Der Tag
27. Januar 2026
imageHeute mit David Schäfer und Anne Renzenbrink
Zum Archiv
22:19 Uhr

Das war Dienstag, der 27. Januar 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

der "Tag" verabschiedet sich für heute. Er endet mit Medienberichten über einen Schusswaffenvorfall in Arizona, bei dem auch der US-Grenzschutz involviert gewesen sein soll. Demnach wurde eine Person verletzt. Der Vorfall ereignete sich nur drei Tage, nachdem Grenzschutzbeamte den Krankenpfleger Alex Pretti in Minneapolis erschossen hatten. Anfang Januar erschoss ein Beamter der Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) die Autofahrerin Renee Good. Um welche Behörden geht es eigentlich und was wollen sie? Das hat unser Korrespondent hier aufgeschrieben.

Ansonsten empfehle ich Ihnen noch diese Texte:

Ich verabschiede mich in den Feierabend und wünsche Ihnen eine gute Nacht.

Das war Dienstag, der 27. Januar 2026
21:59 Uhr

Nach acht Jahren reist wieder ein britischer Premier nach China

Mit Keir Starmer reist nach acht Jahren wieder ein britischer Regierungschef nach China. Keir Starmer werde vom 28. bis 31. Januar in der Volksrepublik etwa mit Staats- und Parteichef Xi Jinping sowie Ministerpräsident Li Qiang sprechen, teilte das Außenamt in Peking mit. Dem anstehenden China-Besuch ging eine aufsehenerregende Entscheidung der britischen Regierung voraus, die den Weg für den Bau einer neuen chinesischen Botschaft in London frei machte - die größte chinesische Botschaft in Europa. Die Entscheidung fiel trotz Spionage-Warnungen der Sicherheitsbehörden.

Laut dem "Handelsblatt" forderte der frühere britische Außenminister Jeremy Hunt von Starmer, in Peking das Schicksal von Jimmy Lai anzusprechen. Lai hat auch einen britischen Pass und ist einer der bekanntesten Aktivisten der Hongkonger Demokratiebewegung, die von den Behörden mit massivem Druck inzwischen de facto zum Erliegen gebracht worden ist. Im Dezember ist Lai von einem Hongkonger Gericht wegen Verstößen gegen das sogenannte Sicherheitsgesetz verurteilt worden. Das Strafmaß wird zu einem späteren Zeitpunkt verkündet, dem 78-Jährigen droht eine lebenslange Haftstrafe.

Nach acht Jahren reist wieder ein britischer Premier nach China
21:23 Uhr

Vererbte Störung: Mutter erkennt eigenes Kind nicht

Kristina lebt mit einer vererbbaren Störung: Sie kann Gesichter nicht erkennen - nicht einmal die ihrer eigenen Kinder. Erst ein Schlüsselmoment in der Schule bringt die Diagnose Prosopagnosie, oder auch "Gesichtsblindheit". Seitdem kämpft sie sich mit ungewöhnlichen Strategien durch den Alltag.

Vererbte Störung: Mutter erkennt eigenes Kind nicht
21:00 Uhr

Medien: Verletzter bei Schusswaffenvorfall mit US-Beamten

Bei einem Schusswaffenvorfall, bei dem auch der US-Grenzschutz involviert gewesen sein soll, ist ein Mensch im US-Bundesstaat Arizona Medienberichten zufolge verletzt worden. Er befand sich im kritischen Zustand, wie die US-Sender NBC News und Fox News unter Berufung auf zuständige Behörden vor Ort berichteten. Das zuständige Pima County Sheriff Department im Süden des Bundesstaates bestätigte der Deutschen Presse-Agentur, dass die Border Patrol - also der Grenzschutz - bei dem Vorfall involviert gewesen sei. Diese Behörde äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht.

NBC News berichtete unter Berufung auf die örtliche Feuerwehr, dass am Dienstagvormittag (Ortszeit) eine Person angeschossen worden sei. Wie genau es zu dem Schusswaffenvorfall gekommen war, war zunächst unklar. Der Mensch sei dann mit einem Hubschrauber in ein regionales Traumazentrum geflogen worden. Das Büro des Sheriffs habe mitgeteilt, dass es mit der Bundespolizei FBI und der Grenzschutzbehörde zusammenarbeite, berichtete der Sender ABC News.

Medien: Verletzter bei Schusswaffenvorfall mit US-Beamten
20:28 Uhr

Uhr mit Geiselhaft-Zeit in Israel abgeschaltet

Nach der Rückführung aller lebenden und toten Entführten aus dem Gazastreifen hat in Israel eine Uhr aufgehört, die Zeit ihrer Geiselhaft zu zählen. Auf dem "Platz der Geiseln" in Tel Aviv war auf der Anzeige zuletzt 843 Tage und zwölf Stunden zu lesen. Die "Times of Israel" sprach von "einem symbolischen Moment des Abschlusses".

Die islamistische Hamas und Terroristen anderer extremistischer Organisationen hatten während des Massakers am 7. Oktober 2023 mehr als 250 Menschen aus Israel in den Gazastreifen verschleppt. Seitdem zählte die Uhr die Tage, Stunden, Minuten und Sekunden. "Genau wie die Entführten ihre Tage in Geiselhaft gezählt haben", teilte das Forum der Geisel-Angehörigen mit. "Eine Erinnerung daran, dass jede Sekunde in der Hölle eine Ewigkeit ist." Israel hatte am Montag verkündet, dass die Leiche des Polizisten Ran Gvili identifiziert und nach Israel gebracht worden sei.

Uhr mit Geiselhaft-Zeit in Israel abgeschaltet
19:35 Uhr

Angreifer feuern RPG auf Politiker - Autopanzerung hält

Unbekannte attackieren den Bürgermeister der philippinischen Stadt Shariff Aguak mit einer Panzerfaust. Videos zeigen den Angriff auf offener Straße. Dank der Wagenpanzerung überlebt der Politiker den Anschlag. Die Polizei erschießt drei Verdächtige, einer der Täter ist weiter flüchtig.

Angreifer feuern RPG auf Politiker - Autopanzerung hält
18:50 Uhr

Dänische Regierungschefin Frederiksen nennt rote Linien im Grönland-Streit

Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen hat im Grönland-Streit mit US-Präsident Donald Trump die Souveränität und territoriale Integrität der Arktisinsel unterstrichen. Das seien die roten Linien in den anstehenden Gesprächen mit der US-Regierung, sagte Frederiksen in der ARD-Sendung "Maischberger". Über eine stärkere Sicherung der Arktis im Rahmen der Nato indes könne man reden. Konkreter wurde sie auch auf Nachfrage nicht. Wann es Ergebnisse in den Gesprächen mit Trump geben werde, sei schwer zu sagen. "Das kann man nie wissen", sagte sie laut Übersetzung.

Mit Blick auf die Vermittlungen von Nato-Generalsekretär Mark Rutte in der vergangenen Woche auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos sagte Frederiksen, es sei wichtig, dass die Europäer zusammenstünden. Die Nato könne den USA anbieten, mehr für die Sicherheit der Arktis zu tun. Aber Rutte könne nicht im Namen Dänemarks und Grönlands verhandeln. "Wir möchten ein gutes Verhältnis zu den USA haben", betonte sie. Sie werde alles tun, damit eine Einigung erzielt werde. Aber: "Die alte Welt ist weg. Ich glaube nicht, dass sie zurückkommen wird." Europa müsse aufrüsten und sich selbst verteidigen können.

Dänische Regierungschefin Frederiksen nennt rote Linien im Grönland-Streit
18:20 Uhr

Keir Starmer stichelt mit Pilotenbrille gegen Emmanuel Macron

Der britische Premierminister Keir Starmer hat sich am Montag bei einer Comedy-Show in London offenbar über den französischen Präsidenten Emmanuel Macron lustig gemacht. Er setzte eine Pilotenbrille auf und sagte zum Publikum „Bonjour”. Starmer teilte ein Video des Auftritts auf Tiktok und schrieb in Anspielung auf den Film Top Gun von 1986 mit Tom Cruise: „Talk to me, Goose.“

Macron trug beim Weltwirtschaftsforum in Davos wegen einer Augenentzündung eine Sonnenbrille. Die Brille wurde daraufhin zum Verkaufsschlager. Der Online-Shop der Marke Henry Jullien war zeitweise nicht mehr erreichbar.

Keir Starmer stichelt mit Pilotenbrille gegen Emmanuel Macron
17:23 Uhr

Frankreich schickt Flugzeugträger zu Manöver in den Nordatlantik

Vor dem Hintergrund der jüngsten Spannungen um Grönland soll der französische Flugzeugträger Charles de Gaulle nach übereinstimmenden Quellen an einer Militärübung im Nordatlantik teilnehmen. Das Verteidigungsministerium bestätigte in Paris die Teilnahme an dem multinationalen Manöver Orion 26, ohne jedoch den Ort näher zu bestimmen. Der Flugzeugträger und seine Begleitschiffe seien aus dem südfranzösischen Hafen von Toulon ausgelaufen.

Der Nordatlantik ist zu einer diplomatisch sensiblen Zone geworden, seit US-Präsident Donald Trump seinen Willen bekundet hat, Grönland unter die Kontrolle der USA zu bringen. Inzwischen vollzog er eine Kehrtwende und schloss den Einsatz militärischer Gewalt zur Übernahme der Arktisinsel aus. Nach einem Treffen mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte in Davos sprach der US-Präsident am vergangenen Mittwoch von einer Einigung auf ein Rahmenwerk für ein Grönland-Abkommen. In dem Streit hatten mehrere europäische Länder ihre Solidarität mit Dänemark bekundet. Frankreich und Deutschland entsandten auch kurzfristig Soldaten zu einer Erkundungsmission nach Grönland.

Frankreich schickt Flugzeugträger zu Manöver in den Nordatlantik
16:36 Uhr

Flugzeug muss kurz nach Start im Meer notlanden

Kurz nach dem Abheben am Flughafen versagen die Triebwerke: Eine Maschine mit 15 Menschen an Bord muss in Indonesien im Meer notlanden. Die Insassen können sich auf den Rumpf retten - alle überleben.

Flugzeug muss kurz nach Start im Meer notlanden
15:57 Uhr

Bahn war so pünktlich wie nie – in der Schweiz

Die Schweizer Bahnen (SBB) haben einen Rekord aufgestellt: Im vergangenen Jahr erreichten 94,1 Prozent der Personenzüge ihr Ziel pünktlich, teilte das Unternehmen mit. Im Jahr davor waren es 93,2 Prozent gewesen. Dies sei trotz zahlreicher Baustellen und mehrerer Großveranstaltungen wie dem Eurovision Song Contest und der Fußball-EM der Frauen mit rund 1.600 Sonderzügen geschafft worden.

Von solchen Werten können Bahnnutzerinnen und -nutzer in Deutschland nur träumen. Während in der Schweiz Fern- und Regionalverkehr praktisch gleich pünktlich ist, klafft bei der Deutschen Bahn (DB) eine Lücke. Nur 60,1 Prozent der Fernzüge waren im vergangenen Jahr pünktlich, 88,7 Prozent der Regionalzüge. Für den gesamten Personenverkehr errechnet die DB daraus eine Pünktlichkeit von 88,0 Prozent. Die Deutsche Bahn erlaubt sich zudem mehr Spielraum als die Schweizer bei der Definition von Pünktlichkeit. Als verspätet gilt in Deutschland ein Zug ab sechs Minuten. Bei der SBB tauchen die Züge schon ab drei Minuten in der Verspätungsliste auf. Über die DB-Situation ärgern sich auch die Schweizer. "Besonders aus Deutschland kommen Züge mit Verspätungen in der Schweiz an, was sich auf die Pünktlichkeit hierzulande auswirkt", bemäkeln sie.

Bahn war so pünktlich wie nie – in der Schweiz
15:26 Uhr

Haftstrafe nach Gift im Kaffee und tödlicher Brecheisenattacke

Nach einen Mordversuch mit vergiftetem Kaffee und einer tödlichen Brecheisenattacke ist ein Mann in Hildesheim zu 13 Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht in der niedersächsischen Stadt sah es nach Angaben einer Sprecherin als erwiesen an, dass der 41-Jährige im vergangenen Jahr seine ehemalige Lebensgefährtin in der Gemeinde Edemissen tötete. Es verurteilte den Angeklagten wegen Totschlags sowie versuchten Mordes.

Nach Überzeugung des Gerichts versuchte der Mann zunächst vergeblich, seine ehemalige Partnerin mit Insektengift in Kaffee heimtückisch zu töten. Einige Tage später schlug er der 38-Jährigen den Angaben zufolge mit einer Brechstange 23-mal auf den Kopf und stieß sie eine Treppe hinunter, woraufhin sie starb. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Haftstrafe nach Gift im Kaffee und tödlicher Brecheisenattacke
14:54 Uhr

Mindestens 30 Tote durch schweren Wintersturm in den USA

Eisige Kälte, Schneechaos und Glätte: Weite Teile der USA ächzen weiter unter den Auswirkungen des extremen Winterwetters. Der Sturm kostete Medienberichten zufolge inzwischen mindestens 30 Menschen das Leben. Die Todesursachen umfassen demnach Unterkühlung sowie Unfälle im Zusammenhang mit Verkehr, Schlittenfahrten und Schneepflügen. Die jüngste Opferbilanz umfasst auch sieben Passagiere eines abgestürzten Kleinflugzeugs im Bundesstaat Maine. Wie die US-Luftfahrtbehörde FAA mitteilte, geriet die Maschine am Sonntagabend beim Start in einen Schneesturm. Wegen der anhaltend starken Schneefälle waren zudem mehr als 530.000 Haushalte ohne Strom.

Die Polarkaltfront war am Sonntag vom Süden in den Nordosten der USA gezogen und traf Bundesstaaten von New Mexico bis Maine mit einer Mischung aus starkem Schneefall, heftigem Wind und Eisregen. Auch die Ostküstenstädte Washington und New York waren betroffen. Die Behörden riefen die Menschen dazu auf, zu Hause zu bleiben. In nördlichen Bundesstaaten wurde vor lebensbedrohlicher Kälte von bis zu Minus 45 Grad Celsius auch in den kommenden Tagen gewarnt.

Mindestens 30 Tote durch schweren Wintersturm in den USA
14:21 Uhr

Spanien legalisiert Aufenthalt von etwa 500.000 Migranten

Die Regierung in Spanien will den Aufenthaltsstatus von hunderttausenden Migranten ohne Papiere legalisieren - und verfolgt damit einen deutlich anderen Kurs als viele EU-Staaten. Migrationsministerin Elma Saiz sagte dem Sender RTVE, die Regierung in Madrid werde heute ein entsprechendes Dekret verabschieden. "Wir sprechen hier von Schätzungen, wahrscheinlich handelt es sich um etwa eine halbe Million Menschen", sagte sie.

Die linksgerichtete Regierung des Sozialisten Pedro Sánchez erkenne und würdige damit die Menschen, die sich bereits in Spanien befänden, sagte Saiz. Mit dem Schritt würden ihnen Garantien, Chancen und Rechte geboten. Die Begünstigten könnten dann "in jedem Sektor und in jedem Teil des Landes" arbeiten. Das Dekret muss nicht vom Parlament verabschiedet werden, wo die Koalition von Sánchez keine Mehrheit hat. Der sozialistische Regierungschef begründet die migrationsfreundliche Politik seiner Koalition mit der Gefährdung des Sozialstaats und der Rentensicherung aufgrund fehlender Arbeitskräfte und einer überalterten Bevölkerung.

Spanien legalisiert Aufenthalt von etwa 500.000 Migranten
14:20 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser,

mein Kollege David Schäfer macht Feierabend, ich habe übernommen. Mein Name ist Anne Renzenbrink und bis zum Abend versorge ich Sie mit spannenden und unterhaltsamen Nachrichten aus aller Welt.

Bei Fragen, Anregungen oder Kritik freue ich mich über eine Mail an dertag[at]ntv.de.

Schichtwechsel
13:26 Uhr

Aufregung um Sydney Sweeneys BH-Aktion in Hollywood

Ein Publicity-Stunt könnte Sydney Sweeney juristischen Ärger einbringen. Die Schauspielerin kletterte auf den berühmten Hollywood-Schriftzug. Dort drapierte sie eine Kette von zusammengeknüpften BHs an die gigantischen Buchstaben. Das US-Promiportal "TMZ" veröffentlichte ein Video der nächtlichen Aktion, das offenbar Sweeneys Team aufgenommen hatte.

Das Problem an der Sache: Sweeney könnte sich des Hausfriedensbruchs schuldig gemacht haben. Dem Bericht zufolge hatte sie wohl keine Genehmigung für das Betreten des Wahrzeichen Hollywoods. Laut "TMZ" besaß die beteiligte Produktionsfirma zwar eine Drehgenehmigung der Organisation FilmLA rund um das Hollywood-Sign. Um den Schriftzug zu betreten und zu verändern, hätte sich das Team aber an die Handelskammer von Hollywood wenden müssen. Mittlerweile hat Sweeney auf Instagram selbst ein Video von der Aktion veröffentlicht. Wirkliche Sorgen vor rechtlichen Konsequenzen hat sie offenbar nicht. Auf X schreiben mehrere Nutzer, dass beim Betreten des Hollywood-Schriftzugs eigentlich ein Alarm ausgelöst wird. Das Ganze könnte also ein Sturm im Wasserglas sein.

Aufregung um Sydney Sweeneys BH-Aktion in Hollywood
12:59 Uhr

Wetter bleibt vielerorts winterlich - weiter Glättegefahr

Hier in Berlin ist es weiterhin ziemlich frostig, wegen vereister Oberleitungen bleibt der Straßenbahnverkehr den zweiten Tag in Folge eingestellt. Auch in anderen Teilen Deutschlands bleibt es winterlich: "Mit Ausnahme des Westens und Südwestens ist Deutschland in ein winterlich weißes Kleid gehüllt", sagt Meteorologe Marcel Schmid vom Deutschen Wetterdienst DWD. "Am kompaktesten ist die Schneedecke im Bergland und in der südlichen Mitte. In den kommenden Tagen kann diese zumindest gebietsweise weiter anwachsen, da der winterliche Witterungsabschnitt seine Fortsetzung findet."

Nachdem heute kurzzeitig etwas Ruhe einkehrt - es also zunächst trocken bleibt - kann es ab Nachmittag turbulenter werden. "Nach kurzem Zwischenhocheinfluss greifen ab dem Nachmittag die Ausläufer eines kleinen Sturmtiefs über Irland mit feuchten Luftmassen auf Westdeutschland über", heißt es beim DWD. Am Abend und in der Nacht zum Mittwoch bestehe in den westlichen und südwestlichen Mittelgebirgen, im zentralen Mittelgebirgsraum sowie im Osten Baden-Württembergs Gefahr von gefrierendem Regen oder Sprühregen mit Glatteis. Darüber hinaus gebe es vielerorts Glätte durch gefrierende Nässe. Auf den Straßen ist also vielerorts wieder Vorsicht geboten.

Wetter bleibt vielerorts winterlich - weiter Glättegefahr
12:33 Uhr

Hunderte Missbrauchsopfer bei christlichen Pfadfindern

Übergriffe gegen Jugendliche, Vergewaltigungen im Zeltlager: Hunderte Kinder und Jugendliche sind bei den christlichen Pfadfindern in Deutschland Opfer sexuellen Missbrauchs geworden. Eine in der Zentrale des Verbandes Christlicher Pfadfinder*innen (VCP) in Kassel vorgestellte Studie zweier Forschungsinstitute listet 344 Betroffene sexueller Gewalt zwischen 1973 und 2024 auf und 161 mutmaßliche Täter.

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Jugendliche beim Bundeslager des Verbandes Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder im Jahr 2006. (Foto: picture-alliance/ dpa)

Marlene Kowalski aus dem Beirat zur Aufarbeitung sexualisierter Gewalt im VCP sprach von einem der "dunkelsten Kapitel" in der Geschichte des Verbandes. Laut Johanna Hess vom Bildungs- und Forschungsinstitut Dissens waren zwei Drittel der Betroffenen zwischen 13 und 17 Jahren alt, 60 Prozent weiblich. Rund die Hälfte der Taten habe sich bei Pfadfinder-Fahrten oder -Lagern ereignet, und etwa jeder zweite Täter war den Angaben zufolge mit zwischen 18 und 24 Jahren selbst noch relativ jung - und der überwiegende Großteil männlich.

Hunderte Missbrauchsopfer bei christlichen Pfadfindern
12:10 Uhr

Dramatisches Video: Kleinkind stürzt aus fahrendem Auto

Mitten im Verkehr fällt ein 19 Monate altes Kleinkind aus einem Auto - direkt auf die Kreuzung. Die Mutter reagiert blitzschnell, andere Fahrer bremsen gerade noch rechtzeitig. Die dramatische Szene eines Dashcam-Videos aus Kalifornien sorgt für Entsetzen.

Dramatisches Video: Kleinkind stürzt aus fahrendem Auto
11:49 Uhr

Aktivisten zählen mehr als 6000 getötete Menschen im Iran

Bei den von der iranischen Führung gewaltsam unterdrückten Protesten sind nach jüngsten Angaben von Aktivisten mehr als 6000 Menschen getötet worden. Die Organisation Human Rights Activists News Agency (HRANA) mit Sitz in den USA teilt mit, dass sie Bestätigungen für den Tod von 6126 Menschen habe, unter ihnen 5777 Demonstranten. Unter den Getöteten sind demnach zudem 86 Minderjährige, 214 Angehörige der Sicherheitskräfte und 49 Unbeteiligte.

Die NGO, die über ein umfangreiches Netzwerk von Informanten im Iran verfügt, fügt hinzu, dass sie noch weitere mehr als 17.000 mögliche Todesfälle untersuche. Zudem seien mindestens 41.880 Menschen im Zuge der Demonstrationen festgenommen worden. Die Organisation verurteilte "die Fortsetzung der Kommunikationskontrollpolitik und die anhaltende Verhaftungswelle" und äußerte zunehmende Sorge um die Sicherheit der medizinischen Zentren für Verletzte.

Aktivisten zählen mehr als 6000 getötete Menschen im Iran
11:15 Uhr

Topmodel Bella Hadid soll wieder Single sein

Bella Hadid und Western-Reiter Adan Banuelos sollen sich nach rund zwei Jahren Beziehung getrennt haben. Laut "Entertainment Tonight" erfolgte das Liebesaus vor Kurzem. Quellen zufolge leidet das Model unter der Trennung und versucht, sich durch Unternehmungen mit Freunden abzulenken.

Angeblich gab es aber schon etwas länger Probleme. "Page Six" zitiert einen Insider, der von einer turbulenten On-Off-Beziehung berichtet. Es heißt, Hadid und Banuelos hätten auch geschäftliche Verbindungen, da sie gemeinsam Pferde im Wert von einer Million Dollar gekauft hätten, was die Trennung noch komplizierter mache. Im Oktober 2023 war es wohl Liebe auf den ersten Blick, als Hadid den mexikanisch-amerikanischen Reit-Profi bei einer Reitveranstaltung entdeckte. "Ich sah ihn hereinkommen, und es war wie ein Hauch frischer Luft", erinnerte sie sich im letzten Jahr.

Topmodel Bella Hadid soll wieder Single sein
10:39 Uhr

Trump-Gegner zieht bei ICE heiklen Vergleich zu den Nazis

Der Gouverneur von Minnesota, Tim Walz, lehnt sich mit einem historischen Vergleich aus dem Fenster. Das derzeitige Vorgehen der ICE-Trupps in Minneapolis werde Geschichten wie die der im Holocaust von den Nazis getöteten Anne Frank hervorbringen. Der Trump-Widersacher ist nach tödlichen Vorfällen in seinem Bundesstaat sichtlich aufgebracht und muss sich selbst bremsen.

Trump-Gegner zieht bei ICE heiklen Vergleich zu den Nazis
10:19 Uhr

Bund setzt eine Million Euro auf linksextreme Vulkangruppe aus

Von dem historischen Stromausfall in Berlin Anfang des Jahres war ich glücklicherweise nicht betroffen. Ausgelöst wurde er durch einen Brandanschlag. Die Identität der mutmaßlichen Täter aus der linksextremen Szene hat uns hier bei ntv.de auch einige Tage lang beschäftigt, mehrere Schreiben von angeblichen Mitgliedern der sogenannten Vulkangruppe sorgten für Verwirrung.

Der Bund setzt nun eine Belohnung in Höhe von einer Million Euro für Hinweise zur Aufdeckung der "Vulkangruppe" aus, die für den Anschlag auf das Berliner Stromnetz verantwortlich gemacht wird. Diese hohe Belohnung solle "die Bevölkerung zur Mitwirkung animieren", sagt Bundesinnenminister Alexander Dobrindt. "Ich finde es angemessen, dass man mit einer Belohnung in dieser Größenordnung deutlich macht, wie ernsthaft die Lage ist."

Bund setzt eine Million Euro auf linksextreme Vulkangruppe aus
09:54 Uhr

Vermummte Aktivisten dringen in CDU-Landeszentrale ein

Mehrere prokurdische Aktivisten sind nach Angaben der CDU und der Polizei in die Landesgeschäftsstelle der Partei in Stuttgart eingedrungen und haben dort Parolen skandiert. Die Gruppe habe sich gewaltsam und teils vermummt Zutritt zur Geschäftsstelle verschafft, sagt Baden-Württembergs CDU-Generalsekretär Tobias Vogt.

Der Staatsschutz ermittelt nach Angaben der Polizei unter anderem wegen des Verdachts des Hausfriedensbruchs. Die Einsatzkräfte nahmen sechs Tatverdächtige vorläufig fest. Die Demonstranten hätten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter teils aggressiv angegangen und ihnen Parolen mit einem Megafon ins Gesicht gebrüllt, so Vogt. Die Parolen hätten sich um die Lage der Kurden in Syrien gedreht. Ein betroffener Mitarbeiter sprach auch von einem Handgemenge, bei dem er am Finger leicht verletzt worden sei. Die syrischen Kurden fühlen sich von ihren westlichen Partnern im Stich gelassen.

Vermummte Aktivisten dringen in CDU-Landeszentrale ein
09:37 Uhr

Viele Frauen und Migranten sind überqualifiziert für ihren Job

Eine Vielzahl junger Menschen in Deutschland ist für ihren aktuellen Job überqualifiziert. Überdurchschnittlich häufig trifft das in der Altersgruppe der unter 35-Jährigen auf Frauen und Erwerbstätige mit Einwanderungsgeschichte zu, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Demnach geben 15 Prozent der Erwerbstätigen im Alter von 15 bis 34 Jahren an, einen höheren Bildungsabschluss zu haben als für ihre Tätigkeit erforderlich. Bei Frauen (16 Prozent) ist dies etwas häufiger der Fall als bei Männern (13 Prozent).

Noch häufiger sind der Statistik zufolge Menschen mit Migrationshintergrund formal überqualifiziert für die ausgeübte Tätigkeit (18 Prozent). Als Person mit Einwanderungsgeschichte werden nach Angaben des Bundesamtes diejenigen erfasst, die entweder selbst oder deren beide Elternteile seit 1950 nach Deutschland eingewandert sind. Experten weisen immer wieder darauf hin, dass die deutsche Wirtschaft auch auf Zuwanderung von qualifizierten Arbeitskräften aus dem Ausland angewiesen ist, um dem Fachkräftemangel hierzulande zu begegnen.

Viele Frauen und Migranten sind überqualifiziert für ihren Job
09:19 Uhr

Datenlücken verhindern effektiven Kampf gegen Antisemitismus

Der Kampf gegen Antisemitismus in Europa wird laut einer EU-Behörde durch Lücken bei der Erhebung von Vorfällen ausgebremst. EU-Mitgliedstaaten würden gemeldete Fälle unterschiedlich klassifizieren und zählen, erklärt die Europäische Agentur für Grundrechte (FRA) in einem aktuellen Bericht. Dies verzerre die Statistiken und mache Vergleiche unmöglich. "Das Fehlen verlässlicher und vergleichbarer Daten untergräbt weiterhin die Bemühungen, Antisemitismus entgegenzuwirken", heißt es.

"Juden in ganz Europa sind nach wie vor mit anhaltendem Antisemitismus konfrontiert", sagt FRA-Direktorin Sirpa Rautio. Um dem entgegenzuwirken, seien "abgestimmte Anstrengungen erforderlich, die sich auf solide Daten stützen". "Nur dann können wir Täter zur Rechenschaft ziehen, Gerechtigkeit für Opfer schaffen und ein Europa fördern, wo Juden frei und offen leben können."

Datenlücken verhindern effektiven Kampf gegen Antisemitismus
08:57 Uhr

Peter Schilling schrieb "Major Tom" an ungewöhnlichem Ort

Kurz vor seinem 70. Geburtstag am 28. Januar hat Peter Schilling noch einmal auf die kuriose Entstehungsgeschichte seines Mega-Hits "Major Tom (völlig losgelöst)" geblickt. Denn der Song, mit dem er in den 80er Jahren durchstartete, entstand in nur vier Stunden auf der Autobahn.

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"Ich muss zugeben, dass bei mir da die eine oder andere Träne geflossen ist", erzählt Schilling über ein Spiel der Nationalmannschaft, bei dem Zehntausende sein Lied sangen. (Foto: picture alliance / BoKo pictures)

Schilling war in seinem Opel Kadett unterwegs und schrieb die bekannten Liedzeilen zwischen dem Autobahnkreuz Weinsberg und dem Kasseler Kreuz. "Immer, wenn ich dort vorbeifahre, denke ich daran", verrät der Sänger im Interview mit dem "Stern". "Ich weiß noch ganz genau, wie ich mir den Block gegriffen habe und losschrieb." Im November 1982 eroberte der Song Platz 1 der deutschen Charts. Im März 2024 erlebte der 80er-Hit dann noch einmal Aufwind. "Major Tom" wurde per Fan-Petition zur neuen Tor-Hymne der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gewählt. Nach 42 Jahren erreichte das Lied wieder die Top Ten.

Peter Schilling schrieb "Major Tom" an ungewöhnlichem Ort
08:30 Uhr

Drogenbanden schmuggeln Kokain unter Wasser nach Europa

Kokain wird einem Europol-Bericht zufolge auf neuen Wegen und mit fast perfekter Tarnung nach Europa geschleust. Die internationalen Drogenbanden seien auf neue Methoden umgestiegen, heißt es in dem Bericht der europäischen Polizeibehörde. Sie nutzten Hochtechnologie, Transfers auf hoher See, Halbtauchboote, Speedboote, Drohnen und ausgeklügelte Verstecke.

Der Kokain-Handel nach Europa hat nach Angaben von Europol "beispiellose Ausmaße erreicht", angetrieben durch die hohe Produktion in Südamerika und zunehmende Nachfrage in der EU. Kokain werde in Industrieanlagen, Maschinen oder sogar unter Wasser am Schiffsrumpf versteckt. Laut Europol "waschen" Banden die Drogen auch mithilfe von Chemikalien in Lebensmittel, Kunststoffe oder Textilien. Eine fast perfekte Tarnung: "Diese Methoden machen die Aufdeckung durch Scanner, Spürhunde und forensische Tests extrem schwierig."

Drogenbanden schmuggeln Kokain unter Wasser nach Europa
08:09 Uhr

Schattenwirtschaft steigt auf über 500 Milliarden Euro

In der Wirtschaftskrise floriert die Schattenwirtschaft in Deutschland: 2025 wurde laut einer Studie das größte Ausmaß seit mehr als zehn Jahren erreicht. Den Umfang der Schattenwirtschaft schätzen der Finanzwissenschaftler Friedrich Schneider von der Universität Linz und das Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung in Tübingen auf 510 Milliarden Euro. Im laufenden Jahr werde sie um 5,5 Prozent auf 538 Milliarden Euro steigen.

Das Verhältnis von Schattenwirtschaft zum offiziellen Bruttoinlandsprodukt wachse damit von 11,4 auf 11,6 Prozent. Das ist so hoch wie zuletzt 2014, zeigen die Berechnungen. Hauptgrund sei das geringe Wachstum der deutschen Wirtschaft und die zunehmende Arbeitslosigkeit. Schattenwirtschaft definieren die Autoren als Summe aus Schwarzarbeit und Einkommenserzielung aus illegalen Tätigkeiten, darunter Glücksspiel und Prostitution in bestimmten Formen.

Schattenwirtschaft steigt auf über 500 Milliarden Euro
07:58 Uhr

EU und Indien einigen sich auf historisches Handelsabkommen

Die EU und Indien haben nach fast zwei Jahrzehnten Verhandlungen ein umfassendes Handelsabkommen besiegelt. Der Pakt decke ein Viertel der globalen Wirtschaftsleistung ab, sagt der indische Ministerpräsident Narendra Modi. Das Abkommen gilt als strategischer Schritt beider Seiten, um sich angesichts der angespannten Beziehungen zu den USA wirtschaftlich breiter aufzustellen. Modi bezeichnete die Einigung als "Mutter aller Deals", die den 1,4 Milliarden Menschen in Indien und der Bevölkerung Europas große Chancen eröffne.

Das Abkommen ebnet den Weg für die Öffnung des bislang stark abgeschotteten indischen Marktes für Unternehmen aus der Europäischen Union, die bereits jetzt der größte Handelspartner des Landes ist. Modi und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen wollen die Details im Laufe des Tages auf einem Gipfel in Neu-Delhi offiziell vorstellen.

EU und Indien einigen sich auf historisches Handelsabkommen
07:35 Uhr

Ruhrgebietsstädte streichen mehr als 1100 Zuwanderern das Bürgergeld

Die Städte Duisburg, Gelsenkirchen, Dortmund und Hagen haben ein Problem mit der Armutszuwanderung aus Südosteuropa. Im vergangenen Jahr haben sie deshalb 1181 bulgarischen und rumänischen Zugewanderten die Sozialleistungen gestrichen und eine Ausreiseverpflichtung verhängt. Hierbei gibt es zwischen den Städten enorme Unterschiede: Gelsenkirchen hat 506 Mal Sozialleistungen entzogen, Hagen nur drei Mal. Diese Zahlen haben die Städte dem WDR genannt.

Die Maßnahmen sind möglich, wenn nachweislich nicht oder zu wenig durch Arbeit zum eigenen Lebensunterhalt beigetragen wird. Allein in Hagen leben 7000 zugewanderte Menschen aus Rumänien und Bulgarien, viele davon Roma. Mehr als die Hälfte von ihnen, 55 Prozent, seien Jobcenterkunden. Das koste die Stadt Hagen rund zehn Millionen Euro im Jahr, schätzt Hagens neuer Oberbürgermeister Dennis Rehbein.

Ruhrgebietsstädte streichen mehr als 1100 Zuwanderern das Bürgergeld
07:12 Uhr

Viel weniger neue Solaranlagen auf deutschen Dächern

Der Solarausbau auf deutschen Dächern stockt. 2025 sind nur noch etwas mehr als halb so viele neue Anlagen installiert worden, wie noch zwei Jahre zuvor, wie eine Hochrechnung des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW-Solar) zeigt, die der dpa vorab vorliegt. "In einer derartigen Marktlage wäre eine weitere Verschlechterung der Rahmenbedingungen zwangsläufig Gift", warnt Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig.

Zusammen mit zwölf weiteren Verbänden - vom Verbraucherzentrale Bundesverband bis zum Bundesverband Mittelständische Wirtschaft - warnt er daher vor tiefen Einschnitten bei der Förderung, wie sie für 2026 im Raum stehen. Konkret geht der BSW-Solar davon aus, dass 2025 etwa 453.800 neue Dach-Solaranlagen im Heimsegment bis 30 Kilowatt Leistung in Betrieb genommen wurden. Basis dafür sind Zahlen aus dem Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur, ergänzt um zu erwartende Nachmeldungen. Die Zahl klingt hoch, ist aber um 29 Prozent niedriger als 2024. Dabei war der Wert schon damals deutlich rückläufig.

Viel weniger neue Solaranlagen auf deutschen Dächern
07:16 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

der Grenzschutz-Kommandeur Gregory Bovino ist zum Gesicht des umstrittenen Einsatzes von US-Bundesbeamten in Minnesota geworden. Nach dem zweiten tödlichen Einsatz am Rande der Abschiebekampagne von US-Präsident Donald Trump ist der Widerstand gegen das teilweise brutale Vorgehen der Einsatzkräfte so heftig, dass Washington erstmals einlenkt. Bovino soll die Stadt Minneapolis mit einigen seiner Grenzschutzbeamten in Kürze verlassen. Wir behalten die Entwicklungen für Sie im Blick.

Und diese Themen haben wir heute auch auf dem Zettel:

  • Der dienstälteste Ministerpräsident Deutschlands tritt heute nach fast fünfzehn Jahren von seinem Amt zurück. Rainer Haseloff macht den Weg für CDU-Landeschef Sven Schulze frei, der ihm als Regierungschef von Sachsen-Anhalt nachfolgen soll. Die Wahl im Magdeburger Landtag ist für morgen angesetzt. Schulze will bis zur Landtagswahl im September an der bisherigen Koalition aus CDU, SPD und FDP festhalten.

  • Eine von Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas eingesetzte Fachkommission aus Vertretern von Bundesregierung, Ländern und kommunalen Spitzenverbänden hat umfassende Änderungsvorschläge zur Reform des Sozialstaats erarbeitet. Heute sollen die Empfehlungen offiziell an Bas übergeben und vorgestellt werden.

  • Im Prozess um die Entführung der Block-Kinder hat das Hamburger Landgericht für 9:30 Uhr einen Privatdetektiv als Zeugen geladen.

  • Überlebende haben beim Auschwitz-Gedenken das Wort: Bei der Gedenkfeier zum 81. Jahrestag der Befreiung des früheren deutschen Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau wird bewusst auf Reden von Politikern und Diplomaten verzichtet. Ab 16:00 Uhr stehen heute die Stimmen der Überlebenden im Mittelpunkt.

  • Die EU und Indien haben bei einem Gipfeltreffen in Neu-Delhi die Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen abgeschlossen.

  • Mit Warnstreiks wollen Beschäftigte aus bundesweit 22 Universitätskliniken den Druck im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes verstärken. Worum es bei den Verhandlungen geht, haben wir hier aufgeschrieben.

  • Öffnung des Rafah-Grenzübergangs im Gazastreifen: Mit der Rückführung der letzten getöteten Geisel der Hamas nach Israel ist eigentlich der Weg frei für die Wiedereröffnung des wichtigen Grenzübergangs zwischen Ägypten und dem Palästinensergebiet. Israel kontrolliert den Übergang und hat angekündigt, ihn wieder für den Personenverkehr zu öffnen - aber eingeschränkt. Unklar ist, ob damit auch die Rückkehr geflüchteter Palästinenser wieder möglich wird, die in Ägypten gestrandet sind.

  • Die zum Jahresauftakt wetterbedingt ausgefallenen Bundesligaspiele beim FC St. Pauli und Werder Bremen werden um 20:30 Uhr nachgeholt. Die Hamburger empfangen RB Leipzig und brauchen als Tabellenvorletzter Punkte gegen den Abstieg. Bremen empfängt den Tabellendritten TSG Hoffenheim. Über alles Weitere zum sportlichen Geschehen informieren Sie meine Kollegen hier beim Sport-Tag.

Mein Name ist David Schäfer. Ich begleite Sie bis zum frühen Nachmittag durch den Tag und versorge Sie mit wichtigen, kuriosen und interessanten Nachrichten aus Deutschland und aller Welt. Wenn Sie mich erreichen wollen, schreiben Sie mir gerne unter dertag(at)ntv.de

Das wird heute wichtig
06:50 Uhr

Reggae-Legende Sly Dunbar ist tot

Lowell Dunbar beeinflusste zusammen mit Robbie Shakespeare (1953-2021) als das Duo Sly & Robbie maßgeblich den modernen Reggae. Das Musikmagazin "Rolling Stone" nennt Dunbar den "Rhythmus-König des Reggae und Dancehall". Das Duo Sly & Robbie spielte unter anderem mit und für Jimmy Cliff, Black Uhuru und Peter Tosh. Aber auch abseits des Reggae arbeiteten sie mit den Rolling Stones, Bob Dylan, Madonna, Grace Jones und No Doubt zusammen. Insgesamt war Dunbar während seiner Karriere für 13 Grammys nominiert. Für das Album "Friends" wurde das Duo mit dem wichtigen Musikpreis ausgezeichnet, ebenso wie für die Produktion der Black-Uhuru-Platte "Anthem".

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Sly Dunbar (links) zusammen mit seinem kongenialen Partner Robbie Shakespeare zur Hochzeit ihres gemeinsamen musikalischen Schaffens in den 1980er-Jahren. (Foto: picture alliance / Photoshot)

Slu Dunbar ist in der Nacht auf den 26. Januar im Alter von 73 Jahren verstorben, wie seine Ehefrau Thelma dem jamaikanischen "Gleaner" bestätigte. Sie habe ihn gegen 07:00 Uhr morgens aufwecken wollen, ihr Ehemann habe aber nicht reagiert. Gestern hätten ihn noch Freunde besucht, es sei "solch ein guter Tag" gewesen. "Ich wusste, dass er krank war, aber ich wusste nicht, dass er so krank war", erzählt sie. Auch Natasha Dunbar, die Tochter des als Sly Dunbar bekannten jamaikanischen Schlagzeugers und Musikproduzenten, hat den Tod ihres Vaters dem US-Promi-Portal "TMZ" bestätigt.

Reggae-Legende Sly Dunbar ist tot
06:25 Uhr

Frachter liegt nach Brand manövrierunfähig vor Borkum

Ein Autotransporter liegt nach einem Brand manövrierunfähig vor der Nordseeinsel Borkum. Kurz nach dem Verlassen des Emder Hafens am Montagabend sei ein Feuer im Maschinenraum ausgebrochen, teilt das Havariekommando am frühen Morgen mit. Die Crew der "MS Thames Highway" habe den betroffenen Teil des Schiffes luftdicht verschlossen und eine weitere Ausbreitung des Feuers verhindert.

Die 18 Besatzungsmitglieder sowie ein Lotse an Bord des Schiffes sind den Angaben nach unverletzt. Der 149 Meter lange und 25 Meter breite Transporter ankere vorsorglich außerhalb des Fahrwassers der Emsmündung, nordwestlich von Borkum. Schadstoffe würden nicht austreten. Rund um den Transporter würden sich die Wellen auf bis zu zwei Meter türmen. Ein Seenotrettungskreuzer sowie weitere Schiffe und Hubschrauber stünden in Nähe des Schiffes bereit. Nach Angaben des Havariekommandos war der Transporter auf dem Weg nach Grimsby in Großbritannien und ist mit 1294 Fahrzeugen, darunter 477 Elektroautos beladen.

Frachter liegt nach Brand manövrierunfähig vor Borkum
05:56 Uhr

Wetterdienst warnt weiterhin vor Gefahr durch Glätte

Vorsicht beim Weg zur Arbeit: Schnee und Regen können auch heute Morgen den Berufsverkehr ausbremsen. Fußgänger müssen sich auf glatte Wege einstellen. In der Nacht blieb es zunächst weitestgehend ruhig, es kam nur zu wenigen Glätteunfällen. Verletzte gab es bisher nicht. Selbst im verschneiten Nordbayern entspannte sich die Lage etwas, wie Polizeipräsidien mitteilen. In Teilen Frankens bleiben allerdings zahlreiche Straßen vorsorglich auch am Morgen gesperrt, weil Bäume umstürzen oder Äste abbrechen könnten.

Bereits am Montag hatten Fahrer, Reisende und Fußgänger mit den Folgen von Schnee und Eisregen zu kämpfen - und wurden auf eine Geduldprobe gestellt. Die Glatteisgefahr ist noch nicht gebannt: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet in den nächsten Tagen einen Mix aus Regen und Schnee. Vor allem in der Mitte Deutschlands ist mit gefrierendem Regen zu rechnen.

Der DWD gibt für große Teile Deutschlands eine Warnung vor markanter Glätte heraus. Sie gilt bis in den späten Dienstagmorgen hinein von Hamburg bis zur Mitte Bayerns, auch für große Gebiete Nordrhein-Westfalens. Es wird empfohlen, nicht notwendige Fahrten und Aufenthalte im Freien zu vermeiden. Auch in anderen Landesteilen wird Glätte nicht ausgeschlossen.

Wetterdienst warnt weiterhin vor Gefahr durch Glätte