Leben

It's a kind of Magic! Wenn der Steiner Dal zaubert

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Linsen haben ihren altbackenen Touch längst verloren!

Meine heutige Mission lautet "Proteine, Proteine, Proteine"! Ich erzähle Ihnen, warum Proteine lecker sein können. Auch wenn es erst einmal so aussieht, als malte ich schwarz. Aber das ist eben "Black Magic", die da auf den Teller kommt. Ein schwarzes Dal nämlich.

Hülsenfrüchte sind ja bekanntlich das am meisten unterschätzte Superfood, das es gibt. Es hat manchmal noch den Kriegs-Malus im Rucksäckle, also dass man, wenn man nix hatte, alte Hülsenfrüchte auffutterte und zu allem Überfluss Kohl dazu. Aber das ist zu Recht 'ne olle Kamelle. (Ich habe übrigens gerade - unnützes Wissen first! - gelernt, was olle Kamellen sind: Nicht etwa Süßes, das ranzig wurde, sondern Kamillenblüten, die alt sind und ihre Heilkraft verloren haben. Das nur nebenbei).

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Superfood, mit Heilkraft und allem Drum und Dran!

Aber damit bin ich eigentlich schon mitten im Thema: (Heil)Kraft haben meine schwarzen Kichererbsen (ja, es tun auch die klassischen hellen, aber so sieht es einfach eleganter aus), die Beluga-Linsen und die schwarzen kleinen Bohnen in jedem Fall. Sie sorgen für starke Muskeln, für gesunde Knochen, und sie machen so richtig schön rundum satt. Außerdem schmecken sie lecker! Übrigens ist es eine Mär, dass man sie beim Kochen nicht schon salzen darf. Das Gerücht hält sich zwar und auch ich bin damit als Koch noch groß geworden, aber es ist einfach Blödsinn. Salzen und würzen Sie ihre Hülsenfrüchte nach Herzenslust! Nicht erst am Ende.

Schlaumeier, die das nicht glauben wollen, gucken bitte mal hier nach. Da steht auch sonst alles, was man (noch) nicht weiß über die Kraftpakete. Und dies soll keine Werbung sein! Sie können auch Hunderte andere Websites dazu anklicken, aber hier geht es recht kompakt und umweltfreundlich zu.

Zutaten

100 g Bio Beluga Linsen

100 g schwarze Kichererbsen

150 g schwarze Bohnen

1 Zwiebel

1 kleine Ingwerknolle

2 Knoblauchzehen

1 gelbe und 1 rote Chilli-Schote

Olivenöl

Ghee

20 g Nigella Samen/Körner

1 Sternanis

3 Kardamom Kapseln

2 TL Koriander Samen

1 TL Cumin/ Kümmel

2 Rote Paprika

1 Bund Frühlingszwiebeln

1 Staudensellerie

Frischer Koriander

½ Zitrone

150 ml Kokosmilch

150 ml Joghurt

Salz, Pfeffer

1 Packung Madras Plain Poppadums (kleine
Fladen aus Linsen-und Reismehl)

Mein schwarzes Dal dient übrigens als Anregung - wie immer dürfen Sie jonglieren, improvisieren, zweitverwerten und verändern. Etwa mit den Beluga-Linsen einen lauwarmen Salat machen. Dazu nehmen Sie fast dieselben Zutaten (also Belugas, kleine rote, rohe Paprika, frischer Koriander und Kreuzkümmel sind unverzichtbare Elemente) und peppen diese Basis mit einem schönen exotischen Dressing auf. Wenn da drin Süßes (Honig), Saures (Limette) und Scharfes (Peperoni) seinen Platz findet, schmeckt es köstlich. Soja-Soße oder Sesamöl geben eine extra-raffinierte Note. Einfach inspirieren lassen. Sie können auch eine Mango reinschnippeln, das ist dann eher das Sommerrezept ums Protein herum…

Es gibt weltweit mehr als 18.000 verschiedene Hülsenfrüchte. Ich meine das mit dem "Inspirieren lassen" also durchaus ernst!

Nebenbei: heute sind wir mit diesem leckeren Hingucker auch mal wieder vegan unterwegs. Ich mache allerdings auch gern eine Creme aus Joghurt mit Limette, einem schönen Schuss Tahini und Salz und Pfeffer dazu, das über den Teller gesprenkelt wird.

Los geht's: Indisches Dal

Das Rezept ist für 4 bis 6 Personen und dauert etwa 45 Minuten in der Zubereitung

Die Bohnen und die Kichererbsen 12 Stunden in Wasser einweichen, dann abspülen. Die Nigellasamen mit dem Sternanis und den Kardamomkapseln in Ghee rösten. Dann die im Mörser gemahlenen Kümmel und Koriandersamen dazu. Jetzt die fein geschnittene Zwiebel mit dem gepressten Knoblauch und dem geriebenen Ingwer mitdünsten. Zuerst die Belugalinsen dazu geben und mit doppelt soviel Wasser auffüllen, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Nach 20 Minuten die eingeweichten Bohnen und Kichererbsen in Olivenöl braten und zu den Linsen geben. Mit der Kokosmilch auffüllen und dann 25 Minuten bei schwacher Hitze köcheln lassen.

Die Paprika, Sellerie und die Frühlingszwiebeln fein schneiden und mit dem gezupften Koriander anrichten.

Auf einem Teller das Dal mit dem frischen Gemüse und Joghurt anrichten, mit ein paar Spritzern Zitronensaft beträufeln.

Mit den ausgebackenen Poppadums servieren.

Quelle: ntv.de

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