Unterhaltung

"Ich bin ein Star, holt mich hier raus!" Eine geballte Krankheit namens Walter

Unbenannt-4.jpg

(Foto: RTL)

Tag 3: Das Camp ist in Aufruhr. Die Mägen knurren, Rolfes Brille ist futsch und das "Opfer der Nation" muss schon wieder zur Prüfung antanzen. Nur Prof. Dr. Walter hat andere Sorgen. Und die drehen sich - wie gewöhnlich - nur um ihn selbst.

Als die Sonne am dritten Tag das Lager der Dschungel-Insassen flutet, sind die Fronten verhärtet. Zwar lässt der offene Konflikt noch auf sich warten, aber das Feuer der Unzufriedenheit lodert schon im Unterholz.

Tageswertung

Held des Tages: Sara. Madamchen Kulka sahnt sieben Sterne ab

Bibliothekarin des Tages: Sigmund-Freud-Fan Tanja

Frage des Tages: Ist Harry Wijnvoord ein Sith-Lord?

Problembär des Tages: Walter, der ständig übers "Pissen" philosophiert

Frage des Tages Nr. 2: Leben die anderen Camper noch?

Erkenntnis des Tages: Rundumüberwachung ist auch nicht das Gelbe vom Ei

Die anfangs so fröhliche Meute hat sich in zwei Parteien gespalten: Auf der einen Seite steht ein unerschrockener Kämpfer gegen Unterdrückung und für mehr Chancen in der deutschen Fernsehlandschaft namens Walter aka "Che Guevara" Freiwald, auf der anderen Seite, nun ja: der Rest.

Es ist aber auch wirklich nicht einfach, mit dem "fossilen Low-Performer" auszukommen. Überall eckt er mit seiner hitzköpfigen Art an und als er sich dann auch noch gegenüber den Moderatoren im Ton vergreift, hat "QVC-Walli" fast das ganze Camp gegen sich.

"Der ist böse. Ich mag keine bösen Menschen", analysiert Sigmund-Freud-Leserin Tanja. "Aber so böse kann man doch gar nicht sein", versucht Rolfe den aufbrausenden Stinkstiefel in Schutz zu nehmen, aber Patricia kontert: "Doch, wenn er Krankheiten hat, schon".

"Walter, läuft bei dir!"

Fakt ist: Walter hat eben seine eigene Wahrheit von den Dingen. Das Problem ist nur, dass er diese unentwegt verkündet: Wen er beispielsweise alles aus der Showbranche kennt oder wie er aus einer Reinigung und einem Frisiersalon gleich eine ganze Radiostation aufgebaut hat.

Der Mann, der "wie ein unerwarteter Furz" daherkommt, wird auch nicht müde, über seine Nemesis, Ex-Kollegen Harry Wijnvoord, vom Leder zu ziehen. Er gibt zwar vor, mit seinem Wissen über den bösen Harry nicht hausieren zu gehen, gleichzeitig erzählt er aber, wie der gemeine Herr Wijnvoord früher "immer aufs kleine Personal losgegangen" sei. Außerdem soll der "Der Preis ist heiß"-Star auch versucht haben, dem inzwischen unterernährten Walter "die Wurst vom Brot zu nehmen". Hatte Harry Wijnvoord etwa Angst, dass unser "Humorist" zu groß rauskommt?

Walter ein Choleriker? Nein! Auf gar keinen Fall. Wenn ihn aber "einer anpisst", dann kann er auch schon mal "den Gollum geben" und "zurückpissen". Visagist Rolfe hat dazu eine andere Meinung: Für ihn ist "The Body" "bipolar", doch Patricia, auch bekannt als Phoenix P., bringt es auf den Punkt: "Der Walter, der ist eine geballte Krankheit." Bei so viel Hobby-Psychoanalyse geht einem doch das Herz auf.

Bevor Sara ihre dritte Prüfung antritt, chillt sie noch ein bisschen. Prof. Dr. Walter, der ja auch "psychologisch geschult" ist, weiht sie in die Freiwaldsche "Schlürfatmung" ein. Ausgerechnet er, der es erneut geschafft hat, sich erfolgreich vor der Prüfung zu drücken.

Mögen die Sara-Festspiele beginnen

Unbenannt-5.jpg

Sarah zeterte zwar, brachte aber endlich Sterne mit.

(Foto: RTL)

"Houston, wir haben ein Problem", geht einem durch den Kopf, wenn man sieht, was Sara in der Challenge erwartet: Ein überdimensionaler Cocktail-Shaker, der wie eine Astronautenapparatur der Nasa anmutet, steht ihr bei ihrer Suche nach den Sternen im Wege. Während der Kasten die Blondine in einer 360-Grad-Drehung um die eigene Achse schleudert und sich Insekten aller Couleur dazugesellen, fingert Sara nach den Vorboten einer ausgewogenen Ernährung. "Es geht nicht, fuck, da ist nirgendwo was drin, Leute", sagt die Sterne-Sucherin.

Doch dann, plötzlich, findet sie einen Stern nach dem anderen und ergattert für das Team sieben gelbe Magenfüller. Sara ist nach ihrer erfolgreichen Prüfung so im Endorphin-Flash, dass es sie überhaupt nicht juckt, dass auf ihrem Blondschopf die Schaben herumkrabbeln. Sonja sagt verzückt: "Es kann lachen". Ein Glück, denn von den anderen Camp-Bewohnern bekommt man ohnehin derzeit nicht sonderlich viel mit.

Die unsichtbaren C-Promis

Der schöne Aurelio: zur Randfigur verkommen. Mutti-Maren: nur einmal kurz im Teich geplanscht. Lediglich von Rolfe erfährt der Zuschauer, dass seine Brille kaputt ist und ohne die Gläser alle anderen "unsichtbar" sind. Er gibt auch zu, dass er Muffensausen hat, dass ihn ohne Brille keiner mehr erkennt. Aber diese wenigen Mini-Ausschnitte, Hand aufs Herz: Das kann doch unmöglich alles sein, was eine 24-Stunden-Rundum-Überwachung, hergibt. Es ist ein bisschen ermüdend, wenn RTL sich zwei polarisierende Personen aus der Gruppe herausgreift und diese unentwegt dem Zuschauer präsentiert. Und so sehr man Sara auch mag und über Prof. Dr. Walter die Augen verdrehen kann, so sehr wünscht man sich, bald mehr von den anderen Campern zu sehen. Es ist zwar nur Unterhaltung, aber da ist bestimmt noch mehr drin.

Zumindest eine Veränderung hat bereits stattgefunden: Nachdem Sara ihre Prüfung so einwandfrei gewuppt hat, ist sie fürs Erste erlöst. Jetzt liegt es an Playboy-Bunny Nummer zwei für Futter zu sorgen.

Quelle: ntv.de