Mittwoch, 23. Dezember 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:26 Uhr

Das war Mittwoch, der 23. Dezember 2020

Liebe Leserinnen und Leser,

ich wünsche Ihnen schöne Weihnachten und erholsame Feiertage. "Der Tag" verabschiedet sich in einen Mini-Urlaub, auf ntv.de finden Sie aber weiterhin nicht nur Nachrichten aus aller Welt, sondern auch viele Videos, Bilderserien, Grafiken, Interviews und Tipps (zum Beispiel zum Thema Weihnachtsbaum). Und unser Corona-Liveticker läuft natürlich weiter.

Hier noch ganz kurz die wichtigsten Artikel des Tages:

Bis nächste Woche! Und bitte bleiben Sie gesund!

22:01 Uhr

Massaker in Äthiopien: Mehr als 100 Tote, Dutzende Verletzte

Bei einem Massaker im Westen Äthiopiens sind mehr als 100 Menschen getötet worden.

Nach Angaben der nationalen Menschenrechtskommission (EHRC) hat sich der Angriff mit Schusswaffen in der Region Benishangul-Gumuz ereignet. 36 Menschen seien mit Schuss- und Pfeilwunden in ein Krankenhaus gebracht worden.

Der Angriff habe noch vor Morgengrauen begonnen, während die Bewohner des Gebiets Metekel noch geschlafen hätten, hieß es in der Mitteilung. Der Angriff dauerte demnach bis zum Nachmittag an. Zum Zeitpunkt des Angriffs seien "keine Polizisten oder Sicherheitskräfte" in der Nähe des Tatorts gewesen. Einige Überlebende hätten angegeben, die Täter gekannt zu haben.

21:27 Uhr

Kuriose Lottozahlen können 19 Millionen Euro bringen

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(Foto: picture alliance/dpa)

Spätestens als die dritte Zahl gezogen wurde, dürfen sich manche Lottospieler gefragt haben, ob die Ziehmaschine nicht defekt sei. Denn drei aufeinanderfolgende Zahlen kommen bei 6 aus 49 schon ziemlich selten vor.

Heute waren es 11 - 12 - 13.

Doch dann ging die Ziehung mit der weit davon entfernten Zahl 37 weiter. Umso größer war das Erstaunen, als danach die 38 und die 39 gezogen wurden.

Wer also auf 11 – 12 – 13 – 37 – 38 – 39 in Kombination mit der Superzahl 7 getippt hat, gewinnt 19 Millionen Euro. Sind Sie das? Dann herzlichen Glückwunsch!

20:48 Uhr

Chrissy Teigen nach Totgeburt: Werde "nie wieder schwanger"

Model Chrissy Teigen und Musiker John Legend sind Eltern zweier Kinder. Ein drittes wird es nach der Stillgeburt im Herbst dieses Jahres wohl nicht mehr geben, wie die 35-Jährige jetzt bei Instagram öffentlich machte. Teigen postete ein Foto von sich vor dem Spiegel, ihre Botschaft: "Das sind mein Körper und ich." Noch immer zeichnet sich unter dem enganliegenden Kleid ein scheinbarer Babybauch ab.

  • Teigen schrieb dazu: "Auch wenn ich nicht mehr schwanger bin, erinnert mich jeder Blick in den Spiegel daran, was hätte sein können." Warum sie "diese Beule" noch immer habe, wisse sie nicht. "Es ist frustrierend."
  • So sehr die 35-Jährige das Gefühl liebe, schwanger zu sein, so sehr stimme es sie traurig, "dass ich es nie wieder sein werde".
  • Das Model und der Musiker sind seit 2013 verheiratet. Tochter Luna ist vier, Sohn Miles zwei Jahre alt. Am 1. Oktober 2020 machte das Paar via Instagram öffentlich, seinen ungeborenen Sohn Jack verloren zu haben.

20:05 Uhr

Hand nicht sichtbar: US-Polizist erschießt Afroamerikaner

Im US-Bundesstaat Ohio ist erneut ein Afroamerikaner bei einem umstrittenen Polizeieinsatz getötet worden. Das teilte der Bürgermeister der Stadt Columbus, Andrew Ginther, auf Twitter mit. Der beteiligte Polizist habe seine Körperkamera nicht angeschaltet, was inakzeptabel sei. Der Beamte sei vom Dienst suspendiert worden. Eine Untersuchung des Falles sei eingeleitet.

Die Polizei teilte mit, Beamte seien von einem Anwohner herbeigerufen worden, der beobachtet habe, wie ein Mann über längere Zeit in einem Auto gesessen und dieses an- und ausgeschaltet habe. Bei ihrer Ankunft hätten die Polizisten eine offene Garage vorgefunden, aus der ein Mann herausgekommen sei. Er habe ein Handy in seiner linken Hand getragen, seine rechte Hand sei nicht sichtbar gewesen. Einer der Polizisten habe daraufhin auf den Mann geschossen. Der 47-Jährige sei später im Krankenhaus an seinen Verletzungen gestorben.

Erst Anfang Dezember war in Columbus ein Afroamerikaner bei einem Polizeieinsatz getötet worden. Laut Polizei hatte ein Beamter den 23-Jährigen namens Casey Goodson bei der Fahndung nach Verdächtigen erschossen. Goodson sei aber nicht die gesuchte Person gewesen.

19:30 Uhr

Machen Sie mit beim "großen Weihnachtssingen"

Gemeinsam singen macht Freude und deshalb lädt RTL heute Abend ganz Deutschland dazu ein, sich um 20.15 Uhr vor dem Fernseher oder Radio zu versammeln und eine Viertelstunde zusammen Weihnachtslieder zu singen. Moderiert wird "Das große Weihnachtssingen" von Peter Kloeppel. Auf der Bühne steht ein großer Chor aus zahlreichen Prominenten: Mit dabei sind unter anderem Joey Kelly und Tochter Lily, Patricia Kelly, Laura Wontorra, Katja Burkard, Nazan Eckes, Christian Häckl, Joachim Llambi, Angela Finger-Erben, Pietro und Sarah Lombardi, Ilka Bessin, Mirja Boes und noch viele mehr.

Die Corona-Regeln werden selbstverständlich eingehalten und alle Beteiligten auf das Virus getestet. Gesungen werden drei der beliebtesten deutschen Weihnachtslieder: "Oh du fröhliche", "Fröhliche Weihnacht überall" und "Stille Nacht". Wer mag, kann sich die Liedtexte hier als PDF herunterladen und schon etwas üben. "Das große Weihnachtssingen" wird am Abend um 20.15 Uhr auf allen Radio- und Fernsehsendern der Mediengruppe zeitgleich übertragen.

Mehr dazu lesen Sie hier.
19:23 Uhr

USA verhängen neue Sanktionen gegen Belarus

Die US-Regierung hat gegen den Apparat von Machthaber Alexander Lukaschenko in Belarus neue Sanktionen verhängt.

  • Ziel der Strafmaßnahmen sind unter anderem die Wahlkommission, Polizeistellen in der Hauptstadt Minsk und eine Spezialeinheit des Geheimdienstes KGB, wie das US-Finanzministerium erklärte. Zudem werde auch der stellvertretende Innenminister Gennadi Kasakewitsch mit Sanktionen belegt, hieß es. Das US-Außenministerium bestrafte zudem weitere 39 Personen mit einer Einreisesperre.
  • Die Sanktionen ergingen demnach wegen Unterdrückung der Demokratiebewegung und wegen Betrugs bei der Präsidentenwahl am 9. August.
  • Infolge der Sanktionen des Finanzministeriums wird jeglicher Besitz der betroffenen Institutionen und Personen in den USA eingefroren. Zudem dürfen US-Bürger und Unternehmen keine Geschäfte mehr mit ihnen machen.
19:00 Uhr

Tesla darf in Grünheide weiter bauen

Tesla-Baustelle in Grünheide bei Berlin.

Tesla will das Werk in Grünheide im Sommer 2021 in Betrieb nehmen.

(Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild)

Der US-Elektroautobauer Tesla kann auf der Baustelle seiner geplanten Fabrik in Grünheide bei Berlin weiterbauen. Brandenburg habe sich mit Tesla auf eine längere Frist bis 15. Januar zur Zahlung einer Sicherheitsleistung in Höhe von 100 Millionen Euro für mögliche Rückbaukosten geeinigt, teilte das Umweltministerium mit. Das Unternehmen habe zudem in einer Patronatsklausel Sicherungen für sämtliche vorzeitigen Genehmigungen von Baumaßnahmen zugesichert.

Tesla hatte die Sicherheitsleistung nach einer vorzeitigen Zulassung für Waldrodung und den Einbau von Maschinen nicht fristgerecht bis 17. Dezember erbracht. Daraufhin ruhten die Arbeiten, das Land verlängerte die Frist zunächst nur bis zum 4. Januar.

18:17 Uhr

Klinik-Personalrat gibt Scheuers Geschenk zurück

Andreas Scheuer ist nicht nur Bundesverkehrsminister, sondern auch Passauer Stadtrat. Bei einem Besuch in einer Klinik der bayerischen Stadt wollte er am Montag den Mitarbeitern mit Weihnachtsplätzchen eine Freude machen. Doch nicht bei allen kam die Geste gut an.

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Nicht alle wollen von ihm Plätzchen bekommen: Andreas Scheuer.

(Foto: picture alliance/dpa/POOL/AFP)

  • Personalratsvorsitzender Rüdiger Kindermann stellte seine Plätzchentüte laut einem BR-Bericht gestern vor der CSU-Geschäftsstelle in Passau ab und hinterließ einen Brief an Scheuer.
  • "Plätzchen helfen den überlasteten Pflegekräften nicht. Alle klatschen, im Bundestag wird gelobhudelt, aber bei den letzten Tarifverhandlungen ist uns keiner entgegengekommen, niemand hat die Pflege aufgewertet", sagte Kindermann dem BR. Pflegekräfte hätten ohnehin keine Zeit, Plätzchen während der Schicht zu essen.
  • Auf BR-Anfrage sagte Scheuer zu dem Vorfall: "Ich wünsche Herrn Kindermann frohe Weihnachten und viel Liebe zum Fest."
17:34 Uhr

Model Stella Tennant stirbt plötzlich mit 50 Jahren

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Stella Tennant war eine der Musen von Modezar Karl Lagerfeld.

imago images/PA Images

Das schottische Model Stella Tennant ist im Alter von 50 Jahren gestorben.

  • Tennant wurde in den 1990er Jahren als Model bekannt und lief etwa für die Designer Versace und Alexander McQueen.
  • Später war sie das Gesicht von Chanel und wurde eine der Musen von Modeschöpfer Karl Lagerfeld.
  • Sie war Mutter von vier Kindern.

Die Beamten seien am Dienstag wegen des plötzlichen Todes alarmiert worden, zitierte die Nachrichtenagentur PA einen Polizeisprecher. Es gebe keine verdächtigen Umstände.

17:30 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

17:06 Uhr

Verbrühungen und Hämatome: Pflegerin misshandelt Rentner-Paar

Nach schwerer Misshandlung eines stark pflegebedürftigen Ehepaares ist eine Pflegerin festgenommen worden. Die 49-Jährige soll das Paar offensichtlich mit stumpfer Gewalt schwer verletzt haben, teilte die Polizei mit.

Angehörige bemerkten bei dem Paar aus dem oberbayerischen Rosenheim vor knapp zwei Wochen schwere Verletzungen, wie Verbrühungen und Hämatome. Die Opfer im Alter von 83 und 76 Jahren mussten ins Krankenhaus.

Die Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei ermitteln wegen des Verdachts der Misshandlung von Schutzbefohlenen und gefährlicher Körperverletzung. Der dringende Tatverdacht habe sich erhärtet, hieß es. Die Pflegerin sitze nun in Untersuchungshaft.

16:35 Uhr

EU-Diplomat: Brexit-Deal könnte noch heute kommen

Die EU und Großbritannien könnten sich einem ranghohen EU-Diplomaten zufolge noch am heutigen Mittwoch auf ein Handelsabkommen nach dem Brexit verständigen.

Die EU-Mitgliedstaaten könnten aufgrund der Kürze der Zeit seine vorläufige Anwendung mit Wirkung zum 1. Januar genehmigen, sagte der Diplomat. Das EU-Parlament müsste dem später noch zustimmen. Die Frist für eine Zustimmung des Parlaments vor Inkrafttreten eines Abkommens zum Jahreswechsel ist bereits abgelaufen.

Mehr dazu lesen Sie hier.
16:23 Uhr

Rock-Legenden dominieren deutsche Charts

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Mit 78 Jahren wieder auf der Spitze: Paul McCartney.

(Foto: picture alliance/dpa/RMV via ZUMA Press)

Seine Konzerte musste er absagen, stattdessen nahm Ex-Beatle Paul McCartney in der Corona-Krise ein neues Album auf. Mit "McCartney III" schafft es der 78-jährige Brite nun zum Weihnachtsfest auf Anhieb an die Spitze der deutschen Albumcharts. Die australische Hardrockband AC/DC verteidigt mit dem Album "Power up" den zweiten Platz.

Schlagerstar Helene Fischer ("Die Helene Fischer Show - Meine schönsten Momente (Vol. 1)") fällt von Eins auf Drei zurück. Angelo Kelly & Family ("Coming Home") und Ina Müller ("55") folgen auf den Plätzen vier und fünf.

In den Single-Charts dominiert weiterhin Mariah Carey ("All I Want For Christmas Is You") vor Wham! ("Last Christmas"). Dahinter reihen sich Chris Rea ("Driving Home For Christmas"), Melanie Thornton ("Wonderful Dream (Holidays Are Coming)") und Master KG feat. Burna Boy & Nomcebo Zikode ("Jerusalema") ein.

15:46 Uhr

So feiert Drosten Weihnachten

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Eine große Weihnachtsfeier wird es bei Drosten nicht geben.

(Foto: picture alliance/dpa/dpa-pool)

Mit maximal vier Personen aus anderen Haushalten darf man in diesem Jahr Weihnachten feiern. Hält sich der wohl berühmteste Virologe Deutschlands, Christian Drosten, an diese Regel? Das erzählte er im Podcast "Fest und flauschig" von Jan Böhmermann und Olli Schulz.

  • "Absolute Minikernfamilie", antwortete Drosten auf die Frage, mit wem er Weihnachten feiert: "So ist es jetzt eben dieses Jahr - man muss es, wenn es geht, mal ausfallen lassen."
  • Drosten und seine Partnerin wohnen in Berlin und sind Eltern eines Kindes.
  • Über die Kontaktbeschränkungen sagt der Virologe laut dem Redaktionsnetzwerk Deutschland: "Ich finde es müßig, diesen Rahmen ausreizen zu wollen nach dem Motto 'Es war doch erlaubt'."
15:05 Uhr

Lufthansa schickt 80 Tonnen Obst und Gemüse nach England

Weil Frankreich seine Grenzen zu Großbritannien geschlossen hatte, stauen sich Tausende Lastwagen auch mit verderblichen Gütern in Südostengland. Handelsverbände warnen, dass manche frische Produkte spätestens nach Weihnachten in britischen Supermärkten knapp werden könnten.

Um das zu verhindern, hat die Lufthansa 80 Tonnen Obst und Gemüse ins Vereinigte Königreich geflogen. Der Frachtjet vom Typ Boeing 777 sollte am Nachmittag auf dem Flughafen Doncaster Sheffield in Mittelengland landen, teilte das Unternehmen mit. "Lufthansa Cargo prüft derzeit, ob in den nächsten Tagen weitere zusätzliche Frachtflüge angeboten werden können", hieß es. Möglicherweise könne auch ein regulärer Flug genutzt werden. "Dies könnte mit einem Frachter sein, wir prüfen aber auch, ob wir Passagierflugzeuge nur für Frachtflüge einsetzen können."

14:36 Uhr

Schichtwechsel

Hallo liebe Leserinnen und Leser! Meine Kollegin Johanna Ohlau verabschiedet sich in die Feiertage, doch der "Tag" muss weiter gehen. Deswegen bin ich da, mein Name ist Uladzimir Zhyhachou und ich wünsche Ihnen einen entspannten und stressfreien Nachmittag.

14:22 Uhr

Russland verbietet sozialen Netzwerken "Zensur"

Russland geht per Gesetz gegen "Zensur" im Internet vor. Das ist allerdings kein Grund zur Freude für Bürgerrechtsaktivisten und Kreml-Kritiker. Denn dabei handelt es sich vielmehr um ein Gesetz gegen die "Diskriminierung" russischer Positionen: Der russische Staatsapparat sperrt ja bekanntlich selbst ausgiebig Internetseiten, die kremlkritische Positionen vertreten. Doch was Regierungschef Wladimir Putin im Internet allgemein sehr gelegen kommt, entwickelt sich für ihn wohl auf Socialmedia-Plattformen immer mehr zum Ärgernis: Die Telekommunikationsbehörden in Moskau hatten zuletzt eine Diskriminierung russischer Inhalte im Netz beklagt. So werde Material der Staatsmedien Ria Nowosti oder RT gesperrt, hieß es. Besonders bei Twitter, Facebook und Youtube sehen sich russische Staatsmedien Zensurvorwürfen ausgesetzt. Die Duma verabschiedete heute in dritter und letzter Lesung eine Gesetzesänderung, die solche Sperren unter Strafe stellt.

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Offenbar nur ein Fan von Zensur, solange es ihn nicht selbst betrifft: Kremlchef Wladimir Putin.

(Foto: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin/AP)

  • Es drohen Geldbußen oder auch die Blockierung von Internetseiten oder ganzer Portale. Über die Sanktionen gegen soziale Netzwerke und Internetplattformen solle in Moskau die Generalstaatsanwaltschaft in Abstimmung mit dem Außenministerium entscheiden, heißt es in dem Gesetz.
  • Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hatte im Sommer die Praxis als Verstoß gegen die Meinungsfreiheit verurteilt und Russland aufgefordert, die Seiten freizugeben und den Zugang zu Informationen zu gewährleisten. Internationale Organisationen wie Human Rights Watch, Amnesty International und Reporter ohne Grenzen beklagen seit langem massive und völlig willkürliche Eingriffe des russischen Staates in das Recht auf Meinungsfreiheit.
13:56 Uhr

Polizei sucht Bräute zu rund 100 Brautkleidern

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Symbolbild

(Foto: imago/Westend61)

Vermissen werden die Bräute ihre Kleider wohl nicht, sondern wohl eher das Geld, das sie sich durch den Verkauf erhofft hatten: Die Polizei sucht die Besitzerinnen von rund 100 beschlagnahmten Brautkleidern, die zuvor zum Verkauf in einem Second-Hand-Laden bei Heilbronn abgegeben worden waren. Der Brautmodenladen hatte nach Angaben der Polizei im Frühjahr schließen müssen. Die Ladeninhaberin verstaute dann die Kleider aus dem Laden in ihrer eigenen Wohnung. Laut Polizeisprecher fehlten ihr vermutlich die Kontaktdaten ihrer Kundinnen, um diese zurückzugeben. Viele Frauen, die ihre Kleider wieder haben wollten, erstatteten daraufhin Anzeige.

Die Staatsanwaltschaft beantragte eine Wohnungsdurchsuchung und ließ die Kleider beschlagnahmen. Von rund 100 Brautkleidern und diversen Accessoires habe sich bislang noch keine Eigentümerin gemeldet, hieß es. Sie könnten nun ihre Kleider bei der Polizei abholen. Dabei sollen sie den Angaben zufolge einen Nachweis oder ein Foto mitbringen, um zu beweisen, dass ihnen das Kleid gehört. Gegen die ehemalige Ladeninhaberin ermittelt die Polizei wegen Unterschlagung.

13:30 Uhr

Begnadigt Trump "Tiger King"-Star Joe Exotic?

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Hofft auf Begnadigung von Trump - Netflix-Star und Tiger-Narr Joe Exotic.

(Foto: imago images/Cinema Publishers Collection)

Donald Trump ist im Vergleich zu seinen Vorgängern bislang zurückhaltender, was Begnadigungen angeht, aber in den letzten Wochen seiner Amtszeit legt der US-Präsident nochmal einen Endspurt ein. So begnadigte er gerade erst eine Reihe verurteilter Straftäter, unter anderem seinen Ex-Wahlkampfberater Papadopoulos, zwei ehemalige Abgeordnete und vier Veteranen. Also die Chance auf ein baldiges Ende einer langen oder gar lebenslangen Haftstrafe rückt für Inhaftierte in greifbare Nähe - sofern Trump Notiz davon nimmt. Genau das soll beim inhaftierten Netflix-Star Joe Exotic der Fall sein. Schon seit Monaten soll sich der aus der Serie "Tiger King" bekannte Großkatzenfan um den scheidenden Präsidenten bemühen und nun soll sein Antrag tatsächlich bei Trump auf dem Tisch liegen, wie das US-Magazin "TMZ" berichtet.

Joe Exotic, der mit bürgerlichem Namen Joseph Allen Schreibvogel heißt, sitzt gerade eine 22-jährige Haftstrafe wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz sowie einem Auftragsmord ab, weil er seine Erzrivalin, Tierschutzaktivistin Carole Baskin, habe umbringen lassen wollen.

12:55 Uhr

Corona-Leugner veröffentlichen Jan Böhmermanns Adresse

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(Foto: dpa)

Jan Böhmermann ließ in seiner Sendung "Magazin Royale" am vergangenen Freitag einen Kinderchor über "Oma als Corona-Leugnerin" nach der Melodie des Lieds "Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad" singen. Den Zeitpunkt hatte der ZDF-Moderator genauso wie die Melodie ganz bewusst gewählt: Genau ein Jahr zuvor sorgte das "Umweltsau"-Lied vom WDR-Kinderchor für große Empörung. Und auch das Satire-Video des ZDF-Moderators stößt erwartungsgemäß nicht nur auf Zustimmung: Als Reaktion sollen Gegner der Corona-Maßnahmen Böhmermanns Adresse im Netz veröffentlicht haben.

Nun ermittelt in dem Fall der Staatsschutz, wie ein Sprecher der Kölner Polizei erklärte. Böhmermann habe sich an die Behörden gewandt - die Adresse sei auf einem Messengerdienst veröffentlicht worden. "Unter anderem wurde angekündigt oder angedroht, man solle doch mal bei einem Autokorso hupend an seinem Haus vorbei fahren", sagte der Sprecher. Zuerst hatte die "Bild"-Zeitung über entsprechende Einträge in einer Gruppe auf dem umstrittenen Dienst Telegram berichtet, der ein Tummelbecken für Anhänger von Verschwörungstheorien ist.

12:20 Uhr

Cyberangriff auf Funke: Hacker verschlüsseln Daten und fordern Bitcoins

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Lahmgelegt - die Funke-Mediengruppe ist ins Visier von Hackern geraten.

(Foto: dpa)

Von den Zeitungen "WAZ", "Berliner Morgenpost" und "Hamburger Abendblatt" liegen heute nur Notausgaben am Kiosk. Der Grund ist ein Hackerangriff auf die Funke-Mediengruppe. Noch immer seien mehrere Systeme bundesweit nach der Cyberattacke gestern nicht einsatzbereit, so ein Sprecher des Medienkonzerns. Laut dem Unternehmen mit Stammsitz in Essen "handelt sich dabei um einen Angriff, bei dem die Täter Daten auf den IT-Systemen der Funke-Mediengruppe verschlüsselt haben". Die genauen Hintergründe sind bislang unklar. Als Sofortmaßnahme seien gestern sofort sämtliche IT-Systeme der gesamten Gruppe kontrolliert heruntergefahren worden. Die Internetseiten der Zeitungstitel der Gruppe sind weiterhin erreichbar. Die eigentlich kostenpflichtigen Inhalte auf den Internetseiten wurden freigeschaltet.

  • Bei der Staatsanwaltschaft hat die Zentrale- und Ansprechstelle Cybercrime (ZAC) das Verfahren an sich gezogen. Spezialisten des Landeskriminalamts ermitteln mit einer Besonderen Aufbaukommission (BAO) der Essener Polizei.
  • Die Funke-Mediengruppe hat nach eigenen Angaben eine Taskforce mit internen sowie externen IT- und Forensik-Experten eingesetzt, "die aktuell eine gründliche Untersuchung des Vorfalls vornehmen".
  • Nach Recherchen der "Süddeutschen Zeitung" steckt hinter dem Cyberangriff die Hacker-Gruppe Doppelpaymer. Demnach fordere das kriminelle Kollektiv Lösegeld in Form von Bitcoins.
12:00 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:47 Uhr

Spektakulärer Überfall auf Juwelier: Luxusuhren in Serbien aufgetaucht

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Das Tatwerkzeug bei diesem Raubüberfall: ein Auto.

(Foto: dpa)

Am Namen könnte die Polizei noch etwas feilen, aber der Erfolg der Ermittlerkommission "Uhr" kann sich sehen lassen: Nur eine Woche nach einem spektakulären Überfall auf einen Luxusuhrenladen an der Düsseldorfer Königsallee ist die gesamte Beute - 41 Uhren und ein Armband - laut Polizei in Serbien sichergestellt worden. Die serbischen Behörden hätten bei dem Zugriff am Montag zudem vier Menschen festgenommen, so die Düsseldorfer Polizei. "Sie könnten mit dem Sachverhalt als Hehler oder als ausführende Täter in Zusammenhang stehen."

Am 14. Dezember hatten die Täter mit einem Auto eine Scheibe des Uhrengeschäfts zerstört und die Uhren erbeutet. Die Polizei hatte von Profis gesprochen, die blitzschnell gehandelt hätten. Der Ermittlungserfolg gehe auf die Zusammenarbeit der Ermittlungskommission "Uhr" mit dem Bundeskriminalamt und den Polizeibehörden in Serbien zurück.

11:19 Uhr

Irans Präsident vergleicht Trump mit Iraks Ex-Diktator Saddam Hussein

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Gar nicht gut auf Trump zu sprechen: Irans Präsident Ruhani.

(Foto: picture alliance/dpa)

Trump hat sich in seiner Amtszeit auf dem internationalen Parkett mehr Feinde als Freunde gemacht. Einer, der ihm offensichtlich besonders abgeneigt ist, ist der iranische Präsident: Hassan Ruhani hat seinen amerikanischen Amtskollegen mit dem früheren irakischen Diktator Saddam Hussein verglichen. "In der jüngeren iranischen Geschichte mussten wir uns zweimal mit zwei Wahnsinnigen auseinandersetzen ... (Donald) Trump und Saddam", sagte Ruhani. Der eine habe den Iran in einen militärischen Krieg (1980-88), der andere in einen Wirtschaftskrieg verwickelt, so der Präsident im Staatsfernsehen. Und es blieb nicht nur beim Diktator-Vergleich: "Saddam wurde wegen seiner Verbrechen hingerichtet (...) Trumps Schicksal wird auch nicht viel besser aussehen", sagte Ruhani.

Die von den USA verhängten Wirtschaftssanktionen haben den Iran in die schwerste Wirtschaftskrise seiner jüngeren Geschichte gestürzt. Irans Präsident Ruhani hofft, dass Trumps Nachfolger Joe Biden sowohl zum Wiener Atomabkommen zurückkehren als auch die Sanktionen aufheben wird.

10:41 Uhr

Festnahmen nach rechter Anschlagsserie in Berlin-Neukölln

Die Berliner Polizei hat am Morgen Haftbefehle gegen zwei Tatverdächtige im Zusammenhang mit einer Serie rechtsextremistischer Anschläge in Berlin-Neukölln vollstreckt. Das teilte die Generalstaatsanwaltschaft über Twitter mit. Bei der Anschlagsserie geht es um mehrere Dutzend Straftaten wie Brandstiftungen und Drohungen vor allem zwischen 2016 und 2018. Die Polizei hatte bereits seit längerer Zeit Männer aus der rechtsextremen Szene verdächtigt, konnte ihnen aber bislang nichts nachweisen.

Mehr dazu lesen Sie hier.
10:34 Uhr

Hongkonger Medienmogul Jimmy Lai unter strengen Auflagen aus Haft entlassen

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Lai werden Verstöße gegen das Sicherheitsgesetz vorgeworfen.

(Foto: dpa)

Der Hongkonger Medienmogul und Aktivist Jimmy Lai darf unter strengen Auflagen das Gefängnis verlassen. Das Oberste Gericht in Hongkong gewährte nach 20 Tagen Haft einen Kautionsantrag des 73-Jährigen. Lai darf laut dem Beschluss das Gefängnis verlassen, muss sich aber in Hausarrest begeben. Zudem muss Lai eine Kaution in Höhe von zehn Millionen Hongkong-Dollar (etwa eine Million Euro) hinterlegen. Lai war Anfang Dezember zunächst wegen Betrugsvorwürfen und kurz darauf wegen Verstößen gegen das neue Hongkonger Sicherheitsgesetz angeklagt worden. Bei einer Verurteilung droht ihm im schlimmsten Falle eine lebenslange Haftstrafe. Die Gerichtsverhandlung soll am 16. April fortgesetzt werden.

Die Hongkonger Justiz geht mit harter Hand gegen die demokratischen Kräfte vor. Zuletzt waren der prominente Aktivist Joshua Wong und zwei seiner Mitstreiter zu Haftstrafen verurteilt worden. Während Wong eine Haftstrafe von 13,5 Monaten erhielt, müssen die ebenfalls bekannten Aktivisten Agnes Chow und Ivan Lam für zehn beziehungsweise sieben Monate ins Gefängnis.

10:07 Uhr

"Putins Koch" verklagt Nawalny wegen Verleumdung

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Kreml-Kritiker Nawalny wurde vor einigen Monaten Opfer eines Giftanschlags.

(Foto: dpa)

Der als "Putins Koch" bekannte Catering-Unternehmer Jewgeni Prigoschin hat gegen den russischen Oppositionellen Alexej Nawalny eine Klage wegen Verleumdungsvorwürfen eingereicht. Ein Moskauer Gericht veröffentlichte die Klageschrift, die sich auch gegen den engen Nawalny-Verbündeten Wladimir Milow richtet, auf seiner Webseite. In der Klage geht es um ein Video, das am 27. Oktober auf Nawalnys Kanal auf der Internetplattform Youtube veröffentlicht wurde.

  • Darin wirft der ehemalige Vize-Energieminister und Nawalny-Verbündete Wladimir Milow dem Kläger vor, Minderjährige zur Prostitution gebracht zu haben, und beschreibt ihn als "Banditen, der für Putin für alle möglichen schlechten Taten" erledige. Nawalny selbst erscheint in dem Video nicht.
  • Das Gericht teilte der russischen Nachrichtenagentur Tass mit, Prigoschin fordere fünf Millionen Rubel (knapp 55.000 Euro) Schadensersatz.
  • Derweil publizierte die Berliner Universitätsklinik Charité, in der Nawalny nach seiner Vergiftung versorgt wurde, am Dienstag Details zu seiner Behandlung in der Fachzeitschrift "The Lancet".
09:07 Uhr
Breaking News

Journalist Can Dündar in der Türkei zu 27 Jahren Haft verurteilt

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Can Dündar ist der ehemalige Chefredakteur der türkischen Zeitung Cumhuriyet.

(Foto: picture alliance / Arne Dedert/d)

Der im deutschen Exil lebende Journalist Can Dündar ist in der Türkei zu 18 Jahren und neun Monaten Haft wegen Spionage und zu weiteren acht Jahren und neun Monaten wegen Terrorunterstützung verurteilt worden. Das entschied heute das Gericht in Istanbul, wie aus dem Protokoll hervorging. Dündars Anwälte boykottierten aus Protest die Verhandlung. Sie wollen nach eigenen Worten kein Urteil legitimieren, das zuvor bereits politisch entschieden worden sei.

Mehr dazu lesen Sie hier.
09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:56 Uhr

Tausende Lkw-Fahrer harren immer noch an der Grenze aus

Heiligabend in der Fahrerkabine statt mit der Familie: 8000 bis 10.000 Lkw-Fahrerinnen und -Fahrer harren nach Schätzungen des britischen Verbands der Speditionsunternehmen RHA inzwischen in ihren Fahrzeugen in der Hafenstadt Dover aus und hoffen, heute endlich ausreisen zu können. Nach 48 Stunden Grenzschließung dürfen Lastwagen wieder von Großbritannien nach Frankreich übersetzen. Voraussetzung ist allerdings, dass die Fahrer einen negativen Corona-Test vorlegen können. Verbände rechnen angesichts der schieren Menge an Lkw nicht damit, dass sich der Rückstau in der südostenglischen Grafschaft Kent rasch auflöst. Viele Fahrer werden es deshalb nicht mehr bis morgen Abend zu ihren Familien schaffen.

Die Lage vor Ort spitzt sich laut RHA-Chef Richard Burnett zu, da immer noch viele Fahrer keinen Zugang zu Sanitäranlagen hätten. Das Land hatte wegen der rasanten Ausbreitung der neuen Coronavirus-Variante die Grenzen zu Großbritannien auch für den Warenverkehr geschlossen. Der britische Verkehrsminister Grant Shapps teilte mit, es seien ausreichend Schnelltests, die ein Ergebnis nach 30 Minuten anzeigen, in die Region geschickt worden. Mitarbeiter des Gesundheitsdiensts NHS sollen gemeinsam mit Armeeangehörigen die Tests durchführen.

08:29 Uhr

Was heute wichtig wird

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser!

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Wenigstens einer hat seine Freude auf dem Weihnachtsmarkt: Papagei "Chikko" dreht auf dem Kennedyplatz zwischen den geschlossenen Weihnachtsbuden seine Runden. Sein Besitzer lässt ihn regelmäßig durch Essens Innenstadt fliegen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Nur noch einmal schlafen bis Heiligabend. Ich hoffe, Sie freuen sich so wie ich auf das Fest und auch darauf, zumindest mit ihrer engsten Familie schöne Stunden zu verbringen. Einen Tag vorher geht es auch etwas gemütlicher zu, aber ein paar Termine stehen heute doch noch an:

  • Die Europäische WHO trifft sich an diesem Vormittag virtuell zur Krisensitzung: Die Mitglieder der Weltgesundheitsorganisation beraten sich wegen der Mutationen des Coronavirus per Videokonferenz.
  • In der Türkei soll heute in einem umstrittenen Prozess gegen den im deutschen Exil lebenden Journalisten Can Dündar ein Urteil fallen. Dem 59-Jährigen werden Terrorunterstützung sowie "militärische oder politische Spionage" vorgeworfen. Dündar drohen bis zu 35 Jahre Haft. Seine Anwälte boykottieren aus Protest die Verhandlung. Sie wollten kein Urteil legitimieren, das zuvor bereits politisch entschieden worden sei.
  • In Kanada gibt es heute noch eine Anhörung zum Auslieferungsverfahren gegen die inhaftierte Huawei-Managerin Meng Wanzhou. Vor zwei Jahren wurde sie auf Grundlage eines US-Haftbefehls am Flughafen in Vancouver festgesetzt. Ihr wird von der US-Justiz Betrug vorgeworfen.
  • "Der Kleine kann den Großen schlagen" - so heißt es ja gern mal im DFB-Pokal. Einen Tag vor Weihnachten gibt es noch mal spannende Begegnungen auf dem Platz: In den nächsten Spielen der zweiten Runde treffen zeitgleich am Abend die beiden Erstligisten VfB Stuttgart und SC Freiburg, Erstligist SV Werder Bremen und Hannover 96 sowie der abstiegsbedrohte FSV Mainz 05 und der Zweitliga-Vierte VfL Bochum aufeinander (20.45 Uhr/ARD und Sky).

Ich persönlich bin etwas befangen und drücke für heute Abend meinem Verein Werder Bremen die Daumen. Der Einzug in die nächste Runde wäre ein schönes Weihnachtsgeschenk. Viele schöne Geschenke wünsche ich Ihnen auch für morgen - die Suche war ja dieses Jahr online nicht ganz so einfach! Ich wünsche Ihnen einen guten Start in den Tag!

Mein Name ist Johanna Ohlau und ich werde Sie hier mit Nachrichten aus Deutschland und der Welt bis zum Nachmittag versorgen. Rund um die Pandemie informieren wir wie immer in unserem Corona-Ticker. Sie erreichen mich für Lob, Kritik und Hinweise per Mail an johanna.ohlau@nachrichtenmanufaktur.de.

08:17 Uhr

Wisentbulle geboren - Berliner Tierpark freut sich über "Adventsbaby"

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Wird später mal ein "ganz schöner Brocken" - Wisentbaby "Tian".

(Foto: dpa)

Das Adventsbaby im Berliner Tierpark ist dieses Jahr ziemlich groß geraten: Wisentbulle Tian, geboren Mitte Dezember, wird später bis zu 800 Kilo auf die Waage bringen. Und er hat eine Perspektive, die für Zootiere selten ist. Tian könnte später einmal frei im Kaukasus herumwandern - als Teil eines Auswilderungsprogramms der Naturschutzorganisation WWF. Dank solcher Programme nehmen europäische Wisente eine ungewöhnlich positive Entwicklung. Sie rutschten auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) gerade eine Stufe nach unten - und gelten nun als weniger bedroht.

07:36 Uhr

"Dirty Little Virus" - Iggy Pop veröffentlicht Corona-Song

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(Foto: dpa)

Als "nichts zu Emotionales oder Tiefsinniges", beschreibt US-Punkrocker Iggy Pop seinen neuen Song. So macht man als Musiker ja eigentlich nicht so gut Werbung für sein neustes Werk, aber der US-Amerikaner hat sich dabei mit dem Coronavirus auseinandergesetzt oder auch dem "Dirty Little Virus", das "auf der Bühne erschienen" sei, wie man dem Songtext entnehmen kann. Begleitet von Gitarren, Schlagzeug und Trompete beschreibt der 73-Jährige das Pandemiejahr in knappen, direkten Worten. So heißt es in einem Vers: "Grandfather's dead, got Trump instead" ("Großvater ist tot, stattdessen haben wir Trump").

In einer Videobotschaft erklärte Iggy Pop, er habe das Lied "journalistischer" angehen und die Fragen "wer, was, wann, wo" beantworten wollen. "Gäbe es noch einen Preis für die Person des Jahres, ginge er diesmal sicher an das Virus." Zusammen mit dem Song veröffentlichte der "Godfather of Punk" auch einen passenden Mund-Nasen-Schutz, auf den sein bärtiges Kinn aufgedruckt ist.

07:10 Uhr

Wenig weihnachtlich mit viel Regen und milden Temperaturen

Den erhofften weihnachtlichen Schneefall gibt es wie vorhergesagt leider nicht - dafür aber jede Menge Regen: Vor allem im Westen und über der Mitte regnet es heute länger anhaltend und ergiebig. Im Nordosten ist es zunächst noch trocken mit Auflockerungen, abgesehen von Rügen und Usedom zieht der Regen bis zum Abend aber auch dorthin. Lange trockene Abschnitte gibt es am Hochrhein und am trockenen Alpenrand setzt sich sogar gelegentlich die Sonne durch. Die Temperaturen erreichen 6 Grad im Nordosten und bis zu 17 Grad am Hochrhein.

06:54 Uhr

Kartoffelsalat: So essen die Menschen den Weihnachtsklassiker am liebsten

Was kommt bei Ihnen an Heiligabend auf den Tisch? Kartoffelsalat und Würstchen sind in Deutschland zu Heiligabend in Millionen Haushalten das klassische Essen und die Variante mit Mayonnaise ist dabei die beliebteste. In einer Umfrage zum Fest antworteten 40 Prozent der Erwachsenen, dass sie den Salat am liebsten mit Mayo mögen. Es folgen der Kartoffelsalat mit Essig und Öl (22 Prozent), mit Brühe (10 Prozent) und mit Joghurt (8 Prozent). 9 Prozent bevorzugen eine andere Variante, acht Prozent mögen ihn gar nicht und 3 Prozent machten keine Angabe. Das Meinungsforschungsinstitut Yougov befragte repräsentativ fast 2100 Menschen. In Baden-Württemberg und Bayern ist die Essig/Öl-Variante die beliebteste.

06:31 Uhr

Gewalttätiger Mann tötet drei Polizisten in Frankreich

Bei einem Einsatz in einer ländlichen Gegend in Zentralfrankreich hat ein bewaffneter Mann drei Polizisten getötet und einen weiteren Beamten verletzt. Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, feuerte der 48-Jährige in der Nacht nahe der Gemeinde Stadt Saint-Just im Département Puy-de-Dôme auf die Beamten. Diese wollten einer Frau zur Hilfe kommen, die auf das Dach eines Hauses geflüchtet war.

Update: Mittlerweile gibt es mehr Angaben zum Tathergang. Den Ermittlern zufolge hatte die Polizei einen Anruf wegen eines Falles häuslicher Gewalt bekommen, woraufhin zwei Beamte bei dem Haus eintrafen. Einer von ihnen wurde von dem 48-Jährigen erschossen. Der andere trug eine Schussverletzung am Bein davon und wurde ins Krankenhaus gebracht. Der Täter steckte dann sein Haus in Brand und feuerte auf weitere eingetroffene Gendarmen, wobei er zwei von ihnen tötete, wie die Staatsanwaltschaft in Clermont-Ferrand mitteilte. Die Frau konnte demnach in Sicherheit gebracht werden. Der Schütze wurde später nach Regierungsangaben "tot aufgefunden". Innenminister Gérald Darmanin nannte den toten Schützen auf Twitter einen "Amokläufer".

06:15 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht