Dienstag, 12. Januar 2021Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:36 Uhr

Das war Dienstag, der 12. Januar 2021

Liebe Leserinnen und Leser, das war's für heute. Ich verabschiede mich in den Feierabend, aber nicht bevor ich Ihnen die wichtigsten Artikel des Tages vorgestellt habe:

Ich wünsche Ihnen einen schönen Restabend und eine gute Nacht. Bis morgen!

22:11 Uhr

Trump richtet verstörende Drohung an Demokraten

Donald Trump hat einen Auftritt an der Mauer an der US-Südgrenze zu Mexiko für eine düstere Warnung an die Demokraten und den künftigen US-Präsidenten Joe Biden genutzt.

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Nach Ansicht von Trump sollten Demokraten vorsichtig mit ihren Wünschen sein.

(Foto: picture alliance/dpa/AP)

Maßnahmen, die jetzt gegen ihn ergriffen würden, würden auf sie zurückfallen, drohte Trump in Alamo in Texas. "Der 25. Verfassungszusatz stellt null Risiko für mich dar, aber er wird zurückkommen und Joe Biden und die Biden-Regierung heimsuchen." Er fügte hinzu: "Seid vorsichtig, was ihr euch wünscht."

Auf Grundlage des 25. Verfassungszusatzes kann der Vizepräsident der USA den Präsidenten mit einer Mehrheit wichtiger Kabinettsmitglieder für unfähig erklären, das Amt des Präsidenten weiter auszuführen. Die Demokraten haben infolge der Erstürmung des US-Kapitols durch Anhänger Trumps Druck auf Vizepräsident Mike Pence gemacht, Trump noch vor dem Ende seiner Präsidentschaft kommende Woche des Amtes zu entheben.

21:44 Uhr

Pkw überfährt Fußgänger auf Autobahn - tot

Ein Fußgänger ist in der Dunkelheit auf der Autobahn 5 nahe dem südhessischen Heppenheim von einem Auto erfasst und getötet worden. "Der Mann hat wohl probiert, zu Fuß die Autobahn zu überqueren", teilte die Polizei mit. Der Autofahrer stand unter Schock und kam in ein Krankenhaus. Motiv, Identität und Alter des Getöteten sowie weitere Details sind noch unklar. Die Polizei sperrte die A5 in Fahrtrichtung Süden.

21:08 Uhr

Pompeo sagt letzte Europa-Reise nun doch komplett ab

Zuerst sagte Pompeo seinen Besuch in Luxemburg ab, nun streicht er die komplette Europa-Reise. Der scheidende US-Außenminister will einen "reibungslosen Übergang" zur künftigen Regierung des Demokraten Joe Biden unterstützen, teilte sein Büro mit. Aus diesem Grund sei ein für Mittwoch geplanter Besuch bei der Nato in Brüssel abgesagt worden.

Pompeo wollte am Mittwochabend mit Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg zusammentreffen. Für Donnerstag wäre ein Treffen mit Belgiens Außenministerin Sophie Wilmès geplant gewesen.


20:46 Uhr

Nawalny droht Haft in Russland

Russlands Strafvollzug will den Kremlkritiker Alexej Nawalny wegen nicht erfüllter Bewährungsauflage im Gefängnis sehen. Einen entsprechenden Antrag stellte die Strafvollzugsbehörde bei einem Moskauer Gericht, den Nawalny bei Twitter veröffentlichte. Kremlchef Wladimir Putin sei so wütend, "weil ich die Vergiftung überlebt habe, dass er der Strafvollzugsbehörde befohlen hat, eine Bewährungsstrafe in eine echte umzuwandeln", schrieb der Oppositionelle und wies darauf hin, dass seine Bewährungsstrafe bereits am 30. Dezember geendet habe.

Die Behörde hatte Nawalny kurz vor dem Jahreswechsel schriftlich aufgefordert, Auflagen einer früheren Strafe zu erfüllen und sich bei den russischen Behörden zu melden. Ansonsten drohe eine Inhaftierung. In dem Fall geht es um eine Verurteilung aus dem Jahr 2014. Nawalny hält sich in Deutschland zu einer Reha-Maßnahme auf.

20:10 Uhr

Ex-Dschungelcamperin Sarah Knappik ist schwanger

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Sarah Knappik

(Foto: imago images/Mary Evans)

Die frühere RTL-Dschungelcamp-Kandidatin Sarah Knappik erwartet ein Kind. "Ja, ich bin im siebten Monat schwanger!", sagte die 34-jährige Reality-TV-Darstellerin der "Bild". Auf die Frage, wer der Vater sei, sagte Knappik: "Es ist auf jeden Fall nicht Darth Vader. Aber Scherz beiseite, mein Partner möchte nicht an die Öffentlichkeit. Wir kennen uns schon länger, irgendwann hat es Klick gemacht."

Knappik hatte im Jahr 2008 bei Heidi Klums Castingshow "Germany's next Topmodel" mitgemacht. 2011 sorgte sie für Schlagzeilen, als sie nach einem Streit mit anderen Kandidaten freiwillig das RTL-Dschungelcamp "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" verließ.

19:30 Uhr

"Vogue"-Chefin Wintour nimmt Cover von Harris in Schutz

Erfährt das "Vogue"-Cover von Kamala Harris Kritik, ist es an Chefredakteurin Anna Wintour höchstpersönlich, Stellung zu beziehen. Nachdem dem Titelbild der Februar-Ausgabe mit der kommenden Vize-Präsidentin der Vereinigten Staaten von Amerika mehr Hohn als Lob zuteilwurde, erklärte Wintour gegenüber der "New York Times" nun die Hintergründe.

Die 71-Jährige sagte: Es sei "absolut nicht unsere Absicht" gewesen, "die Bedeutung des unglaublichen Sieges der gewählten Vize-Präsidentin in irgendeiner Weise zu mindern". Die an dem Motiv geübte Kritik, es werde der bald mächtigsten Frau des Landes nicht gerecht, sei "gehört und verstanden" worden, beteuerte Wintour. Ihrer Aussage nach habe man sich aber für das eher "informelle" Bild entschieden, da es den authentischen Charakter Harris' unterstreiche.

Das Cover der Februar-Ausgabe zeigt Kamala Harris in Blazer und Turnschuhen vor einem Hintergrund aus rosafarbenen und grünen Stoffbahnen. Die Hände hat sie ineinandergelegt, auf ihrem Gesicht ein freundliches Lachen. Etliche Twitter-Nutzer kritisierten das Bild als zu leger, es wirke spontan und ohne Esprit geschossen, habe keinerlei Ästhetik.

18:47 Uhr

Bouffier wirbt für Laschet als CDU-Chef

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier hat bei einer digitalen Konferenz hessischer Delegierter des CDU-Bundesparteitags für den nordrhein-westfälischen Regierungschef Armin Laschet als neuen CDU-Bundesvorsitzenden geworben.

Laschet bringe gerade angesichts der Corona-Pandemie und ihrer Folgen die nötigen Voraussetzungen mit, so Bouffier, der selbst stellvertretender Bundesvorsitzender ist. Er stehe nicht nur für Kompetenz in Wirtschaftsfragen, sondern auch für Empathie in der Politik. In Nordrhein-Westfalen habe er zudem gezeigt, dass er eine Partei zusammenführen und gute Regierungsarbeit in einer Koalition leisten könne.

Der CDU-Bundesparteitag findet am kommenden Freitag und Samstag digital mit anschließender Briefwahl statt. Neben Laschet bewerben sich der ehemalige Unionsfraktionschef Friedrich Merz und der Außenpolitiker Norbert Röttgen um die Nachfolge von Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer.

18:17 Uhr

Pompeo sagt aus Protest Luxemburg-Reise ab

Nach der Erstürmung des US-Kapitols hatte Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn den US-Präsidenten Trump als "Kriminellen" und "politischen Pyromanen" bezeichnet.

Aus Protest gegen diese Äußerungen sagt US-Außenminister Mike Pompeo seinen Besuch in Luxemburg nun ab. Pompeo trifft am Mittwoch in Europa ein. Er kommt am Abend mit Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg zusammen. Am Donnerstag ist auch ein Treffen mit Belgiens Außenministerin Sophie Wilmès geplant. Ursprünglich war auch ein Besuch in Luxemburg vorgesehen.

17:37 Uhr

Taxifahrer fährt eigene Kundin tot

Tragischer Unfall im sauerländischen Meschede: Ein Taxifahrer hat dort seine Kundin überfahren. Die 76-Jährige war mit dem Taxi gefahren, hatte bezahlt und war ausgestiegen. Als sie hinten um das Taxi herumging, stürzte sie. Der Taxifahrer bekam das nicht mit, fuhr los und überrollte die Seniorin. Sie starb wenig später im Krankenhaus.

16:58 Uhr

Trump: Rede vor Kapitol-Sturm war "absolut angemessen"

US-Präsident Donald Trump hat seine Rede vor der Erstürmung des Kapitols durch seine Anhänger als "absolut angemessen" verteidigt. In seinen ersten öffentlichen Äußerungen seit Tagen warnte Trump zugleich, das ihm drohende Amtsenthebungsverfahren verursache "riesige Wut". Das von den Demokraten vorangetriebene Impeachment sei "absolut lächerlich" und eine "Hexenjagd".

16:43 Uhr

Französische Schule schließt wegen Morddrohungen

Rund 1000 Schüler im französischen Riom bleiben seit zwei Tagen zu Hause. Und das nicht wegen Corona.

Das Gymnasium im Zentrum Frankreichs ist wegen Morddrohungen gegen Lehrkräfte geschlossen. Zwischenzeitlich befanden sich drei 15-Jährige in Polizeigewahrsam, teilte der zuständige Staatsanwalt von Clermont-Ferrand mit. Einen terroristischen Hintergrund der Drohungen an der Schule in Riom gibt es ihm zufolge auf den ersten Blick nicht. Vielmehr stecke der Wunsch dahinter, Angst zu machen und den Schulbetrieb zu stören.

15:54 Uhr

Trump-Großspender und Kasino-Mogul: Sheldon Adelson gestorben

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Spendete in großem Stil an US-Präsident Trump: Sheldon Adelson

(Foto: picture alliance/dpa/EPA)

Der US-Multimilliardär Sheldon Adelson ist im Alter von 87 Jahren gestorben. Der Kasino-Mogul und schwerreiche Parteispender erlag laut seiner Frau Komplikationen einer langwierigen Krankheit. Einem Statement seines Unternehmens Las Vegas Sands nach litt Adelson schon länger an einer Form von Lymphdrüsenkrebs (Non-Hodgkin-Lymphom).

  • Adelson prägte die US-Glückspielbranche über Jahrzehnte mit dem Kasinokonzern Sands und machte sich einen Namen als wichtiger Geldgeber der republikanischen Partei, der auch in großem Stil an US-Präsident Donald Trump spendete.
  • Adelson galt auch als enger Freund von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu.
  • "Forbes" schätzte Adelsons Vermögen zuletzt auf rund 35 Milliarden Dollar.
15:24 Uhr

Mann von eigenem Auto überfahren

In Schwerte bei Dortmund ist ein Mann von seinem eigenen Auto überrollt worden. Der 50-Jährige wurde dabei schwer verletzt.

Der Wagen war nicht gesichert und setzte sich plötzlich in Bewegung. Der Mann versuchte noch, das wegrollende Auto zu stoppen, fiel dabei und geriet unter den Wagen. Anschließend rollte das Fahrzeug weiter bergab, krachte gegen ein geparktes Auto und schob dieses in eine Garage. Ein Rettungswagen brachte den 50-Jährigen in eine Klinik.

15:00 Uhr

Lkw-Fahrer mit 2,1 Promille rammt sechs Autos

Ein betrunkener Lastwagenfahrer hat in Dresden mehrere Wagen gerammt und hohen Sachschaden verursacht.

  • Der 42-Jährige wollte auf dem Gelände eines Autohauses mit seinem Fahrzeug wenden. Dabei beschädigte er sechs Autos verschiedener Marken und verursachte einen Schaden von über 40.000 Euro.
  • Bei der Unfallaufnahme stellten Polizisten fest, dass der Fahrer offensichtlich unter Alkoholeinfluss stand. Ein Test vor Ort ergab einen Wert von rund 2,1 Promille.
  • Gegen den Mann wird nun wegen Gefährdung des Straßenverkehrs ermittelt.
14:28 Uhr

Schichtwechsel

Johanna Ohlau verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend. Ich übernehme den "Tag" und versorge Sie bis zum späten Abend mit Nachrichten aus aller Welt. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen entspannten Nachmittag.

14:24 Uhr

Youtuber Fynn Kliemann kauft das "nachweislich kleinste Haus Deutschlands"

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(Foto: picture alliance/dpa)

Der Youtuber Fynn Kliemann liebt es, an Sachen herumzuschrauben und die lustigsten Dinge zu bauen. Jetzt hat einer der bekanntesten Heimwerker Deutschlands ein neues Projekt: Kliemann ist neuer Besitzer eines Mini-Hauses in Bremens historischer Altstadt. Er habe dort das "nachweislich kleinste Haus Deutschlands" gekauft, verkündete er in seiner Story auf Instagram. "Das ist richtig geil", freute sich der 32-Jährige. "Das sind 7 Quadratmeter und 4 Quadratmeter Wohnfläche - das wird richtiges Ingenieurstum, da überhaupt ein Bett reinzubringen." Kliemann hat mit dem Mini-Haus offenbar Großes vor: Er sucht für die Umgestaltung einige Handwerkerinnen und Handwerker - und sogar einen Bauleiter.

Das Haus im historischen Bremer "Schnoor-Viertel" war Ende 2020 über das Maklerunternehmen Kensington für einen Preis von 77.777 Euro angeboten worden. "Mit so viel Aufmerksamkeit hätten wir aber nie gerechnet", sagte Immobilienmakler Tobias Lachmann. Das Angebot habe sich sogar bis in die USA und nach China rumgesprochen. Insgesamt meldeten sich rund 150 Interessenten.

13:50 Uhr

"Stalin-Döner" in Moskau muss nach Protesten schließen

Witze über und Vergleiche mit Diktatoren wie Adolf Hitler sind eine hochsensible Angelegenheit und gehen meistens mächtig schief. So auch im Fall eines Imbiss-Lokals in Moskau: Der Betreiber hielt es für eine gute Marketing-Idee, seinen Laden nach dem Sowjetdiktator Josef Stalin zu benennen. Der Diktator wird für den Tod von Millionen von Menschen verantwortlich gemacht. So ließ der Sturm der Entrüstung in Russland über den "Stalin Döner" nicht lange auf sich warten: Nur einen Tag nach der Eröffnung muss das Lokal direkt wieder schließen. Der Radiosender Business FM berichtete unter Berufung auf den jungen Imbiss-Besitzer, dass die Polizei eingeschritten sei und verlangt habe, den Namen und die Porträts Stalins zu entfernen. Demnach musste der Imbiss auch schließen, weil ihm das Personal aus Angst vor Drohungen weggelaufen sei. Die Dienstkleidung - grüne Geheimdienstuniformen, wie die Zeitung "Kommersant" berichtet - haben sie vor ihrer Flucht sicherlich ausgezogen.

Die Menschenrechtsorganisation Memorial verurteilte die Marketing-Idee als "völlig daneben". Solche Initiativen müssten verboten werden. Der russische Staat habe es bislang versäumt, sich von den Verbrechen unter Stalin abzugrenzen, hieß es in einer Mitteilung.

13:26 Uhr

Ben & Jerry's macht jetzt auch Eis für Hunde

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Ob und wann es das Hundeeis auch in Deutschland geben wird, ist noch unklar. (Themenbild)

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Eiscremehersteller Ben & Jerry's hat eine ganz neue Zielgruppe für sich entdeckt: Der Konzern steigt in die Tierfutterherstellung ein - mit Speiseeis für Hunde. Der Eisproduzent bietet für Zweibeiner die verschiedensten Sorten an. Für Vierbeiner bleibt das Angebot jedoch mit zwei Sorten vorerst überschaubar. Kleiner Funfact: Theoretisch wären "Pontch's Mix" und "Rosie's Batch" auch für Menschen genießbar. Die "Doggie Desserts" sind allerdings wie das reguläre Eis des Konzerns kein Schnäppchen: Für den 120 Milliliter "großen" Einzelbecher werden knapp drei Euro fällig - da sind andere Leckerlis für Ihren Vierbeiner sicherlich günstiger zu bekommen.

12:32 Uhr

Erstmals meistert Soldatin Prüfung für Elite-Einheit der Bundeswehr

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Die Bundeswehr steht seit 20 Jahren auch Frauen offen. In die Eliteeinheit KSK hat es bislang allerdings noch keine Soldatin geschafft - die Anforderungen sind an Männer und Frauen gleich.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Eliteeinheit der Bundeswehr könnte bald die erste Frau in ihre Reihen aufnehmen: Erstmals in der Geschichte des Kommandos Spezialkräfte (KSK) hat eine Frau die erste Runde umfangreicher Prüfungen bestanden. Eine Soldatin habe erfolgreich teilgenommen und sich somit für den zweiten Teil qualifiziert, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums auf Anfrage. Das sogenannte Potenzialfeststellungsverfahren für den Dienst in der Eliteeinheit dauert zwölf Wochen und soll einen "tieferen und breiteren Erkenntnisgewinn hinsichtlich der Eignung der Bewerberinnen und Bewerber erzielen". Die Anforderungen an Männer und Frauen sind dabei grundsätzlich gleich. Das KSK ist im baden-württembergischen Calw stationiert.

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12:02 Uhr

Schlagzeilen am Mittag

11:47 Uhr

Vorwurf illegaler "Pushbacks": EU-Behörde OLAF ermittelt gegen Frontex

Die EU-Betrugsbekämpfungsbehörde OLAF ermittelt gegen die EU-Grenzschutzagentur Frontex. "OLAF kann bestätigen, dass es eine Ermittlung in Bezug auf Frontex eingeleitet hat", hieß es auf Anfrage. Ein Frontex-Sprecher bestätigte die Ermittlungen zwar nicht ausdrücklich, betonte jedoch, man kooperiere vollständig mit OLAF. Zu den Hintergründen der Ermittlungen äußerten sich beide Seiten nicht. Das Magazin "Politico" schrieb unter Berufung auf mehrere EU-Beamte von "Vorwürfen von Belästigung, Fehlverhalten und Migranten-Pushbacks". Auch der "Spiegel" hatte berichtet.

  • Die Grenzbeamten, darunter auch deutsche Bundespolizisten, sollen demnach Boote mit Geflüchteten gestoppt haben, bevor sie die griechischen Inseln erreichen konnten, und sie an die griechische Küstenwache übergeben haben. Die griechischen Grenzschützer setzen die Menschen anschließend regelmäßig auf dem Meer aus.
  • Medienberichten zufolge wurden Anfang Dezember die Büros von Frontex-Chef Fabrice Leggeri und seinem Kabinettschef durchsucht.
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11:22 Uhr

Ermittler heben riesigen illegalen Marktplatz im Darknet aus

Ermittler aus Koblenz und Oldenburg haben den "vermutlich größten illegalen Marktplatz im Darknet" namens Darkmarket geschlossen und die Server abgeschaltet. Der mutmaßliche Betreiber wurde festgenommen, wie die Generalstaatsanwaltschaft Koblenz mitteilte. Zudem seien mehr als 20 Server in Moldau und der Ukraine beschlagnahmt worden. Ein 34 Jahre alter Australier wird verdächtigt, der Betreiber von Darkmarket gewesen zu sein. Er wurde am Wochenende an der deutsch-dänischen Grenze festgenommen und sitzt in Untersuchungshaft.

  • Auf dem Darkmarket wurde demnach vor allem mit Drogen gehandelt, aber auch mit Falschgeld, gestohlenen Kreditkartendaten, anonymen SIM-Karten und Schadsoftware. Er habe eine halbe Million Nutzer gehabt und Geschäfte in Kryptowährungen abgewickelt, die einem Wert von 140 Millionen Euro entsprochen hätten.
  • Die Zentrale Kriminalinspektion Oldenburg habe unter Leitung der Landeszentralstelle Cybercrime in Koblenz monatelang intensiv ermittelt, teilte die Staatsanwaltschaft weiter mit.
  • Kooperiert habe sie mit Behörden in den USA, Australien, Großbritannien, Dänemark, der Schweiz, der Ukraine und Moldau. Europol habe die Koordination übernommen.
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10:51 Uhr

Greta Thunberg: Nur "Bla bla" beim Klimagipfel "One Planet" in Paris

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Die 18-jährige schwedische Klimaschutzaktivistin Greta Thunberg.

(Foto: picture alliance/dpa)

Staats- und Regierungschefs aus der ganzen Welt an einen Tisch bringen, um Investitionen in den Klimaschutz zu beschließen und sich für den Erhalt von Natur und Tieren stark zu machen - nicht weniger hohe Ziele hat sich Frankreichs Präsident Emmanuel Macron für den Klimagipfel "One Planet Summit" in Paris gesteckt. Seine Gästeliste kann sich mit Kanzlerin Angela Merkel, dem britischen Premier Boris Johnson, EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, UN-Generalsekretär Antonio Guterres, Vertretern internationaler Organisationen und Prinz Charles auch sehen lassen. Trotzdem sei das Treffen im Namen des Klimaschutzes nicht mehr als "Bla bla". Zu diesem vernichtenden Urteil kommt die führende Klimaschutzaktivistin Greta Thunberg. "Blabla Natur, Blabla wichtig, Blabla ehrgeizig, Blabla grüne Investitionen, Blabla grüne Möglichkeiten, Blabla grünes Wachstum", fasst die junge Schwedin ihre Meinung über das Treffen auf Twitter zusammen.

Ein bisschen mehr als "Bla bla" ist allerdings schon passiert: Mit fast zwölf Milliarden Euro will die internationale Gemeinschaft das ins Stocken geratene Umweltprojekt "Grüne Mauer" in Afrika wieder voranbringen. Ein grünes Band aus Bäumen soll die Ausbreitung der Sahara und somit der Wüstenbildung stoppen. Zudem verpflichtet sich Deutschland gemeinsam mit anderen Staaten, bis 2030 jeweils 30 Prozent der Land- und Meeresflächen unter Schutz zu stellen. Die High Ambition Coalition for Nature and People (HAC) ist eine Staatenallianz von mehr als 50 Regierungen, die sich dem 30-Prozent-Ziel verschrieben haben. Die Umweltorganisation Greenpeace lobte den Zusammenschluss zum Schutz der Lebensräume von Mensch und Tier.

10:13 Uhr

Ausgangssperre mit "Hund" umgehen - Kanadierin führt Mann an der Leine aus

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(Foto: imago/Frank Sorge)

Eine Kanadierin hat sich etwas sehr Unkonventionelles einfallen lassen, um die Ausgangssperre am Abend zu umgehen - und ist kläglich damit gescheitert: In der Provinz Québec ging die Frau mit einem Mann an einer Leine spazieren. Auf ihren Verstoß gegen die Ausgangssperre angesprochen, habe die Frau mit ernster Miene erwidert, sie gehe Gassi "mit ihrem Hund", wie die Polizei mitteilt.

Der Fall ereignete sich den Angaben zufolge in der 150 Kilometer östlich von Montréal gelegenen Stadt Sherbrooke. Die Beamten hätten den Eindruck gehabt, dass die Frau sie "auf die Probe stellen" wolle, sagte Polizeisprecherin Isabelle Gendron. Die Spaziergängerin müsse nun ein Bußgeld in Höhe von 1500 kanadischen Dollar (967 Euro) zahlen. Die Einschränkung ihrer Bewegungsfreiheit aus Infektionsschutzgründen akzeptieren wollte die Frau jedoch nicht, wie Gendron sagte: Den Polizisten habe sie gesagt, dass sie vorhabe, während des Lockdowns jeden Abend auf die Straße zu gehen.

10:09 Uhr
Breaking News

"Corona-Diktatur" und "Rückführungspatenschaften" Unwörter des Jahres

Eine Jury aus Darmstädter Sprachwissenschaftlern hat "Corona-Diktatur" und "Rückführungspatenschaften" als Unwörter des Jahres 2020 gekürt. Seit drei Jahrzehnten macht sie so auf unmenschliche und unangemessene Begriffe in unserem Sprachgebrauch aufmerksam.

Mehr dazu lesen Sie hier.
09:47 Uhr

Mann bei Baumhaus-Brand im Hambacher Forst schwer verletzt

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(Foto: dpa)

In einem Baumhaus von Klimaschutzaktivisten im Hambacher Forst im rheinischen Braunkohlerevier ist gestern Abend ein Feuer ausgebrochen. Ein Mann wurde dabei schwer verletzt. Wie die Polizei in Aachen mitteilte, wurden die Rettungskräfte gestern Abend alarmiert. Das Baumhaus brannte demnach in vier Metern Höhe. Vor Ort fanden die Rettungskräfte den schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzten Mann. Er hatte sich Brandverletzungen zugezogen und wurde per Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. Die Löscharbeiten dauerten mehrere Stunden. Das Baumhaus wurde vom Feuer zerstört. Die Brandursache war zunächst unklar. Der Hambacher Forst gilt als Brennpunkt und Symbol des Protests von Klimaschutzaktivisten gegen die Kohlewirtschaft. Das Waldgebiet soll inzwischen nicht mehr gerodet, sondern erhalten werden.

09:18 Uhr
Breaking News

Astrazeneca beantragt Zulassung von Impfstoff in der EU

Der Pharmakonzern Astrazeneca beantragt die Zulassung seines Covid-19-Impfstoffs in der EU. Die zuständige Behörde EMA teilte mit, bis Ende Januar darüber entscheiden zu wollen.

*Datenschutz

 

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09:10 Uhr

Fehlverhalten bei Sturm auf US-Kapitol: Mehrere Polizeibeamte suspendiert

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(Foto: picture alliance/dpa/AP)

Selfies mit Randalierern, unangebrachtes Verhalten im Dienst oder in den sozialen Netzwerken - nach dem Sturm auf das US-Kapitol in Washington mit fünf Toten hat die Polizei mehrere Polizeibeamte suspendiert. Gegen mehr als ein Dutzend wurden Untersuchungen eingeleitet. Das berichtet die US-Zeitung "Washington Post" und bezieht sich auf Aussagen von Kongressmitgliedern, Polizeibeamten und Kapitol-Mitarbeitern.

Bislang soll es acht Untersuchungsverfahren gegen Kapitol-Polizisten geben. In einem der Fälle sollen Polizisten in sozialen Netzwerken Nachrichten veröffentlicht haben, die die Ermittler als Unterstützung für die Trump-Anhänger und den Sturm auf das Kapitol werten. Das schreibt die Zeitung unter Berufung auf Aussagen einer Kongressmitarbeiterin, die anonym bleiben will. Zudem hätten demnach auch Polizisten die haltlosen Behauptungen des Noch-Präsidenten Donald Trump verbreitet, dass es sich um Wahlbetrug handeln würde.

09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:20 Uhr

Nach Boeing-Absturz: Einsatzkräfte suchen nach Hinweisen zur Unglücksursache

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Wieso ist das Flugzeug abgestürzt? Die Einsatzkräfte erhoffen sich Antworten zur Unglücksursache aus der Blackbox.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

Vor drei Tagen verschwand ein Flugzeug der indonesischen Billigairline Sriwijaya Air vom Radar. Die Boeing 737-500 war mit 62 Menschen an Bord vor Java ins Meer gestürzt. Die indonesischen Einsatzkräfte suchen an der Absturzstelle nach menschlichen Überresten, Trümmern und Hinweisen auf die Unglücksursache. Mehr als 3600 Menschen sind im Absturzgebiet im Einsatz. Neben Dutzenden Schiffen, Booten und Hubschraubern sei auch ein Schiff mit Sonartechnik zur Unterwasserortung entsandt worden, sagte der Einsatzleiter der Nationalen Such- und Rettungsagentur.

  • Nach Angaben des Leiters des Nationalen Komitees für Verkehrssicherheit, Soerijanto Tjahjono, war die Maschine beim Aufprall auf das Meer zerschellt. Es gebe keine Anzeichen dafür, dass sie in der Luft explodiert sei. Fundstücke deuteten darauf hin, dass die Triebwerke zum Zeitpunkt des Aufpralls mit hoher Leistung gearbeitet hätten.
  • Taucher versuchen derweil weiter, den Flugschreiber aus der Javasee zu bergen. Ferngesteuerte Unterwasserfahrzeuge sollen bei der Suche helfen. Die Black Box war bereits am Sonntag geortet worden, liegt aber offenbar unter Trümmern begraben.
07:48 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

sagt Ihnen der Ausdruck "Klimahysterie" etwas? Wenn es nach Darmstädter Sprachwissenschaftlern geht, sollten Sie diesen Begriff möglichst aus Ihrem Wortschatz streichen. Er wurde vor einem Jahr zum Unwort des Jahres gekürt. Heute Vormittag verkündet die Jury das Unwort des Jahres 2020. Seit drei Jahrzehnten macht sie so auf unmenschliche und unangemessene Begriffe in unserem Sprachgebrauch aufmerksam. Das Ergebnis erfahren Sie hier in "Der Tag". Was sonst noch heute wichtig wird:

  • Mit Spannung wird die Aussage von Rupert Stadler vor dem Landgericht München erwartet: Rund drei Monate nach Beginn des Betrugsprozesses gegen den früheren Audi-Chef und drei Ingenieure will sich der prominenteste Angeklagte erstmals selbst äußern. Die drei Motorentwickler sollen mehr als 400.000 Dieselmotoren ab 2008 so manipuliert haben, dass sie zwar Abgastests bestehen, auf der Straße aber mehr Stickoxide ausstoßen.
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    Der frühere Audi-Chef Rupert Stadler steht vor Gericht.

    (Foto: dpa)

  • In München beginnt heute zudem ein Prozess um einen aufsehenerregenden Raserunfall: Vor etwa einem Jahr floh ein Autofahrer vor der Polizei und rast in eine Gruppe Jugendlicher, ein 14-Jähriger stirbt. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann Mord vor.
  • Der neue Industriepräsident Siegfried Russwurm will heute Vormittag darlegen, welche Schwerpunkte er in den kommenden Monaten und Jahren setzen will. Der frühere Siemens-Manager ist seit Jahresbeginn Nachfolger von Dieter Kempf als Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI).
  • Gibt es einen "Corona-Effekt", wie gestiegene Geburtenzahlen oder Eheschließungen? Darauf gibt das Statistische Bundesamt mit seiner Bevölkerungsschätzung für 2020 eine Antwort.
  • Im DFB-Pokal wird am Abend die Partie zwischen Bayer Leverkusen und Eintracht Frankfurt nachgeholt, um den Achtelfinalisten zu ermitteln (20.45 Uhr/Sky).
  • Die deutschen Handballer steigen heute in den Flieger nach Ägypten zur WM. Morgen beginnt dann das Turnier, aber das deutsche Team trifft erst am Freitag auf WM-Neuling Uruguay. Mehr aus der Sport-Welt gibt es wie immer in unserem Sport-Tag.

Seit etwa zwei Wochen wird mit dem Impfstoff von Biontech und Pfizer geimpft. Heute beginnt die Auslieferung des Moderna-Impfstoffs an die Bundesländer und deren Impfzentren. Mehr zur Pandemie-Lage erfahren Sie wie immer bei uns im Corona-Ticker.

Mein Name ist Johanna Ohlau und ich begleite Sie bis zum Nachmittag mit Infos und Wissenswertem aus Deutschland und der Welt. Wie immer freuen ich und das Team uns über Anregungen, Hinweise, Lob und Kritik. Sie erreichen mich per E-Mail: johanna.ohlau[at]nachrichtenmanufaktur.de.

07:16 Uhr

Experten küren Emirates erneut zur sichersten Fluglinie der Welt

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Hat die Nase knapp vorn: Die Fluggesellschaft Emirates liegt beim Ranking mit nur 0,02 Prozentpunkten vor Konkurrent Etihad Airways.

(Foto: dpa)

Wenn wir mal wieder fliegen können, dann soll laut Experten die Golf-Airline Emirates die sicherste Fluggesellschaft der Welt sein. Die Airline hat auch im Ausnahmejahr 2020 ihren Titel verteidigt. Mit einem Risiko-Index von 94,75 Prozent liegt sie erneut nur knapp vor einer weiteren Golf-Airline, der Etihad Airways (94,73 Prozent). Das ergab das jährliche Sicherheitsranking des Hamburger Flugsicherheitsbüros JACDEC in Zusammenarbeit mit dem Luftfahrtmagazin "Aero International". Falls Sie sich jetzt fragen sollten, warum die Airlines nicht 100 oder nahezu 100 Prozent erreicht haben: Das ist nur ein theoretisch erreichbarer Bestwert. Die beiden Golf-Airlines sind natürlich nicht die einzigen sicheren Fluggesellschaften, die Luft zwischen den einzelnen Plätzen ist sehr dünn:

  • Auf Platz 3 mit 94,52 Prozent landet überraschend mit Scoot Tigerair aus Singapur eine Billig-Airline. Deren Muttergesellschaft Singapore Airlines belegt im Ranking nur Platz 21. Auf Platz 4 und 5 liegen erneut die spanische Air Europa sowie Finnair, gefolgt von den beiden niederländischen Gesellschaften KLM (6) und Transavia (7). Bei den Fluglinien aus dem deutschsprachigen Raum reichte es erneut nur für einen Platz im Mittelfeld.
  • Als sicherste deutsche Airline liegt Eurowings mit einem Risiko-Index von 90,10 Prozent auf Rang 28. Die Lufthansa, die nach einem Unfall am Boden mit Totalschaden 2019 von Platz 21 auf Rang 56 rutschte, liegt nun auf Platz 57.
  • Angesichts der stark reduzierten Flugaktivitäten hat die Tabelle diesmal jedoch nur eine begrenzte Aussagekraft, da die von den Airlines geflogenen Passagierkilometer eine wichtige Größe bei der Bewertung sind. Je mehr eine Fluggesellschaft davon unfallfrei zurücklegt, umso sicherer gilt sie in diesem Ranking. Da es 2020 aber coronabedingt zu massiven Einbrüchen bei den Flugaktivitäten kam, fielen alte Unfälle der Airlines diesmal stärker ins Gewicht.
  • Die JACDEC-Bewertung umfasst die 100 Fluglinien mit der weltweit größten Verkehrsleistung. Die Ergebnisse werden als Prozentzahl dargestellt, wobei sich die Werte von dem Maximalwert von 100 Prozent abwärts orientieren. Die Bewertung beruht auf der Unfallhistorie der Fluglinie in den vergangenen 30 Jahren, der länderspezifischen Umgebung, in der sie operiert, sowie auf spezifischen Risiko-Faktoren der Fluglinien.
Mehr dazu lesen Sie hier.
06:50 Uhr

Mildere Luft beschert uns Regen und Wind

Heute wird es zwischenzeitlich etwas angenehmer, denn vorübergehend kommt mildere Luft zu uns. Das hat allerdings auch eine unschöne Begleiterscheinung: Regen. Heute ziehen teils kräftige Niederschläge über die Mitte hinweg in den Süden und zudem ist es windig. Die Schneefallgrenze liegt dabei meist zwischen 500 und 800 Metern, nach Südosten hin fällt zunächst aber Schnee bis in tiefe Lagen. Von der Mitte bis zur Donau ist anfangs auch Glatteisregen möglich. Im Norden heitert es hinter dem Regen vorübergehend auf, bevor sich einzelne Regen-, Schnee- oder Graupelschauer bilden. Dazu weht mäßiger bis frischer Wind aus West bis Nordwest. An der See, im Bergland und zum Abend hin im Alpenvorland lebt er zeitweise stark auf und dort sind auch Sturmböen möglich. Die Temperaturen steigen auf 1 Grad in Hof, 4 Grad in Magdeburg und Worms und bis 8 Grad am Niederrhein an.

Das Skandinavientief Dimitrios lenkt allerdings schnell wieder kalte Polarluft zu uns: Morgen zieht sie über die Ostsee ins Baltikum und dann weiter nach Osteuropa. Dabei wird zeitweise eisige Festlandsluft aus Sibirien zu uns geführt.

06:33 Uhr

Hobbyläufer malt Tierfiguren mit Tracking-App in Stadtplan

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Norbert Asprion hat schon 36 weitere Tierfiguren in Planung.

(Foto: dpa)

Sie suchen noch nach etwas Motivation zum Joggen? Wie wäre es, wenn Sie Sport mit Kunst verbinden wie der rheinland-pfälzische Chemie-Ingenieur Norbert Asprion: Der 54-Jährige zeichnet beim Joggen mit seinem Smartphone Tierfiguren in den Stadtplan von Ludwigshafen am Rhein. Dazu nutzt der Hobbysportler eine Tracking-App: Die Software dokumentiert die Strecke wie mit einem digitalen Pinsel auf dem Handy und malt so kleine Kunstwerke wie einen Flamingo, Delfin oder ein Schwein. Derzeit versuche er, so viele Tierfiguren wie möglich in seinem Stadtteil Friesenheim zu laufen, sagte Asprion. "36 sind zur Zeit geplant. 28 habe ich schon."

Weltweit machen sich Menschen den Spaß, Bilder mit der App in Karten zu pinseln. Eine der wohl bekanntesten Grafiken dürfte das Porträt der Malerin Frida Kahlo sein, das ein US-Hobbyläufer in den Stadtplan von San Francisco zeichnete. Begonnen habe er im November 2020, sagte Asprion. "Auf der Suche nach neuen Strecken kam ich auf eine Schnecke und habe geschaut, welche Tiere ich noch so im Stadtplan finde." Und weil es so schön ist, gibt es gleich zwei Aufnahmen der "Tracking-App-Tierfiguren":

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Kunst, die fit macht: Vom Flamingo über ein Nilpferd bis zum Walross "zeichnet" der Hobbyläufer Norbert Asprion mithilfe seiner Tracking-App.

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06:08 Uhr

Reaktion auf Sturm des US-Kapitols: Twitter löscht 70.000 Konten

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(Foto: AP)

Twitter hat mehr als 70.000 Konten der auf Verschwörungstheorien spezialisierten QAnon-Bewegung gelöscht, die den scheidenden US-Präsidenten Donald Trump unterstützt. Als Konsequenz aus den Ausschreitungen in Washington durch Trump-Anhänger seien diese Konten dauerhaft entfernt worden, teilte der Onlinedienst mit. In vielen Fällen seien mehrere der Konten mit QAnon-Inhalten auf einen einzigen Urheber zurückzuführen gewesen.

  • Das persönliche Konto Trumps hatte Twitter bereits am Wochenende dauerhaft gesperrt. Anhänger des abgewählten Präsidenten hatten am vergangenen Mittwoch den Sitz des US-Kongresses gestürmt und dort stundenlang für Gewalt und Chaos gesorgt.
  • Die Anhänger der QAnon-Bewegung behaupten, dass sich Trump in einem geheimen Krieg gegen einen globalen linksliberalen Kult pädophiler Satanisten befinde. Twitter hatte bereits vor der US-Präsidentenwahl am 3. November, die Trump dann gegen Joe Biden verlor, Zehntausende QAnon-Konten gelöscht.

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06:01 Uhr

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