Montag, 15. Februar 2021Der Tag

mit Heidi Ulrich und Johanna Ohlau
22:22 Uhr

Das war Montag, der 15. Februar 2021

Liebe Leserinnen und Leser,

der Start in die nächste Februar-Woche wäre geschafft! Ein Rosenmontag liegt hinter uns, wie wir ihn wohl alle noch nicht erlebt haben: weitestgehend trist und still, ohne Karnevalsumzüge und ausgelassene Feierei auf den Straßen. Doch ein bisschen was haben sich die Jecken doch einfallen lassen - die Resultate würdige ich gerne mit dieser Bildergalerie.

Abseits von "Helau" und "Alaaf" liegt zudem ein ereignisreicher Montag hinter uns. Schauen wir auf die wichtigsten Meldungen des Tages:

Inzidenzen im Vergleich: Das sind die Regionen mit den niedrigsten Corona-Fallzahlen

Fast alle 70-Jährigen geimpft: Johnson will "unumkehrbar" in Großbritannien lockern

Gerichtsurteil: Hartz-IV-Empfänger haben Anspruch auf 20 FFP2-Masken pro Woche

Militär sperrt Myanmars Internet: Auf friedliche Demos folgen Schüsse

Die eisigen Temperaturen und Schneefall bestimmten die Nachrichtenlage auch beim Start in die Woche mit - vor allem rund um Hamburg und im Norden Deutschlands:

Hamburger Hauptbahnhof wegen Schneefall gesperrt

Zum Schluss noch eine erleichternde Nachricht: Die in Köln ausgebüxte Giftschlange ist wieder eingefangen worden, wie die Stadt mitteilt. Damit wünsche ich Ihnen noch einen schönen Montag und verabschiede mich jetzt auch in den Feierabend.

Ihre Johanna Ohlau

21:52 Uhr

Diplomaten-Papier enthüllt: Frankreich half Völkermord-Verdächtigen in Ruanda

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Ein Mahnmal zur Erinnerung an den Völkermord und den ethnischen Konflikt zwischen Hutu and Tutsi im Jahr 1994.

(Foto: imago images/Joerg Boethling)

Ruanda wirft Frankreich schon seit vielen Jahren vor, eine Mitschuld am Völkermord in Ruanda zu haben. In wenigen Wochen kamen dort 1994 mehr als 800.000 Menschen ums Leben. Ein Dokument bekräftigt jetzt den Vorwurf: Frankreich hat offenbar Verdächtigen des Völkermords bei der Flucht geholfen, wie aus einer diplomatischen Note von 1994 hervorgeht. Sie liegt der Nachrichtenagentur AFP vor, zuerst berichtet hatte das französische Enthüllungsportal "Mediapart". Das Dokument belegt, dass die Regierung in Paris wusste, dass sich die Verdächtigen in einer von Frankreich kontrollierten Sicherheitszone in Ruanda aufhielten, sie aber nicht festsetzen ließ.

  • Dem Dokument zufolge bat der französische Botschafter in Ruanda, Yannick Gérard, um Weisung aus dem Pariser Außenministerium, wie mit den Völkermord-Verdächtigen in der Sicherheitszone umzugehen sei. Der Botschafter hielt es demnach für geboten, sie "festzunehmen oder unverzüglich unter Hausarrest zu stellen, damit internationale Rechtsexperten über ihren Fall entscheiden können".
  • In der Antwort des Pariser Außenministeriums heißt es dagegen, der Botschafter solle "alle indirekten Kanäle und besonders die afrikanischen Kontakte nutzen (...), um den Verdächtigen unseren Wunsch zu überbringen, dass sie die Sicherheitszone verlassen sollen". Die Note ist von Bernard Émie verfasst, dem Berater des damaligen Außenministers Alain Juppé. Émie leitet heute den französischen Auslandsgeheimdienst DGSE.
21:20 Uhr

Ohne Helm, TÜV und Führerschein - Kinder machen Spritztour mit Quad

Zusammen wären sie alt genug, um am Steuer zu sitzen: Die Polizei in Bitburg in Rheinland-Pfalz hat einen erst neun Jahre alten Jungen auf einem Quad aus dem Verkehr gezogen - zusammen mit einem Siebenjährigen als Beifahrer. Doch am meisten dürfte die Polizei wohl von der Reaktion des Vaters des Neunjährigen überrascht sein. "Der Vater des jungen Fahrzeugführers verwies lediglich darauf, dass der Sohn die Fähigkeiten besitzen würde, ein solches Quad zu führen", teilte die Polizei mit. Gegen den Vater wird deshalb wegen der Duldung des Fahrens ohne erforderliche Erlaubnis ein Strafverfahren eingeleitet.

Es kommt sogar noch schlimmer: Der Polizei war das Quad bei einer Streifenfahrt zunächst aufgefallen, weil Fahrer und Beifahrer keinen Helm trugen. Neben dem zarten Alter der Beiden und des fehlenden Führerscheins stellten die Beamten zudem fest, dass der TÜV für das Fahrzeug seit mehr als fünf Jahren überfällig ist.

21:00 Uhr

Die Videos des Tages

20:41 Uhr

Interne Fahndungen der Polizei tauchen in Neonazi-Chats auf

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Bilder, die um die Welt gingen: Ein Mob versuchte im August 2020, in den Berliner Reichstag zu stürmen.

(Foto: imago images/JeanMW)

Wegen der Belagerung der Reichtagstreppe fahndet die Berliner Polizei auch in ihren eigenen Reihen. Interne Fahndungsaufrufe sind jetzt allerdings ungewollt öffentlich geworden - in rechtsextremen Chats beim Messengerdienst Telegram. Das berichtet "Der Spiegel". Die vertraulichen Informationen wird sehr wahrscheinlich jemand aus den Reihen der Polizei weitergegeben haben. "Ja, es muss tatsächlich jemand aus der Berliner Polizei geleakt haben", zitiert das Magazin eine Polizeisprecherin. Dem Bericht zufolge gelangten die Infos von dem Neonazi-Chat in weitere der "Querdenken"-Szene nahestehende Chats.

Im August 2020 hatten Anhängerinnen und Anhänger von Verschwörungsmythen und aus der rechtsextremen Szene versucht, am Rande einer Demo gegen Corona-Maßnahmen in Berlin ins Reichstagsgebäude zu gelangen. Der Mob wurde allerdings auf der Treppe von Polizisten gestoppt und mithilfe weiterer Sicherheitskräfte zurückgedrängt.

20:14 Uhr

60 Tote bei Schiffsunglück im Kongo - mehrere hundert Passagiere noch vermisst

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Überfüllte Boote und Schiffe, völlig veraltete Technik - im Kongo kommt es immer wieder zu schweren Unglücken auf dem Wasser.

(Foto: picture alliance / imageBROKER)

Bei einem Schiffsunglück im Westen des Kongos sind mindestens 60 Menschen ums Leben gekommen. Mehrere Hundert Bootspassagiere gelten noch als vermisst, wie die Regierung erklärte. 300 Menschen konnten nach dem Unglück auf dem See Mai-Ndombe in Sicherheit gebracht werden, wie es hieß. Das Boot war demnach mit mehr als 700 Passagieren gestern Abend in der Hauptstadt und Millionenmetropole Kinshasa gestartet. Es verunglückte in der Nähe des Dorfs Longola Ekoti.

Im zentralafrikanischen Kongo, wo es nur wenige asphaltierte Straßen gibt, sind Schiffe auf Seen und Flüssen ein wichtiges Verkehrsmittel für Fracht und Passagiere. Wegen veralteter Technik und überladener Schiffen kommt es immer wieder zu Unglücken mit hohen Opferzahlen.

19:40 Uhr

Tausende tanzen auf Eis - Polizei löst Techno-Party auf

Dieser Partyspaß ist gleich doppelt gefährlich und verboten: 2000 bis 2500 Menschen tanzten gestern Nachmittag zu Techno-Musik auf dem Eis am Urbanhafen in Berlin-Kreuzberg - trotz aller Warnungen der Behörden wegen Einbruchgefahr auf der dünnen Eisdecke. Auch die Corona-Regeln wie Abstand und Maskenschutz schien die Feiernden wenig zu interessieren. Polizisten haben die nicht genehmigte Veranstaltung aufgelöst, wie eine Sprecherin der Berliner Polizei mitteilte.

Demnach hätten Polizisten die Anwesenden über Lautsprecherdurchsagen dazu aufgefordert, das Eis zu verlassen - daraufhin habe sich die Menschenmenge schnell wieder zerstreut. Weil nur wenige Beamte vor Ort waren, habe man einzelnen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz nicht nachgehen können. Auf Twitter sorgte ein Video der RBB-"Abendschau" für Aufsehen, auf dem zu sehen ist, wie dutzende Menschen ausgelassen zu Techno-Musik tanzen und auf dem Eis springen.

19:18 Uhr

Giftschlange haut aus Terrarium ab - Wohnhaus evakuiert

Ganz und gar kein Kuscheltier, was einem Kölner da entlaufen ist: Eine junge Giftschlange ist aus einem Terrarium in einer Wohnung in der Domstadt ausgebrochen. Der Besitzer bemerkte gestern das Verschwinden der Schlange und verständigte nach erfolgloser Suche heute Morgen die Feuerwehr, wie die Stadt Köln mitteilt. Es handele sich um eine sechs Monate alte Südafrikanische Korallenschlange von etwa 20 Zentimetern Länge und geringem Durchmesser. Die Bewohner des Zehn-Parteien-Hauses verließen bereits am frühen Morgen ihre Wohnungen und kamen privat unter.

Mehr dazu lesen Sie hier.
18:56 Uhr

Mit SUV auf der Skipiste - "Testfahrt" endet auf der Polizeiwache

Sind die ganzen SUV, die man heute so auf der Straße sieht, wirklich noch Geländewagen? Also Fahrzeuge für eher unwegsames Gelände? Ein Autofahrer in Hessen wollte das wohl drauf ankommen lassen und hat seinen SUV einem richtigen Stresstest unterzogen: Der 46-Jährige war "offroad" unterwegs und zwar auf einer Skipiste. Das war allerdings nicht das größte Problem: Der Mann saß offenbar mit 2,5 Promille am Steuer. Das fand die Polizei später mit einem Atemalkoholtest heraus. Sein SUV bestand den "Pisten-Test" nämlich nicht, sondern blieb liegen, nachdem eine Bodenwelle das Fahrzeug stark beschädigt hatte und die Airbags ausgelöst wurden. Der SUV-Fahrer blieb bei dem Manöver unverletzt und setzte seinen Weg zu Fuß fort. Einer Frau fiel der demolierte Wagen an dem eher ungewöhnlichen Ort jedoch auf, und sie verständigte die Polizei. Die wiederum hatte wegen des Kennzeichens nicht viel Mühe, den 46-Jährigen ausfindig zu machen. Der Führerschein des alkoholisierten "Testfahrers" wurde später auf der Wache sichergestellt.

18:45 Uhr

Nürnberg-Trainer Klauß liefert Fußball-ABC für Fortgeschrittene bei Pressekonferenz

"Ballferner Zehner", "asymmetrischer Linksverteidiger" und "respektive 3-1-5-1" - ganz richtig, liebe Fußball-Freunde, diese Vokabeln deuten ganz klar hin auf die Welt des Profi-Fußballs. Da heißt es gern mal, in Interviews mit Bundesliga-Profis würden immer nur Phrasen gedroschen und einstudierte Antworten abgespult. Doch für den Trainer des 1. FC Nürnberg trifft das wohl nicht zu. Denn diese und noch weitere schöne Fachbegriffe bringt Robert Klauß quasi wie selbstverständlich in seiner Antwort an einen Journalisten unter - nach dem 1:2 seiner Mannschaft gegen den FC St. Pauli. Die Frage drehte sich um den Matchplan gegen die Hamburger, der im Gegensatz zum Sieg gegen Darmstadt lange Zeit nicht zu erkennen gewesen sei. Die Antwort ist einfach zu schön - auch wenn man keine Ahnung von Fußball hat - also lesen oder hören Sie selbst:

"Ich hab' den Matchplan erkannt. Wir sind in einem 4-2-2-2 auf Pressinglinie eins angelaufen, wir wollten nach Ballgewinn über den ballfernen Zehner umschalten. Wir sind im Ballbesitz in eine Dreierkette abgekippt mit dem asymmetrischen Linksverteidiger und dem breitziehenden linken Zehner, sodass wir in ein 3-4-3 respektive 3-1-5-1, je nach dem wo sich Dove (Nikola Dovedan) aufgehalten hat, abgekippt sind. Die Frage ist: Wie haben wir's umgesetzt? Das heißt: Erkennbar war's, aber wir haben's einfach schlecht umgesetzt."

Was sonst noch so los ist in der Welt des Sports, lesen Sie im Sport-Tag.

18:27 Uhr

Verband will jüdisches Leben und Kultur in arabischen Ländern fördern

Nach der Annäherung zwischen mehreren arabischen Ländern und Israel wollen die in sechs Golfstaaten lebenden Juden ihre Kultur dort stärker fördern. Jüdische Gemeinden in Bahrain, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien, Kuwait, Katar und dem Oman schließen sich dafür zu einem neuen Verband zusammen. Ziel sei es, jüdisches Leben in diesen Staaten "aufblühen zu lassen zum Vorteil von Anwohnern und Besuchern", teilte der Verband Jüdischer Gemeinden am Golf (AGJC) zu seiner Gründung mit. Vor allem die Emirate und Bahrain beteiligen sich am interreligiösen Dialog. In Bahrain werden jüdische Feiertage zelebriert, in den Emiraten leben schätzungsweise 3000 Juden.

In der emiratischen Metropole Dubai, die sich gern als weltoffen präsentiert, werden in einer Synagoge seit Jahren jüdische Gottesdienste abgehalten. Katar will als Gastgeber der Fußball-WM 2022 auch koscheres Essen anbieten und selbst das streng islamische Saudi-Arabien hat einen Dialog mit jüdischen Vertretern und Institutionen begonnen. Der neue Verband Jüdischer Gemeinden am Golf will unter anderem ein Rabbinatsgericht ("Beth Din") schaffen, um etwa in Streitigkeiten zu Geschäften und Erbschaften zu schlichten. Zudem sollen Zertifizierungen für koschere Speisen vereinheitlicht werden, um Juden dort das Leben und Reisen zu erleichtern.

17:47 Uhr

Twitter-Alternative Parler wieder online - Trumps neue Plattform?

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Zurück nach einem Monat Zwangspause - die App Parler.

(Foto: picture alliance / STRF/STAR MAX/IPx)

Ex-Präsident Donald Trump ist seit seinem Twitter-Bann ja immer noch auf der Suche nach einer neuen Heimat. Ein bei seinen Anhängern und der amerikanischen Rechten beliebte Twitter-Alternative Parler ist nach einer gut einmonatigen Zwangspause wieder online. Parler war Mitte Januar nach der Erstürmung des Kapitols in Washington durch Trump-Anhänger vom Netz gegangen. Der Grund war, dass Amazon als Infrastruktur-Dienstleister die Plattform unter Verweis auf Gewaltaufrufe von den Servern warf. Noch ist unklar, wer jetzt der technische Dienstleister von Parler ist. Parler bezeichnete sich als auf Redefreiheit fokussierte Online-Plattform. In der Realität war es eine Art Twitter-Kopie, wo alles erlaubt ist. Die noch verhältnismäßig kleine Plattform verzichtete weitgehend auf Regulierung von Inhalten und unternahm damit auch wenig gegen Hassreden, Drohungen und die Verbreitung falscher Informationen.

Angesichts eines zunehmend härteren Vorgehens von Twitter und Facebook gegen Gewaltaufrufe und Verschwörungstheorien wanderten schon im vergangenen Jahr verstärkt Trump-Anhänger zu Parler ab. Trump war nach der Attacke auf das Parlamentsgebäude bei Twitter und Facebook gesperrt worden. Laut Medienberichten umwarb Parler Trump bereits, als er noch Präsident war - mit dem Vorschlag, die App zu seinem exklusiven Kommunikationskanal zu machen.

17:24 Uhr

Nach Tod eines Intensivpatienten: Krankenschwester unter Mordverdacht

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Die Pflegerin wurde in einem anderen Fall schon mal verdächtigt. (Symbolbild)

(Foto: dpa)

Nach dem Tod eines Intensivpatienten in einem Neusser Krankenhaus wird gegen eine 39-jährige Krankenschwester ermittelt. Nach derzeitigen Erkenntnissen könne sie den Tod eines lebensbedrohlich erkrankten 52-jährigen Patienten verursacht haben, teilen die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft und die Polizei in Neuss gemeinsam mit. Den Tatvorwurf habe die Beschuldigte bereits gegenüber Krankenhausangestellten eingeräumt.

  • Der 52 Jahre alte Patient war demnach am 2. Februar gestorben. Den Ermittlern zufolge könnte die Krankenschwester die "ärztlich angeordnete Dosierung eines lebensnotwendigen Medikaments" reduziert und somit den Tod des Manns verursacht haben. "Derzeit ist ungeklärt, ob der 52-Jährige bei einer Medikamentenverabreichung gemäß der ärztlichen Anweisung überlebt oder einen messbaren Zeitraum länger gelebt hätte", hieß es.
  • Die Tatverdächtige wurde freigestellt und am 5. Februar festgenommen. Noch am selben Tag wurde gegen sie ein Haftbefehl wegen versuchten Totschlags durch Unterlassen erlassen, der allerdings unter Auflagen wieder aufgehoben wurde. Die Krankenschwester habe sich den Ermittlern gegenüber bisher nicht zu den Vorwürfen geäußert.
  • Überprüft werde außerdem ein Fall aus dem Jahr 2019. Damals sei in demselben Krankenhaus ein schwer vorerkrankter Patient auf der Intensivstation in einen lebensbedrohlichen Zustand geraten, "nachdem ihm mutmaßlich durch eine bis dato unbekannte Person ein nicht benötigtes Medikament verabreicht wurde". Auch damals sei die Krankenschwester unter den Tatverdächtigen gewesen.
17:15 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

17:00 Uhr

Nato schließt Verbleib in Afghanistan über Ende April hinaus nicht aus

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Stoltenberg schließt einen Verbleib der Nato-Truppen über Ende April hinaus nicht aus. (Archivbild)

(Foto: picture alliance / Christine-Fel)

Die Nato schließt einen Verbleib in Afghanistan über Ende April hinaus nicht aus, falls die radikalislamischen Taliban nicht die vereinbarten Bedingungen erfüllen. "Während kein Verbündeter länger als nötig in Afghanistan bleiben will, werden wir nicht gehen, bevor die Zeit reif ist", sagte Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg. Die diese Woche tagenden Nato-Verteidigungsminister würden die Entwicklung der Situation vor Ort "sehr genau bewerten".

Die Regierung des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump hatte den Taliban in einem Friedensabkommen vom Februar 2020 den Abzug aller internationalen Truppen in Aussicht gestellt. Eine Voraussetzung waren Friedensgespräche mit der Regierung in Kabul, die bisher aber noch nicht zu einem Ergebnis geführt haben. Stoltenberg verwies zudem darauf, dass die Taliban auch nicht wie zugesagt die Gewalt ausreichend reduziert hätten und zudem ihre Verbindungen zu internationalen Terrorgruppen wie Al-Kaida kappen müssten. Afghanistan dürfe nicht erneut "ein sicherer Hafen" für internationale Terroristen werden, die dort Angriffe auch auf Nato-Länder planten und vorbereiteten.

16:41 Uhr

Ägypten: Archäologen entdecken 5000 Jahre alte Bierbrauerei

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Den Forschern zufolge ist die 5000 Jahre alte Brauerei wohl die größte Bier-Produktionsstätte ihrer Zeit.

(Foto: dpa)

Deutschland, das Land der Bierbrauer - vielleicht muss dieses Kapitel der Geschichte doch noch einmal etwas umgeschrieben oder vielmehr ergänzt werden: Archäologinnen und Archäologen aus den USA und Ägypten haben eine antike Brauerei am Nil entdeckt: Wie das Tourismusministerium in Kairo mitteilt, handelt es sich beim Fund um eine Brauerei, die vermutlich 5.000 Jahre alt ist und 22.400 Liter Bier auf einmal produzieren konnte. Da kann die 1040 gegründete Weihenstephan-Brauerei als älteste Brauerei Deutschlands nicht mithalten. Zum Vergnügen brauten die Ägypterinnen und Ägypter jedoch wohl kein Bier: In der Antike diente der Gerstensaft als Getränk für nahezu die gesamte Bevölkerung und glich einem Grundnahrungsmittel wie Brot.

Der Leiter des Obersten Antikenrats, Mustafa al-Wasiri, schätzt, dass die Brauerei aus der Zeit von König Narmer stammte, der die beiden Königreiche Ober- und Unterägypten einte und die 1. Dynastie gründete. Nach seinen Angaben bestand die Brauerei aus acht großen Bereichen mit Produktions-Anlagen. Jeder Sektor enthielt 40 Steinguttöpfe. Er glaube, es handle sich um die erste "Hochleistungsbrauerei der Welt", erklärte al-Wasiri. Das Bier könnte in der Brauerei speziell für "Rituale in den Bestattungsstätten der ägyptischen Könige" produziert worden sein.

15:58 Uhr

Bangladesch schickt Rohingya-Flüchtlinge auf Insel

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Rohingya-Flüchtlinge warten im Hafen, um an Bord eines Marineschiffs zu gehen, das sie zur Insel Bhasan Char bringen soll.

(Foto: dpa)

8500 Rohingya-Flüchtlinge sollen bereits auf einer Insel vor Bangladesch sein, viele Tausende Menschen sollen noch folgen, wenn es nach der Regierung des Landes geht. Aus überfüllten Lagern werden die Menschen momentan auf eine 35 Kilometer entfernte Insel gebracht. Doch Hilfsorganisationen sind in großer Sorge um die Sicherheit der Menschen, denn die Insel soll während der Monsunsaison Stürmen und Überflutungen ausgesetzt sein. Bangladeschs Regierung scheint von der Kritik wenig beeindruckt und schickt weiter Rohingya-Flüchtlinge dorthin. Hunderttausende Angehörige der muslimischen Minderheit aus dem mehrheitlich buddhistischen Nachbarland Myanmar waren 2017 von dort vor Militärgewalt in das muslimische Bangladesch geflüchtet und leben nun in Camps. Die Vereinten Nationen bezeichnen ihre Verfolgung in ihrer Heimat Myanmar als anhaltenden Völkermord.

15:25 Uhr

Nigerianerin Okonjo-Iweala wird erste Frau an der Spitze der WTO

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Die Ökonomin Ngozi Okonjo-Iweala wird neue Generaldirektorin der WTO.

(Foto: REUTERS)

Mit dem heutigen Tage steht erstmals eine Frau und dann auch noch eine vom afrikanischen Kontinent an der Spitze der Welthandelsorganisation WTO: Die nigerianische Ökonomin Ngozi Okonjo-Iweala wird neue Generaldirektorin der Welthandelsorganisation (WTO) in Genf. Der Rat der 164 Mitgliedsländer bestellte die 66-Jährige einstimmig für den Spitzenposten. Sie soll ihr Amt am 1. März antreten. Okonjo-Iweala hatte sich im vergangenen Jahr gegen mehrere Mitbewerber durchgesetzt, doch blockierten die USA als einziges Land im Oktober ihre Ernennung. Die neue US-Regierung hob den Widerstand auf und machte damit den Weg für sie frei. Okonjo-Iweala ist die erste Frau und die erste Afrikanerin auf dem Posten.

Mehr dazu lesen Sie hier.
15:04 Uhr

Frankfurter Forscher entdecken Schlangenart in Myanmar

Myanophis thanlyiensis - so heißt eine bislang unbekannte Schlangenart. Das neu entdeckte Reptil haben Frankfurter Forscher gemeinsam mit Wissenschaftlern der Universität East Yangon in Myanmar nachgewiesen. Die Wasserschlange sei erstmals gefunden und beschrieben worden, teilt die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung mit.

14:31 Uhr

Großbritannien würdigt 50 Jahre Währungsumstellung mit Gedenkmünze

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Mit dem Dezimalsystem im Vereinigten Königreich und in Irland kam auch die siebeneckige "Fifty Pence"-Münze (rechts).

(Foto: picture alliance / empics)

Kleine Zeitreise zurück ins Jahr 1971: Da war ein britisches Pfund 20 Schilling wert, jeder Schilling wiederum 12 Pence. Wie viele Pence ergaben also ein Pfund? Genau, das beschert einem auf jeden Fall kurz Kopfzerbrechen. Vor 50 Jahren wurde im Vereinigten Königreich und in Irland noch genau so gerechnet. Mit einer Gedenkmünze im Wert von 50 Pence (0,57 Euro) würdigt das Vereinigte Königreich nun die Umstellung seiner Währung auf das weltweit gebräuchliche Dezimalsystem am 15. Februar 1971. "Der Tag, an dem die britische Münzprägung sich für immer veränderte", twitterte die britische Münzprägeanstalt Royal Mint. Das Vereinigte Königreich und Irland hatten an dem Tag als letzte Länder in Europa ihre Währungen dezimal unterteilt und sich vom etwas komplizierten System verabschiedet. Zurück zur kleinen Rechnung vom Anfang: Wissen Sie es? Ein Pfund war früher gleich 240 Pence. In Deutschland war übrigens bereits 100 Jahre zuvor - 1871 - auf ein Dezimalsystem umgestellt worden.

14:16 Uhr

Schichtwechsel

Meine liebe Kollegin Heidi Ulrich entschwindet jetzt in den verdienten Feierabend. Ab jetzt übernehme ich für sie die zweite Hälfte von "Der Tag" bei ntv.de und behalte den Überblick für Sie an diesem Montag! Haben Sie Lob, Kritik oder Hinweise für uns? Schreiben Sie mir gern eine Mail an: johanna.ohlau[at]nachrichtenmanufaktur.de.

Ihre Johanna Ohlau

14:01 Uhr

Königin Silvia bricht sich das Handgelenk

Schwedens Königin Silvia hat sich bei einem Sturz das rechte Handgelenk gebrochen. Die 77-Jährige sei heute früh daheim im Schloss Drottningholm hingefallen, im Krankenhaus seien später mehrere Frakturen des Handgelenks festgestellt worden, erklärt das schwedische Königshaus. Inzwischen ist die Königin wieder zu Hause. Es gehe ihr den Umständen entsprechend gut, heißt es.

13:39 Uhr

70 Kilo Drogen und Waffen im Schwarzwald entdeckt

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Sichergestellte Drogen und Waffen.

(Foto: dpa)

Ermittler haben in Baden-Württemberg eine mutmaßliche Drogenhändlerbande zerschlagen. Sie nahmen fünf Tatverdächtige zwischen 32 und 62 Jahren fest. Sie sollen unter anderem mit Kokain, Marihuana und Amphetamin gehandelt haben. Von der Staatsanwaltschaft Konstanz und dem Zollfahndungsamt Stuttgart heißt es, in der letzten Woche seien mehrere Wohnungen und Garagen im Schwarzwald-Baar-Kreis durchsucht worden. Dabei seien 70 Kilogramm Drogen, 250.000 Euro Bargeld und mehrere Schusswaffen beschlagnahmt worden, darunter eine vollautomatische Maschinenpistole.

13:21 Uhr

Untergang der „Sewol“ - Ex-Chef der Küstenwache freigesprochen

Fast sieben Jahre nach einem Fährunglück mit mehr als 300 Toten hat ein Gericht den damaligen Chef der südkoreanischen Küstenwache freigesprochen. Kim Suk Kyoon und neun andere aktuelle und frühere Vertreter der Küstenwache könnten nicht für die verpfuschte Rettungsaktion zur Rechenschaft gezogen werden, entschied das Gericht in Seoul. Ihnen könne keine Verletzung ihrer beruflichen Sorgfaltspflichten nachgewiesen werden. Die Fähre "Sewol" war am 16. April 2014 vor der Insel Jindo vor der Südwestküste Südkoreas gekentert. Von den 476 Menschen an Bord kamen 304 ums Leben, die meisten von ihnen waren Schulkinder. Eine Untersuchung kam zu dem Schluss, dass eine Kette von Fehlentscheidungen und menschliches Versagen zu der Katastrophe führten. Mehrere Besatzungsmitglieder wurden zu Haftstrafen verurteilt, der Kapitän bekam lebenslänglich. Sie hatten zu den ersten gehört, die von Bord gingen, während Hunderte Passagiere unter Deck gefangen waren.

13:00 Uhr

China überholt USA als wichtigster Handelspartner der EU

China hat die USA erstmals als wichtigster Handelspartner der EU abgelöst. Das geht aus Daten der EU-Statistikbehörde Eurostat hervor. Demnach betrug das Handelsvolumen mit der Volksrepublik 586 Milliarden Euro im Jahr 2020. Bei den USA waren es 555 Milliarden Euro. Trotz der Corona-Krise legte der Handel mit China im vergangenen Jahr erneut zu. Eurostat zufolge stiegen die Exporte der EU um 2,2 Prozent und die Importe aus China um 5,6 Prozent. Chinas Wirtschaft hatte sich deutlich schneller von der Corona-Krise erholt als die der USA. Zudem hatte der frühere US-Präsident Trump nicht nur gegen China Strafzölle verhängt, sondern auch gegen bestimmte Einfuhren aus der EU. Die EU verhängte daraufhin milliardenschwere Gegenzölle. Und so fielen die EU-Exporte in die USA um 8,2 Prozent, die Importe sanken um 13,2 Prozent.

12:46 Uhr

Polizist legt für "Aloha"-Tattoo Verfassungsbeschwerde ein

Der Streit um Tattoos bei Polizisten landet vor dem Bundesverfassungsgericht. Ein Polizist aus Bayern, der sich den Schriftzug „Aloha“ auf einen Unterarm tätowieren lassen will, hat Verfassungsbeschwerde eingelegt. Er sagt, es sei seine Entscheidung, ob er so ein Tattoo trage und die sei von seinem Grundrecht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit gedeckt. Der Polizist wendet sich damit gegen ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 14. Mai 2020. In dritter Instanz hatte das Gericht seine Klage zurückgewiesen und sich auf das Beamtengesetz des Freistaates berufen. Daraus ergebe sich, dass bayerische Polizeivollzugsbeamte sich nicht sichtbar an Unterarm, Händen, Kopf oder Hals tätowieren lassen dürfen. Das will der Polizist nicht hinnehmen. Das Tattoo soll ihn an seine Flitterwochen auf Hawaii erinnern. "Das ist eine Tätowierung und das geht niemanden anders etwas an", bekräftigt er nun. Er sei kein schlechterer Polizist, nur weil er tätowiert sei.

12:14 Uhr

Kendall Jenner und Devin Booker sind ein Paar

Und noch eine Promi-Beziehung ist am Valentinstag öffentlich geworden. Das Model Kendall Jenner und der NBA-Star Devin Booker bestätigten, dass sie ein Liebespaar sind. Gerüchte darüber hatte es schon länger gegeben. Jenner veröffentlichte nun in einer Instagram-Story ein Turtelfoto der beiden. US-Medienberichten zufolge wurden sie im vergangenen April erstmals zusammen in Arizona gesichtet. Im August sollen sie gemeinsam Zeit in Malibu verbracht haben.

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11:22 Uhr

Bergsteiger stürzt im Ammergebirge in den Tod

Ein Bergsteiger ist bei einer Gratüberschreitung im Ammergebirge ums Leben gekommen. Es handelt sich um einen 29-Jährigen aus dem Raum Landsberg am Lech. Von der Polizei heißt es weiter, er sei gestern allein von Ettal aus zu der Tour aufgebrochen. Bei der Überschreitung vom Brunnenkopf in Richtung Kleine Klammspitze sei er in steilstem Gelände in die Tiefe gestürzt. Als er am Nachmittag nicht zurückkehrte, wurde eine Suche eingeleitet. Retter der Bergwachten aus der Umgebung, die Alpine Einsatzgruppe der Polizei, zwei Polizeihubschrauber und die Feuerwehr Oberammergau waren daran beteiligt. Gegen 20 Uhr wurde der Vermisste mithilfe einer Wärmebildkamera von der Besatzung des Polizeihubschraubers entdeckt. Bergwachtler erreichten ihn in dem unwegsamen Gelände zu Fuß, wenig später kamen Notarzt und ein weiterer Bergretter mithilfe des Polizeihubschraubers. Doch für den Mann kam jede Hilfe zu spät.

11:04 Uhr

Nikkei schließt erstmals seit 1990 über 30.000 Punkten

In Erwartung eines Wirtschaftsaufschwungs und steigender Firmengewinne decken sich Anleger mit asiatischen Aktien ein. Der japanische Nikkei-Index stieg am Montag um knapp zwei Prozent auf 30.084 Punkte und schloss erstmals seit mehr als 30 Jahren über der psychologisch wichtigen 30.000er Marke. Die chinesischen Börsen blieben wegen der dortigen Neujahrsfeiern erneut geschlossen. "Die Aktienkurse sind so schnell gestiegen, sie haben quasi das Tempolimit überschritten", sagte Anlagestratege Ayako Sera von der Sumitomo Mitsui Trust Bank. Daher hätten die Börsen derzeit kaum noch Luft nach oben. Größere Rücksetzer seien aber auch nicht zu erwarten.

In Seoul rutschten die Aktien von SK Innovation um 4,2 Prozent ab. Der südkoreanische Batterie-Hersteller hatte in den USA ein Verfahren gegen den heimischen Rivalen LG Chem wegen angeblichen Diebstahls von Geschäftsgeheimnissen im Zusammenhang mit Elektroauto-Batterien verloren. LG-Chem-Titel legten gut drei Prozent zu.

Nikkei
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Diese Meldung war auf ntv.de zuerst in "Der Börsen-Tag" zu lesen.

10:43 Uhr

Mandy Capristo zeigt neuen Freund - ein bisschen

Die Sängerin Mandy Capristo ist offenbar wieder vergeben. Auf Instagram postete sie zum Valentinstag ein erstes Pärchenfoto. Dazu setzte sie noch ein Herz und kommentiert das Bild mit, "yours" - also "dein". Allerdings ist das Gesicht des Mannes nicht richtig zu erkennen. Auch wer der Mann ist, hat die 30-Jährige noch nicht verraten.

10:16 Uhr

Zwei Millionen Bürgern fehlt Geld, um ausreichend zu heizen

In Deutschland leben rund zwei Millionen Menschen, die ihre Wohnung oder ihr Haus aus Finanznot nicht ausreichend beheizen können. Wie das Statistische Bundesamt auf Basis der Zahlen für das Jahr 2019 mitteilte, waren das 2,5 Prozent der Bevölkerung. Der Anteil ist aber rückläufig: 2009 war er mit 5,5 Prozent noch mehr als doppelt so hoch. In der Europäischen Union waren 2019 rund 6,9 Prozent der Bevölkerung finanziell nicht in der Lage, ihre Wohnungen adäquat zu heizen. Am häufigsten traf dies auf Menschen in Bulgarien (30,1 Prozent), Litauen (26,7 Prozent) und Zypern (21,0 Prozent) zu. In Schweden, Österreich und Finnland war der Anteil mit jeweils knapp zwei Prozent am niedrigsten.

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10:00 Uhr

An tschechisch-deutscher Grenze bilden sich lange Staus

Vor den Autobahn-Grenzübergängen nach Deutschland haben sich in Tschechien kilometerlange Staus gebildet. Die Bundesregierung hatte das Nachbarland zum Virusvariantengebiet erklärt und stationäre Grenzkontrollen wiedereingeführt. Auf der Autobahn E55/D8 Prag-Dresden stauten sich die Lastwagen am Vormittag bis nach Usti nad Labem (Aussig an der Elbe) zurück. Auf der E50/D5 in Richtung Nürnberg bildete sich vorübergehend eine mehr als 20 Kilometer lange Lkw-Kolonne. Seit Sonntag dürfen aus dem Nachbarland nur noch Deutsche sowie Ausländer mit Wohnsitz und Aufenthaltserlaubnis in Deutschland einreisen. Ausnahmen gibt es unter anderem für Gesundheitspersonal, Lastwagenfahrer und sonstiges Transportpersonal im Güterverkehr.

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09:48 Uhr

Tabaksteuer soll auch bei E-Zigaretten fällig werden

In Deutschland könnten Raucher bald stärker zur Kasse gebeten werden. Das Finanzministerium plane eine Erhöhung der Tabaksteuer, schreibt die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Ihr liegt ein Entwurf für das Tabaksteuermodernisierungsgesetz vor. Die Tabaksteuer solle erstmals auch für nikotinhaltige E-Zigaretten gelten, heißt es weiter. Auch für Verdampfer - sogenannte „Heat-not-Burn“-Produkte - solle künftig der höhere Steuersatz gelten und nicht mehr der niedrigere Satz für Pfeifenprodukte, schreibt die Zeitung. Demnach soll sich die Steuer für Zigaretten vom kommenden Jahr an jährlich um acht Cent je Packung mit zwanzig Zigaretten erhöhen. Für eine 40-Gramm-Packung Feinschnitt steigt die Abgabe um bis zu 15,7 Cent.

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09:20 Uhr

Umfrage: Sollten Osterurlaube möglich sein?

Noch befindet sich Deutschland mitten im Winter und im Lockdown, es wird aber gerade in der Politik viel über Reisen in der Osterzeit diskutiert. Sachsens Ministerpräsident Kretschmer sieht wegen des Corona-Infektionsgeschehens keine Chance für Urlaubsreisen zu Ostern. Berlins Regierungschef Müller hingegen kann sich grundsätzlich vorstellen, dass es mit dem Osterurlaub klappen könnte. Allerdings sei es noch zu früh, sich festzulegen, sagt er. Was denken Sie?

08:43 Uhr

Geisterfahrer gibt Navi die Schuld

Die Polizei hat auf der Autobahn 71 im Thüringer Wald einen Geisterfahrer gestoppt. Der Wagen raste gestern am späten Abend zwischen Meiningen-Nord und dem Dreieck Suhl rund 15 Kilometer auf der falschen Seite und kam mehreren Autofahrern entgegen. Zwei Streifenwagen stoppten das Auto im Tunnel Berg Bock, fünf Minuten nach ihrer Alarmierung. Von der Autobahnpolizei heißt es, am Steuer sei ein 24-Jähriger aus Weimar gewesen. Er und sein Beifahrer hätten das Navigationsgerät für das falsche Auffahren an der Anschlussstelle Meiningen-Nord verantwortlich gemacht. Die Polizei ermittelt nun gegen den 24-Jährigen wegen des Verdachts der Gefährdung des Straßenverkehrs. Zum Glück wurde aber niemand verletzt.

08:31 Uhr

Demonstranten in Myanmar trotzen Militärpräsenz

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Demonstranten an diesem Montag in Mandalay.

(Foto: AP)

Trotz massiver Militärpräsenz und einer nächtlichen Internetsperre sind in Myanmar wieder zahlreiche Demonstranten gegen die Putschisten auf die Straße gegangen. Sie fordern die Wiedereinsetzung der zivilen Regierung unter Aung San Suu Kyi und die Rückkehr zu demokratischen Reformen. In den Großstädten gingen gestern erstmals gepanzerte Fahrzeuge in Stellung. Die Angst vor einem gewaltsamen Vorgehen gegen die Demonstranten wächst. Außerdem sperrte das Militär von 1 Uhr bis 9 Uhr das Internet. Derweil wurde ein Gerichtstermin von Aung San Suu Kyi auf übermorgen verschoben. Die gestürzte De-facto-Regierungschefin bleibt somit weiter in Untersuchungshaft.

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Auch in der Millionenstadt Rangun sind Panzer aufgefahren.

(Foto: AP)

08:07 Uhr

Scholz will Steueroasen mit neuem Gesetz austrocknen

Bundesfinanzminister Scholz will Geschäfte mit Steueroasen mit einem neuen Gesetz zurückdrängen. Wie? Indem Geschäftspartnern der Steueroasen Steuervorteile genommen werden. Der „Rheinischen Post“ liegt ein Entwurf des sogenannten Steueroasen-Abwehrgesetzes vor. Dieser geht demnach im Laufe des Tages in die Abstimmung innerhalb der Bundesregierung.

  • Demnach soll etwa - mit Blick auf Steueroasen - ein Verbot des Betriebsausgaben- und Werbungskostenabzugs eingeführt werden, sodass Geschäftsvorgänge mit Bezug zu Steueroasen die inländischen Einkünfte nicht mehr mindern können.
  • Zudem soll einer ausländischen Gesellschaft keine Steuerentlastung mehr gewährt werden, wenn an ihr mindestens zehn Prozent natürliche Personen beteiligt sind, die in einer Steueroase ansässig sind.
  • Auf der Schwarzen Liste der Steueroasen der EU-Kommission finden sich derzeit Staaten und Gebiete wie beispielsweise Amerikanisch-Samoa, Fidschi, Panama oder die Seychellen.
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07:50 Uhr

"Warum nicht?": Müller gegen Osterurlaubs-Absagen

Die Corona-Maßnahmen sind gerade erst verlängert, schon entbrennt Streit um die nächste Urlaubsplanung. Aus Sachsen gibt es bereits eine Absage an den Oster-Urlaub, aus Berlin kommt Widerspruch. Virologen aber haben eine klare Meinung zu der Frage.

07:28 Uhr

Rund 100 Personen treffen sich zu Ski-Fasching

Im sächsischen Erzgebirgskreis haben sich Dutzende Personen zum Ski-Fasching getroffen und gleich mehrere Corona-Regeln gebrochen. Sie versammelten sich trotz der Kontaktbeschränkungen gestern Nachmittag in einem Ortsteil der Stadt Marienberg. Etwa 100 Personen sollen sich daran beteiligt haben. Von der Polizei heißt es, die Feier sei ohne Mund-Nasen-Bedeckungen und ohne Einhalten der Abstandsregeln abgehalten worden. Als die Polizei kam, verschwanden die meisten Feiernden schnell auf ihren Skiern. Die genaue Personenanzahl könne deshalb nicht bestätigt werden, heißt es weiter. Die Polizei ermittelt nun wegen Nichteinhaltung der sächsischen Corona-Schutzverordnung.

07:01 Uhr

Empire State Building erstrahlt zur Mars-Mission in Rot

Am Donnerstag soll der neue Rover der Nasa auf dem Mars landen. Dieses Ereignis nehmen die Betreiber des Empire State Buildings zum Anlass, das New Yorker Wahrzeichen in ein neues Licht zu tauchen. Die Spitze des Empire State Buildings soll rot erstrahlen - ganz im Zeichen des roten Planeten.

Der Rover "Perseverance" (auf Deutsch etwa: Durchhaltevermögen) hatte seine Reise im Sommer begonnen. Er soll in einem bislang noch nie vor Ort untersuchten ausgetrockneten See namens "Jezero Crater" landen und nach Spuren früheren mikrobiellen Lebens suchen sowie das Klima und die Geologie des Planeten erforschen und Proben von Steinen und Staub nehmen.

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06:44 Uhr

Kälterekord für diesen Winter gemessen

Im Erzgebirge ist die bundesweit niedrigste Temperatur im bisherigen Winter gemessen worden. In Kühnhaide, einem Ortsteil der Stadt Marienberg nahe der Grenze zu Tschechien, wurde nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes um 5 Uhr ein Tiefstwert von minus 28,8 Grad gemessen.

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06:33 Uhr

Bill Gates will Milliarden in Klimaschutz investieren

Microsoft-Gründer Bill Gates will den Kampf gegen den Klimawandel mit zwei Milliarden Dollar unterstützen. Er werde diese Summe in den kommenden fünf Jahren in entsprechende Startups und andere Projekte investieren, sagte er dem "Handelsblatt". Es gelte, mit Innovation eine Klimakatastrophe zu verhindern, so der Milliardär. "Es ist nicht unmöglich, aber es ist sehr schwierig." Außerdem forderte er eine Verfünffachung staatlicher Forschungsinvestitionen weltweit in saubere Energien und andere Klimainnovation innerhalb des nächsten Jahrzehnts.

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06:17 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen!

Helau oder Alaaf kann man heute zwar auch wünschen, die traditionellen Karnevalsumzüge fallen in diesem Jahr wegen der Pandemie aber aus. Ein Online-Treffen mit Freunden samt Kostümen und Getränken könnte dem ein oder anderen Narren vielleicht ein kleiner Trost sein. Was steht an diesem Rosenmontag noch an?

  • Der erhoffte wirtschaftliche Neustart nach der Corona-Krise beschäftigt ab 15 Uhr die Eurogruppe. Die Finanzminister der 19 Staaten mit der gemeinsamen Währung beraten über die jüngste Konjunkturprognose der EU-Kommission. Diese sagt voraus, dass die Wirtschaft im Euroraum ab dem zweiten Quartal wieder zulegt.
  • Die Welthandelsorganisation (WTO) will in Genf die Ökonomin und Entwicklungsexpertin Ngozi Okonjo-Iweala aus Nigeria zur neuen Generaldirektorin ernennen. Dazu treffen die Botschafter der 164 Mitgliedsländer am Nachmittag online zusammen.
  • Einen ganz kleinen Karnevalsumzug gibt es dann doch: Im Kölner Karnevalsmuseum wird ein Minizug aus 16 Modellwagen präsentiert.
  • Im Montagsspiel der Fußball-Bundesliga trifft Bayern München um 20:30 Uhr auf Arminia Bielefeld.
  • Bei den Australian Open der Tennisprofis laufen die restlichen Achtelfinals.

Ich bin Heidi Ulrich, erreichbar über heidi.ulrich(at)nachrichtenmanufaktur.de, und ich wünsche Ihnen einen schönen Tag!

06:00 Uhr