Dienstag, 23. November 2021Der Tag

Heute mit Kristin Hermann und Alexander Schultze
22:33 Uhr

Das war Dienstag, der 23. November 2021

Liebe Leserinnen und Leser,

haben Sie noch den Überblick, welche Corona-Maßnahmen eigentlich in Ihrem Bundesland aktuell gelten? Nein? Dann schauen Sie doch hier vorbei. Wenn Sie auch darüber hinaus rund um die Pandemie Fragen zum aktuellen Geschehen haben, in unserem gut sortierten Corona-Ticker finden Sie alles Wissenswerte.

Obwohl es gefühlt kein anderes Thema als das Coronavirus gibt, scheint sich politisch in Berlin demnächst Einiges zu bewegen. So gibt es Insiderinformationen, wer wohl nächster Finanzminister wird. Und auch auf der anderen Seite des Atlantiks werfen politische Entscheidungen ihre Schatten voraus.

Wenn Sie aber zunächst im Hier und Jetzt bleiben wollen, haben ich Folgendes für Sie als Nachtlektüre zusammengestellt:

Bleiben Sie mir bitte gesund und kommen Sie gut durch die Nacht! Ich begebe mich jetzt in den Feierabend. Morgen früh ab 6 Uhr versorgt Sie meine Kollegin Kristin Hermann wieder mit allem Wichtigen. Schlafen Sie gut. Bis bald.

22:21 Uhr

Mann fährt mit Auto zu eigener Führerscheinprüfung - Verfahren statt "Lappen"

Was sollte man vor der eigenen Führerscheinprüfung zwingend vermeiden? Alkoholisiert erscheinen, zu wenig schlafen und mit einem Auto zur Prüfung erscheinen. Letztes wurde einem 37-Jährigen im Rhein-Erft-Kreis (Nordrhein-Westfalen) jetzt zum Verhängnis. Er tauchte mit einem Pkw bei seiner eigenen Führerscheinprüfung auf. Der Fahrlehrer und der Prüfer hätten gestaunt, als der Prüfling am Montag sein Auto direkt vor ihren Augen parkte, teilte die Polizei mit. Da der Mann noch keinen "Lappen" besaß, wurde die Prüfung abgesagt - und die Polizei gerufen. Den Beamten erklärte der 37-Jährige, er habe das Auto genommen, um es noch pünktlich zur Prüfung zu schaffen. Er muss nun mit einem Verfahren wegen des Fahrens ohne Fahrerlaubnis rechnen.

22:10 Uhr

USA liefern Patrouillenboote an Ukraine - Russland spricht von Verschärfung

Inmitten der sich verschärfenden Spannungen zwischen der Ukraine und Russland haben die USA zwei Patrouillenboote an Kiew geliefert. Die beiden Schiffe der Inselklasse erreichten an Bord eines Frachters den Hafen von Odessa im Süden des Landes, wie ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Die Boote sollen die "Marinesicherheit" der Ukraine im Schwarzen und Asowschen Meer "gewährleisten", erklärte das ukrainische Verteidigungsministerium.

Die NATO-Partner und die Regierung in Kiew werfen Russland seit Tagen vor, durch einen großen Truppenaufmarsch an der Grenze zur Ukraine die Spannungen zu schüren und womöglich sogar einen Einmarsch vorzubereiten. Die US-Regierung äußerte "echte Besorgnis". Moskau bestreitet jegliche kriegerische Absicht und weist dem Westen die Verantwortung für die Lage zu. Waffenlieferungen des Westens führten zu "einer Verschärfung der Spannungen", sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow.

21:56 Uhr

Grammy-Favorit: Jon Baptiste elfmal nomiert -ABBA mit "Aufnahme des Jahres"?

110554808.jpg

Will die Grammys künftig boykottieren: The Weeknd.

(Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

US-Musiker Jon Batiste geht mit elf Nominierungen als Favorit in die Grammy-Verleihung im Januar. Der kürzlich mit dem Oscar für seine Musik zum Zeichentrickfilm "Soul" ausgezeichnete 35-Jährige kann unter anderem für sein Album "We are" und das Video zu seinem Song "Freedom" auf einen der begehrtesten Musikpreise der Welt hoffen. Batistes Musik lässt sich keinem bestimmten Genre zuschreiben und enthält Einflüsse von R&B, Jazz und auch Klassik. Hinter ihm folgten Sänger Justin Bieber ("Peaches"), Rapperin Doja Cat ("Kiss Me More") und Singer-Songwriterin H.E.R. ("Fight For You") mit jeweils acht Nominierungen. Für die "Aufnahme des Jahres" wurde zudem die schwedische Band ABBA mit ihrem Comeback "I Still Have Faith In You" nominiert.

Die 64. Verleihung der Grammys wird am 31. Januar kommenden Jahres in Los Angeles sein. Über die Preisträger entscheiden über 20.000 Mitglieder der Recording Academy. Zuletzt hatte der Preis mit Vorwürfen zu mangelnder Diversität und Transparenz zu kämpfen gehabt. Der kanadische Sänger The Weeknd hatte sogar angekündigt, die Grammys künftig zu boykottieren.

21:42 Uhr

Demonstration spanischer Metallarbeiter eskaliert

In Spanien ist es am Rande einer Demonstration von Metallarbeitern für mehr Lohn zu heftigen Auseinandersetzungen mit der Polizei gekommen. Die Polizisten wurden nach der Kundgebung im südspanischen Cádiz mit Flaschen beworfen, wie auf Bildern in den Onlinenetzwerken zu sehen war. Die Beamten setzten Tränengas und Gummigeschosse ein.

Der der linken Partei Podemos nahestehende Bürgermeister von Cádiz, José María González, verurteilte das Vorgehen der Polizei als "unverhältnismäßig". An der Demonstration nahmen nach Gewerkschaftsangaben mehrere tausend Menschen teil. Die Metallarbeiter befinden sich bereits seit mehr als einer Woche in einem unbefristeten Streik. Sie fordern angesichts der hohen Inflation in Spanien Lohnerhöhungen. Bislang blieben die Verhandlungen mit den Arbeitgebern ergebnislos.

21:28 Uhr

Apple will Pegasus-Entwicklern Nutzung ihrer Geräte verbieten

Die israelische Entwicklerfirma hinter der Überwachungssoftware Pegasus gerät mit einer Klage von Apple weiter unter Druck. Der US-Konzern will vor Gericht erreichen, dass der NSO Group die Nutzung jeglicher Geräte und Software von Apple verboten wird. In der Klage wird auch eine nicht näher bezifferte "Wiedergutmachung" für das Ausspähen von Nutzern gefordert, weil dies gegen US-Recht verstoßen habe.

NSO steht seit Monaten schwer in der Kritik. Mitte Juli hatte ein internationales Journalistenkonsortium berichtet, dass mit Pegasus auch Oppositionelle und Reporter ausgespäht worden seien. Auf Dutzenden Smartphones von Journalisten, Menschenrechtlern, deren Familienangehörigen sowie Geschäftsleuten seien Spuren von Angriffen entdeckt worden. NSO entgegnete, Pegasus werde "ausschließlich an Strafverfolgungsbehörden und Geheimdienste von geprüften Regierungen verkauft, mit dem alleinigen Ziel, durch Verhinderung von Verbrechen und Terrorakten Menschenleben zu retten". Apple betonte, dass NSO eine inzwischen geschlossene Software-Schwachstelle ausgenutzt habe, um "eine geringe Anzahl" von Nutzern der Geräte des Konzerns anzugreifen.

21:13 Uhr

Tarifverhandlungen stocken - Verdi verstärkt Warnstreiks

Arbeitskampf findet offenbar auch in der Pandemie statt. Vor der dritten Verhandlungsrunde für die 800.000 Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder (mit Ausnahme Hessen) verstärken die Gewerkschaften nochmals ihre Warnstreiks. Unter anderem in Niedersachsen, Hamburg und Baden-Württemberg sind Mitarbeiter von Landesbetrieben zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Nach einer Versammlung in Hannover wird Verdi-Chef Frank Werneke bei der zentralen Kundgebung reden. In Hamburg wollen Beschäftigte unter anderem an Hochschulen und Landesämtern streiken. Auch am Donnerstag und Freitag sind nach Angaben von Verdi weitere Warnstreiks in zahlreichen Bundesländern geplant. Am Samstag beginnt in Potsdam die dritte Verhandlungsrunde mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder. Die Gewerkschaften fordern fünf Prozent mehr Lohn, mindestens aber monatlich 150 Euro mehr für alle Beschäftigten.

20:58 Uhr

Einstein-Manuskript zur Relativitätstheorie erzielt Rekordsumme in Auktion

Neben vielen Schreckensnachrichten des Tages mal etwas Positives: Albert Einstein fasziniert noch immer! Bei einer Auktion in Paris ist ein Manuskript des Physikers Albert Einstein zur Relativitätstheorie für eine Rekordsumme von 11,6 Millionen Euro versteigert worden. Das Dokument soll damit im Auktionshaus Christie's einen viel höheren Erlös als erwartet. Einstein hatte es in Jahren 1913 und 1914 mit seinem Kollegen und Vertrauten Michele Besso verfasst. Christie's hatte den Wert des Dokuments im Vorfeld der Auktion auf zwei bis drei Millionen Euro geschätzt.

Es handele sich "zweifellos um das wertvollste Einstein-Manuskript", das jemals bei einer Auktion angeboten worden sei. Handschriftliche Forschungsmanuskripte des Physikers aus dieser Zeit seien "äußerst selten", erklärte Christie's. Einsteins Relativitätstheorie hat das Verständnis der Menschheit vom Universum und wichtiger physikalischer Phänomene grundlegend revolutioniert. Sie zählt zu den großen physikalischen Theorien des 20. Jahrhunderts.

20:44 Uhr

Grieche aus der "Lindenstraße" stirbt - Schauspieler Kostas Papanastasiou wird 84

Der griechische Schauspieler Kostas Papanastasiou ist tot. In seiner Rolle des Wirtes Panaiotis Sarikakis, die er von 1985 bis 1996 in der ARD-Serie "Lindenstraße" verkörperte, wurde er einem Millionen-Publikum bekannt. Bis zu sieben Millionen Zuschauer saßen Woche für Woche bei Sarikakis im TV-Lokal "Akropolis". Im Alter von 84 Jahren ist er nach Angaben des "Tagesspiegel" ist gestorben.

Im echten Leben führte er das griechische Lokal "Terzo Mondo" in Charlottenburg, in dem viele "Lindenstraße"-Fans gern vorbeischauten. Der "Zeus vom Savignyplatz" führte es 45 Jahre lang, bevor sein Sohn 2018 die Leitung übernahm.

1996 verabschiedet sich der "Lindenstraße"-Wirt aus dem "kalten, ausländerfeindlichen Deutschland" und kehrt in seine Heimat Griechenland zurück. Nach seinem Ausscheiden aus der Serie wurde es ruhiger um den Schauspieler, zu dessen Vita auch ein Architekturstudium sowie Rollen unter der Regie von Bernhard Wicki ("Das Spinnennetz") und im Musical "Inselkomödie" im Theater am Schiffbauerdamm gehören. 2012 wurde er für sein soziales Engagement mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Zuletzt soll er schwer dement gewesen sein.

20:30 Uhr

Studie zu geschlechterspezifischer Gewalt im TV stellt Sendern schlechtes Zeugnis aus

Die Macher einer Studie über das Bild von Gewalt im Fernsehen vermissen Hinweise auf die Anlaufstellen für Opfer. Konkret geht es in der veröffentlichten Untersuchung um geschlechtsspezifische Gewalt. Damit sind Übergriffe gemeint, die sich gegen eine Person aufgrund ihres Geschlechts richten und die zu körperlichen, sexuellen, psychischen oder wirtschaftlichen Schäden führen oder führen können. Auch Gewalt innerhalb von Partnerschaften und Familien zählen die Macher dazu.

Die Forscher hatten sowohl Filme und Serien als auch Dokus, Reportagen und Nachrichten untersucht. Die Studie von zwei Hochschulen in Wismar und Rostock wurde von der Malisa Stiftung, hinter der Schauspielerin Maria Furtwängler und ihre Tochter Elisabeth stehen, und der zu Bertelsmann gehörenden Produktionsfirma Ufa gefördert. Betrachtet wurden in Stichproben Sendungen in acht öffentlich-rechtlichen und privaten Sendern im Jahr 2020, die zwischen 18 und 22 Uhr gezeigt wurden.

Als Fazit nennt die Studie unter anderem dies: Die Betroffenen von geschlechtsspezifischer Gewalt kommen demnach nur in acht Prozent der Darstellungen ausführlich selbst zu Wort. Zudem fehlten bei der Ausstrahlung von Gewalt häufig Vorabwarnungen über den Inhalt sowie Hinweise auf Beratungs- und Unterstützungsangebote für Betroffene.

20:16 Uhr

Taylor Swift vom Thron gestoßen - Adeles "30" ist bestverkauftes Album des Jahres

Trotz ihres jungen Alters ist Adele bereits eine Ausnahmekünstlerin. Das beweist sie auch mit ihrem aktuellen Album, das nun das bestverkaufte in den USA in diesem Jahr ist. Dafür brauchte die Britin nur ganze drei Tage! Adele (33) hat mit ihrem am 19. November erschienenen Album "30" schon jetzt den Titel des meistverkauften Longplayers des Jahres in den USA inne. Dafür brauchte der britische Popstar lediglich drei Tage. Wie "Billboard" berichtet, hatte sich das Album am Sonntag schon mehr als eine halbe Million Mal verkauft. Das übertrifft die Gesamtverkäufe aller Alben, die in den vergangenen elf Monaten veröffentlicht wurden.

Damit schlägt Adele Taylor Swift (31) vom Thron, die mit "Evermore" bisher die meisten Platten des Jahres verkauft hatte (auch wenn das Album schon 2020 erschienen war). Bis zum 18. November hatte es 462.000 Exemplare verkauft.

20:00 Uhr
19:38 Uhr

Aussetzung abgelehnt - Polizistenmörder Dietmar Jüschke bleibt in Haft

Der zweifache Polizistenmörder Dietmar Jüschke kann auch nach 30 Jahren nicht von einer Freilassung ausgehen. Nach einem psychiatrischen Sachverständigengutachten wurde die Aussetzung der lebenslangen Freiheitsstrafe und der Sicherungsverwahrung abgelehnt, bestätige eine Sprecherin des Landgerichts Lüneburg einen Bericht von Radio Hochstift.

Der Verurteilte sitzt in der Justizvollzugsanstalt Celle ein. Der Beschluss ist nicht rechtskräftig, die Anwältin habe sofortige Beschwerde eingelegt. Dietmar Jüschke und sein Bruder Manfred aus Bredenborn (Kreis Höxter/Nordrhein-Westfalen) waren im Februar 1995 verurteilt worden. Manfred Jüschke musste seinerzeit für zehn Jahre hinter Gitter, Dietmar erhielt eine lebenslange Freiheitsstrafe mit Sicherungsverwahrung.

Aus allgemeinem Hass auf die Polizei hatte der ältere Bruder Dietmar im Oktober 1991 die beiden Beamten Jörg Lorkowski (30) und Andreas Wilkending (34) mit einem vorgetäuschten Notruf wegen eines angeblichen Wildunfalls auf einen Waldparkplatz im südlichen Niedersachsen gelockt. Er tötete die Polizisten mit neun Schüssen.

19:18 Uhr

Behörden auf La Palma heben Ausgangssperre wieder auf

Gute Nachrichten aus dem beliebten Ferienziel: Auf der spanischen Vulkaninsel La Palma haben die Behörden eine vorsorgliche Ausgehsperre für rund 3000 Menschen wieder aufgehoben. Man habe festgestellt, dass entgegen den Befürchtungen keine giftigen Dämpfe entstanden seien, nachdem am Montag ein weiterer Lavastrom aufs Wasser getroffen sei, teilten der Notdienst und die Regionalregierung der Kanaren mit. Die Bewohner mehrerer Viertel der Gemeinde Tazacorte durften somit nach rund 20 Stunden ihre Häuser wieder verlassen.

Wegen der riesigen Gaswolke, die sich am Montagabend beim Eintritt der zum Teil bis zu 1300 Grad heißen Lava ins Meer gebildet hatte, und auch wegen der Vulkanasche, die sich unter anderem auch auf die Start- und die Landebahn des Flughafens der Kanareninsel legte, hatte die Fluggesellschaft Binter am heutigen Dienstag auch alle Flüge gestrichen. Diese Maßnahme wurde zunächst beibehalten.

19:01 Uhr

Erstmals schädlichen Japankäfer in Deutschland entdeckt

Zum ersten Mal ist in Deutschland ein Exemplar des schädlichen Japankäfers nachweislich in eine Falle gegangen. Dabei handelt es sich nach Angaben des Regierungspräsidiums Freiburg um den ersten amtlich bestätigten Fund eines lebenden Japankäfers hierzulande. Bislang hatte es nur wenige Hinweise auf jeweils einzelne Funde gegeben, die Behörden aber nicht verifizieren konnten. Das männliche Tier war Anfang November in einer sogenannten Pheromonfalle in der Nähe des Freiburger Güterbahnhofs entdeckt worden. Laut einem Sprecher des Regierungspräsidiums war es da zwar schon tot.

Dieser Fund sowie ein vorheriger in Basel zeigen den Angaben zufolge, dass die Wahrscheinlichkeit von Japankäfern (Popillia japonica) in Baden-Württemberg zunimmt. Der amtliche Pflanzenschutzdienst werde mit Beginn der Flugzeit im Mai kommenden Jahres den Fundort und weitere Risikostandorte wie Güterbahnhöfe und Parkplätze von Lastwagen stärker überwachen, kündigte der Sprecher an.

Japankäfer können nach Angaben des Landwirtschaftlichen Technologiezentrums (LTZ) Augustenberg starke Fraßschäden vor allem an Obstbäumen, Erdbeeren, Bohnen, Mais, Wein, Rosen und vielen anderen Strauch- und Baumarten anrichten. Die Engerlinge - also die Larven - wiederum ernährten sich überwiegend von Graswurzeln und könnten in Massen ganze Rasen, Wiesen und Weiden zerstören.

18:42 Uhr

Französische Polizei hebt Waffenlager aus - und findet Neonazi-Propaganda

Französische Zollfahnder sind nach der Kontrolle von zwei jungen Männern in der Normandie auf ein großes Waffenlager sowie Neonazi-Utensilien gestoßen. Die beiden 25 Jahre alten Männer, von denen einer einem Infanterie-Regiment der Armee angehört, befinden sich in Untersuchungshaft, wie Staatsanwältin Dominique Puechmaille sagte.

Bei einer Fahrzeugkontrolle hätten die Fahnder im Wagen der beiden zunächst einige Waffen entdeckt. Bei anschließenden Wohnungsdurchsuchungen stießen sie dann in einem Schuppen, der einem Großvater der beiden gehört, auf ein Arsenal von Waffen, Sprengstoff und mit Hakenkreuzen versehenen Objekten. Wie die Zeitung "Le Monde" berichtete, handelte es sich um mindestens 130 Schusswaffen, darunter Kampfgewehre, Maschinenpistolen, Pumpguns sowie 200 Kilogramm Munition sowie Granaten. 77 der Waffen seien allerdings unbrauchbar gemacht gewesen. Außerdem seien die Fahnder auf rechtes Propaganda-Material, Poster und Abzeichen gestoßen.

18:27 Uhr

EU verabschiedet umstrittene Agrarreform - Umweltverbände bemängeln Subventionen

Das Europäische Parlament hat grünes Licht für die umstrittene Reform der gemeinsamen EU-Agrarpolitik (GAP) gegeben. Eine Mehrheit der Abgeordneten in Straßburg stimmte für die Änderungen der GAP, mit denen die Landwirtschaft in Europa umweltverträglicher und gerechter werden soll. Grünen und Umweltverbänden gehen die Reformen nicht weit genug - sie kritisierten das Votum.

Die neuen Regeln für die Verteilung von EU-Geldern an Bauern treten wegen Verzögerungen 2023 in Kraft. Die gemeinsame Agrarpolitik ist mit 387 Milliarden Euro bis 2027 der zweitgrößte Posten im EU-Haushalt. Deutschland stehen davon rund 42 Milliarden Euro zu.

Die Umweltschutzverbände NABU und Greenpeace bemängelten, dass große Landwirtschaftsbetriebe mit vielen Anbauflächen weiterhin mehr EU-Subventionen erhalten werden. Sie forderten innerhalb der GAP mehr Gelder dafür, wenn Landwirte sich an Umweltprogrammen, sogenannten Eco-Schemes, beteiligen. Diese Umweltprogramme waren einer der Streitpunkte zwischen dem Parlament und den Mitgliedstaaten.

18:11 Uhr

Prinz William kritisiert Bevölkerungswachstum in Afrika

Dreifacher Vater kritisiert Bevölkerungswachstum. Das kann nicht ohne Kritik bleiben. Der britische Prinz William hat in einer Rede das Bevölkerungswachstum in Afrika und dessen Einfluss auf Umwelt und Natur kritisiert. "Der zunehmende Druck auf Afrikas Wildtiere und Lebensräume durch die menschliche Bevölkerung stellt Naturschützer sowie die ganze Welt vor große Herausforderungen", sagte der 39-Jährige der "Times" zufolge bei einer Preisverleihung der britischen Tusk-Stiftung.

Schätzungen zufolge wird sich die afrikanische Bevölkerung bis zum Jahr 2050 auf rund 2,5 Milliarden Menschen verdoppeln. Im Jahr 2017 hatte der Royal, der sich zunehmend wie sein Vater Prinz Charles für mehr Klimaschutz positioniert, mit einer ähnlichen Äußerung Kritik auf sich gezogen. Der Royals-Autor Phil Dampier wies der "Times" zufolge damals darauf hin, dass William seine Ratschläge auch selbst befolgen und nicht mehr als zwei Kinder bekommen könne. Tatsächlich haben Prinz William und seine Frau Kate mittlerweile drei Kinder.

17:54 Uhr

Litauen: Bis zu 2000 Soldaten unterstützen Grenzschutz

In Litauen unterstützen regelmäßig 1000 bis 2000 Soldaten den Grenzschutz bei seiner Arbeit an der östlichen EU-Außengrenze zu Belarus. "Natürlich ist das keine Obergrenze, und wenn die Situation es erfordert und wir gebeten werden zu helfen, werden wir das tun", sagte Armeechef Valdemaras Rupsys der Agentur BNS zufolge. Insgesamt seien seit Mitte Juni rund 9000 Soldaten des baltischen EU- und Nato-Landes im Einsatz gewesen.

Zur Überwachung der Grenze zu Belarus erwirbt die litauische Armee zudem von den Niederlanden rund 290 gebrauchte Geländewagen. Nach Angaben von Verteidigungsminister Arvydas Anusauskas sind die für einen Kaufpreis von 4,6 Millionen angeschafften Fahrzeuge in einem guten technischen Zustand und einsatzbereit. Die meisten davon sollen den Streitkräften bis Weihnachten zur Verfügung stehen.

Angesichts der Lage an der EU-Außengrenze zu Belarus hat Litauen vor zwei Wochen den Ausnahmezustand ausgerufen - er gilt für einen Monat entlang dem Grenzstreifen und fünf Kilometer landeinwärts. Die Regierung in Vilnius hat zudem mehr Polizisten an die Grenze geschickt und die Armee erhielt weitergehende Befugnisse.

17:38 Uhr

Brite eröffnet virtuelles Handy-Museum - von begehrt bis hässlich ist alles dabei

Wer in den 90er Jahren schon "mobil" war, hat noch echte Perlen der Kommunikation erleben dürfen! Jahrzehnte nach dem Markteintritt wird das Mobiltelefon ein Fall fürs Museum: In Großbritannien ist ein virtuelles Museum über die Geschichte des Handys eröffnet worden. "Keine andere Erfindung der jüngeren Vergangenheit hat unser Leben mehr verändert als das Handy", sagte Mitgründer Ben Wood, aus dessen persönlicher Sammlung das Museum hervorgegangen ist. Von mobilen Bezahlmethoden bis hin zu Live-Berichterstattung aus aller Welt und der Möglichkeit, von überall aus zu arbeiten, sei es fast unmöglich, die Bedeutung des Handys zu überschätzen, sagte Wood.

Die Macher zeichnen mit ihrer Ausstellung, in der mehr als 2100 Modelle von rund 200 Herstellern zu sehen sind, die Geschichte der Geräte nach - von sperrigen Telefonen in der Dimension einer Autobatterie bis hin zu High-End-Geräten. Außerdem gibt es Rubriken wie "die hässlichsten Designs" oder die begehrtesten Modelle. Künftig soll es auch Pop-up-Ausstellungen an verschiedenen Orten geben. Mein erstes Handy war übrigens ein GH 198 von Sony. Mit ausgeklappter Antenne war es sicher 25 Zentimeter hoch.

17:19 Uhr

Promenade in Brasilien bricht ein - 30 Menschen stürzen in Kanalsystem

Bei einer Eröffnungsveranstaltung der Weihnachtssaison im Süden Brasiliens ist eine zu einer Bucht hin gelegene Promenade eingebrochen - mehr als 30 Menschen fielen in das darunter verlaufende Kanalsystem. Die Veranstaltung im von deutschen Einwanderern geprägten Teil des Landes wurde daraufhin unterbrochen. Sicherheitsleute und Rettungsteams leisteten Erste Hilfe, wie aus einer Mitteilung der Stadtverwaltung Joinville im Bundesstaat Santa Catarina am Montagabend (Ortszeit) hervorging.

21 Erwachsene und zwölf Kinder wurden demnach in verschiedene Krankenhäuser gebracht, schwer verletzt wurde niemand. Alle wurden nach Informationen der Stadtverwaltung vom Dienstagmorgen bereits wieder entlassen. Die Ursache für den Unfall in Joinville war zunächst unklar.

17:00 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:49 Uhr

Mörder von Meredith Kercher beendet Haftstrafe frühzeitig

Es war einer der medial präsentesten Prozesse in den letzten 20 Jahren. Gut 14 Jahre nach dem Mord an der britischen Austauschstudentin Meredith Kercher hat der verurteilte Täter in Italien vorzeitig seine Haftstrafe beendet. Er war in dem Fall, bei dem auch die Amerikanerin Amanda Knox eine Hauptverdächtige war und vier Jahre im Gefängnis saß, zu 16 Jahren Haft verurteilt worden. Ein Richter in Viterbo gewährte dem Mann von der Elfenbeinküste nun eine vorzeitige Entlassung, wie dessen Anwalt Fabrizio Ballarini der Nachrichtenagentur Ansa bestätigte.

Der mutmaßliche Täter, der stets seine Unschuld beteuert hatte, war schon im vorigen Jahr auf freien Fuß gekommen und hatte stattdessen Sozialdienst verrichtet. Eigentlich wäre seine ohnehin verkürzte Haftstrafe erst Anfang Januar 2022 abgelaufen - nun ging es noch schneller, offiziell wurde als Haftende der 20. November festgelegt.

Die englische Austauschstudentin Kercher war am 1. November 2007 in Perugia ermordet worden. Knapp ein Jahr später verurteilte ein Gericht den Mann wegen Vergewaltigung und Mord zu einer Haftstrafe von 30 Jahren. 2010 wurde diese im Revisionsverfahren auf 16 Jahre verkürzt.

16:34 Uhr

Nach Vogelgrippe-Ausbruch: Tschechien verhängt landesweite Stallpflicht

Wegen des Auftretens der Vogelgrippe in Tschechien haben die Behörden des deutschen Nachbarlandes eine landesweite Stallpflicht für Geflügel verhängt. Das ging aus einer Anordnung der staatlichen Veterinärbehörde (SVS) in Prag hervor. Ausgenommen sind Tauben und Laufvögel wie Strauße.

Zuvor war das Vogelgrippe-Virus H5N1 unter anderem in einem Gänsezuchtbetrieb südöstlich von Budweis (Ceske Budejovice) nachgewiesen worden. Rund 2000 Tiere müssen dort notgeschlachtet werden. Sie hatten Zugang zu einem Teich und dürften sich bei Wildtieren angesteckt haben.

Bereits im Frühjahr hatte es in Tschechien eine größere Vogelgrippe-Welle gegeben. Rund eine Viertelmillion Tiere mussten damals wegen des gefährlichen Virus getötet werden. Vogelgrippe ist eine hochansteckende Erkrankung, die vor allem Hühner, Puten und Enten befällt.

16:17 Uhr

Große Trauerfeier für ermordeten Tory-Abgeordneten David Amess

Der ermordete britische Tory-Abgeordnete David Amess ist offiziell von der politischen Elite Londons verabschiedet worden. Premierminister Boris Johnson sowie mehrere seiner Vorgänger, darunter David Cameron und Theresa May, nahmen heute an einer großen Trauerfeier in der Westminster Cathedral in London teil, wo der Sarg mit dem Toten aufgebahrt war.

Der 69 Jahre alte konservative Parlamentarier war Mitte Oktober während einer Bürgersprechstunde in seinem Wahlkreis in der südostenglischen Grafschaft Essex erstochen worden. Die Polizei nahm noch am Tatort einen Verdächtigen fest. Er wurde später wegen Mordes angeklagt. Die Polizei geht von einem islamistischen Hintergrund für die Tat aus.

15:54 Uhr

Einiges zu tun: Expertenkommission soll Berliner Wahlchaos aufklären

Die Berliner Landeregierung hat zur Untersuchung der Pannen bei den Wahlen in der Hauptstadt die Einsetzung einer Expertenkommission beschlossen. Dies teilte Innensenator Andreas Geisel nach einer Senatssitzung am heutigen Dienstag mit. Die 20-köpfige "Expertenkommission Wahlen in Berlin" soll ihre Arbeit demnach Anfang Dezember aufnehmen.

Bei den Wahlen zum Bundestag, zum Abgeordnetenhaus, den Bezirksverordnetenversammlungen sowie der Abstimmung über einen Volksentscheid am 26. September 2021 seien "zahlreiche Probleme und Unregelmäßigkeiten im Ablauf" aufgetreten. Die Expertenkommission solle "systematisch die Ursachen analysieren, aufgetretene Probleme aufarbeiten und Handlungsempfehlungen für die Durchführung künftiger Wahlen geben", hieß es.

15:38 Uhr

Digitaler Aufschwung Ost: Kreativzentrum entsteht in Magdeburg

In einer Industriehalle in Magdeburg entsteht ein großer Raum für Youtuber und andere Kreative. Es wird nach Angaben der Betreiber das größte digitale Kreativzentrum Deutschlands. Neben Filmstudios solle es aber vor allem ein Netzwerkort werden, sagte Sebastian Herden, einer der Gründer von Studio5. Die Idee hinter den Studios sei auch, die Region Ost zu stärken und digitale Geschäftsmodelle zu entwickeln. "Die Grundlagen sind da. Wir haben Räume, wir haben gute Leute hier", so Herden.

Gemeinsam mit Sandra und Sebastian Gauck kam er auf die Idee, eine Mischung aus Filmstudio und Ort für digitale Kreativprojekte zu starten. Alle drei haben vorher für ein großes Telekommunikationsunternehmen gearbeitet und dort gesehen, wie Vernetzung und Digitalisierung funktionieren. Jede Ecke soll anders nutzbar sein. So könnten allein dort zwischen 10 und 15 Sets entstehen. "Die Idee ist, dass wir ganz unterschiedliche Welten schaffen", so Gauck.

15:15 Uhr

Truck zerlegt Wohnhaus in New Jersey

Im US-Bundesstaat New Jersey kommt ein Kipplaster nach einem Unfall von der Straße ab und rast in ein Wohnhaus. Ein Augenzeugenvideo zeigt, wie das Gebäude sofort zur Hälfte einstürzt und in Schräglage gerät. Der Bewohner des Hauses und der Fahrer des Trucks werden nur leicht verletzt.

14:55 Uhr

4,6 Prozent mehr - Bundesnetzagentur winkt Porto-Erhöhung durch

Auch das Versenden von Liebesbriefen wird teurer: Deutschlands Verbraucherinnen und Verbraucher müssen sich auf höhere Portokosten ab dem Jahreswechsel einstellen: Die Deutsche Post darf ihre Preise für das Versenden von Briefen und Postkarten dann um 4,6 Prozent erhöhen, wie die Bundesnetzagentur als Regulierungsbehörde am heutigen Dienstag mitteilte. Diesen "Preiserhöhungsspielraum" kann das Unternehmen auf verschiedene Portoarten aufteilen.

Die Post hatte bereits im Oktober angekündigt, das Briefporto zum 1. Januar von 80 auf 85 Cent zu erhöhen, bei Postkarten soll der Preis von 60 auf 70 Cent steigen. Das Unternehmen stützte sich damals auf eine vorläufige Berechnung der Bundesnetzagentur für den Preiserhöhungsspielraum von 4,6 Prozent, die nun bestätigt wurde. Jetzt muss die Post die einzelnen Preiserhöhungen noch von der Bonner Behörde genehmigen lassen. Da werden künftig die Mailpostfächer wohl noch stärker überquellen.

14:35 Uhr

Hasen-Räuber legen Fell auf Kitagelände ab

Schock in einem Thüringer Kindergarten: Unbekannte haben auf dem Kitagelände das Fell eines vor kurzem gestohlenen Hasen hinterlassen. Kinder machten am gestrigen Montag die grausame Entdeckung, wie die Polizei in Gera am Dienstag berichtete. Die Polizei ermittelt weiterhin zum Tatgeschehen und sucht nach Zeugenhinweisen.

Unbekannte hatten Anfang November vom Gelände des Kindergartens insgesamt drei Hasen aus einem Stall gestohlen. Einen ließen sie im Garten laufen, den zweiten legten sie tot auf der Wiese ab, den dritten nahmen sie mit. Das nun entdeckte Fell könnte den Angaben zufolge von dem gestohlenen Tier stammen.

14:14 Uhr

Schichtwechsel

Meine Kollegin Kristin Hermann verabscheidet sich in ihren wohlverdienten Feierabend. Ab sofort bin ich für Sie da, begleite Sie durch den Nachmittag und den Abend. Wenn Sie Fragen oder Anregungen haben, mailen Sie mir unter dertag[at]ntv.de. Mein Name ist Alexander Schultze. Auf geht's!

14:02 Uhr

Seenotretter von SOS Méditerranée Deutschland wollen eigenes Schiff aufs Mittelmeer bringen

Der deutsche Verein des europäischen, zivilen Seenotrettungs-Verbundes SOS Méditerranée International wird den Verbund zum Ende des Jahres 2021 verlassen, um ein neues, eigenes Rettungsschiff aufs Mittelmeer zu bringen. Der in Berlin ansässige Verein kündigt am Dienstag an, damit ab Mitte 2022 mehr Geflüchtete retten und seine politische Arbeit verstärken zu wollen. "Nur zwei Rettungsschiffe, unter anderem die von dem europäischen Netzwerk SOS Méditerranée International gecharterte Ocean Viking, mussten Anfang November mehr als 1100 Schiffbrüchige aufnehmen, die sie zuvor aus Seenot gerettet hatten. Die Situation hat erneut gezeigt, dass im Mittelmeer dringend mehr Schiffe gebraucht werden", sagt die Geschäftsführerin von SOS Méditerranée Deutschland, Verena Papke. Im Mittelmeer sind nach UN-Angaben dieses Jahr bereits mehr als 1500 Menschen auf der Flucht ertrunken.

13:12 Uhr

Knochen der seit 1995 vermissten Sonja Engelbrecht gefunden

In den Fall der seit 26 Jahren vermissten Sonja Engelbrecht aus München kommt Bewegung. In einem Waldstück bei Kipfenberg im oberbayerischen Landkreis Eichstätt sei ein Knochen gefunden worden, der der Vermissten zugeordnet werden konnte, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums München. Nun suchten Ermittler nach weiteren sterblichen Überresten der Frau. Sonja Engelbrecht war 1995 im Alter von 19 Jahren verschwunden. Zuletzt war sie am Stiglmaierplatz in München lebend gesehen worden.

13:03 Uhr

Gewalt in Partnerschaften nimmt in Deutschland zu

Die Zahl der angezeigten Gewalttaten unter Paaren und Ex-Partnern ist im vergangenen Jahr noch stärker gestiegen als in den Jahren zuvor. Laut einer aktuellen Statistik zur Partnerschaftsgewalt registrierten die Behörden 2020 bundesweit 146.655 Fälle, in denen ein aktueller oder ehemaliger Partner Gewalt ausübte oder dies versuchte - ein Anstieg um 4,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Wie die veröffentlichten Daten des Bundeskriminalamtes zeigen, geht die Gewalt nach wie vor zum überwiegenden Teil von Männern aus. Der Anteil weiblicher Tatverdächtiger ist in den vergangenen Jahren jedoch leicht gestiegen - auf nunmehr 20,9 Prozent.

Mehr dazu lesen Sie hier.
12:16 Uhr

Mann will Bekannte zum Hausputz zwingen und verletzt sie schwer

Weil sie seine Wohnung nicht putzen wollte, soll ein 34-Jähriger in Südhessen eine Bekannte schwer verletzt und mit einem Messer bedroht haben. Wie die Polizei nun mitteilte, haben sich der Beschuldigte und die 32-Jährige vor einigen Wochen im Internet kennengelernt. Als die Frau aus Schwetzingen am Montag nach Viernheim zu Besuch gekommen sei, sei es zu dem Angriff gekommen, bei dem der Mann den Kopf der Frau gegen die Wand geschlagen und später auf sie eingetreten habe. Laut Polizei gelang es der Frau, zu einer Nachbarin zu fliehen. Sie musste medizinisch versorgt werden. Gegen den 34-Jährigen wird jetzt wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Außerdem darf er sich der Polizei zufolge der Frau nicht mehr nähern oder sie kontaktieren.

11:53 Uhr

Polizei nimmt Planenschlitzer-Bande hoch - Razzia in NRW und Rumänien

265519648.jpg

Eine Verdächtige wird von Einsatzkräften der Polizei aus einem Haus heraus abgeführt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Polizei ist am Morgen bei Razzien in Gütersloh und Rumänien gegen sogenannte Planenschlitzer und mutmaßliche Abnehmer von Diebesgut vorgegangen. Die Bande soll vor allem an Rastplätzen in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen zugeschlagen haben. In Deutschland wurden vier Tatverdächtige festgenommen, in Rumänien 19, wie die Polizei mitteilte. Die Aktion richte sich gegen eine etwa eine 50-köpfige Gruppierung, sagte ein Polizeisprecher. Die Bande soll seit mindestens eineinhalb Jahren an Rastplätzen überwiegend entlang der A30 und A2 auf Beutezüge gegangen sein.

Nachts sollen sie dazu die Planen geparkter Lkw aufgeschlitzt und die Ladung entwendet haben, während die Trucker schliefen. Dabei hätten sie es meist auf Elektronikartikel, teuren Alkohol und Bekleidung abgesehen. Besonders häufig schlugen sie demnach auf einem Rasthof an der Landesgrenze in Salzbergen zu. Bislang konnten der Bande bereits 112 Taten zugeordnet werden.

11:52 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:25 Uhr

Zehnfacher Preis für Wasser: Stadt in der Türkei erhöht Preise für Ausländer

Ein Bürgermeister in der Türkei macht mit extra Preisen für Ausländer von sich Reden. Menschen ohne türkischen Pass müssen im nordtürkischen Bolu nun den zehnfachen Preis für Wasser und deutlich mehr als türkische Staatsbürger für zivile Trauungen zahlen, berichtete der staatliche Sender TRT am Dienstag. Justizminister Abdulhamit Gül reagierte via Twitter und warf dem Bürgermeister der Stadt, Tanju Özcan, Rassismus vor. Jeder habe gleichen Anspruch auf öffentliche Dienstleistungen, schrieb Gül.

Die Regelung geht nach Angaben von TRT auf einen Vorschlag des Bürgermeisters zurück, dem der Stadtrat zugestimmt habe. "Wir wollen nicht, dass Ausländer hier heiraten, Kinder kriegen und sich in Bolu niederlassen", sagte Özcan zuletzt. Auch der Politiker der prokurdischen Partei HDP, Ömer Faruk Gergerlioglu, warf Özcan Rassismus und Diskriminierung vor und forderte Özcans Partei, die kemalistische CHP, auf, ihn auszuschließen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt derzeit gegen Özcan wegen Amtsmissbrauchs, sowie wegen Hass und Diskriminierung, berichtete TRT.

Mehr dazu lesen Sie hier.
10:59 Uhr

Zwölf Verletzte bei Verkehrsunfall mit Schulbus in Dortmund

Bei einem Verkehrsunfall zwischen einem Schulbus und einem Auto sind in Dortmund zwölf Menschen verletzt worden. Nach Polizeiangaben missachtete der 61-jährige Autofahrer die Vorfahrt des Schulbusfahrers, woraufhin es zum Zusammenstoß kam. Das Auto sei dabei am Montag in den angrenzenden Straßengraben geschleudert worden und auf dem Dach gelandet. Bei dem Unfall wurden den Angaben zufolge neun Schüler, zwei Lehrkräfte und der Autofahrer leicht verletzt. Die Unglücksstelle wurde für rund anderthalb Stunden gesperrt.

10:33 Uhr

Chinas Geburtenrate fällt auf niedrigsten Stand seit 1978

Die Geburtenrate in China ist auf den niedrigsten Stand seit mehr als vier Jahrzehnten gefallen. Den Rückgang der Geburten um 18 Prozent auf 12 Millionen im vergangenen Jahr erklärte das Statistikamt in Peking unter anderem mit der Corona-Pandemie. Doch weisen Experten schon lange auf die hohen Kosten für Wohnraum, Ausbildung und Gesundheit in China sowie die schwindende Bereitschaft zur Heirat hin. Die Geburtenrate im bevölkerungsreichsten Land rutschte mit 8,52 Neugeborenen auf 1000 Menschen erstmals wieder in den einstelligen Bereich - so niedrig wie seit 1978 nicht mehr.

Wegen der rückläufigen Geburten und der stabil bleibenden Zahl der Todesfälle bewegt sich das Milliardenvolk nach Expertenangaben auf ein Nullwachstum in der Entwicklung der Bevölkerung zu, die den Erwartungen nach in ein paar Jahren dann schrumpfen dürfte. Auch schreitet die Überalterung der Gesellschaft unerwartet schnell voran. Zunehmend weniger Werktätige müssen in der zweitgrößten Volkswirtschaft damit immer mehr alte Leute versorgen.

10:07 Uhr

Palast kritisiert BBC-Doku über Streit zwischen William und Harry

In einem außerordentlichen Schritt hat das britische Königshaus eine BBC-Dokumentation über die Royal Family und das Verhältnis der Queen-Enkel Prinz William und Prinz Harry kritisiert. In einer gemeinsamen Stellungnahme warfen Vertreter von Königin Elizabeth II. (95), Thronfolger Prinz Charles (73) und Queen-Enkel Prinz William (39) dem öffentlich-rechtlichen Sender vor, "überzogene und unbegründete Behauptungen aus ungenannten Quellen als Tatsache" darzustellen. Das gemeinsame Statement von Buckingham-Palast, Clarence House und Kensington-Palast wurde am Ende der Sendung von der BBC selbst gezeigt.

Die am Montagabend von BBC 2 ausgestrahlte Episode "The Princes And The Press" (Die Prinzen und die Presse) legt nahe, dass die Brüder William und Harry jeweils Journalisten mit Vorwürfen gegen die andere Seite gefüttert haben sollen. Beide weisen das zurück. Das Verhältnis zwischen den beiden Queen-Enkeln gilt als schwer belastet, seitdem Harry und seine Ehefrau Herzogin Meghan dem Palast öffentlich Rassismus und mangelnde Unterstützung vorgeworfen haben.

09:35 Uhr

Mindestens sechs Schulkinder bei Fährunglück auf Sri Lanka ertrunken

Bei einem Fährunglück im Nordosten Sri Lankas sind mindestens sechs Schulkinder ertrunken. Mindestens drei weitere wurden nach Kentern eines Schiffes mit Schülern an Bord vermisst, wie die Polizei mitteilte. Marinetaucher suchten nach den Kindern. Elf Menschen wurden den Angaben zufolge ins Krankenhaus gebracht. Der Vorfall hatte sich bei Kinniya ereignet, der Ort an der Küste liegt etwa 260 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Colombo. Ersten Ermittlungen zufolge war die Fähre auf dem Inselstaat südlich von Indien überladen und nicht für den Personentransport zugelassen gewesen. Zur Zahl der Menschen an Bord gab es zunächst keine Angaben.

09:19 Uhr

Notfall-Kaiserschnitt: Aaron Carter ist Vater geworden

US-Musiker Aaron Carter und seine Verlobte Melanie Martin sind Eltern geworden. Das Paar begrüßte einen kleinen Jungen namens Prince Lyric Carter. "Notfall-Kaiserschnitt nach 13 Stunden Wehen, aber meine Verlobte ist bei bester Gesundheit, danke Gott und dem unglaublich süßen, liebevollen Personal hier", schrieb Carter am Montagabend auf Instagram.

"Prince ist kostbar, ich liebe dich, mein Sohn. Deine Mami liebt dich, während ich am Telefon Tränen vergieße", heißt es in dem Post weiter. Das Foto dazu zeigt ihn beim Durchschneiden der Nabelschnur. An die frischgebackene Mutter richtet er diese liebevollen Worte: "Ich bin so stolz auf dich, Hunny, du hast es geschafft. Ich liebe dich von ganzem Herzen, mein schöner Gottessegen."

Mehr dazu lesen Sie hier.
08:52 Uhr

Zwei Verdächtige wegen Tötung von Radfahrer in Bayern festgenommen

Nach dem gewaltsamen Tod eines Radfahrers in Bayern haben die Ermittler zwei Verdächtige festgenommen. Die zwei Männer im Alter von 18 und 21 Jahren sollen den 26-Jährigen nahe Bad Neustadt gemeinschaftlich getötet haben, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Die beiden Deutschen seien teils geständig. Das Motiv liege aber noch im Dunklen. Noch heute sollten sie vor einen Ermittlungsrichter kommen. Spaziergänger hatten die Leiche des 26-Jährigen am frühen Montagmorgen neben einem Radweg entdeckt. Die Obduktion ergab nach Angaben der Ermittler, dass der Mann durch spitze Gewalteinwirkung getötet wurde. Eine rund 25-köpfige Ermittlungskommission der Kriminalpolizei nahm am Montag die Arbeit auf. Ermittlungen im sozialen Umfeld des Getöteten brachten diese auf die Spur der beiden Verdächtigen.

08:49 Uhr
Breaking News

Schauspieler Volker Lechtenbrink gestorben

Der Schauspieler, Sänger und Regisseur Volker Lechtenbrink ist tot. Er starb am Montag im Kreise seiner Familie an den Folgen einer schweren Erkrankung, wie seine Agentur und das Hamburger Ernst-Deutsch-Theater jetzt mitteilten. Lechtenbrink wurde 77 Jahre alt. Seinen großen Durchbruch feierte er bereits mit 14 Jahren, als er in Bernhard Wickis Antikriegsfilm "Die Brücke" (1959) einen der sieben Jungen spielte, die kurz vor Kriegsende sinnlos eine Brücke verteidigen müssen.

Nach Stationen an Theatern in Hannover, Köln, Berlin, München und Hamburg, folgten zahlreiche Fernsehauftritte ("Derrick", "Ein Fall für zwei"). In den 70er Jahren startete Lechtenbrink seine Karriere als Musiker und Moderator ("Leben, so wie ich es mag").

08:22 Uhr

Details zu Todesfahrt in Wisconsin: Rapper posierte wohl vor Tatfahrzeug in Musikvideo

Im US-Bundesstaat Wisconsin rast ein Mann mit einem SUV in eine Weihnachtsparade. Mindestens fünf Menschen sterben, Dutzende werden verletzt. Die Polizei nimmt einen Verdächtigen fest und gibt nähere Details bekannt. Der mutmaßliche Täter soll auf der Flucht gewesen sein - nicht zum ersten Mal.

Mehr dazu lesen Sie hier.
08:02 Uhr

Razzia gegen Rockergruppe - SEK-Beamte suchen Beweise für Mordplan

Spezialeinsatzkommandos der Polizei durchsuchen seit dem frühen Morgen 16 Objekte einer Rockergruppe in Köln und Pulheim. Hintergrund sei ein Ermittlungsverfahren wegen versuchten Mordes, das nach Schüssen auf ein ehemaliges "Hells Angels"-Mitglied in der Kölner Altstadt im Oktober eingeleitet worden sei, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei Köln mit. Die Ermittlungen richteten sich derzeit gegen 15 Männer im Alter von 23 bis 51 Jahren, die allesamt Angehörige der Ortsgruppe "Hells Angels MC Honorfield" seien. Neben zahlreichen Spezialeinheiten seien Kräfte der Bereitschaftspolizei und Sprengstoffspürhunde im Einsatz.

07:39 Uhr

Diese Promis sind bei der dritten Staffel von "LOL" dabei

Der Cast für die dritte Staffel der erfolgreichen Streaming-Comedyshow "LOL - Last One Laughing" bei Prime Video von Amazon steht fest. Der Streaming-Dienst teilte der Deutschen Presse-Agentur diese Namen für den Start im Frühjahr 2022 mit: Palina Rojinski, Hazel Brugger, Michelle Hunziker, Christoph Maria Herbst, Abdelkarim, Axel Stein und Olaf Schubert. Anke Engelke stelle sich zum dritten Mal der Herausforderung, Carolin Kebekus und Mirco Nontschew seien zum zweiten Mal dabei.

Bei der Comedy-Show geht es darum, dass die Kandidaten gemeinsam über mehrere Stunden zusammen sind. Sie müssen sich zum Lachen bringen, dürfen selbst aber nicht lachen. Wer zwei Mal erwischt wird, fliegt raus. Übrig bleibt, wer sich das Lachen verkniffen hat. Schauspieler und Regisseur Michael "Bully" Herbig ("Bullyparade", "Der Schuh des Manitu") präsentiert die deutsche Ausgabe des internationalen Erfolgs. Er passt auf, wer lacht und greift dann ins Geschehen ein. Die zweite Staffel gewann Max Giermann und Staffel eins Torsten Sträter.

07:25 Uhr

Geiselnehmer töten Farmer und zwei Arbeiter in Paraguay

Nach der Entführung von vier Männern in Paraguay sind drei der Opfer von den Geiselnehmern erschossen worden. Ein Farmer aus der christlichen Religionsgemeinschaft der Mennoniten und zwei Arbeiter seien nahe der Stadt San Estanislao im Department San Pedro im Zentrum des südamerikanischen Landes getötet worden, berichtete die Zeitung ABC Color unter Berufung auf die Polizei. Ein weiterer Arbeiter sei den Geiselnehmern entkommen. Der 74-jährige Farmer aus der Mennoniten-Kolonie Friesland war Medienberichten zufolge im Juli schon einmal überfallen worden. Damals raubten vermummte und bewaffnete Täter den Geländewagen des Mannes und ließen ihn gefesselt am Straßenrand zurück. In Paraguay leben Tausende deutschstämmige Mennoniten, die vor allem Landwirtschaft betreiben.

07:07 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

die Koalitionsverhandlungen von SPD, Grünen und FDP über ein Ampel-Bündnis im Bund gehen in den Endspurt. Die Generalsekretäre der Parteien fassen derzeit die bisherigen Ergebnisse der Gespräche zusammen. Die Ampel-Parteien hatten angekündigt, dass in dieser Woche ein Koalitionsvertrag vorgelegt werden soll. Zum Auftakt der Koalitionsgespräche am 21. Oktober gaben sie das Ziel aus, dass SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz in der Nikolauswoche ab dem 6. Dezember zum Kanzler gewählt und seine Regierung im Bundestag vereidigt wird. Viel Zeit bleibt also nicht mehr.

Ansonsten sind heute noch diese Themen wichtig:

  • In mehreren Bundesländern wird über schärfere Corona-Maßnahmen beraten. Das Brandenburger Kabinett entscheidet über die geplante Ausweitung der 2G-Regel (Zutritt nur für Geimpfte und Genesene) auf den Einzelhandel mit Ausnahmen. In der Öffentlichkeit sollen sich zudem nur noch bis zu fünf Menschen treffen können, Geimpfte und Genesene nicht mitgezählt. In Bayern will das Kabinett flächendeckend 2G und strikte Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte beschließen. Dies soll am Mittwoch in Kraft treten. Alle Entwicklungen rund um die Pandemie finden Sie wie immer in unserem Corona-Liveticker.
  • Kann einer der größten und langwierigsten Anlegerschutz-Prozesse Deutschlands mit einem Vergleich beendet werden? Um diese Frage geht es vor dem Oberlandesgericht Frankfurt, das erneut um den sogenannten dritten Börsengang der Deutschen Telekom AG 2000 verhandelt. Etwa 16.000 Kleinaktionäre klagen auf Erstattung von Kursverlusten von rund 80 Millionen Euro.
  • Seit Beginn der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 haben Paare tendenziell mehr Zeit miteinander verbracht - nicht immer freiwillig. Um die Frage, ob das auch zu einem Anstieg von Gewalt in Partnerschaften geführt hat, geht es in einer Statistik, die das Bundeskriminalamt und Bundesfrauenministerin Christina Lambrecht in Berlin vorstellen wollen.
  • Ein katholischer Priester aus dem Erzbistum Köln steht wegen des Vorwurfs sexuellen Missbrauchs von Kindern vor dem Kölner Landgericht. Der 70-Jährige soll in den 1990er Jahren seine drei Nichten missbraucht haben. Die Mädchen waren zu der Zeit zwischen sieben und 13 Jahre alt. Angeklagt ist der Mann in 31 Fällen, drei davon stuft die Staatsanwaltschaft als schwer ein. Der Priester war damals in Gummersbach tätig.
  • Der FC Bayern München will sich in der Champions League nach dem Einzug ins Achtelfinale auch den Gruppensieg vorzeitig sichern. Trotz Corona-Ärgers und zahlreicher Ausfälle streben die Münchner bei Dynamo Kiew im fünften Gruppenspiel den fünften Sieg in Europas Fußball-Königsklasse an. Der VfL Wolfsburg muss beim FC Sevilla antreten.

Mein Name ist Kristin Hermann und ich begleite Sie heute bis in den frühen Nachmittag durch den Tag. Sie haben Fragen oder Anregungen? Sie erreichen mich unter: kristin.hermann@nachrichtenmanufaktur.de

07:06 Uhr

Zweigeteiltes Wetter beschert Süden sonnigen Dienstag

Der Dienstag beginnt im Süden frostig kalt und verbreitet neblig. Im Tagesverlauf setzt sich jedoch vermehrt die Sonne durch, sodass sich südlich der Mittelgebirge ordentlich Vitamin B tanken lässt. Im Norden bleibt der Himmel wolkenverhangen, örtlich kann es Nieselregen geben.

06:58 Uhr

"Medicus"-Autor Noah Gordon gestorben

Der US-Romanautor Noah Gordon ist tot. Er starb im Alter von 95 Jahren, wie seine Familie auf Gordons offizieller Website mitteilte. Sein bekanntestes Werk ist der Roman "Der Medicus" von 1986. Der Weltbestseller spielt im elften Jahrhundert und beschreibt die Abenteuer des englischen Waisen Robert Cole, der sich auf den Weg nach Persien begibt, um sich von einem berühmten Universalgelehrten zum Arzt ausbilden zu lassen. "Der Medicus" wurde von dem deutschen Regisseur Philipp Stölzl verfilmt, die Hauptrolle in dem Film von 2013 spielte der Brite Tom Payne. Gordon verfasste den Roman als ersten Teil einer Trilogie. Die Folgeromane "Der Schamane" (1992) und "Die Erben des Medicus" (1995) waren ebenfalls große Erfolge.

Gordon wuchs im US-Ostküstenstaat Massachusetts auf. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs diente er in der US-Armee. Ein späteres Medizinstudium brach er nach nur einem Semester ab, um stattdessen Journalismus zu studieren. Gordon arbeitete unter anderem für die Zeitung "Boston Herald" und war Chefredakteur des Wissenschaftsmagazins "Science". Seinen ersten Roman "Der Rabbi" veröffentlichte Gordon 1965.

06:40 Uhr

Polizei sucht verschwundenen Autofahrer nach Unfall auf A59

Nach einem Unfall auf der A59 an der Anschlussstelle Bonn-Vilich in Richtung Königswinter (Rhein-Sieg-Kreis) sucht die Polizei nach dem Fahrer eines verunglückten Autos. Sein Wagen habe sich am Montag wohl überschlagen und sei am rechten Fahrbahnrand zum Stehen gekommen, sagte ein Sprecher der Polizei. Noch sei unklar, ob der Mann aus dem Fahrzeug geschleudert wurde oder sich absichtlich von der Unfallstelle entfernte. Mehrere Streifenwagen und ein Hubschrauber waren im Einsatz. Zunächst blieb die Suche erfolglos.

06:21 Uhr

Kapitol-Attacke: Ausschuss lädt Trumps Weggefährten Roger Stone vor

Der Ausschuss zur Untersuchung der Erstürmung des US-Kapitols im Januar hat mit Roger Stone einen langjährigen Weggefährten des damaligen Präsidenten Donald Trump vorgeladen. Zudem soll auch der ultrakonservative Radiomoderator Alex Jones den Abgeordneten Rede und Antwort stehen, wie der Ausschuss des Repräsentantenhauses erklärte. Jones, Stone und drei weitere Vorgeladene sollen zudem eine Reihe von Dokumenten vorlegen. Jones, der als rechter Verschwörungstheoretiker gilt, soll dem Ausschuss zufolge bei der Finanzierung der Veranstaltung der Trump-Anhänger vor dem Weißen Haus am 6. Januar geholfen haben.

Stone soll für die Veranstaltung ebenfalls in Washington gewesen sein. Stone war 2020 im Zusammenhang mit den Russland-Untersuchungen des Sonderermittlers Robert Mueller unter anderem wegen Falschaussagen und Behinderung der Justiz zu einer Gefängnisstrafe von mehr als drei Jahren verurteilt worden. Trump begnadigte ihn kurz vor dem Ende seiner Amtszeit.

05:56 Uhr
Breaking News

Mindestens 45 Menschen bei Busunfall in Bulgarien ums Leben gekommen

Bei einem schweren Busunglück in Bulgarien sind einem Bericht der amtlichen Nachrichtenagentur BTA zufolge mindestens 46 Menschen ums Leben gekommen. Der Unfall ereignete sich in der Nacht auf der Struma-Autobahn etwa 40 Kilometer südlich der Hauptstadt Sofia, wie BTA unter Berufung auf das Innenministerium meldete. Unter den Opfern seien auch Kinder. Mehrere Verletzte seien in ein Krankenhaus nach Sofia gebracht worden. Der Bus hatte dem Bericht zufolge kurz nach 2 Uhr morgens (3 Uhr MEZ) aus noch ungeklärten Gründen eine Leitplanke gerammt und sich dann überschlagen.

Ersten Erkenntnissen zufolge gab es auch deshalb so wenige Überlebende, weil der Bus in Flammen stand. Ob er bereits vor dem Unfall Feuer gefangen hatte oder sich zunächst überschlug und dann in Flammen aufging, war zunächst unklar. Insgesamt hätten sich rund 50 Passagiere und zwei Fahrer in dem Bus befunden, berichtete das Staatsradio unter Verweis auf die Polizei. Bei den Opfern soll es sich dem Bericht zufolge vorwiegend um Albaner handeln. Der Bus war laut BTA in Skopje registriert, aus der Türkei nach Bulgarien gekommen und befand sich auf dem Weg nach Nord-Mazedonien.

Mehr dazu lesen Sie hier.
05:52 Uhr
ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen