Essen und Trinken

Ladiges kocht Mal was anderes mit Spargel

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Königliches Gemüse - jetzt essen!

(Foto: IMAGO/YAY Images)

Spargel ist gesund, macht nicht dick- wenn man sich mit der Sauce hollandaise zurückhält - und ist ein deutsches Gemüse, das jetzt Saison hat. Deswegen im Wonnemonat Mai eine Anregung, die edlen Stangen mal anders zu verputzen als mit Schnitzel oder Kartoffeln.

Es ist Mai und mit den steigenden Temperaturen sprießt auch der Spargel auf den Feldern. Jetzt ist die beste Zeit, das "königliche Gemüse" zu verspeisen. Um die Spargelernte schon im April zu starten, werden die Felder mit warmen Wasserleitungen geheizt, was ökologisch sehr fragwürdig ist. Deshalb sollte man warten, bis Anfang Mai. Das tut nicht nur der Natur gut, sondern auch dem Geldbeutel.

Spargel ist gesund, das wussten schon die alten Chinesen, die ihn gegen alle möglichen Erkrankungen einsetzten. In unsere Gefilde kam der Spargel mit den Römern und es zeigte sich bald, dass deutsche Böden besonders gut geeignet waren, ihn anzubauen. Heute bestreitet niemand mehr, dass der beste Spargel aus Deutschland kommt.

Um mal etwas anderes mit dem edlen Gemüse zu machen, habe ich Folgendes zusammengestellt:

Königliche Pastete mit Spargelragout und Püree von grünen Erbsen

Blätterteigpasteten frisch zu backen, ist zwar eine Herausforderung, aber der Geschmack lässt sich nicht mit gekauften Pasteten vergleichen. Der Einfachheit halber verwenden wir aber tiefgefrorene Ausgangsprodukte.

Zutaten für 4 Personen

1 kg guter Spargel (auch Spargelspitzen sind gut geeignet, man bekommt sie auf Wochenmärkten und beim Erzeuger)
800 g Blätterteig in Platten, tiefgefroren
500 g junge, grüne Erbsen, tiefgefroren
1 Ei
Gemüsebrühe
Sahne
Kräuter (Kerbel eignet sich am besten)
Speisestärke (am besten Maisstärke), Meersalz, Zucker, Muskatnuss, Pfeffer
Runde Ausstecher (8 & 5 cm oder entspr. Gläser), Backpinsel, Backpapier

Zubereitung

Den Backofen auf 200 Grad (Unter-/Oberhitze) vorheizen. Den Spargel schälen und an den Enden 1 cm abschneiden. Einen 3/4 Liter Wasser mit einem Esslöffel Zucker und einem Teelöffel Salz zum Kochen bringen. Die Spargelstangen diagonal in ca. 2 cm Stücke schneiden und in den kochenden Fond einlegen. Kurz aufkochen, sofort abdecken und ziehen lassen.

Das Ei verrühren. Die angetauten Teigblätter in möglichst viele 8 cm große Kreise ausstechen. Jeweils drei Kreise zu einer Pastete formen, indem man zweimal einen kleineren Kreis aussticht und die entstanden Ringe mit dem Ei auf dem dritten Kreis aufbaut. Alle Teigstücke (auch die kleinen Kreise) gut mit Ei bepinseln und auf einem Backpapier ca. 25 Minuten goldbraun ausbacken.

Die Erbsen in gesalzenem Wasser weichkochen. Abgießen und heiß in einem Mixer oder mit einem Pürierstab zusammen mit Gemüsebrühe oder Sahne pürieren. Mit Salz und Pfeffer würzen.

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Lassen Sie es sich schmecken!

Den Gargrad des Spargels kontrollieren. Wenn nötig erneut erhitzen. Den Fond in einen Topf abgießen und aufkochen. Mit in kaltem Wasser angerührter Speisestärke binden und mit Muskatnuss und Salz abschmecken. Wer möchte, kann einen guten Schuss Sahne dazugeben. Das Spargelragout sollte nicht zu flüssig sein, da die Pasteten sonst schnell aufweichen.

Auf einem heißen Teller die noch warmen Pasteten anrichten, mit Spargelragout reichlich füllen und mit Kräutern garnieren. Das Erbsenpüree zusammen mit den gebackenen Kreisen anlegen und sofort servieren.

Auch wenn es etwas Übung kostet. Die Pasteten lassen sich in einer Vielzahl von Rezepten verwenden und werden Ihre Gäste oder Familie verwöhnen.

Die Reste des Teiges können mit Käse vermischt zu Käsegebäck verbacken werden. Bon Appetit!

Marcs Tipp

Wenn Sie Rezepte lesen, in denen Spargelschalen zu Fonds gekocht werden, rate ich Ihnen ab. Spargelschalen enthalten sehr viel Nitrat, das den Nieren schadet. Auch Spargel aus Übersee oder südlichen europäischen Ländern kann ich nicht empfehlen, abgesehen vom Transport sind auch die Belastungen mit Pestiziden und Düngemitteln sehr viel höher, da die dortigen gesetzlichen Bestimmungen eine höhere Belastung zulassen. Guter Spargel sollte keine braunen Stellen und geschlossene Köpfe haben. Die Enden sollten noch feucht und weich sein, dass garantiert die Frische.

(Dieser Artikel wurde am Donnerstag, 12. Mai 2022 erstmals veröffentlicht.)

Quelle: ntv.de

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