Leben

Vegan, Ramen oder Prep-Diät So macht Kochen in der Pandemie Spaß

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Bei Google erreichten die Themen Kochen und Backen im April Höchstwerte.

(Foto: imago images/Westend61)

Das Coronavirus bringt es an den Tag: Die Deutschen können gar nicht so gut kochen. Das macht sich an eintönigem Essen und auf der Waage bemerkbar. Aber man kann das ja ändern, indem man den Kindern zum Beispiel Kochen beibringt - und sich selbst dann nebenbei auch.

Die Deutschen sind während der Ausgangsbeschränkungen dicker geworden. 20 Prozent sagten jüngst in einer Yougov-Umfrage, sie hätten mehr auf den Rippen, als vor der Pandemie. Den Briten, Franzosen und Italienern geht es ebenso. Die Gründe sind so einfach wie ernüchternd. Zuviel Fastfood, zu wenig gutes Essen plus zu wenig Bewegung. Der britische Starkoch Jamie Oliver zeigt in seiner Kochshow bereits simple Quarantäne-Rezepte mit wenigen und einfachen Zutaten, zum Beispiel für "schnelle grüne Pasta". Auch der französische Fernsehkoch Cyril Lignac findet, diese Zeit sei eine großartige Chance, "Kindern und Jugendlichen beizubringen, wie man einfache Gerichte kocht". Und ganz nebenher auch sich selbst.

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Denn spätestens nach vier Wochen zu Hause vergeht einem nicht nur irgendwann die Lust auf die zwanzigste Partie Uno, sondern auch auf jedes Essen, das man je gekocht hat. Mit der Aussicht auf weitere Wochen, in denen man es sich so gemütlich wie möglich machen sollte, lockt ein neues Kochbuch um so mehr. "Vegan Foodporn" der deutschen Foodbloggerin Bianca Zapatka ist dafür wie geschaffen. Und da sich auch bei der versiertesten Veganerin irgendwann die Langeweile einschleicht, gibt es bei 100 Rezepten, von Frühstück über Hauptgerichte und Fingerfood bis zu Kuchen genug Raum zum Ausprobieren.

Wie man auch auf Zapatkas Blog sehen kann, dreht es sich bei ihr nicht nur um das Kochen selbst, sondern auch die Präsentation der Gerichte. Das muss man zu Hause natürlich nicht nachmachen, aber es inspiriert einen durchaus, die Vanille-Crêpes mit den darüber gestreuten Himbeeren jetzt doch mal zu probieren - einfach, weil sie so fantastisch aussehen. Für echte Kenner gibt es darüber hinaus Rezepte, um vegane Basics wie Käse, Milch und Mayonnaise selbst herzustellen.

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Sich Zeit nehmen, um das Essen vorzubereiten - wenn nicht jetzt, wann dann?

(Foto: imago images/Westend61)

Bei den Rezepten ist so ziemlich alles möglich. Die Großeltern können den Enkeln jetzt gefüllte Paprikas mit veganem Käse überbacken, die Studenten-WG versucht sich vielleicht lieber am Blumenkohl Tikka Massala, an den erstaunlich leichten Süßkartoffel-Gnocchis oder an knusprigem Tofu mit Tahini-Erdnuss-Sauce. Ein echter Knaller zum Schluss sind die Kuchen und Desserts. Denn vegan backen ist bekanntermaßen eine echte Herausforderung. Doch der Zitronenkuchen mit Mohn kommt nicht nur mit der schönsten Frühlingsdeko daher, sondern auch komplett ohne Eiersatz aus. Und das Beste … er schmeckt gar nicht vegan!

Eine Schüssel Nudelglück

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Als die zahlreichen Asia-Restaurants zeitweise schließen mussten, machte sich das für viele mehr als schmerzhaft bemerkbar: kein Sushi, keine China-Pfanne, keine Schüssel Ramen. Doch jetzt gibt es die typische japanische Nudelsuppe auch zu Hause und selbstgemacht. Denn in "Ramen für alle" erklären Hugh Amano und Sarah Becan nicht nur das Einmaleins dieses würzigen Seelenfutters, sondern auch raffinierte Varianten mit Fleisch, Einlagen und Würzölen.

Nicht nur für Kochbuchanfänger ist das Buch eine Augenweide, denn eigentlich ist es eine Graphic-Novel darüber, wie man sich immer wieder anders eine herrliche Ramen-Suppe kocht. Hier geht es um die "Alchemie feiner Brühen, elastischer Nudeln und köstlicher Einlagen". Das klingt wahnsinnig ambitioniert und vor allem auf den hinteren Seiten des Buches ahnt man, dass Ramen auch als Haut Cuisine durchgehen können.

Aber man hat ja Zeit zum Üben: Schritt für Schritt erklären die Autoren, wie man eine gute Brühe kocht, welche Nudeln man kaufen oder sogar, wie man sie selbst machen kann. Es folgen Fleischsorten, die verschiedenen Gemüse und natürlich Eier. Wer es nicht ganz so mächtig möchte, weil er nicht zu denen gehören will, die ziemlich zugenommen haben, sollte unbedingt die leichtere Shio-Brühe versuchen. Mit den entsprechenden Vorräten kann man definitiv eine ganze Pandemie mit immer neuen Schüsseln voller duftender Ramen gelassen überstehen.

Ich hab' da mal was vorbereitet

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Vorräte sind das Stichwort für Dagmar von Cramms "Schlank mit der Prep-Diät". Geschrieben wurde das Kochbuch für alle, die dazu neigen, sich fernab des heimischen Herdes schlecht zu ernähren. Zu viel, zu fettig, zu hochverarbeitet, das typische Büroessen eben. Das ist derzeit ja eigentlich nicht das Problem, trotzdem laufen von Cramms Rezepte jetzt zur Hochform auf. Denn wer hat schon im Homeoffice Zeit und Lust, immerzu auch noch zu kochen?

Hier kommen Wochenpläne, Einkaufslisten und jede Menge gute Planung, um die Leckereien fertig zu haben, wenn mal wieder alle Familienmitglieder Hunger schreien. Denn Prep steht natürlich für: Man hat da schonmal etwas vorbereitet. Das geschieht meist am Wochenende, wenn der große Einkauf verarbeitet wird. Dann wird Gemüse gegrillt, Fleisch gebraten und Teig gerührt, sodass die spätere Zubereitung dann im Normalfall nur noch zwischen 5 und 15 Minuten dauert. Das kann man doch aushalten, wenn es dann gefüllte Gemüse-Tortilla, Rosa Püree mit Matjes oder Glasnudeln mit Ratatouille gibt? Wer Fleisch sucht, wird sicher in der Schmorwoche fündig.

Das Versprechen dieses Kochbuchs: Vollwertige Rezepte ohne Weißmehl, mit natürlichen Zutaten, allen Nährstoffen und maximal 1400 Kalorien am Tag. Zehn Wochen kann man sich durchschlemmen und dabei seine Kochfähigkeiten verfeinern. Austauschtabellen ermutigen dazu, Zutaten mal durch andere zu ersetzen. Denn wie die Großmütter schon sagten: Zum Kochen muss man nur lesen können, der Rest ist Phantasie.

Quelle: ntv.de