den Saal gebracht. Bushido, der auch Nebenkläger ist, war nicht zu sehen.

Dem 45-jährigen Hauptangeklagten A.-Ch. werden Straftaten gegen seinen einstigen Geschäftspartner Bushido vorgeworfen - Beleidigung, Freiheitsberaubung, versuchte schwere räuberische Erpressung, Nötigung und gefährliche Körperverletzung. Drei mitangeklagte Brüder sollen Mittäter sein. Die Vier haben sich im Prozess bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert.

10:26 Uhr

"In eigener/sie Sache" oder auch "Das generische Maskulinum"

It's complicated, aber auf irgendwas muss man sich ja einigen. Und es mag nicht allen gefallen, aber: Die größten deutschsprachigen Nachrichtenagenturen AFP, APA, dpa, epd, Keystone-sda, KNA, Reuters und sid wollen zukünftig zwar noch diskriminierungssensibler berichten als bisher, jedoch vorerst auf den Genderstern und andere Sonderzeichen verzichten. So sollen aber zum Beispiel schrittweise Personenbezeichnungen, die grammatisch gesehen männlich sind, aber bislang Menschen mit jedem biologischen Geschlecht bezeichnen können (Beispiel: "der Mieter"), zurückdrängen. Ob die Nachrichtenagenturen in einigen Jahren ganz auf dieses sogenannte generische Maskulinum verzichten können, "hängt von der weiteren Entwicklung der Sprache ab", heißt es in der Erklärung weiter.

Unklar sei auch, ob und welche Sonderzeichen (Genderstern, Unterstrich, Doppelpunkt et cetera), die auch nicht-binäre Geschlechtsidentitäten abbilden sollen, sich im allgemeinen Sprachgebrauch durchsetzen werden. Die Agenturen wollen aber etliche andere Möglichkeiten nutzen, um diskriminierende Sprache zu vermeiden und Diversität sichtbar zu machen. Dazu zählen unter anderem Doppelformen ("Schülerinnen und Schüler") und geschlechtsneutrale Pluralformen ("Feuerwehrleute", "Fachkräfte").

09:49 Uhr

Es gibt Wölfe, und es gibt Polarwölfe

Die einen sollen abgeschossen werden, die anderen werden gepäppelt: Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner hat sich just für einen gezielten Abschuss einzelner Wölfe ausgesprochen, da in einigen Bundesländern wie etwa Niedersachsen ein "guter Erhaltungszustand beim Wolf erreicht" sei, so Klöckner in der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Im Saarland hingegen tanzt man lieber mit dem Wolf: Dort sind sie noch klein, können aber schon richtig gut heulen.

Tatjana Schneider, die den Wolfspark Werner Freund im saarländischen Merzig leitet, begrüßt ihre Polarwolf-Welpen mit einem ausdrucksstarken "Auuuuu ..." und legt sich zu den Welpen. Die Freude ist groß, ist es doch der erste Nachwuchs seit fast zehn Jahren. Fünf bis sechs Monate bleibt das kleine Rudel zusammen, dann soll jedes Tier ein eigenes Gehege bekommen. Insgesamt 19 Wölfe zählt der Park auf einer Fläche von zwölf Hektar. "Bei uns führen die Wölfe ihr eigenes Leben," so die Expertin. Es gebe "keine Spaziergänge mit Wölfen an der Leine" oder "Anheulen des Vollmonds um Mitternacht mit 40 Leuten im Park". Noch sind Yuki, Anyu und Nova für Besucher nicht zu sehen. Ab Anfang Juli aber sollen sie abends am Haus vor dem Parkeingang zeitweise in ein Gehege gelassen werden, in das Besucher schauen können. Und ab Oktober - so der Plan - werden die dann weißen Polarwölfinnen ihren festen Platz im zugänglichen Park haben.

09:18 Uhr

Fünf Konsequenzen aus dem Ausschuss zum Weihnachtsmarkt-Anschlag in Berlin 2016

Mehr als drei Jahre lang hat im Bundestag ein Untersuchungsausschuss sprichwörtlich jeden Stein umgedreht, um herauszufinden, warum der schlimmste islamistische Terroranschlag auf deutschem Boden nicht verhindert wurde. Obwohl der Attentäter Anis Amri den Sicherheitsbehörden als gewaltbereiter religiöser Fanatiker bekannt war, wurde er weder engmaschig überwacht noch abgeschoben. Jetzt übergibt der Ausschuss einen Abschlussbericht an Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble. Was hat der Ausschuss bewirkt?

  • Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Torsten Renz hat den Leiter des Landesverfassungsschutzes, Reinhard Müller, in den einstweiligen Ruhestand versetzt. Der Untersuchungsausschuss hatte herausgefunden, dass nach dem Anschlag ein potenziell wichtiger Hinweis eines Informanten zu möglichen Komplizen nicht an die Ermittler weitergegeben wurde - weil der Leiter der Abteilung dagegen war.

  • Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge hat einen neuen Ausweis für Asylbewerber eingeführt. Damit können Ausländerbehörden und andere staatliche Stellen besser Informationen zu einzelnen Ausländern austauschen.

  • Die Protokolle der Sitzung des Gemeinsamen Terrorabwehrzentrums von Bund und Ländern (GTAZ) sind heute ausführlicher als vor dem Anschlag. Im Ausschuss hatte sich herausgestellt, dass über Amri zwar 13 Mal im GTAZ gesprochen worden war, aus den Unterlagen aber nicht hervorging, warum man sich so viel Zeit damit ließ, Hinweisen aus Marokko nachzugehen, dass Amri gewaltbereit und gefährlich sei.

  • Mit der Entwicklung des neuen Instruments Radar-ITE, das der Polizei bei der Einschätzung sogenannter islamistischer Gefährder helfen soll, war schon vor dem Anschlag begonnen worden. Die Erkenntnisse des Ausschusses haben jedoch dazu beigetragen, dass die Beamten jetzt nicht mehr vorrangig auf Sachverhalte schauen, sondern auch auf die Persönlichkeit des jeweiligen Islamisten, seine Kontakte und auf seine aktuelle Lebenssituation.

  • Das Berliner Landeskriminalamt hat seit Januar 2020 eine eigene Abteilung "Islamistischer Extremismus und Terrorismus".

08:47 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:42 Uhr

Sonne-Wolken-Mix, wo es noch kracht und: Wird es kühler zum Sommeranfang? Das Wetter ...

Na, wissen Sie auch nicht, was Sie anziehen sollen? Mit dem Wetterbericht wird es etwas leichter, und passend zum kalendarischen Sommerstart gibt es in weiten Teilen Deutschlands einen freundlichen Sonne-Wolken-Mix. Nur im Norden hängen noch die Gewitterreste aus der Nacht, auch im Osten und im Bergland kann es vereinzelt krachen.

07:49 Uhr

Zwei Leichen im Rhein entdeckt

Zwei Leichen sind am Wochenende im Rhein in den Niederlanden entdeckt worden. Ob es sich dabei um die 13 und 14 Jahre alten Mädchen handelt, die nach dem Baden bei Duisburg vermisst wurden, ist noch unklar. Die Leichen wurden an unterschiedlichen Stellen bei Rossum und bei Gendt im Rhein-Mündungsarm Waal angeschwemmt. Die Polizei Duisburg bestätigt lediglich den Fund. Weitere Angaben machte die Behörde nicht.

Am vergangenen Mittwoch hatten zwei Mädchen im Alter von 13 und 14 Jahren gemeinsam mit einer 17 Jahre alten Freundin bei Duisburg im Rhein gebadet. Plötzlich wurden sie unter Wasser gezogen. Die 17-Jährige konnte zwar geborgen werden, sie starb aber nach Wiederbelebungsversuchen. Von den beiden anderen Mädchen fehlte jede Spur, eine großangelegte Suche nach ihnen mit Tauchern und Hubschraubern wurde ohne Ergebnis eingestellt.

07:28 Uhr

Wenn es nach Opa Charles geht, wird Archie niemals Prinz

Paukenschlag in der britischen Monarchie: Prinz Charles plant als zukünftiger König eine Schlankheitskur für die Royals. Und offenbar ist eine endgültige Entscheidung bereits gefallen: Charles soll sich dazu entschlossen haben, dass sein Enkel Archie Mountbatten-Windsor, Sohn von Harry und Meghan, niemals den Adelstitel Prinz führen dürfen wird. Das berichtet die "Mail on Sunday" und bezieht sich dabei auf Palastinsider.

Dass sämtliche Enkel des Königs oder der Königin das automatische Anrecht darauf haben, den Prinzen- oder den Prinzessinnen-Titel zu tragen, will der 72-jährige Charles nun ändern und dieses Vorrecht nur auf die unmittelbaren und wichtigsten Royals in direkter Thronfolger-Linie begrenzen. Der Grund soll allerdings nicht der "Megxit" und die damit einhergehenden Streitereien sein, sondern schlicht Geld.

07:01 Uhr

27 Schüsse in Wedding, mehrere Schwerverletzte, Täter auf der Flucht

In Berlin gab es in der Nacht zum Montag eine Schießerei, das berichtet die "Bild"-Zeitung. Im Stadtteil Wedding unweit einer Bar in der Müllerstraße seien mehrere Schüsse zu hören gewesen. Nach ersten Angaben brachen drei Personen schwer verletzt zusammen. Sie wurden vor Ort von Notfallsanitätern und mehreren Notärzten versorgt und in umliegende Krankenhäuser transportiert. Eine Person schwebt nach Informationen der "Bild"-Zeitung in Lebensgefahr. Eine Frau habe einen Schock erlitten. Der Täter ist weiterhin auf der Flucht.

06:50 Uhr

Das wird heute wichtig

Schon wieder Montag, und die Woche fängt vielerorts mit Regen an - was von den meisten Menschen als Erleichterung betrachtet wird. Wie sehr haben wir am Wochenende doch unter der Hitze geächzt. Aber es war ja dennoch ein gutes Wochenende - von allen Balkonen und aus allen Nachbargärten nicht nur Grillduft, sondern vor allem Torjubel! Bei mir mal wieder zeitversetzt - irgendwelche Nachbarn hatten bereits fünf Sekunden früher die Tore unserer Mannschaft in ihrer Übertragung, dementsprechend natürlich auch immer fünf Sekunden früher der Jubel von nebenan. Aber wir gucken nach vorn! Was wird heute wichtig? Siehe unten. Falls Sie mir schreiben möchten, denn ich begleite Sie heute bis 14 Uhr durch den Tag, dann unter sabine.oelmann@nama.de. Kommen Sie gut in die Woche, vielleicht haben Sie ja bald Urlaub!

  • Es ist der erste größere gemeinsame Auftritt nach ihrem Machtkampf um die Kanzlerkandidatur: Armin Laschet und CSU-Chef Markus Söder wollen gegen 13.00 Uhr das gemeinsame Programm von CDU und CSU zur Bundestagswahl vorstellen. In einem aktuellen Entwurf vom späten Abend spricht sich die Union gegen Steuererhöhungen und für eine Entlastung von kleinen und mittleren Einkommen aus.
  • In Frankfurt wird um 10.00 Uhr bekannt gegeben, wer den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2021 erhält. Die angesehene Auszeichnung ist mit 25.000 Euro dotiert. Im vergangenen Jahr wurde der indische Wirtschaftswissenschaftler und Philosoph Amartya Sen ausgezeichnet.

  • Aus der Parlamentsneuwahl in Armenien sind die Partei von Regierungschef Nikol Paschinjan und der oppositionelle Block des früheren Präsidenten Robert Kotscharjan als stärkste Kräfte hervorgegangen. Wird nun mehr Ruhe in der krisengeschüttelten Südkaukasusrepublik eintreten?

  • In drei von vier Spielen wird heute bei der Fußball-EM noch ums Weiterkommen gekämpft. Das Duell der bereits als Sieger der Gruppe C feststehenden Niederländer mit dem ausgeschiedenen Turnier-Neuling Nordmazedonien um 18.00 Uhr in Amsterdam ist sportlich bedeutungslos. Parallel in Bukarest will Österreich die Ukraine von Rang zwei verdrängen. Zum Abschluss der Gruppe B stehen sich in St. Petersburg um 21.00 Uhr die für die K.-o.-Runde qualifizierten Belgier und Finnland gegenüber. Dänemark spielt zeitgleich in Kopenhagen gegen Russland.

  • Im Strafprozess gegen einen Berliner Clanchef wird um 9.30 Uhr die Ehefrau von Rapper Bushido als Zeugin erwartet. Der Musiker war vom Landgericht Berlin bereits an 25 Prozesstagen befragt worden.

06:26 Uhr

Wetterbedingte Unfälle, aber ruhigere Nacht als zuvor

Gewitter mit teils starken Windböen haben in der Nacht zu Montag Polizei und Feuerwehr in Rheinland-Pfalz gefordert. Bei Vallendar kam am Abend auf regennasser Straße ein Motorradfahrer ins Rutschen und stürzte, wie die Polizei am frühen Montagmorgen mitteilte. Der 53-Jährige wurde schwer verletzt und mit einem Knochenbruch sowie mehreren Prellungen ins Krankenhaus gebracht. Im Landkreis Germersheim stürzten mehrere Bäume auf die Straßen, wie die Polizei mitteilte. Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen niemand.

Insgesamt sei es vielerorts deutlich ruhiger zugegangen als in der Nacht zuvor, bestätigten mehrere Polizeisprecher. "Es gab zwar noch Regen, aber keine größeren Einsätze", so ein Sprecher der Polizei Trier. Auch in Ludwigshafen und Kaiserslautern sei die Nacht zu Montag ruhiger verlaufen als die Nacht zu Sonntag.

06:14 Uhr
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