Essen und Trinken

Abts Muscheln - schaumgeboren Jakob ohne Weg, dafür mit Birne

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Sie müssen sich Ihre leeren Muscheln nach dem Essen nicht an Gürtel oder Hut heften.

(Foto: imago/allOver)

Genug von Gans, dicken Soßen und Klößen? Es ist zwar noch Januar, aber wettertechnisch steht an einigen Orten Deutschlands ja bereits der Frühling vor der Tür. Deswegen hat sich Annette Abt, unsere Lieblingsköchin aus dem Süden des Landes, etwas Leichteres ausgedacht. Statt Federvieh kommt nun also eine Muschel auf den Tisch und statt der Soße ein Schäumchen von Wasabi.

Die Jakobsmuschel hat ihren Namen natürlich nicht umsonst: Der Name bezieht sich auf den heiligen Jakobus, den Schutzpatron aller Pilger. Er trägt die Muschel in Darstellungen ganz flott entweder am Hut oder am Gürtel. Die Jakobsmuschel wurde seit dem Mittelalter zum Symbol der Pilger, insbesondere derer des Jakobswegs. Sie benutzten die Jakobsmuschel - in Ermangelung an Tupperware und wiederverwendbaren Trinkflaschen - ganz simpel zum Wasserschöpfen. So, und wir schöpfen jetzt noch einmal tief Luft und beginnen mit den Vorbereitungen für ein leckeres Essen am Wochenende.

Zutaten

5 große Rote Beete-Knollen

1 Bund Rosmarin

4 Schalotten

1 Tube Wasabicreme

0.5 l Sahne

0,1 Liter Weißwein

0,2 Liter Gemüsebrühe

1 Esslöffel Butter

1 Limette

8 Jakobsmuscheln ohne Schale oder ca. 120 Gramm pro Person,

am besten Bioqualität

2 Zitronen

1 Knoblauchzehe

Olivenöl

150 Gramm Portulak

1 Williamsbirne

2 El Dijonsenf

2 El Honig

1 Pck. Shizokresse

Jakobsmuschel auf Rote Beete mit Wasabischaum, dazu Portulak-Birnensalat

Für 4 Personen

Zubereitungszeit circa 45 Minuten

Zubereitung

Backofen vorheizen auf 180 Grad, die Rote Beete mit Salz, Pfeffer, Rosmarin und ein wenig Olivenöl einreiben und würzen und mit der Schale für circa 30 Minuten im Ofen gar backen.

Währendessen den Wasabischaum vorbereiten. Dafür 4 kleine Schalotten in feine Würfel schneiden und in Olivenöl anbraten. Mit Weißwein und Brühe ablöschen, die Sahne untergeben sowie 4 Teelöffel Wasabicreme und den Abrieb einer halben Limette.

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So sieht er auf dem Feld aus, der Portulaksalat.

Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Aufkochen lassen und anschließend pürieren, danach fein passieren. Kurz vor dem Servieren 1 Stückchen kalte Butter hinzugeben und kurz aufschlagen, zum Beispiel mit einem Schneebesen.

Jakobsmuscheln waschen, gut abtrocknen und in einer heißen Pfanne mit kleingeschnittener Knoblauchzehe und Olivenöl circa 4 Minuten auf jeder Seite scharf anbraten. Abrieb einer halben Zitrone dazugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Den Portulaksalat gut waschen und schleudern, die Birne schälen und entkernen und in feine Würfel schneiden und unter den Portulaksalat geben. Für das Dressing Saft einer halben Zitrone, Olivenöl, Senf und Honig zu einer Vinaigrette verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Zum Anrichten die Rote Beete schälen, je nach Belieben kalt oder warm anrichten: Dazu die Kugeln in feine dünne Scheiben schneiden und wie bei einem Carpaccio im Kreis auf dem Teller anrichten. Die scharf angebratenen Jakobsmuscheln mittig platzieren und den Wasabischaum nach Belieben über der Roten Beete verteilen. Mit Shizokresse garnieren, dazu den kleinen Salat, wenn gewünscht, auf einem extra Salatteller reichen.

Lassen Sie es sich schmecken - und falls Sie nicht zu denen gehören, die im Januar auf den Alkohol verzichten: Ein Riesling passt gut dazu.

Quelle: ntv.de