mit Lea VerstlDas war Montag, der 3. Juli 2023
Liebe Leserinnen und Leser,
mühsame Verhandlungen der Ampel-Koalition gingen voraus, in vier Tagen soll das Heizungsgesetz nun verabschiedet werden. Im Bundestag kamen noch einmal Experten zu Wort. Weder Verbraucher- noch Mieter- oder Vermieterverbände zeigen sich zufrieden. Warum das Gebäudeenergiegesetz noch immer zur Kostenfalle werden kann, erklärt mein Kollege Sebastian Huld.
Ansonsten möchte ich Ihnen diese Geschichten ans Herz legen:
Ich wünsche Ihnen einen friedlichen Abend und eine gute Nacht.
Mann tritt gegen einfahrenden Zug und wird mitgerissen
Am Magdeburger Hauptbahnhof hat ein 42-Jähriger gegen einen einfahrenden Zug getreten und ist dann von ihm erfasst und mitgerissen worden. Wie die Bundespolizei berichtete, saß der Mann am Samstag zunächst an der Bahnsteigkante und ließ seine Beine ins Gleis baumeln. Ein Mitarbeiter der Deutschen Bahn habe ihn dazu aufgefordert, sich vom Gleis zu entfernen. Der 42-Jährige sei daraufhin in das Gleisbett gesprungen.
Als sich ein Zug genähert habe, sei der Mann zurück auf den Bahnsteig geklettert. Bei Einfahrt des Zuges habe der 42-Jährige gegen einen der Wagen getreten und dabei sein Gleichgewicht verloren. Er stürzte demnach zwischen Bahnsteig und Zug und wurde mehrere Meter mitgeschliffen. Umstehende Reisende hätten den Mann in Sicherheit gezogen. Der 42-Jährige war demzufolge ansprechbar und kam schwer verletzt in ein Krankenhaus. Lebensgefahr besteht nicht. Laut Polizei ist der Mann auf den Aufzeichnungen der Überwachungskameras "torkelnd" zu sehen. Ob er tatsächlich betrunken gewesen sei, sei noch nicht abschließend geklärt, sagte eine Sprecherin auf Nachfrage.
Saakaschwili lüftet T-Shirt: Rippen kommen zum Vorschein
Vor seiner Verhaftung 2021 hat er rund 115 Kilogramm gewogen. Nun hat sich der inhaftierte Präsident Georgiens, Michail Saakaschwili, in einem im Fernsehen veröffentlichten Video abgemagert und gebrechlich gezeigt. Der 55-Jährige erschien per Videoschalte in einer Gerichtsanhörung, lüftete sein T-Shirt und brachte seine hervorstehenden Rippen und seinen hohlen Bauch zum Vorschein. Saakaschwilis Ärzte erklärten, dass er sich im Gefängnis lebensbedrohliche Krankheiten zugezogen habe.
Saakaschwili nahm nach Angaben mehrerer Ärzte seither etwa 60 Kilo ab. Er leide unter verschiedenen gravierenden Krankheiten, darunter eine Schwermetallvergiftung. Die georgischen Behörden gaben hingegen an, er werde angemessen medizinisch versorgt. Eine in den USA ansässige Ärztegruppe untersuchte Saakaschwili vor Ort und erklärte, sein sich verschlechternder Gesundheitszustand sei das Ergebnis von "Folter" in Haft. Der ehemalige Staatschef müsse sofort in eine medizinische Einrichtung im Ausland verlegt werden.
Mutmaßliches Opfer wirft Spacey "gestörte Sexualität" vor
Ein Mann, der angibt, von US-Schauspieler Kevin Spacey sexuell missbraucht worden zu sein, hat diesem eine "gestörte Sexualität" vorgeworfen. Der Hollywood-Star, der sich derzeit wegen mutmaßlicher sexueller Übergriffe vor einem Gericht in London verantworten muss, habe vor mehr als 20 Jahren begonnen, ihn sexuell zu belästigen, erklärte der Kläger, dessen Namen aus rechtlichen Gründen nicht bekannt gegeben wurde, nach Angaben des Gerichts vom Montag.
Obwohl er Spacey gegenüber deutlich machte, dass seine Annäherungsversuche unerwünscht waren, habe der "Triebtäter" insistiert. Das mutmaßliche Opfer nannte den Schauspieler einen "schlüpfrigen, schlangenartigen, schwierigen Mensch". Spacey muss sich wegen der mutmaßlichen sexuellen Übergriffe vor dem Strafgericht Southwark Crown Court in der britischen Hauptstadt verantworten. Der Hollywood-Star weist alle zwölf Anklagepunkte zurück und will das Gericht nach eigenen Worten von seiner "Unschuld" überzeugen.
Mädchen beim Sterben zugesehen: Neuer Prozess gegen Jennifer W.
Über die Strafe für die IS-Rückkehrerin Jennifer W., die dem Sterben eines versklavten Mädchens im Irak tatenlos zugesehen haben soll, soll in München ab Mitte Juli neu verhandelt werden. Das Oberlandesgericht (OLG) in der bayerischen Hauptstadt setzte laut Mitteilung den 19. Juli als ersten Prozesstag an und bestimmte sieben weitere Termine bis Ende August. Im ersten OLG-Urteil gegen die Frau hatte der Bundesgerichtshof (BGH) im März Rechtsfehler erkannt.
Die aus Niedersachsen stammende Frau war 2014 im Alter von 23 Jahren nach Syrien in das Herrschaftsgebiet der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) gereist. Sie heiratete dort einen IS-Kämpfer, der kurz zuvor eine jesidische Frau und ihre fünf Jahre alte Tochter als Sklavinnen gekauft hatte.
Mit ihrem Ehemann zog W. in den Irak. Die versklavte Jesidin musste für das Ehepaar im Haushalt arbeiten. Wie das OLG im Oktober 2021 feststellte, misshandelte der Mann sie - teils auch nach Beschwerden von W. - häufig. Im August 2015 band er das kleine Mädchen im Hof in der prallen Sonne an ein Fenstergitter. Das Kind starb. Dem Münchner Urteil zufolge schritt W. nicht ein, obwohl sie die Lebensgefahr für die Fünfjährige erkannte.
"Körpererkundungsraum" in Kita: Prozess vorerst eingestellt
Ein Missbrauchs-Prozess gegen einen Erzieher aus einer umstrittenen AWO-Kita in Hannover ist vorläufig eingestellt worden. Der 28-Jährige war in der Kita der Arbeiterwohlfahrt (AWO) beschäftigt, die am Wochenende Schlagzeilen machte, weil der Leiter dort einen "Körpererkundungsraum" eröffnen wollte. Das bestätigte ein Sprecher der AWO. Der Plan für den Raum sei ein Alleingang gewesen und nicht mit dem Träger abgesprochen gewesen, betonte der Sprecher.
Das Landesjugendamt hatte das Projekt gestoppt, weil das pädagogische Konzept nach Auffassung der Behörde das Kindeswohl gefährden würde. Dem 28-jährigen angeklagten Erzieher werden zwei Fälle von sexuellem Missbrauch von Schutzbefohlenen vorgeworfen. Eine Sprecherin des Amtsgerichts Hannover sagte, der Prozess sei vorläufig eingestellt worden, weil sich eine wichtige Zeugin im Ausland aufhalte. Sobald diese Zeugin geladen werden könne, könne der Prozess jederzeit wieder aufgenommen werden. Auf eine Verständigung mit einem Geständnis habe sich der Angeklagte nicht einlassen wollen, sagte die Gerichtssprecherin. Zuvor hatte die "Hannoversche Allgemeine" über den Prozess berichtet.
Nach gewaltigem Felsrutsch: Anwohner kehren in Dorf zurück
Gut zwei Wochen nach dem erwarteten Felssturz über dem Schweizer Alpendorf Brienz dürfen die 84 Einwohner in ihre zuvor evakuierten Häuser zurückkehren. "Der Aufenthalt im Dorf ist nun wieder sicher", teilte die Gemeinde Albula im Kanton Graubünden, in der Brienz liegt, mit. Eine erneute Evakuierung des Dorfes kann demnach jedoch nicht ausgeschlossen werden. In der Nacht auf den 16. Juni war ein großer Teil des Berghangs über dem rund 50 Kilometer von St. Moritz entfernten Brienz abgestürzt, die Gesteinsmassen kamen nur knapp oberhalb des ersten Hauses zum Stillstand.
Der "Brienzer Rutsch" war bereits länger erwartet und das Dorf deshalb schon bis Mitte Mai vorsichtshalber evakuiert worden. Der Gemeinde Albula zufolge können die Einwohner nun bereits die Nacht auf Dienstag wieder im Dorf verbringen, ab Dienstag ist auch Besuchern und Journalisten wieder der Zutritt gestattet. Zudem wird der Luftraum über dem Ort wieder freigegeben. Gesperrt bleiben lediglich Gebiete nördlich des Dorfs sowie bestimmte, von Steinschlag gefährdete Wanderwege.
Mann vergiftet Frauen - Richterin sieht Sadisten am Werk
Ein 42-jähriger Mann ist unter anderem wegen zweifachen Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden, weil er zwei Frauen mit dem Schwermetall Thallium tödlich vergiftet hat. "Aus jetziger Sicht dürfen Sie nie mehr in Freiheit kommen", sagte die Richterin bei der Urteilsverkündung am Landgericht Köln. Das Gericht stellte die besondere Schwere der Schuld und anschließende Sicherungsverwahrung fest.
Das Gericht sah es als erwiesen, dass der Mann in den Jahren 2020 und 2021 insgesamt drei Frauen vergiftete: Seine Ehefrau, nach dem Tod dieser Frau auch seine neue Lebensgefährtin und deren Großmutter. Nur die neue Freundin überlebte die Vergiftung. In dem Fall lautete das Urteil auf versuchten Mord. Es gebe keinen Zweifel, dass der Angeklagte "eine perverse, sadistische und grausame Seite hat", sagte die Richterin. Er habe kein Mitgefühl gezeigt, habe die Angst gesehen und das Sterben beobachtet.
Erster Wolf in der Schweiz zum Abschuss freigegeben
In der Schweiz ist zwei Tage nach der Lockerung des Jagdgesetzes der erste Wolf zum Abschuss freigegeben worden. Das Tier hat Behördenangaben zufolge im Kanton Wallis in der Region Goms sieben Nutztiere gerissen. Den Abschuss ordnete der Vorsteher des Departements für Sicherheit, Institutionen und Sport an, wie die Kantonsverwaltung berichtete.
Am 1. Juli war das Jagdgesetz geändert worden. Die Voraussetzungen für eine Abschussbewilligung der an sich geschützten Wölfe wurden gelockert. Das Gesetz erlaubt nun den Abschuss eines Einzelwolfs, wenn das Tier innerhalb von vier Monaten mindestens sechs statt wie vorher zehn Schafe oder Ziegen getötet hat. In der Schweiz gibt es nach Angaben der Tierschutzorganisation Gruppe Wolf Schweiz 26 Wolfsrudel und etwa ein Dutzend Wolfspaare. Der Bestand wächst.
Sturz von Ostsee-Fähre: Behörde geht von Tötungsdelikt aus
Bei dem Sturz eines Siebenjährigen und seiner Mutter von einer Ostsee-Fähre zwischen Schweden und Polen handelt es sich nicht um ein Unglück. Zu diesem Schluss ist die dänische maritime Havariekommission nach der Durchsicht von Überwachungsaufnahmen gekommen, wie ein Ermittler der Behörde in Skandinavien sagte. Damit bestätigte er einen Bericht des schwedischen Radiosenders P4 Blekinge, wonach es sich bei dem dramatischen Vorfall um kein Unglück, sondern um eine vorsätzliche Handlung handelte. Da die Fähre unter dänischer Flagge fährt, hatte die dänische Behörde eine Untersuchung angestellt. Diese Untersuchung wird nach Senderangaben nun eingestellt.
Der Junge und seine Mutter waren beide polnische Staatsbürger. Sie waren am Donnerstag etwa auf halbem Weg zwischen dem polnischen Danzig und dem südschwedischen Karlskrona in der Ostsee über Bord gegangen. In einer großangelegten Rettungsaktion wurden beide nach etwa einer Stunde im Wasser gefunden und per Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht, später aber für tot erklärt. Eine Sprecherin der Bezirksstaatsanwaltschaft Danzig hatte am Samstag gesagt, dass wegen des "Mordes an einem Kind und des Selbstmordes der Mutter" ermittelt werde. Weitere Details nannte sie nicht.
Erster AfD-Landrat macht sich an die Arbeit
Die AfD liegt deutschlandweit im Umfragehoch - erste Wirkungen sind zu sehen. In Thüringen nahm der bundesweit erste AfD-Landrat Robert Sesselmann seine Arbeit auf. Zuvor hatte er am Sonntag schriftlich die Wahl im südthüringischen Kreis Sonneberg angenommen, wie das Landratsamt mitteilte. Sesselmann sagte laut Mitteilung, er wünsche sich, dass "die tiefen Gräben, die sich durch den Wahlkampf und die einhergehende mediale Berichterstattung ergeben haben, schnell überwunden werden".
Der AfD-Politiker betonte, dass das Ergebnis zu akzeptieren sei. "Undemokratische und völlig deplatzierte Boykottaufrufe zulasten unserer heimischen Wirtschaft und unseres Gastgewerbes verurteile ich scharf." Sesselmann war in einer Stichwahl am 25. Juni gewählt worden, was bei anderen Parteien teils Entsetzen auslöste. Die Thüringer AfD wird vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestuft und beobachtet. Der Landkreis Sonneberg ist mit knapp 57.000 Einwohnern einer der kleinsten in Deutschland.
Philippinen blamieren sich mit Touristen-Werbefilm
Mit einem neuen Hochglanz-Werbefilm wollen die Philippinen Touristen aus aller Welt anlocken. Glückliche Menschen, eindrucksvolle Natur und pulsierendes Leben werden gezeigt. Das Problem: Etliche der schicken Orte und Aufnahmen kann man in dem beworbenen Land gar nicht finden.
Bund will Moldau zum "sicheren Herkunftsland" deklarieren
Russland setzt die kleine Republik Moldau in Zusammenhang mit seinem Angriffskrieg zunehmend unter Druck. Die Bundesregierung möchte das Land dennoch gemeinsam mit Georgien als "sicheres Herkunftsland" einstufen. Dies könnte aus Sicht des Sonderbevollmächtigten für Migrationsabkommen, Joachim Stamp, rasch beschlossen werden. Eine entsprechende Vereinbarung wäre nach der parlamentarischen Sommerpause seiner Überzeugung nach sofort möglich, sagte der FDP-Politiker in Berlin. Die dafür erforderliche Gesetzesänderung sollte idealerweise von Migrationsabkommen mit Georgien und der Republik Moldau flankiert werden. Beispielsweise könnten Pflegerinnen und Lastwagenfahrer von dort nach Deutschland kommen.
Stamp zeigte sich überzeugt, dass die Einstufung der beiden Staaten als sogenannte sichere Herkunftsländer für die Kommunen und die Verwaltungsgerichte eine "Entlastung" bringen würden. Entscheidend sei hier vor allem die Regelung, wonach eine Klage gegen den Ablehnungsbescheid keine aufschiebende Wirkung hat. Das heißt, ein abgelehnter Asylbewerber aus einem sicheren Herkunftsland kann zwar gegen den Bescheid klagen. Den Ausgang des Verfahrens, das wegen der Überlastung des Gerichts oft lange dauert, muss er jedoch im Heimatland abwarten.
Straßenbahn crasht mit Lastwagen - elf Verletzte
Bei einem Straßenbahnunfall sind in Kassel elf Menschen verletzt worden. Bei dem Zusammenstoß zwischen der Tram und einem Lastwagen wurden neben dem Straßenbahnfahrer insgesamt zehn Fahrgäste im Alter zwischen 31 und 81 Jahren verletzt, wie die Polizei in der nordhessischen Stadt mitteilte. Der Lastwagenfahrer blieb unverletzt.
Den Ermittlungen zufolge soll der 62-jährige Lastwagenfahrer nach Zeugenaussagen bei Rot eine Kreuzung befahren haben. Dort stieß sein Fahrzeug frontal mit der stadtauswärts fahrenden Straßenbahn zusammen. Durch die Wucht des Aufpralls wurde die Bahn im vorderen Bereich aus den Schienen gedrückt. Es bestand der Verdacht, dass der Lastwagenfahrer unter Alkoholeinfluss stand. Auf der Wache wurde ihm eine Blutprobe entnommen, sein Führerschein wurde beschlagnahmt. Die Bergung der Straßenbahn dauerte am Montagnachmittag an. Nach ersten Schätzungen entstand ein Sachschaden im hohen sechsstelligen Bereich.
Spenden für Pariser Polizist - "Botschaft lautet: Tötet Araber"
Ein Aufruf zu Spenden für die Familie des Polizisten, der in Frankreich einen 17-Jährigen bei einer Verkehrskontrolle erschossen hat, hat in Frankreich Kritik ausgelöst. Diese Aktion diene nicht der Beruhigung der Lage, sagte der französische Justizminister Eric Dupond-Moretti dem Sender France Inter. Am Vormittag erreichten die Spenden mehr als 920.000 Euro. Der Spendenaufruf stammt von dem TV-Kommentator Jean Messiha, der für seine rechtsradikalen Ansichten bekannt ist.
Das Geld sei der Familie von Florian M. gewidmet, "der seine Arbeit gemacht hat und nun dafür einen hohen Preis zahlt", heißt es in dem Spendenaufruf auf der Online-Plattform GoFundMe. Der Polizist Florian M. sitzt derzeit wegen Verdachts auf vorsätzliche Tötung in Untersuchungshaft.
Mehr als 40.000 Menschen beteiligten sich bislang an der Spendenaktion "für die Familie des Polizisten von Nanterre", die höchste anonyme Einzelspende beträgt 3000 Euro. "Die Botschaft lautet also: Tötet Araber, und Ihr werdet Millionär", schrieb der linkspopulistische Abgeordnete David Guiraud auf Twitter.
Blutung während Schwangerschaft: Anna-Maria Ferchichi sorgt sich
Sie erwarten wieder Nachwuchs- das haben Rapper Bushido und seine Frau Anna-Maria Ferchichi vergangene Woche bekannt gegeben. Sie seien von der Schwangerschaft selbst überrascht gewesen, plauderten die beiden aus. Für die 41-Jährige wäre es das neunte Kind, für den drei Jahre älteren Musiker das achte. Allerdings bereite ihr die Schwangerschaft aktuell Sorgen, verrät Anna-Maria Ferchichi nun in mehreren Instagram-Storys.
Nach dem positiven Schwangerschaftstest sei sie am vergangenen Freitag zum Arzt gegangen, so Bushidos Ehefrau. Dort habe man ihr Blut abgenommen. "Es ist eine Fruchthöhle zu sehen, aber ein Hämatom direkt dort dran, deswegen blute ich seit Tagen auch ganz leicht. Sieht nicht so stabil aus", sagt Anna-Maria Ferchichi.
Auch bezüglich ihres geringen HCG-Wertes habe sie Bedenken. Das humane Choriongonadotropin (HCG) ist ein Hormon, das sich während der Schwangerschaft bildet. Sie glaube jedoch nicht, dass der Wert bei ihr noch steigen werde, erklärt die achtfache Mutter. "Ich weiß genau, wie sich Schwangersein anfühlt, ich war oft schwanger (...). Mein Körper ist da sehr empfindlich." Sie gehe davon aus, "dass es nicht stabil ist".
Der letzte französische D-Day-Veteran ist tot
Der D-Day markierte am 6. Juni 1944 den Anfang der Befreiung Westeuropas vom Nationalsozialismus. Für die größte Landung der Kriegsgeschichte standen aufseiten der Alliierten etwa 150.000 Soldaten in 3100 Landungsbooten bereit. Mit dem Veteranen Léon Gautier, der hundert Jahre alt wurde, ist der letzte französische Beteiligte an der Landung der Alliierten in der Normandie im Zweiten Weltkrieg gestorben.
"Léon Gautier, das letzte Mitglied des Kommandos Kieffer, das mit seinen 176 französischen Kameraden am 6. Juni 1944 in der Normandie landete, und Held der Befreiung, ist von uns gegangen", teilte Präsident Emmanuel Macron mit. Frankreich werde Gautier nicht vergessen. "Wir sind keine Helden, wir haben nur unsere Pflicht getan", habe der Veteran immer wieder gesagt, so Macron. Das Kommando Kieffer wurde in Großbritannien trainiert, wo Gautier sich als Freiwilliger dem Bataillon anschloss.
Eierwürfe am Rande von Baerbock-Besuch in Schule
Beim Besuch von Außenministerin Annalena Baerbock in Eisenhüttenstadt hat es Proteste gegeben - bis hin zu Eierwürfen. Rund 30 Menschen wandten sich vor einer Schule gegen Waffenlieferungen an die Ukraine und demonstrierten für Frieden. Ein Unbekannter, der nach Angaben eines Polizeisprechers nicht zu der Gruppe gehörte, warf demnach zwei Eier auf die Gesamtschule. Dort sprach Baerbock als Brandenburger Grünen-Bundestagsabgeordnete mit Schülerinnen und Schülern der Klassen 11 bis 13. Der Polizei zufolge wird wegen versuchter Sachbeschädigung ermittelt.
Die Grünen-Politikerin warb im Gespräch mit den Schülern für den Kampf gegen Rechtsextremismus. Es gehe darum, dafür zu werben, "wie schwierig auch manche Entscheidungen sind, dass es nicht nur Schwarz oder Weiß gibt, was natürlich für Populisten einfach ist". An Schulen müsse deutlich gemacht werden, was wichtige Abwägungsprozesse sind, "sei es bei der Frage, wie wir die Ukraine mit Waffen unterstützen, was da für Entscheidungen vorher stattfinden oder auch bei der Frage, wie wir bei knappen Kassen jetzt das Geld in Deutschland so verteilen, dass es gerecht zugeht".
Lindner muss keine Fragen zu privaten Geschäften beantworten
Bundesfinanzminister Christian Lindner hat vor Gericht einen Teilsieg davongetragen. Er muss nach einer Gerichtsentscheidung Medien Auskunft erteilen zu einem Grußwort bei einer Bank und einem Immobilienkredit des Geldhauses - jedoch nicht generell zu privaten Geschäftsbeziehungen. Wie das Berliner Verwaltungsgericht mit Verweis auf die Pressefreiheit im Eilverfahren entschieden hat, muss das Bundesfinanzministerium vier Fragen zu einem Videogrußwort Lindners im Mai 2022 für eine Karlsruher Privatkundenbank beantworten.
Insgesamt begehrte der Antragsteller, ein "Tagesspiegel"-Redakteur, Auskunft zu neun Fragen, wie eine Gerichtssprecherin am Montag mitteilte. (Az.: VG 27 L 28/23) Fragen zu sonstigen privaten Geschäftsbeziehungen des Ministers müsse das Ministerium aber nicht beantworten, entschied das Gericht. Diese seien nicht dienstlich geprägt, sondern privat.
Zeitungen hatten unter anderem berichtet, Lindner habe sich nach dem Videogrußwort bei derselben Bank einen weiteren Kredit geben lassen. Der Minister hatte die Vorwürfe zurückgewiesen. Sein Anwalt und das Finanzministerium teilten damals mit, Grußworte zu Jubiläen gehörten zur Amtsführung eines Ministers.
Iran soll in sechs Monaten 354 Menschen hingerichtet haben
Im Iran sind nach Angaben einer Menschenrechtsgruppe in den ersten sechs Monaten des Jahres mindestens 354 Menschen hingerichtet worden. 2022 seien es im selben Zeitraum noch 261 Menschen gewesen, teilte die in Norwegen ansässige Organisation Iran Human Rights (IHR) am Montag mit. Damit sei die Zahl der Hinrichtungen um 36 Prozent gestiegen.
Etwa ein Fünftel der hingerichteten Menschen sind IHR zufolge Angehörige der sunnitischen Belutschen-Minderheit. Mehr als 200 Menschen wurden der Organisation zufolge wegen Vergehen mit Drogenbezug exekutiert, ein Anstieg um 126 Prozent im Vergleich zu 2022. Nach China ist der Iran das Land mit den weltweit meisten Hinrichtungen pro Jahr.
Schichtwechsel
Liebe Leserinnen und Leser,
meine Kollegin Johanna Ohlau genießt nun ihren Feierabend. Ich weiß nicht, wie es bei Ihnen aussieht, wenn Sie aus dem Fenster schauen, aber das Sommerwetter in Berlin lässt auf sich warten. Davon wollen wir uns aber nicht die Laune verderben lassen. Mein Name ist Lea Verstl und ich werde Sie durch den Rest des Tages begleiten. Sie haben Fragen, Anregungen oder Kritik? Schreiben Sie mir gerne: dertag@n-tv.de.
Unwetter am Mittwoch möglich - erst knallt's, dann folgt die nächste Hitzewelle
Der Start in die Arbeitswoche ist ähnlich "unterkühlt" wie das Wochenende. Zum Bergfest am Mittwoch gibt es dann eine noch ungemütlichere Mischung mit Blitzen, Donner und Regen. Zwar gebe es noch große Unsicherheiten, wie der Mittwoch im Detail verläuft. Sonnenschein kann die Wettermischung ergänzen, aber "auch Unwetter sind nicht ausgeschlossen", sagt ntv Meteorologe Björn Alexander. Und auf die Unwetter-Front folgt zwar Sonnenschein, aber auch da wird's es dann nicht viel angenehmer: "Hinter den teils kräftigen Gewittern folgt das nächste Sommer-Extrem." Dabei sind bis zu 35 Grad am Wochenende möglich. Wenn Sie Ihr Wochenende planen, sollten Sie eher Freitag und Samstag für Ausflüge in den Blick nehmen. "Am Sonntag mischt bei ähnlichen Werten vermehrt schwülere Luft mit, sodass es von Westen und Süden allmählich schauer- und gewitterwilliger wird. Auch Unwetter sind in Anbetracht des energiereichen Luftmassen-Gemisches denkbar", sagt der ntv-Wetterexperte.
"Findus" ist wohl ein Weltenbummler: Storch fliegt über 23 Länder
Wenn Störche auf dem Rückweg aus ihrem Winterquartier sind, nehmen die Zugvögel die gleiche Route - soweit die Theorie. Storch "Findus" ist dann wohl die Ausnahme, die die Regel bestätigt, denn der Vogel ist so etwas wie ein Weltenbummler: Der Weißstorch hat einen richtigen Rundflug über Europa, den Nahen Osten und Afrika hinter sich und dabei 23 Länder überquert. Das berichtet das "Greenpeace Magazin". Findus sei im Spätsommer 2022 über Deutschland, Südosteuropa, die Türkei und den Nahen Osten bis in den Sudan gezogen, wo er überwintert habe, wie GPS-Daten zeigen. Im Februar trat er seine Rückkehr unerwartet über den Westen an und flog über den Tschad, Niger, Algerien und Marokko bis nach Europa. Ende Juni hielt er sich in Südfrankreich auf. Ein solarbetriebener GPS-Sender auf seinem Rücken "verrät", wo der Storch langfliegt. Das Projekt wird vom dänischen Storchenschutzverein "storkene.dk" und dem Naturhistorischen Museum Kopenhagen durchgeführt. Dort hat man auch schon eine Vermutung, warum "Findus" zum Rundflug angesetzt hat: Vermutlich habe sich das Tier den sogenannten Westziehern angeschlossen - Störche, die die westliche Zugroute über Gibraltar und Spanien nehmen. Störche tun sich auf dem Zug laut Magazin oft zu lockeren Trupps zusammen - zusammen reist es sich eben schöner!
Ministerin: Fristlose Kündigung von Schröder-Kim verursacht keine Kosten
Im Mai nehmen Altkanzler Gerhard Schröder und seine Frau Soyeon Schröder-Kim am Empfang der russischen Botschaft zum Jahrestag des Sieges über Nazi-Deutschland teil. Vor dem Februar 2022 wäre dieser Besuch wohl ohne größere Folgen gewesen - auch wenn der SPD-Politiker schon früher für seine Russland-Nähe in der Kritik stand. Doch nach dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine hat diese Teilnahme quasi das Fass zum Überlaufen gebracht beim Arbeitgeber seiner Frau: Schröder-Kim wurde fristlos gekündigt. Das plötzliche Ende ihrer Tätigkeit im Dienste der Außenwirtschaftsförderungsgesellschaft Nordrhein-Westfalens hat nach offiziellen Angaben keine Kosten für das Land verursacht. Das stellte das Landeswirtschaftsministerium in einer Antwort auf eine AfD-Anfrage klar. "Die außerordentliche Kündigung des Vertrages löst keine vertraglich vereinbarten Entschädigungs- oder Ausgleichszahlungen an Frau Schröder-Kim aus", heißt es dort. "Die fristlose Kündigung rechtfertigt sich aus der Gesamtschau der Aktivitäten von Frau Schröder-Kim, die sich nicht mit den Dienstpflichten als Repräsentantin der landeseigenen NRW.Global Business vereinbaren lassen", erklärte Wirtschaftsministerin Mona Neubaur von den Grünen. Die arbeitsrechtliche Lage sei von Spezialisten geprüft worden.
Neues Zentrum in Den Haag sammelt Beweise für Russland Aggressionen
In der Terminvorschau am Morgen hatte ich es Ihnen ja bereits angekündigt, nun kann ich quasi Vollzug melden: Im niederländischen Den Haag ist am Morgen das Internationale Zentrum für die Verfolgung des Verbrechens der Aggression gegen die Ukraine gegründet worden. Der ukrainische Generalstaatsanwalt Andrij Kostin sprach von einem "klaren Signal, dass die Welt geeint und standhaft ist, das russische Regime für alle seine Verbrechen zur Rechenschaft zu ziehen". Die Einrichtung in Den Haag bringt Staatsanwälte aus der Ukraine, der EU, den USA und vom Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) zusammen und soll die Analyse von Beweismitteln gegen Russland für die Strafverfolgung vorbereiten. Angesiedelt ist das Zentrum bei der europäischen Justizbehörde Eurojust.
Mehr dazu und über die Lage im Krieg gegen die Ukraine erfahren Sie im Ukraine-Ticker.
SPD, Grüne und Linke unterzeichnen Koalitionsvertrag in Bremen
Rot-Grün-Rot regiert weiter gemeinsam im kleinsten Bundesland Bremen: SPD, Grüne und Linke haben heute ihren Koalitionsvertrag unterzeichnet. Am Wochenende hatten die drei Parteien, die das Bundesland seit 2019 gemeinsam regieren, auf getrennten Parteitagen jeweils mit großen Mehrheiten den ausgehandelten Koalitionsvertrag gebilligt.
Sturz bei Abi-Feier: Hotel nennt Einzelheiten zu tödlichem Unfall der 17-Jährigen
Nach dem Tod einer 17-Jährigen bei einer Abiturfeier hat sich das Estrel-Hotel Berlin zum Hergang des Unglücks geäußert. Demnach waren zwei Absolventen des Abiturjahrgangs auf das Dach eines Nachbargebäudes der Veranstaltungshallen geklettert. "Dort haben sie sich auf eine Plastiküberdachung gesetzt. Die Luke ist unter dem Gewicht der beiden eingebrochen", berichtete Sprecher Jürgen-M. Edelmann. Nach dem Sturz beider Abiturienten in die Tiefe hätten Mitarbeiter des Hotels sofort Erste Hilfe geleistet. Feuerwehr und Rettungskräfte seien nach wenigen Minuten vor Ort gewesen. Die 17-Jährige starb in einem Krankenhaus an ihren Verletzungen. "Wir sind sehr bestürzt über den Vorfall. Ein Abi-Ball dient der Freude und ist ein besonderes Fest zum Abschluss der Schulzeit. Dass solch ein Ereignis durch diesen tragischen Vorfall überschattet wird, macht Mitarbeiter und Geschäftsführung des Estrel Berlin sehr traurig. Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen, Mitschülern und Lehrenden", sagte Ute Jacobs, geschäftsführende Direktorin des Hotels.
Auch an der Schule, dem Rosa-Luxemburg-Gymnasium, herrscht "unendliche Trauer": Die Schule schreibt auf ihrer Internetseite: "Das Rosa-Luxemburg-Gymnasium trauert um eine Absolventin. Tage der Freude endeten jäh. (...) Keine Antwort. Schmerz, der tief geht und nicht weichen wird", heißt es. "Wir sind in Gedanken bei der Familie der jungen Frau und bei allen Absolventinnen und Absolventen."
"Badewannen-Mord": Staatsanwaltschaft fordert Freispruch
Sitzt Manfred Genditzki für einen Mord im Gefängnis, den es nie gegeben hat? Im Wiederaufnahmeverfahren um den sogenannten Badewannen-Mord hat jetzt selbst die Staatsanwaltschaft Zweifel an der Schuld des Angeklagten. Sie fordert in dem Verfahren am Landgericht München I einen Freispruch für den angeklagten Manfred Genditzki. Er hatte für die mutmaßliche Tat rund 13 Jahre im Gefängnis gesessen. Die Staatskasse sei verpflichtet, Genditzki dafür zu entschädigen, sagte Staatsanwalt Michael Schönauer. Der 62-Jährige war 2010 vom Landgericht München II zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Nach Überzeugung des Schwurgerichts hatte er die Seniorin im Oktober 2008 in deren Wohnung im oberbayerischen Rottach-Egern nach einem Streit auf den Kopf geschlagen und dann in der Badewanne ertränkt. Er hat die Vorwürfe stets bestritten und um eine Wiederaufnahme des Verfahrens gekämpft.
Attacke auf Politikerin: Unbekannte übergießt Claudia Roth mit Flüssigkeit
Großer Schreck für Claudia Roth: Als die Kulturstaatsministerin gestern Nachmittag das mittelalterliche Historienspektakel "Landshuter Hochzeit 1475" besucht, wird der Grünen-Politikerin plötzlich eine Flüssigkeit über den Kopf geschüttet. Die 68-Jährige wurde nicht verletzt, die Polizei ermittelt nun wegen Beleidigung. Die Täterin sei nach der Attacke unerkannt in der Zuschauermenge verschwunden. Die Hintergründe des Vorfalls sind nicht bekannt. Die Ermittler werten derzeit Zeugenaussagen aus. Mit welcher Flüssigkeit die Frau die Politikerin auf der Ehrentribüne in der Landshuter Altstadt übergoss, ist noch unklar. Womöglich sei es Wasser gewesen, sagte ein Polizeisprecher. Roth habe nach dem Vorfall relativ schnell die Veranstaltung verlassen. Die 68-Jährige gehörte wie etwa Bayerns Landtagspräsidentin Ilse Aigner von der CSU und Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm zu den Ehrengästen des Festspiels.
Umzug der Hamburger Staatsanwaltschaft kostet knapp 400.000 Euro im Monat
Der Bund der Steuerzahler hat sich bestimmt schon eine große Notiz für das Schwarzbuch 2023 gemacht: Hamburgs Justizbehörde gibt gerade monatlich knapp 400.000 Euro aus für ein Gebäude, das sie (noch) gar nicht nutzt. Denn so viel Geld wird monatlich als "Nutzungsausfallentschädigung" fällig - seit September 2022. Die Hamburger Staatsanwaltschaft sollte längst dorthin umgezogen sein. So sind schon fast vier Millionen Euro an Mietkosten zusammengekommen. Das geht aus einer Antwort des Hamburger Senats auf eine Kleine Schriftliche Anfrage (SKA) des Hamburger CDU-Politikers Richard Seelmaecker hervor. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung berichtet.
Und die Summe wird wohl noch weiter steigen: Die Baumaßnahmen in dem Mietobjekt sind noch nicht abgeschlossen und es steht bislang kein Umzugstermin fest, wie aus der SKA weiter hervorgeht. Gründe dafür sind zum einen die Lieferverzögerungen und Baustoffmangel wegen der Corona-Pandemie und des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine. Aber auch für die Umsetzung des Sicherheitskonzeptes muss in den Mieträumen viel umgebaut und angepasst werden, heißt es in der Antwort des Senats.
Neunjähriger stürzt von Aussichtsplattform - tot
Im Osten Luxemburgs hat sich ein tragischer Unfall ereignet: In Berdorf nahe der deutsch-luxemburgischen Grenze ist ein neunjähriger Junge bei einem Sturz in eine Schlucht ums Leben gekommen. Wie die Polizei mitteilt, passierte der Unfall in Höhe der Aussichtsplattform Teufelsinsel. Bei dem Sturz in mehrere Meter Tiefe habe der Junge schwere Verletzungen erlitten. Rettungsdienste und Notarzt versorgten das Kind vor Ort, das aber noch am Unfallort starb. Die Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung angeordnet. Familienangehörige werden psychologisch betreut, wie es hieß.
Dröge über AfD-Erfolge: "Ampel muss mehr Ruhe ausstrahlen"
Zwei kommunale Erfolge der AfD sorgen derzeit bundesweit für Diskussionsstoff. Woher kommt der hohe Zuspruch für die Partei, vor allem in Ostdeutschland? Im "ntv Frühstart" erklärt Grünen-Fraktionsvorsitzende Katharina Dröge, mit welchen Maßnahmen der AfD beizukommen ist - und sieht auch die eigene Ampelkoalition in Verantwortung.
Wirtschaftsweise fordert 1,5 Millionen Zuwanderer im Jahr
Um den Fachkräftemangel anzugehen, schlägt die Wirtschaftsweise Monika Schnitzer mehr Zuwanderung vor. "Deutschland braucht 1,5 Millionen Zuwanderer im Jahr, wenn wir abzüglich der beträchtlichen Abwanderung jedes Jahr 400.000 neue Bürger haben und so die Zahl der Arbeitskräfte halten wollen", sagt die Ökonomin der "Süddeutschen Zeitung". "Wir brauchen dringend eine Willkommenskultur", ergänzt Schnitzer, die den Sachverständigenrat der Bundesregierung leitet. Das neue Fachkräftegesetz gehe in die richtige Richtung. "Allerdings braucht es noch mehr. Etwa Ausländerämter, die Einwanderer nicht abschrecken, sondern Service bieten. Wir sollten nicht für jeden Job fordern, dass die ausländischen Fachkräfte Deutsch können. Sondern dafür sorgen, dass die Mitarbeiter der Ausländerbehörde Englisch können."
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Proteste in Frankreich: Junger Feuerwehrmann stirbt bei Löscheinsatz
Die Proteste in Frankreich haben sich laut Behördenangaben zwar beruhigt, aber in der vergangenen Nacht ist es zu einem tragischen Fall gekommen: Ein junger Feuerwehrmann ist bei einem Löscheinsatz ums Leben gekommen. Wie Innenminister Gérald Darmanin bei Twitter mitteilt, starb der 24-Jährige in Saint-Denis nördlich von Paris beim Löschen brennender Fahrzeuge in einer Tiefgarage "trotz der schnellen Hilfe seiner Mannschaftskameraden". Es war bereits die sechste Nacht der landesweiten Proteste, die durch den Tod des Jugendlichen Nahel M. ausgelöst worden waren. Der 17-Jährige war vergangene Woche Dienstag von einem Polizisten bei einer Verkehrskontrolle in der Pariser Vorstadt Nanterre erschossen worden.
LKW mit Gasflaschen kippt um - A1 stundenlang gesperrt
Auf der A1 in Fahrtrichtung Köln zwischen Remscheid und Wermelskirchen herrschte am frühen Morgen Stillstand - aus Sicherheitsgründen: Wegen eines verunglückten Lastwagens mit Propangasflaschen im Laderaum war die Autobahn in diese Richtung voll gesperrt worden. Nach Angaben der Polizei war in der Nacht zum Montag ein LKW-Reifen geplatzt und die Achse gebrochen. Daraufhin habe sich der Lastwagen quer zur Fahrbahn gedreht und vermutlich Öl verloren. Weil der LKW wegen des Achsenbruchs nicht ohne Weiteres geborgen werden konnte und zudem auf einer Brücke stand, gestalteten sich die Aufräumarbeiten laut Polizei schwieriger. Inzwischen ist die Strecke wieder freigegeben - also gute Fahrt!
Nach tagelangen Krawallen Lage in Frankreich etwas ruhiger
Nächte voller Krawall und Ausschreitungen liegen hinter unserem Nachbarland Frankreich. Auslöser ist der Tod des erst 17 Jahre alten Nahel M. - erschossen von einem Polizisten bei einer Verkehrskontrolle. Die vergangene Nacht lief wohl etwas ruhiger ab: Nach Angaben des Innenministeriums wurden keine größeren Vorfälle gemeldet, bis 1.30 Uhr wurden landesweit 78 Festnahmen gezählt. Präsident Emmanuel Macron will sich wegen der Ereignisse mit den Parlamentspräsidenten beraten. Angesichts Dutzender Angriffe auf Rathäuser sowie mindestens ein Wohnhaus eines Bürgermeisters rief die Vereinigung der Bürgermeister derweil zu Solidaritätskundgebungen auf.
Landesweit waren in der vergangenen Nacht erneut 45.000 Sicherheitskräfte im Einsatz. In den fünf vorhergehenden Nächten wurden laut Innenministerium rund 5000 brennende Autos, 10.000 brennende Mülleimer, fast 1000 in Brand gesetzte oder beschädigte Gebäude sowie 250 Angriffe auf Polizeiwachen gezählt. Für Entsetzen sorgte gestern ein nächtlicher Anschlag auf das Haus des Bürgermeisters der im Großraum Paris liegenden Gemeinde L'Haÿ-les-Roses, Vincent Jeanbrun. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen "Mordversuchs".
Update: Die Zahl der Festnahmen ist nach Angaben der französischen Polizei auf 157 gestiegen.
Kanalgitter auf Autobahn geworfen - Autofahrer kommen mit Schrecken davon
Es ist sowas wie mein persönliches Albtraum-Szenario nachts auf der Autobahn: ein verrückter Mensch, der schwere Gegenstände genau vor meinem Auto von einer Brücke hinunter wirft. Immer wieder kommt es durch solche Handlungen zu schwersten, teils tödlichen Unfällen. Gerade nachts ist man solchen Situationen am Steuer vollkommen ausgeliefert, da man nichts ahnend im Dunkeln unter der Brücke hindurchfährt. Genau zu so einer perfiden Tat hat sich nun wohl einer, vielleicht mehrere Täter auf einer Autobahn in Bremen hinreißen lassen: Der oder die Unbekannten warfen mehrere Kanalgitter in der Nacht zum Sonntag auf die A27. Mehrere Autos wurden beschädigt, aber niemand verletzt. Das teilt die Polizei in Bremen mit. Dennoch dürfte das ein riesiger Schock für die zwei Autofahrer gewesen sein, deren Fahrzeuge von Gegenständen getroffen wurden. Die Einsatzkräfte stellten drei Kanalgitter aus Gusseisen auf der Fahrbahn sicher. Die Beamten ermitteln gegen den oder die Täter wegen versuchten Totschlags.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,
Schwups, da sind wir auch schon im siebten Monat des Jahres gelandet! Die Zeit scheint zumindest für mich gerade nur so dahin zu fliegen. Für den ersten Werktag im Juli gibt es auch jede Menge Termine im Kalender - werfen wir mal einen kurzen Blick drauf:
Bei der EU-Justizbehörde Eurojust wird ein Zentrum zur strafrechtlichen Verfolgung der russischen Aggression in der Ukraine eröffnet. In dem Zentrum am Sitz der Behörde in Den Haag sollen Beweise gesammelt, aber auch gezielt Anklagen gegen mutmaßliche Täter vorbereitet werden.
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius von der SPD besucht das Patriot-Flugabwehrkontingent der Bundeswehr im Südosten Polens.
Im kleinsten Bundesland Bremen wird gegen Mittag offiziell der neue Koalitionsvertrag von SPD, Grünen und Linkspartei unterzeichnet.
Gleich zwei Gerichte beschäftigen sich mit Schadenersatzklagen gegen Hersteller von Corona-Impfstoffen.
Saß Manfred Genditzki 13 Jahre unschuldig in Haft? Mit dieser Frage beschäftigt sich der Prozess um den "Badewannen-Mord" von Rottach-Egern. Für den Morgen sind am Landgericht München I die Plädoyers geplant, Ende der Woche könnte dann das Urteil fallen. Der 62-Jährige war 2010 vom Landgericht München II zu lebenslanger Haft verurteilt worden.
Mein Name ist Johanna Ohlau und ich begleite Sie bis zum frühen Nachmittag durch den Montag. Den Ukraine-Ticker finden Sie wie immer hier. Falls Sie mir bis dahin etwas mitteilen wollen, erreichen Sie mich am besten hier: dertag(at)ntv.de.
Deshalb will Dolly Parton Rechte an Songs nicht verkaufen
Weltstars wie Bob Dylan, Sting und Paul Simon haben die Rechte an ihren Songs für Millionen US-Dollar verkauft, aber nur weil andere haben etwas tun, muss man ja bekanntlich nicht nachziehen: Country-Ikone Dolly Parton lässt sich von den Millionensummen offenbar nicht locken. "Auch mir wurden Hunderte Millionen Dollar für meine Publikationen angeboten", sagte die 77-jährige US-Sängerin und Songwriterin. Es würde sich aber anfühlen, wie die eigenen Kinder zu verkaufen, sagte die US-Amerikanerin und fügte hinzu: "Ich will das für meine Familie am Leben erhalten." Zudem wolle sie ein eigenes TV-Netzwerk gründen, für das sie ihre Songs verwenden wolle, ohne andere um Erlaubnis zu fragen.
Parton bringt mit ihrer neuen Platte "Rockstar" in diesem Jahr ein Album legendärer Rocksongs heraus - nachdem sie zunächst die Aufnahme in die "Rock & Roll Hall of Fame" abgelehnt hatte mit der Begründung, sie verdiene das als Country-Sängerin nicht. Später änderte sie ihre Meinung. Die Cover-Versionen hat sie zum großen Teil mit den Original-Interpreten gemeinsam eingesungen. So brachte sie beispielsweise die beiden noch lebenden Beatles Paul McCartney und Ringo Starr dazu, mit ihr eine neue Version von "Let It Be" aufzunehmen. Elton John gewann sie für das Duett "Don't Let The Sun Go Down On Me", mit Sting sang sie "Every Breath You Take".
Drama bei Abi-Feier: 17-Jährige stürzt durch Glaskuppel und stirbt
Eigentlich wollten Abiturientinnen und Abiturienten in Berlin ihre Abschlüsse feiern, aber ein tödlicher Unfall überschattet die Freude über die bestandenen Prüfungen: Bei einer Abiturfeier in Berlin-Neukölln ist laut Polizei eine 17-Jährige durch eine Plexiglaskuppel gestürzt und tödlich verletzt worden. Wie die Polizei mitteilt, kletterten sie und noch ein weiterer Jugendlicher in der Nacht zu Montag bei einer Feier auf ein Dachfenster eines Hotels. Dabei kam es zu dem Sturz. Rettungskräfte brachten die Teenagerin in ein Krankenhaus. Dort erlag sie den Angaben zufolge ihren Verletzungen. Wie es genau zu dem Sturz kam, ist noch unklar.