Der Tag
5. Februar 2026
imageHeute mit Heidi Ulrich und Stefan Guther
Zum Archiv
22:16 Uhr

Das war Donnerstag, der 5. Februar 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

es ist Winter. Das ist eigentlich für diese Jahreszeit nicht überraschend. Aber es ist ein turbulenter Winter, an dem in Berlin die Verkehrsbetriebe kapitulieren. Teilweise haben die U-Bahnen den Dienst eingestellt - dort, wo sie überirdisch fahren. Die wetterbedingten Einschränkungen im Verkehr trafen auch Flugreisende. Der Hauptstadtflughafen BER hat am Abend wegen Blitzeis den Betrieb vorübergehend eingestellt.

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Räumfahrzeuge sind am Hauptstadtflughafen BER im Einsatz. Der Flugverkehr ist wegen der Witterung eingestellt worden. (Foto: picture alliance/dpa)

Wegen Schneefall und Eisregen meldete die Deutsche Bahn im Nordosten erneut Einschränkungen im Fernverkehr. Auf der A10 bei Potsdam krachten Autos und Transporter auf spiegelglatten Fahrbahnen zusammen. Es gab zahlreiche Verletzte. Der Wetterdienst gab eine amtliche Unwetterwarnung wegen Glatteis heraus. Auch in Mecklenburg-Vorpommern und in Niedersachsen gab es erneut witterungsbedingte Einschränkungen.

Laut den Wetterexperten von RTL/ntv ziehen in der Nacht Schnee und gefrierender Regen weiter Richtung Ostsee. Dadurch verlagere sich der Glätteschwerpunkt nach Mecklenburg-Vorpommern. Am Vormittag sollen die letzten Reste von Glatteisregen und Schnee im Nordosten abziehen. Es ist dieses Jahr ein turbulenter Winter, das muss man den Vern

Nun neigt sich der turbulente Tag seinem Ende entgegen. Zur Nachtlektüre kann ich Ihnen diese Artikel meiner Kolleginnen und Kollegen empfehlen:

Atomwaffenarsenal wächst rasant: China will die USA atomar abschrecken Von Markus Lippold

Sauer zu NewSTART-Vertrag: "Dass Witkoff und Kushner aktiv sind, lässt nichts mit Substanz erwarten" - Interview von Volker Petersen

"Wahlsystem von Linken": Trump schmeißt die Unterdrückungsmaschine an Von Roland Peters, New York

Kreml legt Heizkraftwerk lahm: 1126 Wohnhäuser in Kiew bleiben restlichen Winter ohne Heizung

Spektakel spaltet die Mailänder: Diese Olympischen Spiele sind nur für Reiche Von Andrea Affaticati, Mailand

Auftakt der Finninnen verschoben: Norovirus-Ausbruch dezimiert olympisches Hockey-Team

Fantasiebegabte Tiere: Affen können sich Dinge vorstellen, die nicht da sind

Damit empfehle ich mich für heute und wünsche Ihnen eine gute Nacht - bleiben Sie uns gewogen.

Das war Donnerstag, der 5. Februar 2026
22:15 Uhr

Epstein-Skandal: Norwegische Polizei ermittelt gegen Ex-Regierungschef Jagland

Nach den jüngsten Veröffentlichungen zum US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein hat die norwegische Polizei Ermittlungen gegen den früheren Ministerpräsidenten Thorbjörn Jagland eingeleitet. Es bestehe der Verdacht der schweren Korruption, teilt die für Wirtschaftskriminalität zuständige Strafverfolgungsbehörde Ökokrim mit.

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Secretary General of the Council of Europe, Thorbjrn Jagland at Council of Europe in Strasbourg, France on 16 November 2016 (Photo by Mateusz Wlodarczyk/NurPhoto) (Foto: picture alliance / NurPhoto)

Die norwegische Zeitung "VG" hatte unter Verweis auf die am vergangenen Freitag vom US-Justizministerium veröffentlichten Epstein-Dokumente berichtet, dass Jagland einen engen Kontakt zu dem verurteilten Sexualstraftäter gehabt habe. So habe Jagland einmal um finanzielle Unterstützung beim Kauf einer Wohnung gebeten. Dazu sagte Jagland der Zeitung, dass er alle Kredite für seine Immobilien von der norwegischen Bank DNB erhalten habe.

Den vom US-Justizministerium veröffentlichten Dokumenten zufolge hielt Jagland sich 2018 bei Epstein in New York auf und 2015 und 2018 in Epsteins Wohnung in Paris. 2014 plante der ehemalige Ministerpräsident von der sozialdemokratischen Arbeiterpartei zudem einen Urlaub mit seiner Familie auf der Insel des US-Investors, die Reise wurde aber letztlich abgesagt.

Jagland war von 1996 bis 1997 Ministerpräsident Norwegens und von 2009 bis 2019 Generalsekretär des Europarats. Von 2009 bis 2015 war er zudem Vorsitzender des norwegischen Nobel-Komitees, das jedes Jahr über die Vergabe des Friedensnobelpreises entscheidet. Am Sonntagabend räumte Jagland gegenüber der Zeitung "Aftenposten" "Fehler in der Beurteilung" Epsteins ein.

Epstein-Skandal: Norwegische Polizei ermittelt gegen Ex-Regierungschef Jagland
21:39 Uhr

CDU-Arbeitnehmerflügel fordert Social-Media-Nutzung für unter 16-Jährige 

Der Chef des CDU-Arbeitnehmerflügels CDA, Dennis Radtke, befürwortet ein Verbot der Social-Media-Nutzung für unter 16-Jährige in Deutschland. "Die Medienkompetenz und die dynamischen Entwicklungen bei Social Media gehen nicht Hand in Hand", sagt der CDU-Politiker. "An vielen Stellen sind die sozialen Medien eine Ansammlung von Hass und 'fake news'. Ich begrüße daher die Überlegungen, dem Beispiel Australiens zu folgen und eine Altersgrenze einzuführen."

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Dennis Radtke bei der Betriebsrätekonferenz der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) Deutschland. (Foto: picture alliance/dpa)

In Australien ist es Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren seit Dezember untersagt, eigene Konten auf Plattformen wie TikTok, X, Instagram, YouTube oder Twitch zu besitzen. Inzwischen wird auch in europäischen Ländern wie Spanien, Frankreich und Großbritannien über entsprechende Schritte debattiert. Die "Bild"-Zeitung berichtete über einen ähnlichen Antrag des CDU-Landesverbands Schleswig-Holstein für den Bundesparteitag im Februar. Auch CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann zeigte sich offen für den Vorschlag und sagte der Zeitung, er befürworte eine Social-Media-Nutzung erst ab 16 Jahren.

CDU-Arbeitnehmerflügel fordert Social-Media-Nutzung für unter 16-Jährige 
21:13 Uhr

Danone weitet Rückruf von Babynahrung aus: Verunreinigung mit Giftstoff möglich

Der Lebensmittelkonzern Danone ruft weitere Chargen der Babynahrungsmarken Aptamil und Milumil zurück. Hintergrund sind aktualisierte Empfehlungen der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) zu Grenzwerten für den Stoff Cereulid, wie das Unternehmen mitteilt. Cereulid ist laut Efsa ein von Bakterien gebildetes Gift, das 30 Minuten bis sechs Stunden nach der Einnahme plötzliche Übelkeit, Erbrechen und Magenschmerzen verursachen kann.

Eltern sollten zurückgerufene Produkte demnach auf keinen Fall weiter verwenden. Zeigen Babys nach dem Verzehr Symptome wie etwa Erbrechen oder Durchfall, raten Fachleute dringend zu einem Arztbesuch. Magen-Darm-Erkrankungen können bei Säuglingen schnell zu Komplikationen führen.

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Milchpulver für Babys. (Foto: picture alliance/KEYSTONE)

Auf den jeweiligen Markenwebsites aptaclub.de und milupa.de können Eltern anhand des Mindesthaltbarkeitsdatums überprüfen, ob ein von ihnen gekauftes Produkt betroffen ist. Wegen möglichen grenzüberschreitenden Handels erstrecke sich der Rückruf auch auf in Österreich verkaufte Chargen, so Danone. "Produkte der betroffenen Produktionschargen sollen nicht weiter gefüttert und dort zurückgegeben werden, wo diese gekauft wurden", teilt das Unternehmen mit.

Danone weitet Rückruf von Babynahrung aus: Verunreinigung mit Giftstoff möglich
20:57 Uhr

Trump für neuen Atomwaffenvertrag mit Russland

US-Präsident Donald Trump hat sich für einen neuen Atomwaffenvertrag mit Russland ausgesprochen. Trump schreibt in seinem Onlinedienst Truth Social, es brauche einen "neuen, verbesserten und modernisierten Vertrag", der lange Bestand haben könne. Zuvor war das "New Start"-Abkommen ausgelaufen, mit dem die USA und Russland seit 2010 die Zahl ihrer atomaren Sprengköpfe begrenzt hatten.

Der US-Präsident erklärte, er lehne eine Verlängerung von "New Start" ab. Es handele sich um ein "schlecht ausgehandeltes Abkommen der Vereinigten Staaten", das "grob verletzt" werde. Nach Angaben des Weißen Hauses will Trump in den neuen Vertrag auch China einbeziehen. Das hatte der Rechtspopulist bereits in seiner ersten Amtszeit (2017 bis 2021) geplant, jedoch nie verwirklicht.

Trump für neuen Atomwaffenvertrag mit Russland
20:34 Uhr

Unfallserie auf glatter A10 mit zahlreichen Verletzten

Auf der eisglatten Autobahn 10 bei Potsdam sind bei einer Reihe von Unfällen insgesamt 19 Menschen verletzt worden. Nach Angaben des Lagezentrums der Polizei in Potsdam sind zwischen dem Autobahndreieck Nuthetal und der Anschlussstelle Michendorf in beiden Fahrtrichtungen jeweils mehrere Fahrzeuge bei großer Glätte ineinander gefahren.

Nach derzeitigen Erkenntnissen seien von den 19 Verletzten drei ins Krankenhaus gekommen. Die 16 Leichtverletzten seien ambulant behandelt worden, so die Polizei. Neben einer Reihe von Pkw waren den Angaben zufolge an den Unfällen auch ein Lkw und zwei Kleintransporter beteiligt.

Unfallserie auf glatter A10 mit zahlreichen Verletzten
20:17 Uhr

Blitzeis am BER: Hauptstadtflughafen stellt den Betrieb ein

Der Hauptstadtflughafen BER in Schönefeld hat den Betrieb vorübergehend eingestellt. Wegen Blitzeis seien derzeit keine Starts und Landungen mehr möglich, sagte eine Flughafensprecherin am Abend. "Unsere Flächen sind spiegelglatt. Es besteht Gefahr für Leib und Leben." Wann der Betrieb wieder aufgenommen werde, sei noch offen. Zunächst gelte ohnehin das Nachtverbot. "Danach sehen wir am Freitagmorgen weiter."

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Nichts geht mehr: Der Winter hat den Hauptstadtflughafen BER fest im Griff. (Foto: picture alliance/dpa)

Schon im Laufe des Tages hatte es am Flughafen BER eine Reihe von Problemen gegeben. Zunächst konnten am Morgen nach gefrierendem Regen keine Maschinen starten. Das Enteisen der Flugzeuge nahm jeweils bis zu einer Stunde Zeit in Anspruch. Der erste Flieger hob dann am späten Vormittag ab.

Blitzeis am BER: Hauptstadtflughafen stellt den Betrieb ein
19:54 Uhr

"Für mein Ego": Trump braucht Wahlsiege zur Selbstbestätigung

Wahlsiege dienen US-Präsident Donald Trump nach eigenen Worten zur Selbstbestätigung. Er brauche sie für sein "Ego", sagt Trump bei einer Rede in Washington. Er wiederholte zudem seine wahrheitswidrige Behauptung, der Demokrat Joe Biden sei 2020 unrechtmäßig Präsident geworden. "Sie haben die zweite Wahl manipuliert", sagt der Rechtspopulist, offenbar in Anspielung auf seine Niederlage gegen Biden, die er bis heute bestreitet. Trump hatte immer wieder behauptet, die Demokraten hätten ihm die Wahl 2020 "gestohlen". Belege gibt es dafür nicht.

"Ich musste sie gewinnen, ich brauchte es für mein eigenes Ego", sagt Trump weiter. Nicht ganz klar war, ob er damit ebenfalls die Wahl 2020 meinte oder seinen Sieg 2024 gegen Vizepräsidentin Kamala Harris von den Demokraten. Harris hatte die Kandidatur übernommen, nachdem Biden nach scharfer Kritik an Aussetzern im Wahlkampf aus dem Rennen ausgeschieden war.

"Für mein Ego": Trump braucht Wahlsiege zur Selbstbestätigung
19:34 Uhr

Pferde kreuzen Landebahn - Flugzeug steuert direkt auf sie zu

Drei ausgebrochene Pferde kreuzen eine Landebahn in Kolumbien. Sekunden später setzt ein Kleinflugzeug zur Landung an - und verfehlt die Ausreißer nur um Haaresbreite. Laut Anwohnern ist das Gebiet rund um den Flugplatz schlecht gesichert.

Pferde kreuzen Landebahn - Flugzeug steuert direkt auf sie zu
19:02 Uhr

Kirschblütenfest am Fuji abgesagt - Stadt will sich schützen

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Bei diesem Ausblick in Fujiyoshida ist es kein Wunder, dass das Fest so beliebt ist. (Foto: picture alliance/dpa)

Verkehrsstaus, Zigarettenstummel auf den Bürgersteigen und menschliche Ausscheidungen in Privatgärten: Weil die Menschen am Fuji genug vom schlechten Benehmen der Touristenmassen haben, hat die Stadt Fujiyoshida das jährliche Kirschblütenfest abgesagt. "Um die Würde und das Lebensumfeld unserer Bürger zu schützen, haben wir beschlossen, das zehn Jahre alte Festival zu beenden", erklärt Bürgermeister Shigeru Horiuchi. Das "ruhige Leben" der Bewohnerinnen und Bewohner sei durch die vielen Touristen bedroht.

Der Park mit Aussicht auf den Fuji, in dem das Fest bisher stattfand, wird während der Kirschblüte trotzdem geöffnet sein. Nur das Festival findet nicht statt, das im vergangenen Jahr etwa 200.000 Besucher anzog.

Kirschblütenfest am Fuji abgesagt - Stadt will sich schützen
18:32 Uhr

Sexuelle Gewalt in Pfadfinderschaft St. Georg ist weit verbreitetes strukturelles Problem

Sexueller Missbrauch ist im größten deutschen Pfadfinderverband Sankt Georg ein weit verbreitetes strukturelles Problem. Das ist das Ergebnis eines Forschungsprojekts zur Aufarbeitung sexualisierter und spiritueller Gewalt in der Deutschen Pfadfinder*innenschaft Sankt Georg (DPSG), das in Köln vorgestellt wurde. "Gemeinschaft, Macht, Nähe und ein spiritueller Überbau öffnen den Raum für sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen", sagt die Leiterin des Projekts, Sabine Maschke von der Uni Marburg.

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Die Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) hat in Mönchengladbach ein Projekt zur Aufarbeitung sexualisierter und spiritualisierter Gewalt in den eigenen Reihen vorgestellt. (Foto: picture alliance/dpa)

Besonders gefährdet seien Kinder und Jugendliche bei Gemeinschaftsaktivitäten wie Zeltlagern. Die Täter seien überwiegend männliche Gruppenleiter, die ihre Machtposition ausnutzten. "Das Problem sexualisierter Gewalt reicht tief in die verbandlichen Strukturen der DPSG hinein", sagt Maschke. Traditionelle Rituale wie etwa die "Lagerhochzeit" begünstigten Missbrauch. Oft sei bei den Taten Alkohol im Spiel.

Um sexualisierte Gewalt in Zukunft einzudämmen, sei "ein tiefgreifender Umbau der Verbandsstrukturen nötig", sagt Maschke. In diesen Prozess müssten Betroffene einbezogen werden, und er müsse von einem externen Gremium begleitet werden.

Sexuelle Gewalt in Pfadfinderschaft St. Georg ist weit verbreitetes strukturelles Problem
18:02 Uhr

Nach Stich in den Hals: Teenagerin in NRW unter Mordverdacht

Zuerst sah es nach Notwehr aus, jetzt steht sie unter Mordverdacht: Die Ermittler suchen eine 17-Jährige aus Castrop-Rauxel. Die Schülerin Angela R. soll einen gleichaltrigen Jugendlichen durch einen Stich in den Hals heimtückisch ermordet haben, teilen Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Zunächst hatte sie den Ermittlern erzählt, sich gegen eine Vergewaltigung gewehrt und in Notwehr zugestochen zu haben. Dabei lieferte sie zwei Versionen ab: Erst behauptete sie, auf dem Weg zur Fahrschule von hinten angegriffen worden zu sein. Später hatte die 17-Jährige eingeräumt, sich mit dem Teenager auf der Terrasse eines leerstehenden Hauses getroffen zu haben.

Die umfangreiche Auswertung des Handys des Mädchens habe schließlich Tage später ergeben, dass sie nicht in Notwehr gehandelt, sondern den Jugendlichen geplant und heimtückisch getötet haben dürfte. Ein Messer sei inzwischen als mögliche Tatwaffe in Tatortnähe auf einem Spielplatz entdeckt worden, sagt Staatsanwalt Henner Kruse. Es werde noch auf Spuren untersucht.

Als die Mordkommission neun Tage nach der Tat mit einem Haftbefehl an der Adresse der Jugendlichen auftauchte, war sie verschwunden. Nun wird öffentlich nach ihr mit folgenden Angaben gefahndet.

Beschreibung der Person:

  • Geschlecht: weiblich

  • Größe: 159 cm

  • Haarfarbe: braun

  • Augenfarbe: braun

  • Figur: schlank

  • Sprache: Russisch

Die Polizei Recklinghausen bittet um Hinweise unter der Telefonnummer 0800-2361111 oder per Mail an poststelle.recklinghausen@polizei.nrw.de. Zudem haben die Ermittler ein Hinweisportal eingerichtet.

Nach Stich in den Hals: Teenagerin in NRW unter Mordverdacht
17:38 Uhr

Melania Trump irritiert mit Eigenwerbung bei Geiseltermin

Ein Auftritt zwischen Anteilnahme und Eigenwerbung: Als Melania Trump bei einem Treffen mit befreiten Hamas-Geiseln ihre Doku erwähnt, kann eine Reporterin nicht an sich halten - und konfrontiert die First Lady mit deren Bemerkung. Die Kritisierte aber lächelt und wiegelt ab.

Melania Trump irritiert mit Eigenwerbung bei Geiseltermin
17:08 Uhr

Behörde zieht Millionen mangelhafter Elektrogeräte aus dem Verkehr

Die Bundesnetzagentur hat im vergangenen Jahr erneut Millionen mangelhafter elektronischer Geräte aus dem Verkehr gezogen. Wie die Bonner Behörde mitteilte, ermittelte sie mehr als 3000 unzulässige Gerätetypen im Online- und Einzelhandel und arbeitete darüber hinaus mit dem Zoll bei der Wareneinfuhr zusammen. Insgesamt wurden so 7,7 Millionen Geräte vom Markt genommen.

Die Bundesnetzagentur führt Stichproben durch und prüft Produkte, etwa auf fehlende CE-Kennzeichnungen oder Angaben zum verantwortlichen Unternehmen. Häufig werden laut Behörde zudem technische Probleme wie die Überschreitung von Störaussendungsgrenzwerten festgestellt. Der Zoll zieht die Netzagentur bei verdächtigen Warensendungen hinzu.

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Der Zoll meldete der Bundesnetzagentur 8202 verdächtige Warensendungen - deutlich mehr als 2024 mit 5005. 89 Prozent der Sendungen erhielten dann tatsächlich keine Freigabe, dadurch durften 359.000 Geräte nicht eingeführt werden. (Foto: picture alliance /)

Im Online-Handel stießen die Prüfer demnach auf 1266 auffällige Angebote - etwas weniger als im vergangenen Jahr. Die Stückzahl betroffener Einzelgeräte lag mit fünf Millionen aber bedeutend höher als im Vorjahr. Ein großer Anteil betraf laut Netzagentur Smartwatch- und Funkgerätemodelle. Viele angebotene Smartwatches etwa dürften nach EU-Recht nicht verkauft werden, "weil diese eine Blutzuckermessung anbieten, die jedoch nur simuliert ist". Im stationären Einzelhandel überprüfte die Behörde gut 2100 Gerätetypen, 58 Prozent von ihnen hielten die Vorgaben nicht ein. In der Folge wurden 1,9 Millionen Geräte aus dem Verkehr gezogen.

Behörde zieht Millionen mangelhafter Elektrogeräte aus dem Verkehr
16:37 Uhr

Ersatzzustellung bei Nachbarn: Verbraucherschützer scheitern mit Klage gegen DHL

Sie kennen das sicher auch: Der Postbote klingelt und liefert dann gleich auch ein paar Pakete der Nachbarn bei ihnen ab. Ich bin eigentlich ganz froh, wenn ich in der Nachbarschaft mein Paket abholen kann. Verbraucherschützer sehen darin jedoch ein Problem. Nun haben Verbraucherschützer in einem Rechtsstreit mit DHL über die Paketabgabe beim Nachbarn jedoch den Kürzeren gezogen. Das Oberlandesgericht Hamm wies eine Klage der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) als unbegründet ab.

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Deutschlands Paketbranche boomt, da die Menschen viel mehr Waren im Internet bestellen als früher. Bei der Zustellung ist der Paketbote unter Zeitdruck, jede Sekunde zählt. Er nimmt ein Paket in der Regel nur ungern wieder mit – die schnelle direkte Zustellung oder die Ablage vor der Haustür sind ihm am liebsten. (Foto: picture alliance / Eibner-Pressefoto)

Die Verbraucherschützer hatten DHL ein zu lasches Vorgehen bei der sogenannten Ersatzzustellung vorgeworfen und eine Änderung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) erzwingen wollen. Die Firma nutze zu viel Spielraum, um das Paket bei einem Nachbarn abzugeben und nicht wieder mitnehmen zu müssen. Die Ersatzzustellung funktioniere seit langem in den allermeisten Fällen reibungslos und werde von vielen Kunden geschätzt. Man halte sich an gesetzliche Vorgaben, sagte eine DHL-Sprecherin.

Das Urteil ist bislang nicht rechtskräftig. Das OLG ließ Revision zum Bundesgerichtshof nach Karlsruhe zu. Der vzbv kündigte an, die schriftlichen Urteilsgründe abzuwarten und dann zu prüfen, ob er Revision einlege.

Ersatzzustellung bei Nachbarn: Verbraucherschützer scheitern mit Klage gegen DHL
16:11 Uhr

Gas-Luftballons explodieren mit Stichflamme in Fahrstuhl

In einem Fahrstuhl in Mumbai platzen mehrere Luftballons explosionsartig. Rasant breitet sich ein Feuerball in der gesamten Kabine aus. Zwei Personen werden mit Verbrennungen ins Krankenhaus gebracht. Möglicherweise waren die Ballons mit Wasserstoff, anstatt mit Helium gefüllt. Die Polizei ermittelt.

Gas-Luftballons explodieren mit Stichflamme in Fahrstuhl
15:32 Uhr

Schauspieler-Star Claire Foy litt jahrelang an Parasiten

Hatten Sie schon mal Parasiten? Nun hat die britische Schauspielerin Claire Foy während eines freimütigen Gesprächs eine unangenehme Leidensgeschichte erzählt. In der aktuellen Folge des Podcasts "Table Manners" plauderte Foy eigentlich über ihre Essgewohnheiten, als sie beiläufig eine ziemlich unappetitliche Geschichte zum Besten gab: Jahrelang lebten Parasiten in ihrem Körper, ohne dass sie es ahnte. "Ich hatte Parasiten. Eklig. Hätte ich nicht erwähnen sollen", gestand die Darstellerin freimütig in dem Gespräch.

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Claire Foy wurde einem internationalen Millionenpublikum als junge Queen Elizabeth II. in den ersten beiden Staffeln der Netflix-Hitserie "The Crown" bekannt. Auch in Filmen wie "Aufbruch zum Mond" oder "Verschwörung" aus dem Jahr 2018 war sie zu sehen. (Foto: picture alliance / Jordan Strauss/Invision/AP)

Was folgte, war die Schilderung einer langen Leidenszeit, die Foy zunächst gar nicht einordnen konnte. Aufgefallen sei ihr vor allem, dass etwas mit ihrem Essverhalten nicht stimmte. "Ich habe ständig abgenommen und wusste nicht, was los war", berichtete sie. "Ich dachte nur: Ich esse doch alles. Ich war so hungrig." Trotz großer Mengen an Nahrung verlor sie weiter an Gewicht. Als die Ärzte den Befall schließlich feststellten, hatten die Parasiten bereits "mindestens fünf Jahre" in ihrem Körper gelebt, wie sie im Podcast erzählte. Besonders gruselig: "Sie reisen als Paar, hat mir der Arzt gesagt. Eklig. Absolut widerlich."

Schauspieler-Star Claire Foy litt jahrelang an Parasiten
14:50 Uhr

US-Spezialkräfte stürmen mutmaßliches Bio-Labor in Las Vegas

Spezialkräfte haben ein Haus in Las Vegas durchsucht und Ampullen mit unbekannten Flüssigkeiten gefunden, die jetzt untersucht werden. Eine Gefahr für die Öffentlichkeit bestehe aber nicht.

US-Spezialkräfte stürmen mutmaßliches Bio-Labor in Las Vegas
14:50 Uhr

USA und Russland wollen jahrelang unterbrochenen Militärdialog wieder aufnehmen

Die USA und Russland haben die Wiederaufnahme ihres seit 2021 unterbrochenen Dialogs hochrangiger Militärs vereinbart. Das teilte das Kommando der US-Streitkräfte in Europa nach Verhandlungen in Abu Dhabi mit.

USA und Russland wollen jahrelang unterbrochenen Militärdialog wieder aufnehmen
14:32 Uhr

Zweijährige führt Ermittler auf Spur von Pillenversteck

Eine unter Drogen stehende Zweijährige hat Ermittler in Nordrhein-Westfalen auf die Spur von insgesamt 65 Kilogramm illegalen Aufputschpillen geführt. Die Mutter des Kindes und deren Lebensgefährte kamen in Untersuchungshaft, wie die Polizei mitteilt. Das Kind sei inzwischen wieder wohlauf.

Die 24-jährige Frau aus Beverungen suchte vor rund drei Wochen mit ihrer zweijährigen Tochter ein Krankenhaus in Höxter auf, weil es dem Mädchen schlecht ging und es an Übelkeit litt. Die Ärzte stellten fest, dass das Kind offenbar unter Drogen stand. Ein Urintest schlug positiv auf Amphetamine an. Die Beamten bezweifelten die Aussage der Mutter, das Mädchen habe die Drogen womöglich im Sandkasten auf einem Spielplatz gefunden.

Nachdem die Ermittler auf dem Spielplatz nichts fanden, durchsuchten sie die Wohnung der Frau. Ein Diensthund führte die Beamten dort zu einem Drogenversteck. Der 27-jährige Lebensgefährte der Mutter hatte auf der Rückseite von dutzenden Solarpaneelen illegale Aufputschtabletten in eine Kunststoffschicht eingegossen. Zudem fanden die Einsatzkräfte in der Wohnung noch weitere 30 Kilogramm eingeschweißte Drogen.

Zweijährige führt Ermittler auf Spur von Pillenversteck
14:20 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser,

meine Kollegin Heidi Ulrich hat sich in den wohlverdienten Feierabend verabschiedet. Nun begleite ich Sie bis zum Abend durch den Tag und versorge Sie mit wichtigen, kuriosen und interessanten Nachrichten aus aller Welt. Mein Name ist Stefan Guther. Wenn Sie mich erreichen wollen, schreiben Sie mir gerne an dertag(at)ntv.de.

Schichtwechsel
13:54 Uhr

Milliarden von Spahn beschaffte Masken ungenutzt verbrannt

Und so geht viel Geld in Rauch auf: Der Großteil der von Ex-Gesundheitsminister Jens Spahn zu Beginn der Corona-Pandemie bestellten Schutzmasken ist einem Bericht zufolge mittlerweile ungenutzt verbrannt worden. Wie der "Spiegel" berichtet, landeten bisher rund 3 Milliarden der bestellten 5,8 Milliarden Masken in Müllverbrennungsanlagen, was Kosten von 8 Millionen Euro verursachte. Das Magazin beruft sich auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Grünen-Anfrage und auf eigene Anfragen. Bis zum Ende dieses Jahres dürften demnach noch 85 Millionen weitere Masken hinzukommen, weil deren Mindesthaltbarkeitsdatum abläuft. 2,12 Milliarden der vom Bund bestellten Masken seien verteilt worden.

Milliarden von Spahn beschaffte Masken ungenutzt verbrannt
13:30 Uhr

Starmer entschuldigt sich bei Opfern, weil er Epstein-Freund zum Botschafter ernannte

Der britische Premierminister Keir Starmer hat sich in einer Rede bei den Opfern des verurteilten US-Sexualstraftäters Jeffrey Epstein für die Ernennung von dessen engem Freund Peter Mandelson zum britischen Botschafter in den USA entschuldigt. "Es tut mir leid, was Ihnen angetan wurde, es tut mir leid, dass so viele Menschen mit Macht Sie im Stich gelassen haben. Es tut mir leid, dass ich Mandelsons Lügen geglaubt und ihn ernannt habe."

Im Zuge der Veröffentlichung von Dokumenten der Epstein-Akten wurde bekannt, dass Mandelson E-Mails an Epstein geschrieben hatte. Zudem soll der langjährige Labour-Politiker Anfang der 2000er-Jahre mehrfach Geld von Epstein erhalten haben. Weitere Dokumente sollen Überweisungen Epsteins an Mandelsons Lebenspartner Reinaldo Avila da Silva belegen. Mandelson war zum damaligen Zeitpunkt Minister. Im September 2025 wurde er von seinem Posten als britischer Botschafter in den USA abgesetzt.

Starmer entschuldigt sich bei Opfern, weil er Epstein-Freund zum Botschafter ernannte
13:01 Uhr

Albanien hebt Tiktok-Sperre wieder auf

Fast elf Monate war der Tiktok-Zugang auf dem normalen Weg in Albanien blockiert. Jetzt hat die Regierung beschlossen, die Sperre wieder aufzuheben, wie albanische Medien berichten. Das geschah somit etwas früher als ursprünglich vorgesehen. Die Tiktok-Sperre sollte ein Jahr dauern, sie Mitte März in Kraft getreten. Experten zufolge erwies sich die Sperre als weitgehend wirkungslos. Die Nutzer umgingen sie mit Hilfe von VPN-Tunneldiensten, die es ermöglichen, IP-Adresse und Standort zu verschleiern. War also alles umsonst? Ministerpräsident Edi Rama sagte dem Nachrichtenportal "politico.eu" im Dezember, die Sperre habe zur Kontaktaufnahme mit Tiktok geführt und "einige Sicherheitsfeatures" gebracht, "die bisher nicht vorhanden waren". Was damit konkret gemeint ist, sagte er aber nicht.

Albanien hebt Tiktok-Sperre wieder auf
12:26 Uhr

Riesige Phantomqualle taucht vor Tiefsee-Kamera auf 

Als Forscher ein Korallenriff in der argentinischen Tiefsee untersuchen, erscheint plötzlich eine riesige Meereskreatur aus den Weiten des Meeres auf. Eine Phantomqualle mit bis zu zehn Meter langen Tentakeln zeigt sich vor der Kamera in aller Pracht.

Riesige Phantomqualle taucht vor Tiefsee-Kamera auf 
12:20 Uhr

Was den Stuttgarter Stromausfall auslöste

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Polizisten regeln während des Stromausfalls den Verkehr. (Foto: picture alliance/dpa)

Inzwischen ist mehr darüber bekannt, warum in größeren Teilen Stuttgarts am Morgen der Strom ausgefallen ist. Ein kurzer Spanungsabfall im Hochspannungsbereich ist nach Angaben des Netzbetreibers die Ursache gewesen. Der Abfall sei in weniger als einer Sekunde wieder behoben gewesen, teilt Stuttgart Netze mit. Kunden mit einem Niederspannungsanschluss, also die normalen Stromkunden, hätten von dem Abfall höchstens ein Flackern bemerken können, so der Netzbetreiber. Inzwischen sei die Stromversorgung im Stadtgebiet wieder durchgehend stabil. Betroffen vom Stromausfall waren unter anderem Ampeln, die Stadtbahnen und die Internetversorgung vieler Büros. In einem Reddit-Chat berichteten Nutzer von wiederholten, kurzen Stromausfällen in mehreren Stadtteilen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Was den Stuttgarter Stromausfall auslöste
11:54 Uhr

Großbrand in Darmstädter Forschungszentrum ausgebrochen

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Es brennt auf dem Gelände des GSI Helmholtzzentrums für Schwerionenforschung. (Foto: picture alliance/dpa/Mike Seeboth)

Die Feuerwehr bekämpft seit dem Morgen ein Feuer auf dem Gelände des GSI Helmholtzzentrums für Schwerionenforschung in Darmstadt. Das Feuer betreffe ein Umspannwerk, sagt ein Sprecher. Wie es dazu kam und welche Auswirkungen der Brand hat, ist noch unklar. Die Bevölkerung in den umliegenden Gemeinden wurde aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Lüftungs- und Klimaanlagen abzustellen.

Nach einem Bericht der ARD-Hessenschau brach das Feuer im Bereich des Teilchenbeschleunigers der Forschungseinrichtung aus. Die Anlage soll neue Einblicke in den Aufbau der Materie und die Entwicklung des Universums ermöglichen.

Update von 12:58 Uhr: Einem Sprecher des Instituts zufolge löste ein Kurzschluss den Brand aus. Betroffen sei eine Anlage zur Teilchenbeschleunigung.

Großbrand in Darmstädter Forschungszentrum ausgebrochen
11:30 Uhr

Zugbegleiter getötet: Gewerkschaften fordern Konsequenzen, Vater erlitt Herzinfarkt

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Zahlreiche Menschen, darunter EVG-Chef Martin Burkert (M), halten gestern an Bahnhöfen bei einer Schweigeminute inne, um des getöteten Zugbegleiters Serkan C. zu gedenken. (Foto: picture alliance/dpa)

Der gewaltsame Tod eines Zugbegleiters rückt die vielen verbalen und körperlichen Angriffe auf Mitarbeiter in Zügen und an Bahnhöfen in den Fokus. Gewerkschaften fordern endlich Konsequenzen, um sie besser zu schützen. "Wir brauchen Doppelbesetzung, wir brauchen eine Bodycam, die auch Tonaufzeichnungen wiedergibt", sagt der Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats der DB Regio Schiene und Bus, Ralf Damde, dem WDR. Nötig seien neue Sicherheitskonzepte und eine stärkere Zusammenarbeit mit der Bundespolizei. Auch Martin Burkert, Chef der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG, fordert eine Doppelbesetzung im Zug. "Dann wäre das vielleicht verhinderbar gewesen", sagt er dem Radiosender Bayern2. "Wir weisen seit Jahren darauf hin." 82 Prozent der Bahn-Mitarbeiter hätten einen verbalen oder körperlichen Angriff erlebt. "Das sind schockierende Zahlen." Er schlägt zudem einen Notrufknopf an der Armbanduhr vor.

Der Zugbegleiter Serkan C. war bei einer Ticketkontrolle in einem Regionalzug in Rheinland-Pfalz von einem Fahrgast ohne Ticket angegriffen worden. Laut Staatsanwaltschaft starb der 36-jährige Bahn-Mitarbeiter an einer Hirnblutung durch stumpfe Gewalt gegen den Kopf. Sein Vater erlitt nach Angaben der "Bild"-Zeitung einen Herzinfarkt, nachdem er von der Tat erfahren hatte. Er habe die Klinik zwei Tage später wieder verlassen können. "Ich habe einen Bypass bekommen. Aber mein Sohn wird nicht wieder zurückkommen", sagt der Vater.

Zugbegleiter getötet: Gewerkschaften fordern Konsequenzen, Vater erlitt Herzinfarkt
10:47 Uhr

"How I Met Your Mother"-Star ist erstmals Vater geworden

Seinen Serien-Charakter Ted Mosby hat er zwar längst abgelegt, aber nun kann er im echten Leben eines Tages seinem Sohn erzählen, wie er dessen Mutter kennengelernt hat. Denn Schauspieler Josh Radnor ist mit 51 Jahren zum ersten Mal Vater geworden. Seine Frau Jordana Jacobs, die laut Medienberichten 37 oder 38 Jahre alt sein dürfte, und er teilen Bilder von ihrem Nachwuchs auf Instagram. Der Junge sei bereits vor einigen Monaten auf die Welt gekommen, schreibt Radnor. Dann schwärmt er: "Was wir bisher wissen: Sein Lächeln erhellt den ganzen Raum. Er ist sehr aufmerksam und nachdenklich. Wenn ich ihm auf der Gitarre Lieder vorspiele, ist er wie hypnotisiert."

"How I Met Your Mother"-Star ist erstmals Vater geworden
11:00 Uhr

Größerer Stromausfall in Stuttgart

In Stuttgart gibt es einen größeren Stromausfall - die Ursache ist bisher unklar. Wie die Polizei mitteilt, sind auch einige Ampeln an größeren Kreuzungen ausgefallen. Sie schickte Streifenbesatzungen los, um den Verkehr zu regeln. Nach Angaben eines Feuerwehrsprechers kam es zu mehreren Einsätzen aufgrund von Brandmeldeanlagen. Derzeit gebe es aber keine Brandeinsätze. Die Feuerwehr sei jedoch selbst von dem Ausfall betroffen und müsse sich noch einen Überblick verschaffen. Zudem fiel in vielen Büros zeitweilig das Internet aus. Fahrgästen zufolge waren auch die Stadtbahnen in Stuttgart von dem Stromausfall betroffen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Größerer Stromausfall in Stuttgart
09:51 Uhr

Unmut in Sandringham: Einige Angestellte wollen Andrew Mountbatten-Windsor wohl nicht bedienen

Für Andrew Mountbatten-Windsor arbeiten? Das kommt einem Bericht zufolge zumindest für einen Teil der Angestellten auf dem Landsitz in Sandringham nicht in Frage. Dort lebt der einstige Prinz nach seinem Umzug vorübergehend in einem Landhaus. Angesichts der Missbrauchsvorwürfe gegen ihn und seiner Verbindungen mit dem Sexualstraftäter Jeffrey Epstein sollen sich mehrere Angestellte weigern, für den 65-Jährigen zu arbeiten. Eine Quelle aus dem Umfeld des Personals sagt der Zeitung "The Sun": "Ihnen wurde gesagt, dass sie Andrew nicht bedienen oder für ihn arbeiten müssen, wenn sie sich unwohl fühlen. Es gibt bereits eine lange Liste von Leuten, die absagen. Verständlicherweise herrscht große Unruhe, da er nun ein totaler Ausgestoßener ist."

Unmut in Sandringham: Einige Angestellte wollen Andrew Mountbatten-Windsor wohl nicht bedienen
08:38 Uhr

Bericht: Brooklyn Peltz Beckham löscht Eltern von seiner Haut

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Hat viele Tattoos: Brooklyn Peltz Beckham hier bei einem Promi-Golfspiel im vergangenen September. (Foto: picture alliance / empics)

Weil er mit seinen Eltern Victoria und David gebrochen hat, will Brooklyn Peltz Beckham auf seiner Haut vermutlich nicht mehr an sie erinnert werden. Denn die Tattoos, die seinen Eltern gewidmet waren, bestehen in dieser Form anscheinend nicht mehr: Von der Zeitung "The Sun" veröffentlichte Bilder zeigen den 26-Jährigen mit einem veränderten Anker-Tattoo auf seinem rechten Arm. Dies trug einst in der Mitte das Wort "Dad". Nun ist der Schriftzug mit einem Seestern und zwei Rettungsringen überdeckt. Eine Quelle sagt der Zeitung, dass Brooklyn sich einer Laserbehandlung unterzogen habe, um das Tattoo zu verändern. "Er wollte es loswerden", so der Insider weiter. Auch das Tattoo auf der Brust, das seiner Mutter gewidmet war, soll er bereits überstechen lassen haben.

Bericht: Brooklyn Peltz Beckham löscht Eltern von seiner Haut
08:06 Uhr

Eis legt Berliner Flugbetrieb größtenteils lahm

Die wetterbedingten Einschränkungen im Verkehr treffen heute auch Flugreisende. Wegen Eis dürfen am Berliner Flughafen BER derzeit keine Flugzeuge starten. Aufgrund schnell gefrierenden Regens sei eine Enteisung der Flugzeuge derzeit nicht möglich, sagt eine Flughafensprecherin. Flugzeuge in der Luft könnten derzeit am BER landen. Passagiere müssten mit Flugausfällen und Verspätungen rechnen und seien gebeten, bei den Airlines den Flugstatus zu prüfen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Update von 13:10 Uhr: Der Betrieb läuft wieder an. Laut einer Flughafensprecherin konnte am späten Vormittag die erste Maschine starten, wenn auch mit großer Verspätung.

Eis legt Berliner Flugbetrieb größtenteils lahm
07:52 Uhr

Atomwaffenvertrag fällt weg, Zinsentscheid wird publik, Eishockeyspielerinnen starten ins Turnier

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser!

Schauen wir auf die Themen des Tages: Der Atomwaffenvertrag New Start zwischen den USA und Russland ist ausgelaufen. Darin hatten sich beide Länder verpflichtet, die Zahl ihrer atomaren Sprengköpfe und Trägersysteme zu beschränken. Das Abkommen war 2010 von US-Präsident Barack Obama und dem russischen Präsidenten Dmitri Medwedew unterzeichnet und im Februar 2021 um fünf Jahre verlängert worden. Eine weitere Verlängerung oder ein anderes Atomwaffen-Abrüstungsabkommen wurden nicht vereinbart. Welche Folgen das haben könnte, wird uns heute noch weiter beschäftigen. Außerdem stehen diese Termine an:

  • Kanzler Merz setzt seine Reise durch die Golfregion in Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten fort. Wie zuvor in Saudi-Arabien wird es dort um die Kooperation im Energiebereich und mögliche Waffenexporte gehen.

  • Außenminister Johann Wadephul schließt seine mehrtägige Reise zu den Pazifikstaaten und nach Südostasien in Brunei ab. Das kleine Sultanat auf der Insel Borneo ist bekannt für große Öl- und Gasvorkommen und eins der reichsten Länder der Erde. In der absoluten Monarchie gibt es keine echten Wahlen und keine starke unabhängige Justiz.

  • Der Streit um ein Abtreibungsverbot zwischen einem Chefarzt des Klinikums Lippstadt und dem katholischen Krankenhausträger geht in die nächste Instanz. Am Landesarbeitsgericht Hamm wird der Fall nun in einem Berufungsverfahren behandelt. Vor der Verhandlung ist eine Demo unter dem Motto "gegen das katholische Abtreibungsverbot" geplant.

  • Die relativ niedrigen Leitzinsen der Europäischen Zentralbank dürften Deutschland und dem Euroraum vorerst erhalten bleiben. Volkswirte erwarten keine Änderung, wenn der EZB-Rat erstmals in diesem Jahr in Frankfurt zusammenkommt. Die Zins-Entscheidung wird um 14.15 Uhr bekannt gegeben.

  • Im Vergewaltigungs-Prozess gegen den ältesten Sohn von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit, Marius Borg Høiby, kommen mehrere Zeugen zu Wort. In den nächsten Tagen sollen unter anderem Polizisten, Freunde der beteiligten Parteien und frühere Wachleute aussagen.

  • Einen Tag vor der offiziellen Eröffnung der Olympischen Winterspiele von Mailand und Cortina starten die deutschen Eishockeyspielerinnen in ihr Turnier. Das Team trifft um 12.10 Uhr in Mailand auf Schweden. Um das Viertelfinale zu erreichen, muss Deutschland mindestens den dritten Platz in der Gruppe mit fünf Teams belegen.

Mein Name ist Heidi Ulrich. Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag!

Atomwaffenvertrag fällt weg, Zinsentscheid wird publik, Eishockeyspielerinnen starten ins Turnier
07:23 Uhr

Schah-Sohn Pahlavi kommt zur Münchner Sicherheitskonferenz

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Bilder von Reza Pahlavi werden oft auf Solidaritätskundgebungen für die Protestbewegung im Iran gezeigt - wie hier in London. (Foto: IMAGO/Joao Daniel Pereira)

Der Sohn des 1979 gestürzten Schahs von Persien wird nächste Woche bei der Münchner Sicherheitskonferenz erwartet. Reza Pahlavi habe zugesagt, an dem Treffen von Spitzenpolitikern und Sicherheitsexperten teilzunehmen, meldet die Deutsche Presse-Agentur und beruft sich auf Veranstalterkreise. Der im US-Exil lebende iranische Oppositionelle unterstützt die Massenproteste gegen die Führung in Teheran. Die iranische Regierung war vor einigen Tagen dagegen von der Konferenz wieder ausgeladen worden. Für den 14. Februar ist in München eine große Demonstration unter dem Titel "Menschenrechte und Freiheit im Iran. Internationale Solidarität mit dem iranischen Volk" in München geplant, zu der auch Pahlavi aufgerufen hat.

Die iranische Exil-Opposition ist allerdings tief gespalten und Pahlavi ist umstritten. Während Pahlavi die Unterdrückung durch die islamischen Machthaber in Teheran verurteilt, distanzierte er sich nie von der autokratischen Herrschaft seines Vaters, der sich mithilfe einer brutalen Geheimpolizei an der Macht hielt und Gegner töten oder foltern ließ, bevor er im Zuge der islamischen Revolution gestürzt wurde. Mehr dazu lesen Sie hier.

Schah-Sohn Pahlavi kommt zur Münchner Sicherheitskonferenz
06:59 Uhr

US-Behörde ermittelt gegen Nike wegen angeblicher Diskriminierung von Weißen

Der US-Regierung sind Programme für Diversität, Gleichstellung und Inklusion (DEI) ein Dorn im Auge – und sie geht mit verschiedenen Mitteln wie Kürzungen, Dekreten und Druck auf Unternehmen und dagegen vor. Nun ermittelt die US-Antidiskriminierungsbehörde EEOC gegen Nike wegen der angeblichen Diskriminierung weißer Mitarbeiter. In einem Gerichtsdokument wirft die Behörde dem Sportartikelhersteller vor, die Herausgabe von Daten über die ethnische Zusammensetzung der Belegschaft sowie Teilnehmerlisten von Förderprogrammen zu verweigern. Die Behörde untersucht nach eigenen Angaben, ob Nike durch seine DEI-Programme gezielt weiße Angestellte und Bewerber diskriminiert hat. Mit der Untersuchung verschärft die Regierung von Präsident Donald Trump ihr Vorgehen gegen DEI-Initiativen in der Wirtschaft. Kritiker solcher Programme behaupten, sie führten zu einer "umgekehrten Diskriminierung" von Weißen und Männern.

Nike spricht von einer "überraschenden und ungewöhnlichen Eskalation". Das Unternehmen kooperiere mit der EEOC und habe ihr Tausende Seiten an Unterlagen zur Verfügung gestellt, teilt der Konzern mit. Man setze sich für faire und rechtmäßige Beschäftigungspraktiken ein und befolge alle geltenden Gesetze, auch solche gegen Diskriminierung. Die eigenen Programme und Praktiken stünden im Einklang mit diesen Verpflichtungen.

US-Behörde ermittelt gegen Nike wegen angeblicher Diskriminierung von Weißen
06:27 Uhr

Von ChatGPT und Co. lässt Trump die Finger

Benutzen Sie KI-Chatbots? Falls nicht, sind Sie damit nicht allein. Selbst der US-Präsident, der sich als Verfechter der amerikanischen KI-Industrie sieht, hat laut eigenen Angaben noch keine KI-Software wie ChatGPT benutzt. "Aber ich weiß alles darüber", sagt Donald Trump dem Sender NBC. "KI ist eine große Sache." Künstliche Intelligenz werde eine wichtigere Innovation als das Internet werden, sagt er.

Von ChatGPT und Co. lässt Trump die Finger
06:01 Uhr

Klare Mehrheit der Arbeitnehmenden hält nichts von 48-Stunden-Arbeitswoche

Das Umfrageergebnis ist deutlich - was es angesichts der Rufe einiger Politiker nach Mehrarbeit noch interessanter macht. Laut einer repräsentativen Befragung der IU Internationale Hochschule lehnt eine große Mehrheit der Arbeitnehmenden in Deutschland eine wöchentliche Arbeitszeit von bis zu 48 Stunden ab. 73,5 Prozent der Befragten gaben an, eine 48-Stunden-Woche würde sich "negativ" oder "sehr negativ" auf ihr Leben auswirken. Als Gründe wurden unter anderem zu wenig Zeit für Familie und Freunde sowie für Sport oder Hobbys genannt, aber auch gesundheitliche Bedenken körperlicher oder psychischer Art. Mehr dazu hier.

Klare Mehrheit der Arbeitnehmenden hält nichts von 48-Stunden-Arbeitswoche