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Die Frau am Grill Blitz-Spareribs in Rekordzeit grillen

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(Foto: Matthias Würfl)

Die Grills rauchen ja schon wieder. Unzählige Steaks und Würstchen werden Woche für Woche zubereitet, auch Spareribs. Profis benötigen für butterzarte Rippchen sechs Stunden. Ob es nicht ein bisschen schneller geht? Klar - hier kommen zwei Varianten für Blitz-Spareribs.

Die Methode der Profis

Auf Grillmeisterschaften geht kein Weg daran vorbei: Es dreht sich um die 3-2-1-Spareribs. Was so viel bedeutet wie: drei Stunden räuchern, zwei Stunden dämpfen und eine Stunde glasieren. Macht sechs Stunden, mit Vorbereitung wohl an die sieben Stunden. Die Zeit hat Ottonormalverbraucher aber meist nicht.

Darum: Blitz-Spareribs direkt auf den Grill legen

Nach dem Entfernen der Silberhaut werden die Rippchen mit einer Gewürzmischung eingerieben. Diese für ein paar Minuten einwirken lassen und dann heißt es schon: Ab mit den Leiterchen auf den Grill. Und zwar in die direkte Hitze. Bei 150 Grad und geschlossenem Deckel (sowohl auf dem Gasgrill als auch auf dem Kugelgrill mit Kohle befeuert) von jeder Seite 20 Minuten grillen. Das Ergebnis: Nicht so butterweich wie bei der Sechs-Stunden-Methode, aber: die Zähne beißt man sich keinesfalls aus.

Alternativ: Dämpfen und Grillen

Während die erste Methode nur 40 Minuten in Anspruch nahm, wird das Zeiteisen nun doch ein wenig mehr belastet. Aber keine Sorge: Die Spareribs kommen nach dem Marinieren in einen Bräter (mit Deckel) und werden in einer Flüssigkeit (Brühe, Bier oder Saft) gedämpft. Und zwar für 45 Minuten. Anschließend werden sie nochmals von jeder Seite bei 170 Grad für fünf Minuten in der direkten Hitze scharf angegrillt. Das Ergebnis: Eine Mischung aus der ersten Methode und der 6-Stunden-Variante - das Fleisch beginnt sich schon wesentlich einfacher vom Knochen zu lösen.

Wie bekommt man den Räuchergeschmack ohne Räuchern an die Rippchen?

Ganz einfach: In die Gewürzmischung kommen Räuchersalz sowie geräuchertes Paprikapulver. Und zudem wird beim Verzehr eine rauchige BBQ-Soße gereicht.

Das Fazit:

Schnelle Rippchen schmecken sehr gut, sind jedoch nicht ganz so butterzart wie bei der Sechs-Stunden-Methode. Aber: Auf alle Fälle zwei absolut legitime Methoden, die Ribs zuzubereiten.

Und die Beilagen?

Gegrillte Maiskolben, jegliche Art von Beilagensalat oder Pommes frites. Und wenn der Grill übrigens schon läuft: wie sieht es mit Zucchini aus? Diese passen gegrillt als Beilage auch vorzüglich zum Fleisch vom Rost.

Zutaten

2 kg Spareribs

Gewürzmischung (nach Wahl)

Bei Methode 2: zusätzlich 500 ml Gemüsebrühe

Allgemeine Informationen

Portionen: 4
Vorbereitungszeit: 5 Minuten
Zubereitungszeit: 55 Minuten

Zubereitung

Generelle Vorbereitung:

1. Die Rippchen von der Silberhaut befreien, anschließend mit der Gewürzmischung nach Wahl einreiben und etwa 20 Minuten einwirken lassen.

Methode 1:

 1. Die Spareribs bei 150 Grad von beiden Seiten 20 Minuten grillen (direkt).

Methode 2:

1. Gemüsebrühe in einen Bräter (mit Deckel) gießen. Eine Erhöhung (zum Beispiel umgedrehte Untertassen von Kaffeetassen) platzieren und die Gemüsebrühe hineingießen.

2. Den Bräter auf dem Grill (indirekt) platzieren. Den Grill auf 170 Grad vorheizen, die Rippchen dann auf die Erhöhung in den Bräter legen und den Deckel schließen. 45 Minuten dämpfen lassen.

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3. Nach dem Dämpfen werden die Spareribs bei 170 Grad je Seite fünf Minuten direkt gegrillt.

Anja Auer ist Chefredakteurin des BBQ & Food-Magazins "Die Frau am Grill". Die meisten der Rezepte gelingen nicht nur auf dem Grill, sondern auch auf dem Herd und im Ofen. Wer es noch genauer wissen will, kann sich die Frau am Grill in Aktion auf Youtube anschauen oder ihren Blog lesen.

Quelle: ntv.de